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Tonx in da house

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41

Samstag, 23. Februar 2008, 09:25

@urenkel:
das mit den verwandtschaftsverhältnissen kannd urchaus alles stimmen... ich hab bloß den überblick verloren :D

Zitat

original von urenkel
Echt alle?
Bayrischen bzw. österreichischen Dialekt wollte ich eigentlich nur Cormac und Sean reden lassen, da diese als Iren ihren Mitschülern auffallen.


aaaah, ok, jetz versteh ich das...^^ naja, aber zwischendurch bis du des öfteren auchmal da reingerutscht... woher kommst du denn, wenn ich so frech fragen darf? ;)

Zitat

original von urenkel
So war es auch gedacht. Falls ich weiterschreiben sollte (Achtung Drohung!), werde ich die Figuren natürlich älter und reifer werden lassen.


ich hoffe du schreibst weiter... ich liebe es charaktäre reifen zu sehn :D
richtig interessant wirds dann ja, wenn sie anfangen ihre bessere hälfte zu entdecken xD
das mit victoire fand ich im übrigen ganz gut eigentlich... hat irgendwie pepp reingebracht und war mal nicht so "wahre liebe und immer treue", also mehr reale welt... ^^

Zitat

original von urenkel
Ich wollte James nicht als den perfekten Helden darstellen, sondern als jemanden, der durchaus auch Dinge tut, die nicht in Ordnung sind.


ja, das is auch gut so... aber dass er sein eigenes haus betrügt is irgendwie so gar nich gryffindor-like... er hätte höchstens was fieses mit andren mitschülern anstellen können... das wär dann mehr so fred-george-mäßig... die warn ja auch nich grad engel, aber ich glaub sowas würde (außer singer vielleicht ;) ) ein gryffindor nicht unbedingt machen...^^

zum schluss will ich mich noch bedanken, dass du die kritik so schön hingenommen hast! kam schon vor, dass meine kritik manchen eine spur zu streng, kleinlich oder sonst was war... :)

hoffe auf bald mehr ;)

grüßle,
Tonx
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42

Samstag, 23. Februar 2008, 12:42

Hi Tonxie,

Zitat

Original von Tonx in da house

Zitat

original von urenkel
Echt alle?
Bayrischen bzw. österreichischen Dialekt wollte ich eigentlich nur Cormac und Sean reden lassen, da diese als Iren ihren Mitschülern auffallen.


aaaah, ok, jetz versteh ich das...^^ naja, aber zwischendurch bis du des öfteren auchmal da reingerutscht... woher kommst du denn, wenn ich so frech fragen darf? ;)

Aus Nürnberg. Allerdings ist mein Vater Österreicher und meine Mutter kam aus (Alt-)Bayern. Kann sein, dass mir deshalb öfter was rausrutscht.

Zitat

original von Tonxie
ich hoffe du schreibst weiter... ich liebe es charaktäre reifen zu sehn :D
richtig interessant wirds dann ja, wenn sie anfangen ihre bessere hälfte zu entdecken xD
das mit victoire fand ich im übrigen ganz gut eigentlich... hat irgendwie pepp reingebracht und war mal nicht so "wahre liebe und immer treue", also mehr reale welt... ^^

Natürlich werden sich James und Sean irgendwann auch verlieben und natürlich wird die erste Liebe nicht gleich die Ehefrau sein - war ja bei den Eltern nicht anders.

Zitat

Original von Tonxie

Zitat

original von urenkel
Ich wollte James nicht als den perfekten Helden darstellen, sondern als jemanden, der durchaus auch Dinge tut, die nicht in Ordnung sind.


ja, das is auch gut so... aber dass er sein eigenes haus betrügt is irgendwie so gar nich gryffindor-like... er hätte höchstens was fieses mit andren mitschülern anstellen können... das wär dann mehr so fred-george-mäßig... die warn ja auch nich grad engel, aber ich glaub sowas würde (außer singer vielleicht ;) ) ein gryffindor nicht unbedingt machen...^^


Er betrügt ja nicht sein Haus, sondern "nur" seinen Rivalen um den Posten in der Hausmannschaft.

Zitierfehler korrigiert
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HufflepuffsUrenkel« (28. Februar 2008, 14:24)


Tonx in da house

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43

Samstag, 23. Februar 2008, 13:33

naja, aber die hausmannschaft repräsentiert ja das haus oder nicht?
naja, kinder :D
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44

Montag, 25. Februar 2008, 01:30

16. So manches verändert sich

Sean blieb den Nachmittag und Abend über ziemlich aufgewühlt und redete noch in der Nacht laut mit sich selbst, was ihm mehrere „Maulhalten!“ von verschiedenen Zimmerkollegen einbrachte.
Als James in der Früh aufwachte, sah er, dass der Vorhang von Seans Bett offen und das Bett leer war. Er lief hinunter in den Gemeinschaftsraum und sah dort den Freund an einem der Tische sitzen. Auf dem ganzen Tisch lagen Pergamentfetzen mit mangelhaft gelöschten Briefentwürfen. Das Pergament direkt vor Sean enthielt lediglich die Adresse:
Mrs. Deirdre Finnigan
Wohnküche, Im Rabennest,
Faolchubhuaimhbeag, Irland

und die erste Zeile:
„Liebe Mama,
ich habe“


„Ich würde das ganze Zeug nicht so offen liegen lassen“, empfahl James. „Muss nicht sein, dass jeder Idiot sieht, dass du ein Problem hast.“
„Hast Recht!“, antwortete Sean kurz, sammelte einige Fetzen auf und warf sie ins Feuer. „Ich weiß nicht recht, wie ich anfangen soll. Meine eigene Mutter hat mich angelogen. Dass ich jetzt der Sohn von diesem Deppen sein soll!“
James fiel nichts Richtiges ein, um den Freund zu trösten. Immerhin brachte er ihn so weit, dass Sean mit hinunter in die große Halle ging, wo das Frühstück wartete.
Da Sonntag war, schliefen viele Schüler noch, als einige Posteulen ankamen. Eine davon landete direkt vor Sean.
Der Umschlag, den sie brachte, enthielt das Foto eines Babys. Auf einem zweiten Foto war Seans Mutter mit dem selben Baby zu sehen und winkte ihrem Sohn zu. Daneben lag ein Brief.
Sean las und zeigte den Brief auch James.
Lieber Sean stand darin. Nun ist also endlich unsere kleine Lynn geboren. Schon zweimal haben in letzter Zeit bei Mama die Wehen eingesetzt und wieder abgebrochen und auch die Geburt hat die ganze Nacht gedauert – ganz als ob Lynn gar nicht von Mama weg wollte.
Jetzt ist sie jedenfalls glücklich auf der Welt und auch Mama hat alles gut überstanden. Wir freuen uns schon alle darauf, dich in vierzehn Tagen wieder zu sehen. Ich bin sicher, dir wird deine Schwester auch gefallen.
Liebe Grüße von Papa und Mama.


Darunter stand in einer anderen Schrift: Sei nicht so gemein zu Lynn wie du es immer zu mir bist! So long, deine Ethnie, die Dich gar nicht vermisst – naja, ein bisschen schon.
In der Schrift von Seans Vater stand darunter: Auch Conan, Brandon und Lynn grüßen dich – und Ethnie meint es nicht so.

„Tja, herzlichen Glückwunsch, Alter!“, gratulierte James. Sean bedankte sich und grinste fröhlich. Danach flüsterte er: „Ich kann es ihr nicht zumuten. Nicht jetzt!“
Er verzog sich mit dem Geburtsfoto seiner jüngsten Schwester in den Schlafraum und hängte es zwischen seine Poster.
Als James und er in den Gemeinschaftsraum zurückkamen, wurden sie von ihrem Hauslehrer abgefangen. Der bat sie, mit in sein Büro zu kommen. Die beiden Jungen sahen sich nervös an. Hatten die Slytherins am Vortag gepetzt?

Als sie in Professor Longbottoms Büro bei den Gewächshäusern ankamen, saß dort bereits Kevin. Anstatt ein arrogantes Gesicht zu machen, wie sonst, wirkte er beinahe traurig.
„Nun, meine Herren!“, begann der Hauslehrer und unterdrückte seine Wut nur oberflächlich. „Wenn Sie bitte die Güte hätten, mir zu sagen, warum es gestern wieder zum Kampf auf den Gängen kam?!“
Zunächst sprach keiner der Jungen, worauf Professor Longbottom platzte: „Wenn Sie es mir nicht freiwillig sagen, setze ich Veritasserum ein, so wie der Kollege Zabini. Warum, verflixt, müssen Sie schon wieder gegeneinander kämpfen?“
„Wir haben... da waren... Trolle...“, stotterte James.
„Potter sagt die Wahrheit“, erklärte Kevin seinem verdutzten Hauslehrer. „Wir, das heißt, die drei Slytherins und ich, wollten im Wald was herausfinden. Baring ist uns hinterhergeschlichen, da haben wir – ich glaube Rufus hatte die Schnapsidee – die Trolle gereizt, die dort ihre Höhle haben und das Siegel weggezaubert. Wir wollten Baring nur erschrecken, ehrlich. Und dass Stewart und Larner in der Nähe waren, wussten wir gar nicht.“
„Wie bitte?“, schrie ihn Longbottom an.
„Ja, Herr Professor. Potter und Finnigan haben den Mädels geholfen, mit den Trollen fertig zu werden und Baring – den hat ein Troll erwischt – in den Krankenflügel gebracht.“
„Und warum haben Sie das nicht getan, Mr. Singer?“
„Ich... wir...“
„Sie haben im Wald nichts zu suchen“, fuhr der Lehrer etwas ruhiger fort. „Und gerade Ihnen als Zaubererkinder sollte klar sein, warum. Schon gar nicht sollen Sie in die Nähe von Trollhöhlen gehen. Gnade übrigens dem, der Ihnen erzählt hat, wie man das Siegel öffnet. Und vor allem: Wenn schon Mitschüler durch Ihre Dummheiten ernsthaft verletzt worden sind, dann wäre es Ihre verdammte Pflicht gewesen, diese in den Krankenflügel zu bringen.“
„Ich weiß, Herr Professor! Ich habe Mist gebaut. Finnigan, Larner, Stewart und Potter haben uns später auf dem Gang angegriffen – aber wir haben es verdient.“ Kevin machte eine Pause. „Und – es geht um Schlimmeres: Sicher weiß Zabini – Professor Zabini, Entschuldigung – schon, was wir gesucht haben, wenn Lucius und Rufus Wahrheitselixier geschluckt haben, aber ich sag’s lieber selber: Es gibt angeblich noch Geheimgänge von – Todessern. Lucius’ Bruder hat den Auftrag, sie zu finden.“

Professor Longbottom erschrak: „Was sagen Sie da? Ist Ihnen klar, worauf Sie sich da eingelassen haben?“
Kevin nickte. Kleinlaut fragte er: „Schmeißen Sie mich jetzt raus?“
„Ich werde mit der Direktorin reden müssen“, antwortete der Lehrer. „Wenn es nach mir geht, werden Sie den ersten Ferientag gemeinsam mit einem anderen Schüler hier verbringen. Außerdem bringt Ihnen Ihr Verhalten 50 Minuspunkte. – Mr. Potter und Mr. Finnigan, je 20 Pluspunkte, weil Sie den beiden Mädchen und Mr. Baring geholfen haben, abzüglich fünf Minuspunkte pro Mann wegen Kämpfen auf den Gängen.“

