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Pallas Athene

Magische Legende

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1

Freitag, 28. Juli 2006, 00:05

Zeit, dass sich was dreht.

Hallo zusammen! :)



Dies ist eine Kurzgeschichte aus der Sicht von Lily Potter. Ja, schon Potter, nicht mehr Evans. ;-)
Sie spielt am letzten Lebtag von James und Lily und handelt von deren Ermordung.
Ich habe versucht, die Geschichte so spannend wie möglich zu schreiben, was gar nicht so einfach war, da die Geschehnisse im Großen und Ganzen ja bekannt sind und man weiß, wie die Geschichte enden wird.
Ich hoffe, dass sie euch gefällt und natürlich freue ich mich über ehrlich Kritik. Es ist möglich, dass sie einigen zu kitschig oder schnulzig rüber kommt, aber denkt daran, dass die Liebe hier eine wichtige Rolle spielt und man das nicht total umgehen kann!

Die Kurzgeschichte ist schon fertig geschrieben. Sie umfasst drei relativ kurze (nie länger als ein Posting) Kapitel. Ich weiß, dass einige Dinge nicht dem entsprechen, was JKR sagte - Zum Beispiel, dass Harry in seiner Wiege lag, als seine Eltern starben. Nein, ein bisschen mehr Action musste da schon sein. ;-) Aber die entscheidenden Dinge habe ich hoffentlich alle beachtet. Trotzdem freue ich mich, wenn ihr mich auf etwaige Fehler hinweist.


So, mehr gibt es wohl gar nicht zu sagen, ich denke, ich starte dann einfach mit Kapitel 1 der Kurzgeschichte:


Zeit, dass sich was dreht.

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You'll never walk alone! Robert Enke 1977 - 2009 & Andreas Biermann 1980 - 2014

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2

Freitag, 28. Juli 2006, 00:09

Kapitel 1: Blick zurück

Blick zurück



James ist so nervös. Seit fast einer Woche geht er nicht mehr zur Arbeit, weil wir uns verstecken. Die Aurorenarbeit und vor allem die Mithilfe im Orden des Phönix fehlt ihm sehr. Mir zwar auch, aber wegen Harry ist es schon ein Jahr her, dass ich das letzte Mal gearbeitet habe. Wegen Harry. Wegen unseres süßen, kleinen Sohnes hat sich so viel geändert. Mehr, als ich mir jemals zu träumen gewagt hätte... Vor nicht einmal zehn Jahren fand ich James noch total unausstehlich und war nicht mehr als eine ganz normale, sicher eine erfolgreiche, aber dennoch irgendeine Schülerin von Hogwarts. Ich fand diese „Rumtreiber“, wie sie sich nannten, anfangs einfach nur nervtötend und verteidigte Severus, den sie andauernd triezten, obwohl dieser nicht gerade nett zu mir war. Doch das war alles nur Schein… Es war offensichtlich und jeder wusste es, dass Severus über beide Ohren in mich verknallt war. Eine Weile lang fand ich Remus ja recht interessant, doch er wollte offenbar keine Freundin. Kann man irgendwie auch verstehen, dass er da Ängste hatte. Dann hatte ich zwei Wochen lang etwas mit Sirius, aber das ging nicht lange besonders gut. Zu dem Zeitpunkt war er wirklich alles andere als beziehungsfähig. Ach, ich muss lächeln, wenn ich daran denke…
Erst im siebten Jahr änderte sich James dann schlagartig. Er ließ Severus in Frieden und war einfach total nett und liebenswürdig. Viele Mitschüler werden sich wohl gewundert haben, wie das geschah und es machten auch einige gehässige Gerüchte den Umlauf, wie ich denn plötzlich etwas von ihm wollen könnte. Doch ich verliebte mich wirklich in ihn, mehr, als jemals in einen anderen Kerl. Wahrscheinlich ist er einfach erwachsen geworden… Nach unserem Abschluss dauerte es nicht lange und wir gaben uns das Ja-Wort. Und dann, zwei Jahre später, kam Harry.

Die Ereignisse kamen Schlag auf Schlag. Schon kurz vor und während meiner Schwangerschaft mussten James und ich Voldemort dreimal die Stirn bieten. Nur durch die Hilfe Dumbledores und durch schreckliches Glück konnten wir uns jedes Mal retten. Beim ersten Mal konnten wir einen stümperhaften Anti-Disapparier-Zauber der Todesser brechen und auf diesem Wege fliehen. Beim zweiten Mal half uns Dumbledore aus der Patsche und Voldemort floh… Ja und beim dritten Mal waren die Todesser mit den Longbottoms zu beschäftigt und nicht aufmerksam genug, also konnten wir wieder fliehen. Für Alice und Frank war es dieses Mal knapp, wirklich sehr knapp. Beinahe verrückt wurden sie durch das viele Foltern durch die Todesser. Nur weil James und ich Dumbledore alarmieren konnten, schaffte er es rechtzeitig, ihnen zu helfen. Es scheint wirklich, als sei Albus in diesen Zeiten der Einzige, der den Todessern gewachsen ist. Es sind so viele. Und sie sind so stark und motiviert. Können wir es überhaupt schaffen? Es ist wirklich mal an der Zeit, dass sich etwas dreht.