Auf dem Rückweg in den Gryffindorturm fragte James Sean: „Ist dir etwas aufgefallen?“
„Was denn?“
„Singer-Stinker hat selbst zugegeben, dass er schuld war.“
„Na und?“, gab sich Sean begriffsstutzig. „Ist ihm ja nichts übrig geblieben.“
„Er hätte immer noch alles abstreiten können – oder behaupten, dass die Slythies an allem schuld waren.“
„Dann hätte der Longbottom ihm Veritasserum verpasst.“
„Glaub ich nicht“, widersprach James. „Meine Mutter arbeitet ja mit Zaubertränken – und Veritasserum soll man nicht wegen Kleinigkeiten geben, weil es nicht ungefährlich ist. Longbottom hat geblufft, nichts weiter. Außerdem weiß ich nicht, ob man echt unter Veritasserum Leute dazu zwingen kann, Dinge zu erzählen, die der Fragesteller selbst noch gar nicht weiß. Soviel ich weiß, kann jemand, der es geschluckt hat, nur eine direkte Frage nicht mehr falsch beantworten – und Longbottom hatte ja keine Ahnung von den Geheimgängen. Entweder Singer will seine Komplizen verpfeifen, damit er selber rauskommt, oder ihm tut die Sache leid.“
Sean konnte darauf nicht mehr antworten. Auch James war sich keineswegs sicher, ob er wirklich Recht hatte.

Den übrigen Tag über waren beide allerdings beschäftigt, für die noch ausstehenden Prüfungen zu lernen. Vor allem vor Zauberkunst hatten sie etwas Angst, doch auch Verteidigung gegen die Dunklen Künste stellte sich als schwierig heraus. James hatte in Professor Browns Unterricht oft nicht aufgepasst und so auch nicht alle Mitschriften vollständig, doch im Austausch mit Sean und Brian kam er zu einem einigermaßen vollständigen Heft.
Als sie am Montag theoretische Prüfung in Zauberkunst hatten, konnte James sogar alle Fragen beantworten. Die meisten hatten mit gemeineren Fragen gerechnet als es tatsächlich der Fall war.
Auch die praktische Prüfung am Dienstag schien weniger schlimm zu sein als befürchtet – zumindest kamen diejenigen, die durch das Los schon am Vormittag anzutreten hatten, recht zufrieden zum Mittagessen. Aus Gesprächsfetzen erfuhr James, dass man eine Karte ziehen musste, auf der stand, welcher Zauber vorzuführen war.
James kam als zweiter nach der Mittagspause dran, vor ihm Lucy und nach ihm ein Hufflepuff, den er nicht kannte. Sean war einer der letzten überhaupt und würde erst gegen Abend sein Können beweisen müssen.
James wartete vor dem Klassenzimmer, bis Lucy herauskam. „Ist gar nicht so schlimm“, beruhigte sie ihn. „Mir ist am Anfang bald der Stab aus der Hand gerutscht, aber sie hat nur gesagt, ‚Ganz ruhig, Miss Stewart, Sie können es!’ Am Schluss hab ich sogar eine Maus zusammengebracht!“
James ging hinein. Seine Tante saß am Tisch und hielt eine Reihe Karten in der Hand, als ob sie Whist spielen würde. Er wählte die Karte rechts außen, die einen Wasserzauber darstellte. Das hatte er schon gekonnt, bevor er Hogwarts besucht hatte! Lässig hielt er den Zauberstab auf eine Stelle in der Wand, murmelte Aquarius und schon spritzte ein Wasserstrahl ins Zimmer.
„Und nun stell das Wasser ab!“, befahl die Lehrerin.
James rief Siccus!, konnte den Strahl aber nur abschwächen.
„Konzentrier dich! Denk daran: Stabhaltung ist wichtig!“, wurde er ermahnt, worauf ihm der zweite Versuch gelang, sodass er nur wenig Wasser vom Boden wegzaubern musste.
Die zweite Aufgabe bestand aus einem beliebigen Zauber aus dem Jahresstoff. Er wählte einen Leuchtzauber, mit dem er eines der Pulte hell erstrahlen ließ.
„Gut! So muss es sein! Alles Gute noch für Verteidigung gegen die dunklen Künste!“
„Was hab ich?“, wollte James wissen.
„Das wäre wohl E mit Tendenz zum A. Die Theorieaufgaben habe ich aber noch nicht korrigiert und du bekommst eine Gesamtnote, wie du wohl weißt. – Sag Mr. Barnby Bescheid!“
James ging hinaus und sah einen Jungen, der in einer Ecke kauerte und an den Nägeln kaute. „Komm! Ich hab’s auch überlebt! Ist weniger schlimm als manches im Unterricht.“

Schlimmer war, dass James am Donnerstag in der Theorieprüfung für Verteidigung gegen die Dunklen Künste Wichtel und Doxys verwechselte. Der Fehler fiel ihm erst auf, als er sich nach der Prüfung mit Sean unterhielt.
Professor Brown verriet sich bei der praktischen Prüfung durch den Hinweis: „Mr. Potter, hier auf dem Tisch stehen die nötigen Utensilien, die Sie gleich brauchen werden. Sie dürfen aber jeweils nur eines benützen, denn im Ernstfall nützt ihnen Doxyzid nichts gegen Wichtel.“
Tatsächlich bekam er es mit Doxys zu tun, konnte sie aber schnell lähmen. Die zweite Aufgabe – Gnome – waren harmlos. James setzte die drei Gnome innerhalb von Sekunden außer Gefecht. Professor Brown meinte sogar, er hätte für die praktische Prüfung ein O verdient.

Am Wochenende feierten die Schüler ausgiebig das Ende der Prüfungen. Einen Hinweis ihres Hauslehrers, dass Alkohol zu Minuspunktenfür das Haus führen würde, ignorierten die älteren Gryffindors: Zu sehr waren sie abgeschlagen und die ewigen Kämpfe zwischen James und Kevin hatten einiges dazu beigetragen. Nur Slytherin war noch schlechter.
Professor Longbottom entfernte eine ganze Menge Flaschen mit Firewhisky und anderen starken Getränken aus der Reichweite der Schüler.
James und Sean befolgten Arthurs Rat, von derlei Getränken die Finger zu lassen – auch wenn James der Versuchung nicht widerstand, einen kleinen Schluck zu probieren, als der Hauslehrer wegsah. Der Whisky schmeckte ihm aber ohnehin nicht.
Am Samstagabend zeigte sich Cormac auch zum ersten Mal offen gemeinsam mit Sophie. Beide hatten schon etwas getrunken und waren daher weniger vorsichtig als üblich.

Am folgenden Dienstag erhielten die Schüler ihre Ergebnisse. James hatte Es in Zauberkunst und Verteidigung gegen die Dunklen Künste, wo sein hervorragendes praktisches Ergebnis die Leichtsinnsfehler in der Theorieprüfung ausglich. Ansonsten bestand sein Zeugnis aus As. Sean hatte ebenfalls zwei Es in Astronomie und Kräuterkunde, allerdings hatte er in Verwandlungen ein M geerntet, was allerdings im ersten Jahr folgenlos blieb.
Bei der Abschlussfeier am Mittwoch erstrahlte die Große Halle in blau und bronzefarben und überall flogen Adler die Wände entlang. Wegen hervorragender Ergebnisse seiner Schüler in mehreren Jahrgängen hatte Ravenclaw mit 715 Punkten knapp Hufflepuff mit 710 geschlagen. Gryffindor kam nur auf 340, Slytherin auf ganze 165.
Bei der Abschlussrede der Direktorin hörten die wenigsten Schüler genau zu. Professor McGonagall gratulierte einigen Schülern, die James nicht kannte, zu herausragenden Leistungen. Wie einige ältere Gryffindors vermutet hatten, wurde Professor Lowe verabschiedet, worüber einige am Gryffindortisch trauerten.
„Wir sind mit schuld“, gab Arthur zu. „Eigentlich schade! Die strengen bleiben und die gutmütigen müssen gehen.“ Auch James tat der junge Lehrer leid.

Auf dem Rückweg von der Feier zum Gemeinschaftsraum wurden James und Sean von Lucy abgefangen, die zwei Briefe in der Hand hatte.
„Ich hab da was für euch“, begann sie. „Ich wollte – hihi – euch einladen: Ich feiere am 9. Juli meinen Geburtstag nach und ich finde, seit der Sache mit dem Troll... Und ich find euch eigentlich auch so ganz nett!“
Weder James noch Sean wussten genau, ob sie Zeit haben würden, doch beide bedankten sich und versprachen, es sich zu überlegen.

In der Einladung stand, dass es auch Übernachtungsmöglichkeiten geben würde. „Willst du da echt hinfahren?“, fragte Sean, als sie alleine waren.
„Weiß nicht – wenn sollten wir beide hin, sonst wär’ ich der einzige Junge. Bloß wie wird es werden und was schenken wir ihr? Ich mein’, ich hab zwar eine Schwester, aber die spielt noch mit Puppen und da ist Lucy wohl darüber raus.“
„Ich schick dir ne Eule, wenn mir was einfällt“, versprach Sean. „Übrigens: Wenn wir schon beim Einladen sind. Ihr kommt doch im Sommer nach Irland?!“
„Mein Vater will eigentlich auch“, antwortete James. „Aber meine Mutter und mein Bruder wollen unbedingt wieder nach Schweden, weil es ihnen da letztes Jahr so toll gefallen hat. Ich hab jetzt in den Prüfungswochen auch nicht mehr gefragt, was sie schon ausgemacht haben. Ich schick dir ne Eule, sobald ich was weiß.“
„Kannst ja auch gleich eine an deine Eltern schicken. Mein Vater hat jedenfalls das letzte Mal geschrieben, ich soll dich nochmal fragen – bis Mitte August ist auch Mama wieder fit.“
„Welcher Vater?“, sprach James das heikle Thema an.
„Der einzige Mensch, zu dem ich jemals ‚Papa’ gesagt hab“, antwortete Sean etwas zu laut. „Der mich zum ersten Mal mit auf dem Besen reiten lassen hat. Der stolz war, dass ich in Gryffindor gelandet bin. – Ich hab den Seamus Finnigan immer als meinen Vater erlebt, ganz egal, was der Brad Hopkins mal mit meiner Mutter gehabt hat.“

Tränenreich war für James am Freitagmorgen der Abschied von den meisten anderen. Die Aussicht, mit Filch und Kevin Sessel tragen zu müssen, klang nicht besonders verlockend. Außer den beiden Gryffindors waren nur noch einige Slytherins im Haus, die Hagrid auf den Ländereien zur Hand gehen sollten, darunter auch Lucius Crockett. James fiel beim Mittagessen auf, dass Kevin und Lucius nicht mehr miteinander sprachen und sich kaum mehr ansahen.
Nach dem Mittagessen mussten Kevin und er die Zauberstäbe abgeben und gemeinsam mit Filch kaputte Sessel und Sofas schleppen, wobei sie außerdem die Schimpfkanonaden des Hausmeisters über unvorsichtige Schüler, deretwegen immer alles kaputt ging, ertragen mussten.
Kevin ließ einmal ein Sofa zu früh fallen, sodass es James auf den Fuß fiel. „Pass doch auf, Singer-Stinker!“, meckerte der und ließ als Revanche beim nächsten Transport einen Sessel absichtlich zu früh los. Kevin konnte gerade noch ausweichen und Filch, der den Vorfall beobachtet hatte, schimpfte lang und breit, dass man Schüler nicht mehr verprügeln konnte.
Als Filch sich beruhigt hatte, zischte Kevin James zu: „Hör zu, Potti-Trotti! Ich weiß, dass du mich nicht leiden kannst, aber wir müssen den Scheiß hier möglichst schnell hinter uns bringen, das kriegen wir nur, wenn wir uns nicht noch gegenseitig Stress machen, okay?!“
„Okay!“, antwortete James und hörte mehr seine Stimme sagen als er bewusst sprach: „Tut mir leid!“
Mehr oder weniger schweigend erledigten sie die Arbeit. Auch beim Abendessen ließen die Slytherins Kevin links liegen. Der sprach stattdessen James an, fragte nach dessen Familie, was er in den Ferien vorhatte und ob er die Tornados schon in echt spielen gesehen hatte – lauter Dinge, die man jemanden fragte, den man gerade kennen gelernt hatte, nicht jemanden, mit dem man das ganze Jahr über gestritten hatte, fand James.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »HufflepuffsUrenkel« (25. Februar 2008, 13:52)


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Montag, 25. Februar 2008, 11:54

Ich finde es sehr gut, dass Kevin die Wahrheit gesagt hat. Jetzt sieht es so aus, als ob er ein "guter" Junge wird. Ich weiß dass es sich alles wieder ändern kann, aber das werden wir ja sehen. [...]

Einfach nur klasse.
Du bist verdammt schnell in weiter schreiben. Hut ab!
"Willkommen!", rief er. "Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Bevor wir mit unserem Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte sagen. Und hier sind sie: Schwachkopf! Schwabbelspeck! Krimskrams! Quiek!
Danke sehr!"

Tonx in da house

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Montag, 25. Februar 2008, 13:18

huhu :)

ganz nettes kapitel... kevin (so heißt singer mit vornamen oder? ?( ^^ ) scheint sich ja langsam wieder einzukriegen...^^
ich nehme an, deine FF geht dem ende zu, jetzt wo das jahr vorbei ist?

ein paar kleinigkeiten hab ich noch gefunden:

Zitat

original von urenkel
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Sean wartete vor dem Klassenzimmer, bis Lucy herauskam. „Ist gar nicht so schlimm“, beruhigte sie ihn. „Mir ist am Anfang bald der Stab aus der Hand gerutscht, aber sie hat nur gesagt, ‚Ganz ruhig, Miss Stewart, Sie können es!’ Am Schluss hab ich sogar eine Maus zusammengebracht!“
James ging hinein.


ich glaub da war James gemeint oder? sean ist ja eben wie erwähnt erst am Abend dran...

Zitat

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da fehlt nen leerzeichen ;)

sonst soweit alles bestens... bis auf das östereichisch :D
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47

Montag, 25. Februar 2008, 13:53

Zitat

Original von Tonx in da house
huhu :)

ganz nettes kapitel... kevin (so heißt singer mit vornamen oder? ?( ^^ ) scheint sich ja langsam wieder einzukriegen...^^
ich nehme an, deine FF geht dem ende zu, jetzt wo das jahr vorbei ist?

ein paar kleinigkeiten hab ich noch gefunden:

Zitat

original von urenkel
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ich glaub da war James gemeint oder? sean ist ja eben wie erwähnt erst am Abend dran...

Uups - hab's geändert.
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Dienstag, 26. Februar 2008, 13:16

Heydu...

das Kapitel hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es echt schockierend, dass ein Gryffindor sich wie ein Slytherin aufführt. Deswegen bin ich froh, dass sich Singer wieder einkriegt. Aber ich find es komisch, dass die Slytherins da an dem Tag so mit James geredet haben und Singer links liegen gelassen haben. Vielleicht ist das alles eine Falle?! - Weißt du ja genau!:D

In Liebe
Lilly
Die Mutigsten zog Gryffindor,
bei weitem allen andern vor!

In Gryffindor regieren Tapferkeit und Mut,
dies sagte auch schon der alte sprechende Hut!

Hogwarts, Hogwarts, warzenschweiniges Hgwarts,
bring uns was Schönes bei,
Ob alt und kahl oder jung und albern,

wir sehnen Wissen herbei.

Denn noch sind unsere Köpfe leer,
voll Luft und toter Fliegen,
wir wollen nun alles erlernen,

was du uns bisher hast verschwiegen.

Gib dein Bestes - wir können's gebrauchen,

unsere Köpfe, sie sollen rauchen!

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49

Dienstag, 26. Februar 2008, 14:11

Zitat

Original von LillyLovesJames
Heydu...

das Kapitel hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es echt schockierend, dass ein Gryffindor sich wie ein Slytherin aufführt. Deswegen bin ich froh, dass sich Singer wieder einkriegt. Aber ich find es komisch, dass die Slytherins da an dem Tag so mit James geredet haben und Singer links liegen gelassen haben. Vielleicht ist das alles eine Falle?! - Weißt du ja genau!:D

In Liebe
Lilly

Hi Lily,

danke für das Lob!

Ich glaube, du hast eine Sache falsch verstanden: Die Slytherins haben nicht mit James geredet, sondern Kevin hat das getan, nachdem ihn seine alten Freunde links liegen gelassen haben.

Gruß
Der Urenkel
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Sonntag, 2. März 2008, 12:17

17. Neue Enthüllungen und Probleme

James und Kevin versuchten am folgenden Samstag, Filchs Geschimpfe zu überhören, so gut es ging. Gemeinsam gelang es ihnen, bis zum späten Vormittag die alten Möbelstücke aus dem Gemeinschaftsraum nach unten zu schaffen. Der Hausmeister ließ die beiden zwar noch zusätzlich den riesigen Raum putzen, doch um halb zwölf kam Professor Longbottom, kontrollierte den Raum und erklärte die Strafarbeit für beendet.

James ging noch vor dem Mittagessen in die Eulerei, um seinen Eltern zu schreiben, dass er fertig war. Er hoffte, dass entweder sein Vater oder seine Mutter ihn im Lauf des Nachmittags abholen würden.
Das letzte Mittagessen in Hogwarts war weniger reichhaltig als gewohnt, da kaum noch Schüler anwesend waren. Gegen Ende des Essens kam Kevins Mutter in die Große Halle. James begrüßte sie so höflich er konnte; sie grüßte zurück, widmete sich danach allerdings ganz ihrem Sohn.
Kaum waren Kevin und seine Mutter an der Tür, schwebte ihnen Peeves entgegen und sang laut:
Singer, der die Schlammblüter frisst,
in echt selbst ein Schlammblut ist!“

James spitzte die Ohren. Nein, er hatte sich nicht verhört. Was hatte das zu bedeuten?
„Halt’s Maul, Peeves!“, bellte Kevin, was auf den Poltergeist jedoch ebenso wenig Wirkungen hatte wie Mahnungen von Kevins Mutter.
James ging den beiden Singers nach und sah auch den Schnellen Brad noch zu ihnen schweben, hörte aber nicht, was sie redeten. Als James vorbeilief, brachen sie das Gespräch ab. So blieb ihm nur, sich zu verabschieden, in den Schlafraum hinaufzugehen und seinen Koffer zu packen.

Als James die Treppe zum Gemeinschaftsraum hinunterstieg, begegnete ihm erneut Brad. „Ich freue mich, dass ihr wenigstens an den letzten beiden Tagen gut klargekommen seid!“, sagte er zu James. „Offenbar hat es Kevin kapiert – vielleicht war es gut, dass du ihn versteinert hast, denn so musste er mir bis zum Ende zuhören.“
„Wobei?“, fragte James neugierig. „Stimmt es, dass Singer – dass Kevin nicht reinblütig ist?“
„Weißt du das von Peeves? Natürlich, der kann nichts für sich behalten. Stimmt“, antwortete Brad. „Ich habe es ihm schon gesagt, es aber nicht geschafft, die Geschichte mit Deirdre und warum ich ihn adoptiert hatte, ganz zu erzählen.“
„Wie? Du hast Kevin...?“
Der Geist nickte, soweit man dies bei einem wenig ausgeprägten Kopf erkennen konnte. „Stell bitte deinen Koffer ab, es wird noch dauern! Und vermutlich wird Neville deine Eltern sowieso hierher schicken, wenn sie kommen. – Nun ja, das für mich Peinlichste ist erzählt. Im Jahr 2004 also hat Seamus Finnigan Deirdre geheiratet – ich habe keine Ahnung, ob er auch schon vorher mit ihr geschlafen hat und ob er vermutet hat, dass der kleine Sean, der schon unterwegs war, sein eigener Sohn war. Ich jedenfalls konnte mich nicht mehr bei Deirdre blicken lassen.
Ein Jahr später habe ich mich in eine andere junge Frau verliebt, Dana Harrison. Sie war ebenfalls in Slytherin gewesen, allerdings ein Jahr unter mir. Es wurde ernst mit uns und wir planten die Heirat; als wir schon verlobt waren, gestand sie mir, dass sie keine Kinder bekommen könnte – in ihrer Familie lag ein Fluch, der jeweils die zweite Tochter betraf. Ich liebte sie und wollte nicht unbedingt Kinder, also machten wir trotzdem den Hochzeitstermin aus.