Und jetzt müssen wir uns verstecken. Ein mieses Gefühl, hier in diesem Haus sitzen zu müssen und nicht helfen zu können. James und ich fehlen dem Orden wohl sehr. Wir sind doch sowieso so wenige! Doch wir müssen tun, was Dumbledore sagt. Wegen dieser Prophezeiung…

Freitag haben wir den Fidelius-Zauber durchgeführt, mit Peter. James wollte Sirius nehmen, seinen allerbesten Freund und seinen Trauzeugen und Harrys Taufpaten, und auch ich war dafür. Sirius, frech, aber hochintelligent, total unverschämt und laut bisweilen und trotzdem unglaublich fürsorglich… Er würde lieber sterben, als seine besten Freunde zu verraten. Doch Sirius meinte, Voldemort würde wissen, dass wir ihn nehmen. Es wäre zu naheliegend. Peter ist zwar ein netter Junge, still, nicht der schlaueste und ein Mitläufer, aber Sirius war fest davon überzeugt, wir sollten ihn nehmen. Im letzten Moment änderten wir noch unsere Entscheidung, keiner außer Sirius und Peter weiß davon, dass Peter es geworden ist… Nicht einmal Dumbledore.

Jetzt sitze ich hier mit James beim Abendbrot, blicke nachdenklich in seine haselnussbraunen Augen. Ein kleiner ausgehöhlter Kürbis mit hineingeschnittener Grimasse und einem Teelicht darin steht auf dem Tisch, schließlich ist es Halloween. Harry liegt in seiner Wiege und schläft selig. Ich habe noch nie einen Säugling gesehen, der so viel Haar von Geburt an hat. Schwarzes Haar, wie sein Vater. Die Augen allerdings - Die hat er von mir. Lächelnd denke ich daran, wie viele Menschen mir das seit Harrys Geburt wieder und wieder gesagt haben. Er bringt uns so viel Freude in den schweren Zeiten. Und doch… Ohne unseren Kleinen wären diese Zeiten zwar schon schwer genug, doch um einiges leichter.

„James, gibst du mir mal die Butter?“, unterbreche ich das Schweigen. Wortlos reicht er mir das Gewünschte und ich schmiere mir noch ein Brot. Wunderschön ist es hier in unserem kleinen Haus, das wir gekauft haben. Zwei Schlafzimmer gibt es, eines davon wird einmal Harrys werden, ein Wohn- und Esszimmer mit einem Kamin und einen großen Garten, der nahtlos an den Park von Godrics Hollow grenzt. Wie traumhaft könnte das Leben hier sein… Wenn nicht…

Vielleicht ist es gar nicht Harry, vielleicht ist es der kleine Neville, denke ich…
Was spricht dagegen? Dumbledore sagt, die Prophezeiung kann auf beide zutreffen, und doch… Irgendetwas muss ihm sagen, dass es Harry ist. Diese schweren Zeiten müssen ein Ende haben. Sie müssen beendet sein, bevor Harry groß genug ist, um etwas davon mitzubekommen. Er soll unbeschwert aufwachsen, nicht in diesen Zeiten. Warum können James, Harry und ich nicht einfach eine ganz normale glückliche Familie sein?

Sirius und Remus waren vorhin noch da. Haben mit dem kleinen Harry gespielt und uns das Neueste aus dem Orden berichtet. Moody hat wieder einmal einen Todesser gefangen und eingebuchtet. Schon der zweite in dieser Woche. Ich hoffe es so sehr, dass dies Voldemort zumindest ein wenig schwächt… Von uns ist in den letzten Tagen niemand gestorben oder verletzt worden. Sirius ist schon wieder dünner geworden und er zieht sich immer mehr in sich zurück. Er ist doch so ein hübscher Kerl, warum hat er nur keine Freundin oder Frau? Allerdings bemüht er sich ja auch kaum darum… Seine einzige Erfüllung in den letzten Monaten scheint die zu sein, mit seinem fliegenden Motorrad durch die Landschaft zu brausen. Am liebsten natürlich dort, wo Todesser sind. Wie er doch die Gefahr liebt…