Inzwischen war ich allerdings bei den Cannons schon aussortiert, weil ein besserer Sucher nachgekommen war. Eine neue Mannschaft zu finden, war nicht einfach. So musste ich weiter auf – nun ja – nicht ganz sauberen Wegen Geld verdienen.
Lucius Malfoy, der meine wichtigste Geldquelle war, blieb skeptisch. Er schickte mich und drei andere Kandidaten zu einer Strafaktion: Es ging um Sue Meadows, eine Halbblüterin, die mit einem Muggel verheiratet war, hinter der aber auch jemand aus den Todesserkreisen her gewesen war, ich weiß nicht mehr, wer.
Wir machten aus, dass wir Sue und ihren Mann mit dem Cruciatus-Fluch quälen und danach töten wollten.
Ich wusste vorher nicht, dass die beiden ein Kind hatten. Schon als ich den Vater vor Schmerzen schreien hörte, wollte ich nicht mehr mitmachen, aber eine Frau mit einem knapp Zweijährigen zu foltern, das war endgültig zu viel. Außerdem erinnerte ich mich wohl daran, dass dieser Junge ungefähr so alt sein musste, wie mein Sohn, den ich nie kennen lernen durfte.
Als wir Mutter und Kind gefunden hatten, ließ ich den Stab sinken und versuchte, mit den beiden zu disapparieren. Da hatte allerdings schon einer meiner Komplizen Sue mit dem Imperius-Fluch dazu gezwungen, ihren Zauberstab wegzuwerfen und ihnen entgegenzukommen. Ich konnte ihr nicht mehr helfen und riss ihr das Kind von der Hand weg.
Mit dem Buben kam ich zu Dana und es war ihre Idee, ihn zu uns zu nehmen. Es dauerte lange, bis er uns akzeptierte. Ich entschied mich schließlich, ihn die Erinnerung an seine leiblichen Eltern vergessen zu lassen – es war nur zu seinem Besten. Nur seinen Namen ließen wir ihm.“
„Kevin“, stellte James fest.
„So ist es. Nun: Kevin lernte laufen, richtig sprechen und gut ein Jahr, nachdem ich ihn gerettet hatte, nahm ich ihn zum ersten Mal auf dem Besen mit. Doch dann stöberten sie uns auf – wir hatten natürlich damit gerechnet; deshalb hatten mein Bruder und Danas Mutter unser Haus versteckt, doch ich musste ja irgendwann hinaus, um Geld zu verdienen. Ich lebte von Gelegenheitsarbeiten mit wechselnden Identitäten – zum Glück konnte ich Vielsaft-Trank brauen – doch einmal wartete ich zu lange, ich sah wieder aus wie ich und Malfoys Leute fanden mich. Ich kam an diesem Abend nicht mehr als lebender Mensch nach Hause.

Dana hat Jahre später Dolph Singer geheiratet und sie haben Kevin als Slytherin erzogen. Der Junge dachte, dass ich sein leiblicher Vater war, doch Dana hatte ihm nie die Wahrheit über meinen Tod gesagt.
Als ich es selbst zum ersten Mal versuchte, war Kevin neun Jahre alt und glaubte mir nicht, dass ich von Todessern und nicht von Auroren getötet worden bin.“
„Und glaubt er es jetzt? Und warum soll ich deine Geschichte glauben?“
„Jetzt hat er mir geglaubt – und ich bin mir ziemlich sicher, warum. Der Sprechende Hut...“
„hat ihn nach Gryffindor geschickt. Das konnte niemand verstehen“, erinnerte James sich. „Er selbst vermutlich am wenigsten.“
„Und der Hut hat ihm wohl gesagt, dass er nicht nach Slytherin gehen kann, weil er kein Reinblüter ist. Er hat geglaubt, das verbergen zu können. Als er es von mir bestätigt bekam, hat er es geglaubt.“
„Kannst du hören, was der Sprechende Hut sagt?“, fragte James interessiert.
„ Natürlich nicht, aber das gibt wohl am meisten Sinn“, antwortete der Geist. „Viel wichtiger aber, denke ich, war für ihn, zu erfahren, wie schnell man auf dem falschen Weg ist. Todesser lassen den, der sich einmal mit ihnen eingelassen hat, nicht mehr los – ich bin nicht der Einzige. Es beginnt mit harmlosen Quälereien gegen Muggelstämmige. Hat man da einmal mitgemacht, geht man immer weiter – und irgendwann kommt der Druck von den Komplizen dazu und man kann nicht mehr aus.

Ich habe als lebender Mensch versagt und mein Auftrag als Geist lautet, dass ich meinem Sohn die Wahrheit sagen und helfen soll, ihn zu einem anständigen Menschen erziehen. Ich weiß nicht, ob damit Sean, mein wahrscheinlich leiblicher Sohn oder Kevin, den ich als Sohn angenommen habe, gemeint war, aber nun habe ich den ersten Schritt gemacht. Kevin scheint es eingesehen zu haben.“

„Oder seine Slytherinfreunde lassen ihn nicht mehr mitspielen“, mutmaßte James.
„Das kann sein – zumal Peeves wohl auch in Slytherin nicht den Mund gehalten hat.“
„Schaden würde es Kevin nicht. Gestern ist er mir gar nicht so verkehrt vorgekommen.“
„Ich glaube, dass er so wenig böse ist, wie viele andere es waren. Leider ist er leicht zu beeinflussen – so wie wir alle damals. Und deshalb, James, kümmert euch ein bisschen um ihn, damit aus ihm rechtzeitig ein besserer Kerl wird.“
James wollte es noch nicht versprechen, aber er nahm sich vor, Kevin künftig etwas anders zu sehen.

James verabschiedete sich vom Schnellen Brad und überlegte noch, ob er noch einmal auf die Ländereien gehen sollte, als schon seine Mutter gemeinsam mit Neville Longbottom in den Raum kam. Mutter und Sohn fielen sich in die Arme. Ginny Potter bedauerte außerdem noch, dass sie nur die Baustelle, nicht aber den fertigen renovierten Gemeinschaftsraum zu sehen bekommen würde. Sie war froh, ihren Ältesten gesund wiederzusehen.
Sie verabschiedeten sich vom Hauslehrer der Gryffindors und gingen gemeinsam in Richtung Hogsmeade, wo der Apparierschutz aufhörte. Dann nahm Ginny Potter ihren ältesten Sohn bei der Hand, sie drehten sich im Kreis und apparierten nach Hause.

Albus und Lily warteten bereits neugierig auf den älteren Bruder und bombardierten ihn mit Fragen. Vor allem Albus interessierte sich für alles, da er im September selbst nach Hogwarts kommen würde. James erzählte bereitwillig von seinen Hauskollegen und den Lehrern, berichtete in allen Einzelheiten, wie sie die beiden Trolle besiegt hatten und redete auch über Quidditch. Seine Mutter lobte ihn überschwänglich dafür, dass er Lucy, Fiona und Brian geholfen hatte und schimpfte etwas, weil er Ken Kollapssirup gegeben hatte.
James überlegte, ob er vom Schnellen Brad erzählen sollte. Er tat es schließlich, sagte aber nur, dass dieser mit Seans Mutter „etwas gehabt“ habe, nicht mehr.

Etwas später war auch der Vater zu Hause und fragte James ebenfalls aus. Noch mehr als James’ Mutter und Geschwister interessierte Harry Potter sich für die angeblichen Geheimgänge, die die Slytherins hatten suchen sollen.
„Es sollte mich wundern, wenn es die gäbe und niemand sie benutzt oder gefunden hätte“, meinte er nachdenklich. „Obwohl es immer noch Dinge gibt, die wohl kaum jemand weiß. Selbst Albus Dumbledore hat ja immer wieder erklärt, dass er nicht alles über Hogwarts wusste – und er wusste mehr darüber als jeder Mensch, den ich je gekannt habe. Aber dass man Erstklässler nach einem solchen Geheimnis suchen lässt?“
„Zumindest behauptet Singer – Kevin – das“, berichtete James. „Ich schätze, Neville wird schon nachsehen, ob es so etwas gibt.“
„Glaube ich auch“, bestätigte seine Mutter. Anders als der Vater konnte sie sich die Existenz geheimer Gänge vorstellen.
James wollte außerdem wissen, ob seine Eltern schon Genaueres wegen der Ferien in Irland geplant hätten. Lily verdrehte die Augen und der Vater holte tief Luft, bevor er antwortete: „Wir werden erst in knapp drei Wochen fahren können.“
„Es geht leider nicht früher. Wir haben einen wichtigen Auftrag – der Trank zur Heilung der Blutsucht könnte endlich fertig werden. Aber wir müssen noch einiges testen und deshalb bekomme ich die nächsten vierzehn Tage keinen Urlaub“, fügte die Mutter hinzu.
James war zufrieden, dass sich seine jüngeren Geschwister zumindest nicht im letzten Moment bei der Planung des Urlaubsziels durchgesetzt hatten.

Am Abend rief auch Tom an und James verabredete sich mit ihm zum Fußballspielen am folgenden Montag. Er freute sich, seine ehemaligen Mitschüler wiederzusehen und vermied, allzu genau von Hogwarts zu erzählen – Er erzählte den Muggelfreunden beispielsweise, Lucy, Fiona und Brian seien nicht von Trollen angegriffen worden, sondern andere Schüler hätten Steine auf sie geschleudert.

Am Dienstagabend erhielt James eine Eule von Sean:
Hi James,
bei uns ist dicke Luft. Ich hab mir fest vorgenommen, nichts von Brad zu erzählen, aber meine Eltern haben schon bald gemerkt, dass ich ihnen etwas nicht sagen will. Heute habe ich es dann doch erzählt und mein Vater hat meine Mutter fürchterlich angebrüllt und ist vor zwei Stunden abgehauen, ohne irgendjemand was zu sagen.
Ich habe echt Angst, dass noch mehr passiert, womöglich, dass mein Vater ganz weggeht. Dabei hat Mama mit den drei Kleinen genug zu tun. Eithne sitzt in ihrem Zimmer, heult und schimpft auf mich, die Kleinen haben zum Glück nichts gemerkt.
Gehst du eigentlich zu Lucys Party? Mir ist eigentlich nicht nach Feiern, aber ich hab gerade beschlossen, dass ich das Wochenende von daheim weg sein muss – hoffentlich erlauben sie es mir.
Ich bin echt fertig! Ciao, Sean


James holte Feder und Pergament und setzte sofort die Antwort auf:
Hi Sean,
au weia, das ist ja ziemlich scheiße.
Soll ich mit meinen Eltern reden? Ich meine, sie kennen deinen Vater ja recht gut und vielleicht können sie was machen.
Ich gehe auf jeden Fall zu Lucy – bin mir auch ziemlich sicher, dass ich darf. Vielleicht können wir dort mehr reden, was wir machen.
Mach’s trotzdem gut, James.


Er schlief in der Nacht unruhig. Wie sollte er seinen Eltern erklären, was los war? Sollte er es sofort sagen oder lieber vorsichtig andeuten – was ihm gar nicht lag.

SZENENWECHSEL – ZUR GLEICHEN ZEIT ETWA 350 MEILEN RICHTUNG NORDWESTEN

Brighed Finnigan klappte das Buch zu, in dem sie die letzten zwei Stunden gelesen hatte. „Es wird Zeit für eine Frau in deinem Alter“, befahl sie sich selbst. Sie küsste das Bild ihres verstorbenen Mannes auf dem Tisch, stand auf und löschte das Feuer im Kamin mit ihrem Zauberstab.
Plötzlich hörte sie ein Geräusch an der Haustür. Erschrocken griff sie ihren Zauberstab fester und öffnete die Zimmertür. „Lumos!“ rief sie und „Wer ist da?“
Sie hörte schwere Schritte in der Diele, bevor die Tür zum Flur geöffnet wurde. „Guten Abend, Mama!“, vernahm sie die Stimme ihres Sohnes. „Keine Angst! Bin nur ich.“

Sie ließ den Zauberstab sinken. „Seamus! Hast du mich erschreckt! Was machst du hier um diese Zeit? Du solltest bei deiner Familie sein!“
„Ich...“ stotterte Seamus. „Du hattest recht, Mama, ich hätte diese Frau niemals heiraten sollen“, fuhr er dann mit schleppender Stimme fort.
„Was soll der Schmarrn? Spinnst du?“, fuhr sie ihn an. „Wieso das plötzlich? Und überhaupt: Du hast zu viel getrunken. Schäm dich!“
Obwohl Seamus Finnigan längst erwachsen war und seine Mutter um mehr als einen Kopf überragte, zuckte er zusammen. „Es ist wegen Sean. Ich würde gern... die Nacht hier bleiben“, bat er.
„Wegen dem Sean?! Was ist mit dem Sean? Wenn er was angestellt hat, dann sollst du ihn bestrafen. Wenn er Probleme hat, sollst du ihm helfen. Was soll der Bub sich denken, wenn sein Vater abhaut und sich betrinkt, bloß weil irgendwas los ist?“
„Er hat weder Probleme, noch etwas angestellt. Dieser Bastard Brad Hopkins – er ist sein...Vater. Und ich hab der Deirdre ihre Lügen über zwölf Jahre geglaubt.“
„Und?“, fragte seine Mutter in versöhnlicherem Ton, doch immer noch entschieden. „Hat es dir leid getan?“
„Ich hab mir was vorgemacht, Mama! Ich hätte gute Lust, die Deirdre zu verprügeln und den Hopkins auch, wenn er nicht tot wäre.“
„Dann bleibst du wohl besser wirklich hier und gehst sofort schlafen! Wir reden morgen, wenn du wieder nüchtern bist! Gute Nacht!“
Seamus wollte widersprechen, gehorchte aber schließlich wie ein Zehnjähriger und ging in sein früheres Kinderzimmer.
Brighed Finnigan begab sich zurück ins Wohnzimmer, richtete ihren Zauberstab mit einem lauten „Incendio!“ auf den Kamin und danach mit „Accio! auf einen Stoß Pergament im Regal.
Liebe Deirdre, liebe Kinder! schrieb sie.
Euer Papa ist jetzt bei mir. Es geht ihm gut und er wird morgen früh wieder zurück kommen.
Liebe Grüße von Oma.

Sie pfiff, worauf ihre Eule, ein Männchen, das nach ihrem Mann Pádraig hieß, sich vor ihr niederließ. Sie band dem Tier den Brief ans Bein. „Flieg zu Deirdre! Schnell!“, befahl sie.

Sie löschte das Kaminfeuer ein zweites Mal und ging nun schlafen. Vorher überzeugte sie sich, dass auch ihr Sohn schlief. Sie hatte schon eine Vorstellung, wie sie ihn am nächsten Tag ‚zur Vernunft bringen’ würde, doch ahnte sie, dass es nicht so leicht sein würde, wie sie im Brief geschrieben hatte.

Fehler korrigiert
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Sluggy

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51

Montag, 3. März 2008, 11:36

Hallo HufflepuffsUrenkel,

na, nun geht es aber zur Sache. Da sind Kevin und Sean ja eine Art Brüder, wenn auch nicht zusammen aufgewachsen.

Hoffentlich bekommt Seamus sich wieder ein. Sean kann ja nichts dafür und irgendwie auch seine Mutter nicht ...

Vermutlich sehen sich James und Seamus ja auf Lucys Party. Wär ihnen zu wünschen.

Bin schon wieder neugierig, diesmal, was Seamus Mutter ihrem Sohn wohl erzählen wird, um ihn zu seiner Familie zurückzubringen.

Grüße Sluggy
:D 8) --knuddel--

ron_weasley

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52

Montag, 3. März 2008, 12:57

Hallo Urenkel,

das wird ja immer heikler, hoffentlich passiert Deidre und Sean nichts passiert. Hoffentlich kriegt Seamus sich wieder ein. ...

Bin voll gespannt, wie es weiter geht.

LG ron
"Willkommen!", rief er. "Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Bevor wir mit unserem Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte sagen. Und hier sind sie: Schwachkopf! Schwabbelspeck! Krimskrams! Quiek!
Danke sehr!"

HufflepuffsUrenkel

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53

Sonntag, 9. März 2008, 21:52

18. Mütterliche Ermahnung

Als Brighed Finnigan am nächsten Morgen erwachte, schlief ihr Sohn noch tief und fest. Sie ließ ihn lange schlafen, entgnomte das Gemüsebeet vor ihrem Haus und setzte sich anschließend mit ihrem Buch in den Garten.
Sobald Seamus aber am Küchentisch erschien, kam sie dazu. Ihr Sohn klagte über Kopfschmerzen, konnte aber immerhin genauer als am Vortag erzählen, was vorgefallen war: Wie ihm und Deirdre aufgefallen war, dass Sean irgend etwas nicht erzählen wollte, wie sie den Jungen dazu gebracht hatten, doch alles zu berichten und wie seine Frau schließlich gestanden hatte.
Mutter Finnigan hörte ihrem Sohn geduldig zu, ehe sie vorsichtig fragte: „Und das hat dich geschockt?“
„Geschockt und geärgert“, bestätigte Seamus. „Dass sie mich betrogen hat und Sean nicht mein Sohn ist. Mir wird im Nachhinein manches klar: Erst wollte ich mit ihr schlafen, sie aber hat sich geziert, aber dann hat sie plötzlich gedrängt. Ich erinnere mich noch genau. Oh Mama, du hattest ja so Recht damals.“
Seine Mutter schüttelte den Kopf: „Ich hatte nicht Recht. Ich hatte Bedenken, dass du dich in die Tochter von Walden Macnair verliebt hat. Ich hätte dir natürlich damals nicht erlaubt, dass du mit Deirdre schläfst – wenn du mich gefragt hättest.“
„Und das wäre richtig gewesen. Danach war sie schwanger und wir haben heiraten müssen und jetzt...“
Zum ersten Mal unterbrach Brighed Finnigan ihren Sohn: „Und hat es dir, in den dreizehn Jahren seit damals je leid getan?“
Er antwortete nicht, worauf sie fortfuhr: „Die Deirdre hat sich in einer Weise entwickelt, dass keiner mehr gedacht hätte, dass sie eine geborene Macnair und in Slytherin gewesen ist. Und der Sean hängt an dir ebenso wie an seiner Mutter. Abgesehen davon habt ihr inzwischen noch vier Kinder gemeinsam in die Welt gesetzt.“
„Wenn sie nicht wieder...“
„Einen Schmarrn hat sie“, fuhr sie ihn beinahe an. „Sie hat ihre Karriere aufgegeben, wegen dir und den Kindern. Sie hat sich um eure Familie und euer Haus gekümmert. Seamus, Bub, eine bessere Frau hättest dir nicht wünschen können!“
„Trotzdem: Wenn eine Ehe schon mit einer Lüge angefangen hat. Was soll ich ihr noch glauben?“

„Seamus, wir kennen beide noch eine Ehe, die mit einer Lüge angefangen hat und trotzdem viele Jahre gut gegangen ist.“ Sie schaute auf das Bild ihres Mannes, als ob sie eine Antwort erwartete, doch da Pádraig Finnigan ein Muggel gewesen war, blieb sein Bild unbeweglich.
„Mama, du meinst... du hast doch nicht... mit jemand anderem...“, fragte Seamus überrascht.
Sie schüttelte den Kopf. „Aber ich hab ihm nicht gesagt, dass ich eine Hexe bin, wie du weißt.“
„Das ist aber ganz was anderes“, widersprach Seamus erstaunt.
Brighed bestätigte zum Schein: „Ja, das ist ganz was anderes. Schau: Stell dir vor, du hättest es damals erfahren und nicht die Deirdre geheiratet, sondern eine andere Frau. Vielleicht wärst du mit ihr auch glücklich geworden, aber Frauen, die ihre eigene Karriere für die Familie aufgeben, sind heutzutage selten. Jedenfalls hast du im Ministerium aufsteigen können und daheim immer ein anständig geführtes Haus vorgefunden, weil sie dir den Rücken freigehalten hat.“
Seamus nickte, während seine Mutter fortfuhr: „Und jetzt stell dir vor, der Papa hätte, nachdem er gehört hat, dass ich eine Hexe bin, nicht mich geheiratet, sondern eine Muggelfrau. Dann könnte er heut noch leben und sich auch selber über seine Enkel freuen.“ Sie machte eine Pause, da sie über die schlimmen Geschehnisse vor neunzehn Jahren noch immer weinen musste. „Wer hat mehr mitgemacht, weil seine Braut ihn angelogen hat, du oder dein Vater?“

„Aber Mama! Du hast ja nicht wissen können, dass Du-weißt-schon-Wer zurückkommen und euch angreifen würde.“
„O doch, das habe ich. Als wir geheiratet haben, war Du-weißt-schon-Wer auf dem ersten Höhepunkt seiner Macht. Was ich nicht habe wissen können, war, dass der Todesfluch auf Harry Potter, der drei Monate nach dir auf die Welt gekommen ist, zurückprallen würde, dass Du-weißt-schon-Wer danach verschwinden würde und dass du so eine relativ sichere Kindheit gehabt hast. Deine Großeltern waren gegen unsere Hochzeit – nicht weil sie was gegen Muggel oder gegen den Papa persönlich hatten, sondern weil sie gesehen haben, was ich nicht sehen wollen habe, dass es Du-weißt-schon-Wen verärgern würde, wenn die Tochter einer uralten Zaubererfamilie einen Muggel heiratet. Weil er mir treu geblieben ist, ist Papa nun tot.“
„Aber Mama! Du musst dir doch keine Vorwürfe machen“, tröstete nun Seamus seine Mutter, wie er es oft getan hatte, seit dem schrecklichen Tag im April 1998, als Todesser seinen Vater ermordet hatten und seine Mutter in letzter Sekunde entkommen war. „Du hättest den Papa nicht vor Du-weißt-schon-Wem retten können.“
„Ich hätte es tun können, indem ich ihn nicht geheiratet hätte. Muggel an sich haben Du-weißt-schon-Wen nie interessiert, Blutschänder, wie er es genannt hat, wollte er dagegen alle umbringen – aber hören wir damit auf! Der Papa wird nicht mehr lebendig und ich hoffe, dass er es jetzt besser hat.
Wenn dir nur eines klar ist: Dein Vater hat sein Leben riskiert und schließlich verloren, weil er bei mir geblieben ist. Er hat dich und mich nicht verlassen, weil er uns beide geliebt hat – obwohl er gewusst hat, wie gefährlich es ist. Merlin sei Dank war Du-weißt-schon-wer danach für fünfzehn Jahre verschwunden und deine Geschwister sind in besseren Zeiten auf die Welt gekommen.
Und du? Was für ein Problem hast du? Du hast mit der Deirdre geschlafen, bevor dass ihr geheiratet habt, und hast spätestens danach gewusst, dass sie keine Jungfrau mehr war. Danach hat sie dir gesagt, dass sie schwanger war und neun Monate später ist der Sean auf die Welt gekommen, der dir sogar bisschen ähnlich sieht. Ich glaub immer noch, dass die Deirdre damals von dir schwanger geworden ist und nicht vom Hopkins.
Außerdem: Willst du sie jetzt allein lassen – wegen etwas, was vor dreizehn Jahren passiert ist? Willst du deine Kinder ohne Vater aufwachsen lassen? Denk dran, wie schlimm es für dich war, und du warst damals, 1998, sechs Jahre älter als der Sean heute. Denk dran, wie die Sheila und der Brian damals geweint haben! Soll es deinen Kindern genau so gehen, obwohl ihr Vater noch lebt?“