Remus dagegen lässt sich deutlich anmerken, wie alleine er sich fühlt. Drei Monate lang hatte er ja eine Freundin, Rachel. Als sie dann vorletzte Woche herausfand, dass er ein Werwolf ist, war sie schneller über alle Berge, als sie gekommen war. Armer, armer Remus. Dabei gibt es jetzt doch den Wolfsbann-Trank, der ihm so einiges erleichtert! Er ist doch so ein lieber Kerl, einen besseren kann man sich als Frau kaum wünschen. Jetzt ist er wirklich sehr, sehr allein. Er hat uns in den letzten Tagen öfter besucht als Sirius. Ein Lächeln auf seinem Gesicht kommt nur selten vor. Zum Beispiel dann, wenn er Harry sieht. Er mag Kinder sehr, spielt ja auch immer viel mit den Kindern von Arthur. Ihr jüngster Sohn, Ronald, ist nur ein paar Monate älter als Harry. Vor einem viertel Jahr haben die Weasleys doch endlich eine Tochter bekommen, nach sechs Jungs. Ginevra heißt sie, ein wirklich süßes kleines Mädchen. Ich bewundere Molly wirklich sehr, wie sie den Haushalt schmeißt und alles mit den Kindern regelt in diesen schrecklichen Zeiten. Ihr ältester, Bill, ist immerhin schon neun oder zehn… Und dann sind da noch die beiden Zwillinge, Fred und George. Erst dreieinhalb, doch unglaublich chaotisch. Vor einem Monat haben sie doch tatsächlich geschafft, Arthurs Zauberstab zu klauen und damit irgendwie das Gartenhäuschen in Brand zu setzen. Schmunzelnd denke ich daran, wie das wohl wird, wenn die beiden nach Hogwarts kommen… Werden bestimmt die Quatschmacher schlechthin. Nochmals lächle ich und denke daran, dass die Rumtreiber womöglich von diesen beiden Jungens beerbt werden…

James blickt mich an. Sein Blick ist kaum zu deuten. Er sieht zwar nicht verträumt aus, er sieht mir aufmerksam in die Augen, und doch spüre ich, dass seine Gedanken ganz woanders sind. Oder vielmehr viele verschiedene Orte besuchen. Auch wenn es noch nicht dunkel draußen ist, fühlt es sich an, als ob tiefste Nacht ist. Ein unangenehmes Angstgefühl schwebt in der Luft. Unwillkürlich blicke ich hektisch in alle Ecken des Raumes, als würde ich dort einen Eindringling vermuten… Doch nichts. Natürlich.

Dumbledore war gestern da. Hat mit uns Tee getrunken und uns einen neuen Troll-Witz erzählt. Dieser Dumbledore… Wenn er zu uns zum Tee kommt, benimmt er sich immer, als gäbe es keinen Voldemort, er erzählt Witze und redet von seinen Erfolgen im Bowling. Vor kurzem berichtete er uns von einer Entdeckung, die er im Urlaub gemacht hat: Ein Muggelmädchen im Alter von 16 Jahren - mit Zauberkraft. Keine Muggelgeborene oder Squib, sondern wirklich eine Muggel, die zwar mit Zauberstäben nichts anfangen könnte, doch ihre ganz eigene Art von Magie in sich trägt, die Magie, andere mit ihren Worten zu verzaubern… Die junge Engländerin weiß nichts von ihren Kräften… Vielleicht ahnt sie es aber schon. Joanne heißt sie.

James und ich verstanden hiervon nur die Hälfte. Doch so ein Detail aus Albus’ Erzählungen merkt man sich einfach. Es gibt also doch noch Wunder: Ein Muggel mit Zauberkraft… Wie begeistert Albus uns hiervon erzählte, das steckte einfach an. Dumbledore hat so eine herrlich warme Art, Leute aufzumuntern… So ganz nebenbei. Wunderbar. Solche Menschen braucht man viel mehr in solchen schweren Zeiten.

Doch Peter… Der vierte der Menschen, die unseren Aufenthaltsort kennen. Seit Freitag, seit genau dem Freitag, an dem wir unser Schicksal ganz ihm anvertrauten, hat er nichts mehr von sich hören lassen. Nun ist schon wieder Mittwoch…