Seamus antwortete nicht, sondern klagte statt dessen über Kopfschmerzen. Seine Mutter gestattete ihm, sich noch einmal hinzulegen – unter der Bedingung, dass er bis zum Abend wieder zu seiner Familie gehen würde.
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54

Sonntag, 9. März 2008, 21:53

19. Lucys große Feier

James hatte schlecht geschlafen und stand daher am nächsten Tag ausnahmsweise als erster auf, sogar noch vor seiner Mutter, die früh zur Arbeit musste. Kreacher hatte ihn gehört und fragte dienstbereit, was er tun könne, doch James schickte ihn wieder in seine Kammer. Er entschied sich, noch beim Frühstück wegen Lucys Party zu fragen und holte Lucys Einladung aus seiner Tasche.
Während sein Vater noch im Bad war, zeigte er seiner Mutter die Karte..
„Sie hat mich eingeladen, bevor wir in die Ferien sind. Sorry, Mama, hab’s bisher verschwitzt, dir zu sagen.“
„Hm“, machte Ginny Potter. „Eigentlich freut es mich, wenn dich deine Klassenkameraden einladen, aber...“
„Nicht, was du denkst, Mama! Ich find Lucy nett, nicht mehr.“
Seine Mutter lachte: „Bis du Gedanken lesen kannst, wird es noch dauern! Dass da mehr sein könnte, hätte ich nie gedacht. Nein, es geht mir um etwas anderes: Diese Lucy ist doch eine Muggelgeborene, oder?“
James nickte.
„Dann werden möglicherweise auch Muggel dort sein und wir werden wahrscheinlich nicht ohne weiteres apparieren können, ohne dass es auffällt. Und mit dem Auto bis nach Wales und zurück, das wird dauern. Und ich kann eigentlich nicht das Wochenende dort bleiben – außerdem glaube ich nicht, dass du deine alten Eltern bei der Party brauchst.“
Daran hatte James nicht gedacht. Er hatte keine Ahnung, wie man auf Muggelart am besten von London nach Wales kam.
„Wenn ich du wäre, würde ich fragen, ob du übernachten kannst. Vielleicht haben sie ein Gästezimmer“, riet seine Mutter. „Oder du fragst Papa, wie wir dorthin und am Abend wieder nach Hause kommen können. Mir fällt nichts ein, was den Muggeln nicht auffallen würde.“

Nachdem auch Harry Potter keine Idee hatte, rief James Lucy an, um zuzusagen und fragte auch, ob er übernachten könne.
„Logo kannst du“, antwortete Lucy beinahe perplex. „Hab ich das vergessen zu sagen? Die Party findet in `ner alten Villa statt, die meine Eltern gekauft haben und jetzt herrichten. Ist nicht grade ein Luxushotel, aber Schlafplätze gibt es. Wäre nur gut, wenn du ´nen Schlafsack mitbringen kannst. Ich freu mich auf jeden Fall, wenn du kommst!“
„Ich mich auch – und Schlafsack hab ich einen. Also dann, bis Samstag! Ciao, mach’s gut!“

Am Nachmittag bekam James eine Eule von Sean, der ihm schrieb, dass er auch zu Lucy kommen dürfe. Ich habe das Gefühl, meine Mutter ist im Moment ganz froh, wenn sie ihre Ruhe hat und mein Vater ist gerade erst wieder heimgekommen. Sogar die Zwillinge haben gemerkt, dass was nicht stimmt. stand im Brief.

Am Abend schickte James nacheinander Eulen an seine Kusinen, in der Hoffnung, von einer einen Tipp zu bekommen, was man einem Mädchen schenken könnte. Beinahe alles, wofür sich Jungen interessierten, ob Quidditchutensilien oder Scherzartikel aus Onkel Georges Laden, kam nicht in Frage und von Schmuck und Ähnlichem hatte James keine Ahnung.
Victoire hatte schließlich eine sinnvolle Idee, da sie sich noch erinnern konnte, dass sie sich bei einer Schlafzimmerkontrolle gewundert hatte, wie viele Poster von magischen Tierwesen Lucy an ihr Bett gehängt hatte. Sie empfahl, nach einem Bildband oder Ähnlichem über Katzen und Minimuffs zu schauen.
Am Freitag ging James in die Winkelgasse und wurde tatsächlich fündig. Außerdem kaufte er, wie bei fast jedem seiner Besuche, im Laden seines Onkels George ein.
Da im Geschäft nicht viel los war, unterhielt er sich kurz mit seinem Onkel und erfuhr, dass dieser gerade an Gegenzaubern zum Anti-Schummel-Zauber arbeitete. James bestellte vorsorglich schon einmal einen davon für die nächsten Prüfungen.

James war nervös, als er am Samstag seine Sachen zusammenpackte. Eine Party unter lauter Mädchen, was konnte das nur werden?
Außerdem hatte er Bedenken, ob es auffallen würde, wenn die Bilder in dem Buch für Lucy sich bewegten.
Sein Vater beruhigte ihn: „Inzwischen gibt es das bei Muggeln auch. Soweit ich weiß, funktioniert es mit Chips zwischen den Seiten – natürlich nicht Kartoffelchips, sondern...“
„Ich weiß, was Computerchips sind“, unterbrach James. „Bin ja nicht von Dummsdorf.“
Sein Vater wollte schon am Morgen losfahren, damit sie rechtzeitig das Haus von Lucy Eltern erreichten. Er wollte auch selbst Lucys Eltern kennen lernen.
Langsam schob sich der alte Vauxhall durch Londons Straßen, bis sie endlich die M4 erreichten. Harry Potter beherrschte die Steuerung eines Autos mittlerweile ebenso gut wie einen Besen.
Auf der Autobahn kamen sie rasch vorwärts und erreichten schon nach gut zwei Stunden den Bristol Channell und kurz darauf in Newport, wo James eine Fahrkarte nach London für den nächsten Tag erstand. Nach einer weiteren halben Stunde erreichten sie die Villa bei Pontypool, in der Lucy feiern wollte.

Auch wenn das Haus der Potters am Grimmauld Place keineswegs bescheiden war, gegen die Villa, vor der sie nun hielten, war es nichts, so heruntergekommen diese auch aussah. Die Fassade war einmal reich mit Figuren verziert gewesen, doch nur rund um das Tor waren diese hergerichtet.
Auf dem Platz vor dem Tor standen mehrere Autos der Oberklasse, gegen die Harry Potters alter Vauxhall mehr als bescheiden aussah.
Vater und Sohn gingen zum Tor, das von einem schwarzhaarigen jungen Mädchen geöffnet wurde, das die Neuankömmlinge in nicht ganz akzentfreiem Englisch begrüßte und in eine große Halle mit holzgetäfelten Wänden führte.
Am Rand der Halle waren Tische aufgebaut, an denen Lucy und Fiona mit einigen anderen Mädchen in ihrem Alter saßen und sich laut und kichernd unterhielten. Fast alle Mädchen trugen teure Kleidung und waren geschminkt. An einem anderen Tisch saß eine Gruppe Erwachsener.
James lief auf Lucy zu, begrüßte sie und gab ihr sein Geschenk. Sie legte es zunächst zu den Geschenken, die sie von den anderen bekommen hatte und stellte ihre Freundinnen und James einander vor. Neben Fiona saß Denise, ein blasses Mädchen mit langen, blonden Haaren, das ebenso aufwändig hergerichtet war wie Lucy. Daneben saß ein Mädchen namens Julia, das eine Nadel mit dem Emblem des Brighton College an der Bluse trug. Die vier anderen Mädchen hießen Louise, Karen, Liz und Peggy. Alle waren offensichtlich Muggel und alle schienen aus guten Häusern.
James wurde auch der Mutter der Gastgeberin vorgestellt. Mrs. Stewart war viel älter als James’ Eltern, sah aber noch gut aus. Sie hatte halblange, dunkelblonde Haare und trug ein helles Kostüm mit taillierter Jacke.
„Du bist also James“, stellte sie fest. „Lucy hat sehr positiv von dir gesprochen. Ich hoffe, dir gefällt es hier! Mein Mann kann leider erst heute Abend kommen. Ach – Alessandra, zeigen Sie doch bitte James, wohin er seine Sachen bringen kann.“

Das Mädchen, das schon die Tür geöffnet hatte, führte James aus dem Saal und durch den Gang zu einer steinernen Wendeltreppe, deren Stufen noch nicht wieder hergerichtet waren. Einen Stock höher sperrte sie ein Zimmer auf, in dem zwei Betten standen und ein Waschbecken angebracht war, das sonst aber noch kaum eingerichtet war.
„Du kannst ´ier schlafen. Ein anderer junger ´err wird später noch kommen.“
„Ich weiß, danke!“, antwortete James und legte seinen Schlafsack auf das eine Bett. Alessandra zeigte ihm noch, wo die Dusche und die Toilette auf diesem Stock waren. „Die jungen Damen übernackten dort. Also bitte nickt in diese Zimmer!“, forderte sie ihn schließlich auf, während sie nacheinander auf zwei Zimmer neben dem, in dem James übernachten konnte, zeigte.

Kurz nachdem James wieder in die Halle gekommen war, erschien auch Sean. Er erzählte, dass er mit dem Fahrenden Ritter gekommen sei. „Da musst unbedingt mal damit fahren“, sagte er begeistert. „einfach geil, wenn der in die Luft geht! Da ist die Bahn bei Gringotts nix dagegen. – Den Muggeln werd' ich natürlich erzählen, dass ich mit dem Flugzeug nach Cardiff geflogen und mit dem Bus hierher gekommen bin.

James’ Vater sprach noch kurz mit Sean, bevor er sich von James, Lucy und deren Mutter verabschiedete. Mrs. Stewart nötigte ihn, wenigstens noch ein Stück Kuchen mitzuessen, da der Konditor jeden Moment kommen müsse.
Er kam tatsächlich und brachte ein so reichliches Kuchen- und Tortenbuffet wie an Festtagen in Hogwarts. Obwohl James und Sean je vier Stücke aßen und auch die Mädchen keineswegs fasteten, blieben einige Torten unberührt und mehr als die Hälfte übrig, als das Buffet in eine Ecke geräumt wurde und ein Jongleur auftrat.
Nachdem er zu Musik seine erste Show aufgeführt hatte, zeigte der Mann in Zeitlupentempo den Kindern, wie es ging. Viele wollten versuchen. James schaffte es tatsächlich, drei Bälle einige Zeit zu jonglieren, doch bei vier stieg er aus. Leicht verärgert sah er, wie Denise mit fünf Bällen spielte, als ob sie tausend Hände hätte. Sie gab jedoch später zu, dass sie schon über ein Jahr trainierte.

Der Jongleur trat danach noch als Feuerschlucker auf und erhielt gebührenden Applaus. Sean fragte ihn, ob er die Flammen kalt gezaubert hätte, bevor er die Fackeln schluckte. James verpasste dem Freund einen kräftigen Rippenstoß, doch der Künstler grinste nur. „Sieht so aus, Junge, gell? In Wirklichkeit ist die Sache viel einfacher: Man erstickt das Feuer, während man so langsam ausatmet, dass die Hitze nach oben steigt. Man braucht aber Übung, sonst verbrennt man sich. Aber Feuerspucken ist noch gefährlicher.“

Nachdem der Künstler gegangen war, trat eine Musikgruppe auf, die mit den Kindern einen Tanz einstudierte. James hatte wenig Lust, beteiligte sich aber schließlich doch.
Kurz nach sieben Uhr wurde ein ebenfalls reichliches Abendessen gebracht, zu dem endlich auch Lucys Vater, ein würdiger Herr im dunklen Anzug und mit ordentlichem Scheitel, erschien. Er begrüßte die Kinder freundlich, blieb aber distanziert – James kam es vor, wie wenn sein Vater Mitarbeiter aus dem Ministerium zu Gast hatte.
Beim Abendessen sprachen Denise und Julia ihn auf Hogwarts an – offensichtlich war Lucy gegenüber ihren früheren Freundinnen nicht gerade vorsichtig gewesen, denn die Mädchen verlangten unbedingt, dass James ihnen etwas vorzauberte. Sein Vater hatte allerdings vorsorglich seinen Zauberstab mitgenommen, um eben das zu verhindern. Auch Sean hatte keinen Zauberstab.
„Ihr seid gemein, alle“, jammerte Denise. „Die Lucy selber will nicht und auch ihr wollt nicht. Wir dummen Mucker, oder wie ihr sagt, sollen wohl nichts mitbekommen.“
„Ich hab ´ne Verwarnung gekriegt, nur weil mein Vater unbedingt sehen wollte, was wir in Verwandlungen gelernt haben“, mischte sich Lucy ein. „Und hab keine Lust, dass sie mich rausschmeißen, bevor ich richtig zaubern kann.“
„Ja. Papa sagt, dass das Ministerium merkt, wenn in einem Muggelhaus – also einem Haus, das keinem Zauberer gehört – gezaubert wird“, fügte James niedergeschlagen hinzu. „Muss mal meinen Onkel bitten, dass er da einen Gegenzauber versucht – Onkel George meine ich, ‚Weasleys zauberhafte Zauberscherze’.“

„Stimmt es, dass dein Vater so etwas wie der Chef von Scotland Yard ist?“, fragte Julia. „Muss ja interessant sein, so jemand als Vater zu haben.“
„Was ist Scotland Yard?“, wollte Sean wissen.
„So was wie die Aurorenzentrale bei den Muggeln in Großbritannien“, antwortete James.
„Ich hätte dauernd Angst“, widersprach Peggy. „Stimmt es, dass manche Zauberer andere mit einem einzigen Zauberspruch umbringen können?“
„Stimmt“, antwortete James. „Aber Leute wie Papa sind ja darauf trainiert, dass sie ausweichen oder sich verteidigen können. Ich meine, ob ein Zauberer einen anderen mit einem ‚Avada Kedavra’ umbringt oder ein Muggel einen anderen mit einer Kugel, das geht beides gleich schnell, wenn man nicht aufpasst. Aber Papa sagt, er hat nicht mehr Angst um sein Leben gehabt, seit Voldemort tot ist.“
„Ist das dieser ganz böse Zauberer, der wie ein Gespenst ausgesehen hat?“, wollte Denise wissen.

James musste die ganze Geschichte erzählen, soweit er sie kannte. Zwischendurch fügte Sean einige Erlebnisse von „Dumbledores Armee“ im Kampf gegen die Carrows ein, den James’ Vater ja nicht mitbekommen hatte.
Die beiden genossen es, der Mittelpunkt zu sein und störten sich nicht daran, dass sie gerade Muggeln Interna der Zauberergemeinschaft erzählten. Die Mädchen staunten über den Mut Harry Potters und seiner treuesten Freunde sowie über die Schüler von „Dumbledores Armee“ und hatten Mitleid mit den Toten und Verletzten.
„Oh Mann, Lucy, wo bist du da reingeraten?“, schrie Lizzy auf. „Ich beneide dich nicht mehr.“
„Inzwischen ist es harmlos“, beruhigte James die Mädchen. „Geht bei uns kaum anders zu als in Muggelinternaten. Okay, wir ärgern halt Lehrer mit dem Zauberstab und ihr lasst vielleicht Handys im Unterricht klingeln – machen jedenfalls meine Muggelfreunde.“

Als die Musik wieder spielte, tanzten erst nur zwei Mädchen. Erst nach einiger Zeit machten die anderen mit.
Gegen zehn Uhr hörten die Musiker auf und Mrs. Stewart fand, dass es Zeit sei, schlafen zu gehen, doch die Kinder handelten noch eine Stunde aus, bis sie nach oben gingen.

„Oh Mann, die haben aber einen Mordsaufwand getrieben“, kommentierte Sean schließlich, als er und James in den Betten lagen. „Aber zum Schluss war’s echt gut. Feiern eigentlich alle Muggel so groß?“
„Nur die, die Geld haben, denk ich“, antwortete James. „Bei meinen Kumpels in der Grundschule war’s auch viel bescheidener. Aber war interessant, das mal mitzuerleben – was anderes: Wie geht’s bei euch daheim?“ Den ganzen Tag hatte er sich nicht getraut, diese Frage zu stellen, da er nicht wollte, dass die Mädchen vom Ehekrach im Hause Finnigan erfuhren.
„Kann ich dir erst nächste Woche sagen“, antwortete Sean. „Ich schätze, meine Eltern haben das Wochenende ausgenützt, um sich zu versöhnen – zumindest hat’s die Oma so geplant.“
„Wieso? Was hat deine Oma damit zu tun?“
„Wie der Papa am Mittwoch ausgerastet ist, ist er doch zu ihr. Und sie hat uns ne Eule geschrieben, sie verspricht uns, dass er sich wieder beruhigt. Ja, und vorgestern hab ich gefragt wegen der Party und auch vorgestern hat die Eithne gefragt, ob sie dann bei der Sheanna übernachten darf, ihrer besten Freundin. Und ganz zufällig ist gestern die Oma noch mal gekommen und hat richtig gebettelt, ob die drei Kleinen am Samstag zu ihr kommen wollen – grenzt knapp an Selbstmord! Jedenfalls waren die Mama und der Papa heute allein und ich hoff’, es wird wieder. Heute früh hat der Papa jedenfalls schon wieder getan, wie wenn nie was gewesen wär’.
Gott liebt dich, auch wenn du ihm Kummer gemacht
ist näher als je du gemeint

Rot und gold allüberall
Gryffindor hat den Pokal
Denn wir sind das beste Haus
uns sticht niemand anderer aus
Es gratuliert der Schüler Schar
Der Sieg ist unser dieses Jahr


Aktuelle FFs:
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Die Hände des Teufels
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ron_weasley

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55

Montag, 10. März 2008, 11:29

Hallo du grooser Schreihber!

Wan Sinn, das höhrt ja gar nicht auf spanent zu sein und dann gleich 2 Kahpittel.
Das mit der Gehburds Tags Feierr ist ja echt irre. Das die Lusi ihre Muggel Freunnde ein fach von die Zauhberer Weld er zeelt und das groose Program, voll kraß Man

LG ron
"Willkommen!", rief er. "Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Bevor wir mit unserem Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte sagen. Und hier sind sie: Schwachkopf! Schwabbelspeck! Krimskrams! Quiek!
Danke sehr!"

HufflepuffsUrenkel

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56

Donnerstag, 13. März 2008, 00:00

20. Happy End auf Hippogreifen

James und Sean schliefen lange, sodass es fast neun Uhr war, als sie hinunter in den Saal gingen, wo Lucy, Fiona und Denise schon mit Lucys Eltern beim Frühstück saßen.
Auch das Frühstück ließ keinerlei Wünsche offen.
Mrs. Stewart wirkte nun, im kleineren Kreis, weniger reserviert als am Vortag. Sie erzählte, wie sie es erst für einen schlechten Scherz gehalten hatte, dass ihre Tochter eine Hexe sein sollte, wie sie erst nach dem fünften Brief überhaupt reagiert hatte, wie sich Professor Finch-Fletchley vorgestellt hatte, wie sie zum ersten Mal in der Winkelgasse gewesen war und wie schwierig es war, sich an Eulenpost zu gewöhnen. „Es freut mich um so mehr, dass ihr das Jahr doch gut gefallen hat“, schloss sie und „sie hat schon geschrieben, wie toll sie es fand, dass man sie so aufgenommen hat – obwohl niemand in unserer Familie, weder meiner noch der meines Mannes, zaubern kann. Und nach dem ersten Tag war Lucy ja schon frustriert, aber irgendwie froh, dass fast alle ihr geholfen haben.“
„Ja, es gibt ein paar Idioten, die glauben, sie wären was besseres, nur weil ihre Eltern Zauberer sind“, antwortete James. „Meistens hören sie den Blödsinn daheim. Bei mir zum Glück nicht – meine Oma war ja auch die erste Hexe in der Familie und meine Mutter hat sich nie was drauf eingebildet, dass sie reinblütig ist.“
„Die Lucy ist nicht die einzige, auch in unserem Jahr, die keine Zauberer als Eltern hat“, bestätigte Sean. „Und es gibt ein paar Sachen, die die Muggel, wie wir sagen, viel besser können. Wenn ich denk’, ich kann keinen Computer bedienen.“
„Sei froh, dass du hier keine Muggeljungs getroffen hast“, meinte Lucy kichernd. „Die hätten es überhaupt nicht fassen können, dass ein Junge davon keine Ahnung hat.“

Gegen elf Uhr brachte Mrs. Stewart James und Sean nach Newport. Ehrfürchtig umschritt James vor der Abfahrt den Bentley und fragte, als sie im Auto saßen, nach jedem Knopf, wobei er feststellen musste, dass Lucys Mutter auch nicht alles über ihr Auto wusste.
In Newport verabschiedeten sie sich. James bedankte sich bei Lucy und ihrer Mutter und ging in die Bahnhofshalle, während Sean vor dem Bahnhof das Zeichen für den Fahrenden Ritter machte. James sah das Gefährt noch kommen, während Mutter und Tochter Stewart ins Auto stiegen. Er fragte sich, ob die zahlreichen anderen Muggel am Bahnhofsplatz nichts sahen; jedenfalls schien sich niemand über irgend etwas zu wundern.
Kurz vor der Teezeit kam er in London, am Grimmauld Place, an. Eltern und Geschwister bestürmten ihn mit Fragen über die Party. Beim Tee hatte jedoch auch seine Mutter etwas Erfreuliches zu erzählen: Der Trank gegen die Blutsucht war endlich geglückt. James freute sich, ebenso wie seine Geschwister, mit ihr, denn er hatte auch mitgelitten, wenn wieder einmal ein Versuch missglückt war und Mitleid mit den Blutsüchtigen, die nun schon zwei Jahre, seit dem Tod Almorths, angeschnallt an ihre Betten in St. Mungo liegen mussten.