In Gedanken versunken starre ich James an, ohne es zu merken.
„Woran denkst du?“, fragt er mich und beißt von seinem Salamibrot ab.
Ich zucke zusammen, als ich aus meinen Träumereien erwache. Lächerlich muss ich ausgesehen haben, mal schmunzelnd, mal traurig oder wütend schauend…
„Ach… Nicht der Rede wert“, antworte ich murmelnd. Doch ich weiß, dass er es genau erkennt, dass ich nicht die Wahrheit sage. Er weiß genau, was ich denke.
„Lily, ich wundere mich auch, warum Peter sich nicht gemeldet hat“, sagt James, ohne mich anzusehen. „Ich hoffe nur, der Kleine hat keinen Mist gebaut!“, grummelt er.
Als er meinen Gesichtsausdruck sieht, lächelt er jedoch sanft und streicht mir über die Wange. „Keine Angst, Lily. Es wird schon nichts passiert sein.“

Die Turmuhr zwei Straßen weiter schlägt sieben Mal laut.
Sieben Uhr.
Wir haben beide fertig gegessen und sehen uns gedankenverloren an.
Es ist ganz still… Nur die Uhr an der Wand tickt… Tick Tack… Jedes Tick und jedes Tack ist eine Sekunde unseres Lebens, die verstreicht. Jedes Tick und jedes Tack rückt uns unserem Tod ein Stückchen näher… Nur wann kommt der Tod? Kommt er erst in hundert Jahren oder schon in hundert Stunden? Oder gar in hundert Minuten?
…

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pallas Athene« (20. Mai 2007, 21:25)


Hagrid

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3

Freitag, 28. Juli 2006, 13:14

Über diesen Tag hab ich bisher noch nichts gelesen, gefällt mir. Ich mag deinen Schreibstil, und mir sind auch keine Fehler aufgefallen. Du erwähnst alle bisherigen Dinge sie sind gut beschrieben.
Die Charaktere (Dumbledore, Lupin, Siri, Zwillinge ...) sind sehr real beschrieben.
So könnte es tatsächlicht gewesen sein. Es gefällt mir aus Lily's Sicht von diesem Tag zu erfahren.
Was mir fehlt, ist eine Erklärung, warum sich James geändert hat, so blitzartig nämlich.
Sonst ist es wirklich gelungen.
Freue mich auf die nächsten Teile.

lg

AndItWill_Never_End

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4

Samstag, 29. Juli 2006, 15:10

Heeey

wa sehen meine Augen? Schon die zweite positive Überraschung heute :)

Und.. es tut mir leid, ich wollte dir eigentlich helfen, z.B. beim Editiren. Aber in der letzten Zeit habe ich viel zu viel Stress... jedoch habe ich keine störenden Fehler entdecken können. Dein Beta, falls du einen hattest, hat gute Arbeit geleistet ;-)

Zunächst ist deine KG etwas Besonderes, weil ich bisher noch nie eine FF gelesen habe, die dieses Thema behandelt.. eine schöne Abwechslung

schöne Bilder übrigens :)

Zeit, dass sich was dreht.. ein ungewöhnlicher Titel.. Passt nicht zum Thema deiner FF, jedoch hast du ihn erfolgreich in deine FF integriert

Zuerst Remus, dann Sirius, später James ? :D Lily ist ja bissie gewandert, bis sie sich für James entschiden hat, was?

Neues erfahren wir auch.. wie sind sie LV entkommen? Deine Theorien snd nachvollziehbar.. besonders wo sie ihm zum 3. mal entfliehen konnten, da sie mit den Longbottoms beschäftigt waren...

Ich finde auch, dass du alle Charas realistisch rübergebrachte hast.. so, wie sie sein sollten

Du erzählst auch einiges über das Leben der anderen Charas, beschränkst dich also nicht nur auf die Potters... finde ich gut so

:D... dieErwähnung der Weasleys zauberte bei mir ein Schmunzeln.. besonders dieZwillinge *gg..

Zitat

Werden bestimmt die Quatschmacher schlechthin. Nochmals lächle ich und denke daran, dass die Rumtreiber womöglich von diesen beiden Jungens beerbt werden

:D *g

DD... besser kann man ihn einfach nicht beschreiben! Da kriegst du von mir die Note eins! :D Auch in Zeiten der Not verliert er nicht sein Lächeln und kann einen aufmuntern... :D

Joanne.... die Muggelin :D, die zaubern kann. mit Worten.. :D Genial!*lach

Lily denkt an den Tod? Hat sie eine Vorahnung?

Tja, natürlich wissen wir die Antwort auf ihre Fragen.. :rolleyes: leider...

Ich fand deine Schreibweise flüssig und gelungen... Bindaher neugierig auf mehr... schön, dass sich hier im Forum endlich mal was abspielt ;-)..

Wr lesen uns dann..

never

Hagrid

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5

Samstag, 29. Juli 2006, 19:46

Zitat

Joanne.... die Muggelin , die zaubern kann. mit Worten.. Genial!*lach

Hab ich vergessen zu erwähnen, hat mir auch gefallen :D

Die Bilder hab ich vorher nicht gesehn (hab ich im Browser ausgestellt um Transfer zu sparen :rolleyes: ). Sind wirklich schön!

Freue mich auf Fortsetzung.

lg

Tom Marvolo

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6

Sonntag, 30. Juli 2006, 16:57

Wie du selbst sagtest ist das hier ein echt schwieriges Thema. Besonders weil man sich verdammt anstrengen muss, den Leser, der das Ende längst kennt, trotzdem zu fesseln.
Das ist dir aber hervorragend gelungen und spätestens wenn du beim Tick...tack bist, hofft der Leser, dass es doch anders kommt ;-)
Ein bisschen muss man natürlich mogeln, um aus sowenig Handlung noch eine gute Geschichte machen, deshalb ist es gut, dass du dich nicht ganz an die Vorlage hälst und Lily einige Dinge Revue passieren lässt (Freundschaft mit den Weasleys usw.)

Achja die kleine Bemerkung über JKR war nicht schlecht :D

Pallas Athene

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7

Montag, 31. Juli 2006, 22:36

Danke für eure Reviews! ;-)

@Hagrid:
*gg* Ich vermute, Lily hat selbst keine so richtige Erklärung dafür, warum James sich so verändert hat. Sie sagt ja: "Wahrscheinlich ist er einfach erwachsen geworden" und so denke ich mir es auch. In meiner Stufe (Klasse 12) gibt es genug Kerle, die vor zwei Jahren noch total Chaoten waren und jetzt bei der Abiplanung total gut mithelfen können und richtig vernünftig sind. ;-)

@Never:
Macht nichts, macht nichts. ;-) Du hast mir vor ein paar Wochen ja im ICQ schon ein bisschen mit dem inhaltlichen Editieren geholfen... Für die Rechtschreibung und so brauche ich glaube ich sowieso keinen Beta... :baby:

"Zeit, dass sich was dreht" - lol, die letzten Überreste der WM. ;-) Ich finde, der Titel passt schon, zumindest ein bisschen. ;-) Schließlich war der Krieg gegen Voldemort nun jahrelang und sie werden immer schwächer... Da ist der Wunsch, dass sich etwas wendet, schon ziemlich groß, würde ich sagen. ;-)

Typenwechsel... Naja, Lily und James sind erst mit 17 zusammengekommen. Wieso sollte sie nicht schon früher mit anderen Jungs zusammen gewesen sein oder sie zumindest toll gefunden haben? :)

Naja, dass ich auch anderes erzähle als das Leben der Potters, musste wohl so sein. Sonst wäre die Geschichte schon ein bisschen kurz. ;-)

*lol* Das mit Joanne... Ein Einfall von mir, dachte, den nehm ich mal mit rein. ;-)

Klar denkt Lily an den Tod und hat auch ein bisschen Angst davor, was sein wird. Schließlich ist Voldemort hinter ihr und James bzw. Harry her! Außerdem hat der Orden des Phönix schon einige Tode verzeichnen müssen und es sieht kaum noch so aus, als ob sie Voldemort noch lange stand halten können. Und sie ist sich nicht sicher, ob es wirklich richtig war, Peter als Geheimniswahrer zu nehmen...


Ach ja:
Das nächste Chap gibt es wohl morgen oder übermorgen... ;-)

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Full~Moon

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8

Dienstag, 1. August 2006, 02:43

Hehe, ich hatte letztens auch so 'ne Idee eine FFs über Lilys und James letzten Tag zu schreiben, aber BITTE! War mal wieder zu langsam. Doch jetzt bin ich echt forh das ich es nicht gemacht habe und so deine FFS lese!
Aaaaalso *tief luft hol* :
Dein Schreibsti gefällt mir richtig gut! Man kommt richtig in eine Art Lesefluss hinein! Deine Wortwahl ist auch seh schön und das ganze aus Lils Sicht zu schreiben ist eine gute Idee.
Auch finde ich es schön, dass du auch die anderen Charakter erwähnt hast. Auch das merkwürdige Verhalten von Peter lässt einen Grübel(obwohl wir ja schon wissen was passiert....) Ich werde auf jeden Fall die nächsten 2(?) Teile auch noch lesen!
Bin gespannt wie du ihren Tod beschreibst! Wirklich, Daumen hoch für dich, du machst das ganz toll!
Liebe Grüße Full~Moon

Der dunkle Lord

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9

Dienstag, 1. August 2006, 09:06

Also, ich hoffe angesichts deiner bisher tollen FF, dass meine negative Kritik nicht überwiegen wird, aber wieso soll ich dir sowas sagen, wie dass du fehlerfreies Deutsch schreibst, denn das scheinst du ja selbst zu wissen.