Am Dienstag kam eine Eule von Sean: Hi James,
meine Eltern scheinen sich wieder zu verstehen und tun, als ob nie was gewesen wäre. Sie freuen sich genauso auf dich, wie ich. Bring die zwei Wochen noch gut rum und sei nicht allzu brav! Ciao, Sean.


Endlich kam der 22. Juli und die Potters reisten mit Flohpulver nach Irland. Dort mieteten sie ein Auto, da sie eine Muggelpension gebucht hatten. Das hatte James’ Mutter vorgeschlagen, nachdem sie mehrmals gehört hatte, dass die Zaubererpensionen außerhalb von Dublin in einem, wie sie sagte „grauenhaften hygienischen Zustand“ waren. Ihre Kinder hätte das nicht gestört, doch die Pension, in der sie unterkamen, gefiel auch ihnen und war abgelegen genug, dass man nicht allzu weit gehen musste, um unbemerkt Quidditch spielen– natürlich hatten alle drei die Besen dabei – oder sonstige Dinge, die man vor Muggeln nicht tun sollte, tun zu können.

Schon am Samstag waren sie bei den Finnigans zum Tee eingeladen. Tatsächlich zeigten sich Seans Eltern bester Laune. Ginny Potter konnte sich an der kleinen Lynn nicht satt sehen, während James und Sean sich in Seans Zimmer verzogen, Eithne, Albus und Lily sich zunächst gegenseitig beschnupperten und die Männer über alte Zeiten und ihren Beruf sprachen.

Am Sonntag ging es in die magische Tierzucht, die Seans Onkel Garrett Lennart gehörte. Sean bestand darauf, dass die Gäste auch auf Hippogreifen ritten.
Alle drei Potters hatten zunächst Angst, als sie die riesigen Tiere mit ihren scharfen Schnäbeln sahen, doch Sean versuchte, ihnen Mut zu machen. „Ganz einfach! Schaut!“, rief er, verbeugte sich, wartete, bis der Hippogreif sich ebenfalls verbeugte, stieg auf und drehte eine Runde über das Gelände.
James wollte nun auch reiten, was Mr. Lennart aber nicht sofort zuließ. „Hippogreife sind nicht wirklich gefährlich, wenn man ein paar Dinge beachtet: Erst verbeugen, dann warten, bis er sich auch verbeugt – der Sean hat’s vorgemacht. Wenn ihr oben seid, gut festhalten, Hippogreife fliegen nicht ganz gerade. Ihr könnt mit den Knien steuern – nur leicht berühren, sie sind sehr empfindlich. Die hier sind gut dressiert und reagieren sofort. Und, ganz wichtig: Was immer geschieht, brüllt nie einen Hippogreif an und beleidigt sie auch nie. Sie sind stolz und selbst sehr gut dressierte haben dann schon angegriffen.“
Während Sean zurückkam, führte Mr. Lennart James zu einem anderen Hippogreif. „So, verbeug dich!“, befahl er. James bekam Angst, seinen Nacken unter den Schnabel des Tiers zu halten.
„Der macht nix! Außerdem pass ich auf. Tief beugen!“, hörte er Mr. Lennarts Stimme.
James verbeugte sich, stand auf und sah auch das Tier sich verbeugen. Er stieg auf und sofort hob der Hippogreif sich in die Luft. Vor Schreck vergaß James beinahe, sich festzuhalten. Umso fester drückte er mit den Knien zu, sodass das Tier hin und her schaukelte. Es dauerte einige Zeit, bis James sich im Griff hatte und als der Hippogreif wieder landete, war ihm so schwindlig, dass er kaum stehen konnte.
„Für einen Anfänger hast dich nicht schlecht angestellt“, lobte Mr. Lennart.

Albus traute sich nicht, zu fliegen, sodass Eithne als nächste vortrat. „Ist gar nix dabei!“, rief sie in Richtung Lily und Albus, verbeugte sich tief, sodass die Spitzen ihrer Zöpfe fast den Boden berührten, schaute dem Hippogreif in die Augen und sprang auf. Sie hielt sich nur mit der linken Hand fest und winkte mit der rechten, rief zwischendurch „Und Linkskurve!“, „Und Rechtskurve!“, wobei sie kaum sichtbar ihre Knie bewegte, worauf das Tier sofort parierte.
Albus ließ sich es nicht auf sich sitzen, dass ein Mädchen mutiger war als er und versuchte es doch, wobei er es in der Luft mit der Angst bekam. Er schrie auf, was den Hippogreif nervös machte.
„Runter, Blaufeder!“, befahl Mr. Lennart ruhig, aber scharf, und tatsächlich gehorchte der Hippogreif sofort. Dennoch hatte Albus genug und Lily wollte es gar nicht erst versuchen.
James ritt dagegen noch einige Male und schaffte es schließlich auch, den Hippogreif zu kontrollieren. Mr. Lennart ließ ihn sogar gemeinsam mit Sean und Eithne eine längere Strecke über das Land fliegen. Natürlich mussten die beiden Finnigans manchmal James’ Hippogreif etwas Beruhigendes zurufen, doch sie kamen sicher zurück. Dass es begonnen hatte, zu regnen, störte sie nicht. James lachte auch nur, als er bei der letzten Landung vom nassen Gefieder seines Reittiers abrutschte und in den Schlamm fiel – genau Sean vor die Füße, den er so ebenfalls zum Sturz brachte.
Sean war nicht beleidigt, sondern lachte nur. „Wem das noch nicht passiert ist, der ist noch nie auf einem Hippogreif geritten“, meinte er.

Weniger begeistert waren dagegen Ginny Potter und Deirdre Finnigan, als sie ihre ältesten Söhne voll Schlamm nach Hause kommen sahen. Die beiden mussten, ebenso wie danach die jüngeren Geschwister, in die Badewanne und die Kleidung wurde mehreren Ratzeputz-Zaubern unterzogen, musste aber dennoch zur Wäsche.

Zum Tee spannte Seamus Finnigan ein magisch vergrößertes Zeltdach über die Terrasse, da die Wohnküche für die Gesellschaft zu klein wurde. Neben sieben Finnigans und fünf Potters hatten sich Seans Großmutter und sein Onkel Garrett Lennart mit seiner Frau Elaine und den zehnjährigen Zwillingen Evan und Aidan angesagt.
Während beim Tee vor allem über Quidditch gesprochen wurde – Irland stand das Spitzenspiel gegen Rumänien bevor, während England gegen Andorra Punkte sammeln wollte – kam nach dem Abendessen, als die Lennarts gegangen waren, auch das heikle Thema zur Sprache. Seans Großmutter kam eher unbeabsichtigt darauf, indem sie den Ritt im Regen auf den Hippogreifen kommentierte: „Das muss dein Sohn sein, Seamus! Dir hat auch nie das Wetter zu schlecht sein können.“
„Wer keinen Regen aushält, ist kein Ire“, gab Eithne einen Spruch, den sie irgendwo aufgeschnappt zu haben schien, zum Besten.
„Lassen wir den Sean meinen Sohn sein“, meinte ihr Vater. „Oder, was tätest mit einem Geist als Vater?“
„Wieso?“, fragte Lily neugierig.
„Nix für kleine Kinder“, antwortete James, worauf sie ihm die Zunge herausstreckte.
„Weißt, der Storch hat meinem Papa erzählt, er hat mich damals falsch abgeliefert“, neckte Sean. „Aber der hat ihn wohl verarscht.“
„Hätt’ er dich nur woanders hin gebracht!“, kommentierte Eithne. „Aber immerhin, bald bist wieder in Hogwarts und kannst andere tratzen!“
„Stimmt, dich lassen sie dort erst gar nicht hin. Du kommst ins Drachengehege“, gab Sean zurück.
„Um einen Hornschwanz abzuholen, der dich zum Frühstück verspeist“, kam prompt die Antwort.
„Aufhören!“, befahl Mutter Finnigan. „Was sollen denn die Potters von euch denken?“
„Dass es hier haargenau so zugeht wie bei uns“, antwortete Albus. „Und dass große Brüder auch in Irland auf die Liste der verbotenen Tiere gehören.“
„Du nervst. Ein echter künftiger Slytherin“, antwortete James.

Die Eltern konnten nicht verhindern, dass noch mehr Nettigkeiten hin und her wechselten. Doch Vater Potter war schließlich zufrieden: „Was sich liebt, das neckt sich. Solange sie das im Spaß sagen können, ist alles in Ordnung.“
„Stimmt, du Klugsch...wätzer“, antwortete seine Frau und gab ihm einen Kuss.

ENDE





Eine Fortsetzung unter dem Titel „Die Gänge der Todesser“ ist geplant.
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LillyLovesJames

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Donnerstag, 13. März 2008, 08:24

Hey.

WOW! Super, wie immer, geschrieben.
Aber das Ende gefällt mir nicht soo gut.
Weil das nicht mit Sean oder James aufhört.
Naja.. aber sonst: SUPER!!


In Liebe
Lilly
Die Mutigsten zog Gryffindor,
bei weitem allen andern vor!

In Gryffindor regieren Tapferkeit und Mut,
dies sagte auch schon der alte sprechende Hut!

Hogwarts, Hogwarts, warzenschweiniges Hgwarts,
bring uns was Schönes bei,
Ob alt und kahl oder jung und albern,

wir sehnen Wissen herbei.

Denn noch sind unsere Köpfe leer,
voll Luft und toter Fliegen,
wir wollen nun alles erlernen,

was du uns bisher hast verschwiegen.

Gib dein Bestes - wir können's gebrauchen,

unsere Köpfe, sie sollen rauchen!

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Freitag, 14. März 2008, 10:42

Hei Urenkel,

ap gesen vom Ende ist dir auch dises Kapihtel ser guht gelunngen. Ich finnde neemlich, das das Ende nicht wirrklich was mit der Geschichde zu tuhn hat. Aber der Riht auf den Hipogreihfen war genjal! =) =)

LG ron
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Sluggy

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Freitag, 14. März 2008, 11:41

Nettes Ende.

Die Vorstellung, wie James und Sean nach dem Hippogreif-Ritt und anschließenden Schlammbad aussehen - ich kann Deidre und Ginny gut verstehen.

Nicht ganz verstehe ich allerdings, weshalb Kinder und Klamotten nicht mit Ratzeputz-Zaubern sauber geworden sind. Harry wurde in Band 6 doch auch wieder warm und trocken, als Dumbledore ihn nach dem Schwimmen zur Höhle trocknete. (Aber welcher Zauber das war, weiß ich nicht mehr.) :D

Die FF hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächste. :D

Grüße von Sluggy
:D 8) --knuddel--

Rockgirl44

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60

Freitag, 14. März 2008, 20:43

hey, deine FF ist also zu enden. Rückblickend muss ich sagen das sie mir richtig gut gefiel. Auch die letzten Kapitel waren klasse. Vor allem die Reaktion von Seamus und dann sie sich danach beruhigt haben. Die Feier von Lucy war auch interessant. Freue mich auf deine nächste FF.
Die Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht. <3


Elton John- Can you feel the love tonight?
(Kindheitserinnerungen :*)