1. Großartige Idee. Wenn es ein gutes Erfolgsrezept zu einer guten, angesehenen FF gibt, dann ein Thema, dass originell und spannend ist. Hut ab, dafür.

2. Was mir auch sehr gefallen hat, dass du aus der Sicht von Lily schreibst, denn so kannst du theoretisch dir eine zweite FF reservieren, nämlich diese aus der Sicht von James.

3. Wie hier schon erwähnt wurde, fesselt deine FF trotz des bekannten Endes. Auch eine Leistung für die ein Autor immer Respekt verdient.

4. Bei deiner Schreibweise kann ich nicht meckern und das ist eins der größten Komplimente, die ich dir machen kann.

5. Du hälst dich nicht 100%tig an die Vorgaben JKRs, jedoch sind deine Änderungen bis dato gut dosiert. Ergo, ebenfalls ein Plus dafür.

Bin so langsam am Inhalt angelangt:

6. Man sagt im Augenblick des Todes lässt man sein Leben Revue passieren und so kommt mir das bisher vor. Das ist nicht schlecht, nicht gut, ich wollte es nur angemerkt haben.

7. Dass Severus in Lily verschossen war, mit dieser Vorstellung wollte ich meine arme Seele zwar nicht belasten ;-) , aber ich werde mich hüten, es zu dementieren. Dass Lily Remus süß fand, mag ja sicher so gewesen sein. Aber niemals hätte Lily etwas mit Sirius angefangen oder ich sage besser: Niemals hätte Sirius was mit Lily angefangen. Er wusste wie es um James' emotionale Lage bestellt war und das hätt er NIEMALS, ich wiederhole NIEMALS, gemacht.

8. Die Szenen mit Potters vs. Voldemort fand ich nicht toll. Einerseits klingt es bei 2 von 3 Begegnungen, als hätten sie nur Todessern gegenüber gestanden, andererseits klingt es bei 2 von 3 Begegnungen so, als wären sie nur mit Hilfe von anderen geflohen. Ich will nicht ausschließen, dass sie Hilfe hatten - Harry hatte auch immer Hilfe - aber es hört sich meiner Meinung nach so an, als seien sie nicht fähig gewesen, alleine zu fliehen. Und das beißt sich doch etwas mit der Formulierung in der Prophezeiung.

9. Wo ich die Prophezeiung schon erwähne. So glaubwürdig ich es halte, dass Dumbledore es den Potters gesagt hat (ich hoffe in dem Fall dann auch den Longbottoms), so halte ich es für leicht unglaubwürdig, dass es Sirius nicht weiß. Aber ich nehm mal an, dass Dumbledore um Diskretion gebeten hat. Verständlich!

10. Anspielung auf JKR: sehr amüsant. Auch in schlimmen Zeiten gilt: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

11. Am Ende klingt Lily, als hätte sie sich schon aufgegeben. Passt weder zu Gryffindor noch zum Phönixorden, oder?

Wie befürchtet überwiegt die negative Kritik leicht, soll aber keinesfalls heißen, dass ich deine FF mittelmäßig oder gar schlecht finde, denn sie ist wirklich gut, bis auf die genannten Punkte, aber vielleicht geht es da ja nur mir so.

Hoffe ich konnte helfen und nicht nur das schlechte Gefühl steigern, wenn man mich als seinen Leser erkennt.

Der dunkle Lord

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Mittwoch, 2. August 2006, 00:45

Uiii, ich liebe Reviews... :D Besonders die, in denen nicht nur positives steht, auf die kann man so fein antworten. ;-)

@Lordi (xDDD Eingebung am späten Abend):
Was Sirius+Lily betrifft: Wie sagen Sirius und Remus zu Harry im Feuer in Band 5, nachdem er Snapes Erinnerung im Denkarium gesehen hat? Irgendwas von wegen, dass man mit 15/16 noch ein ziemlicher Dummkopf ist. Ich sage ja nicht, dass Sirius+Lily so richtig tiefgehend war, wie gesagt, es war ja nur zwei Wochen lang. ;-) Ich glaube schon, dass Sirius frech genug war, mit Lily mal zwei Wochen lang rumzuknutschen, selbst wenn James etwas von ihr wollte. Klar, sie waren beste Freunde und alles, aber so treudoof war Sirius James gegenüber dann doch nicht. Wenn er Lily toll fand und merkte, dass sie ihn auch mochte, warum nicht? ;-) Halt so jugendliches Ausprobieren... :D Was laber ich da, ich bin doch selbst erst 15.^^

Prophezeiung: Wo liest du denn heraus, dass Sirius davon nichts weiß? ?(

Flucht vor Voldemort: Hmmm... Ich wollte das ja nicht jedes Mal lang und breit ausführen. Gut, du hast wohl recht, ich hätte mehr Betonung auf Voldemort legen sollen anstatt auf die Todesser... :)

Nein, aufgegeben hat Lily sicher nicht. Sie denkt eben über den Tod nach. Und fragt sich, wann er wohl kommt... Was jetzt nicht bedeutet, dass sie sich ihm dann kampflos ergeben will, sondern dass sie sich einfach fragt, ob die Bedrohung durch Voldemort schon bald aufgehoben sein wird. Denk daran, dass sie ja nicht weiß, was bald passiert, ihr Leser schon. Es ist nur ein simpler Gedanke von ihr, auch wenn er, wenn man das Ende kennt, viel mehr Gewicht hat.


So, jetzt kommt Kapitel 2 in ein paar Minuten... ;-) Erst gibt es noch ein bisschen lilysches Gedankengut, dann geht aber auch schon die Action los... ;-)
Viel Spaß damit, ich hoffe, es gefällt euch...
Wenn nicht, dann zerfetzt mich! :D

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Mittwoch, 2. August 2006, 00:49

Der Weg



Ich greife plötzlich nach James' Hand, die auf dem Tisch liegt und halte sie ganz fest. Auf einmal wird mir gewahr, dass meine Hand total verschwitzt ist und dass mein Herz wie wild pocht. Was ist los mit mir? Sonst bin ich doch auch nicht so! Ich will den Mund öffnen und James’ Namen sagen, doch kein Laut dringt aus meiner Kehle. Ich erhebe mich vom Tisch, ich habe das Bedürfnis, etwas zu tun, irgendetwas, einfach mich beschäftigen, damit die düsteren Schemen, die in meinen Gedanken umherschwirren, verschwinden. Mit einem Schwung des Zauberstabs lasse ich das Abendessen zur Küche hinausschwirren, das sich dann unter Geklirre und Geraschel von selbst aufräumt und abwäscht. Wie gut es tut, etwas zu hören. So gut wie ein Zitroneneis im Hochsommer, so gut wie ein warmer Kakao im Winter… So gut wie James’ Anwesenheit hier bei mir.

Ich habe ein ungutes Gefühl und weiß nicht, woher es kommt. Den Zauberstab in meiner Hand, die an meiner Seite herabbaumelt, blicke ich dem Geschirr hinterher… Ich stehe mitten im Zimmer, zwischen dem Tisch und Harrys Wiege, in dem unser Sohn immer noch seelenruhig schläft. Wie gut es doch ist, ein Kind zu sein, noch dazu solch ein kleines. So sorgenlos wie Harry habe ich seit Wochen nicht mehr geschlafen. Wie auch? Wenn so eine kleine dumme Prophezeiungs-Kugel in meinem Kopf ihre Runden dreht?

…James hat sich aufs Sofa gesetzt, ich gehe zu ihm und setze mich neben ihn. Zärtlich streiche ich ihm durch sein verwuscheltes Haar und über die Wange. Er lächelt mir zu, doch seine Augen sind voll Sorge. Ich küsse ihn auf den Mund, nur ganz kurz.
Er sagt: „Hey… Lily. Egal was passiert, wir halten zusammen, nicht?“
Als ich ihn anblicke und mit dem Kopf nicke, hat er seine Stirn in Falten gelegt. Er sieht mich nicht an, sondern an mir vorbei. Ich folge James’ Blick… Er sieht zu Harry, unserem Kleinen. Und wie wir beide Hand in Hand unseren Sohn so betrachten, wie er in seiner Wiege schläft, sorglos, ohne eine Ahnung, welche Gefahr ihm und uns droht; da werde ich, während ich langsam, an James’ Schulter gelehnt einnicke, von solcher Liebe erfüllt, Liebe zu James und Liebe zu Harry. Eine solche Liebe, dass ich denke, nichts auf der Welt kann stärker sein, auch wenn ich weiß, es ist Unsinn. Und doch, diese Liebe erfüllt mein Herz so sehr, dass ich weiß, dass nichts anderes zählt als James, Harry und ich und unsere Liebe zueinander. Das ist das erste Mal an diesem Abend und auch das erste Mal seit mehreren Tagen, dass mich eine wohlige Wärme durchströmt, während ich in James’ Armen einschlafe. Das letzte, was ich noch merke, ist, dass James seine Hand auf meine legt und sie zu streicheln beginnt…

Gesichter ziehen durch meine Gedanken, bekannte und unbekannte.
Ich sehe James vor mir und Sirius, sehe Dumbledore, einen alten Mann und eine Hexe, die ich schon einmal flüchtig im Ministerium sah. Ich sehe einen hübschen kleinen Jungen, etwa vier Jahre alt und viele andere Menschen, die ich meist nicht kenne. Ich sehe Marlene aus dem Orden des Phönix… Sehe Amelia Bones mit ihrem Monokel… Außerdem Hagrid und ein vielleicht fünfzehnjähriges Mädchen mit knallgrünen Stoppelhaaren. Ein Schleier wabert um sie alle, schwarz, so tiefschwarz, dass man beinahe von ihm aufgesogen wird… Die Menschen schweben durcheinander… Auf einmal tritt ein langes, bleiches Gesicht in den Vordergrund… Riesengroß ist es und es scheint als würde es aus dem Schleier erscheinen… Das Gesicht ist menschlich, doch es bleckt seine Zähne… Zähne, die unnatürlich spitz sind… Dann öffnet es seine Augen… Blutrot… Die anderen Menschen sehe ich kaum noch, ich blicke nur in diese furchtbar grausam wirkenden roten Augen… Die anderen Gesichter werden von den Augen aufgesogen, sie rufen, sie schreien um Hilfe, so sehr, dass es mich am ganzen Körper durchschüttelt…


Mit einem Schlag bin ich wach.

James steht vor mir und hat mich an der Schulter gepackt, er ruft: „Lily! Sie sind es! Todesser draußen in der Straße! Steh auf, Lily, mach schon!“
Ich brauche keine zwei Sekunden um zu verstehen.
James späht aus dem Fenster. Ich bin wie versteinert… „James… Aber wie? Der Fidelius-Zauber…“
Mein Mann blickt mich an und ich habe ihn nie so wütend gesehen.
„Peter“, faucht er mit einer Stimme, die einem wirklich Angst einjagen kann.
Plötzlich hören wir ein Krachen. Ein Krachen, so laut, dass mir ist, als würden meine Trommelfelle platzen. Das Haus vibriert und irgendetwas im oberen Stockwerk scheint kaputt zu gehen.

Ich starre James an, doch dann kommt Leben in mich.
Sie sind da. Voldemorts Anhänger. Sie haben uns. Es ist aus. Keine Chance…
Meine Gedanken schlagen Salto, doch dann stürze ich zu Harrys Wiege. Ich nehme ihn vorsichtig heraus. Trotz des lauten Kraches ist er nicht aufgewacht. Ich belege ihn schnell mit einem Lärmresistenzzauber, um ihn auf jeden Fall schlafend zu halten. Ich laufe durchs Wohnzimmer und öffne die Tür zum Garten. James hat sich durch den Flur an die Vordertür gestürzt und ich höre ihn Schockzauber auf die Todesser abfeuern. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Er schreit. Erst will nicht an mein Ohr dringen, was er da schreit, doch dann kann mein Gehirn die Rufe analysieren…

„LILY! Nun LAUF doch endlich! Ich halte sie alle auf!“

Doch ich kann nicht. Um nichts in der Welt würde ich James jetzt verlassen. Zwei Todesser sind es noch, ich schwinge meinen Zauberstab und rufe laut: „Petrificus Totalus!“ und der dickere der beiden klappt mitten im Sprung, den er in meine Richtung angesetzt hatte, zusammen.
Gleichzeitig schockt James den anderen.

Jetzt liegen alle fünf auf dem Boden verstreut. Es waren nicht gerade Voldemorts stärkste Todesser. Im Flur und im Wohnzimmer bröckeln schon Stücke der Wand herab. Mein Mann blickt mich keuchend an. Ich habe Harry immer noch fest an mich gekrallt, und doch erwidere ich James’ Blick.
Geschafft, denke ich. Doch unser Versteck ist trotzdem verraten.
Doch der Gedanke ist noch nicht einmal zuende gedacht, da weiß ich, dass es nicht geschafft ist. Es ist ganz still… Nur auf dem kleinen Weg zu unserer Haustür höre ich ein schleifendes Geräusch wie von einem Umhang auf Steinboden.

James kneift die Augen zusammen, um etwas in der Nacht zu erkennen… In dem Moment schlägt Harry seine Augen auf, seine strahlend grünen Augen. Er weint nicht und schreit nicht, er blickt mich nur an…

Plötzlich brüllt James.
„Lily, nimm Harry und lauf! ER ist es! Schnell fort, ich halte ihn auf!“
Ich zucke zusammen, doch weiß sofort, wovon James redet.

James stößt mehrere Schockflüche gegen Voldemort aus, doch dieser wehrt sie alle mit einem Winken seiner Hand ab. Dann, als ob jemand einen scharfen Windstoß über meinen Nacken geblasen hätte, stellen sich meine Nackenhaare auf und eine hohe, kalte Stimme ertönt… Voldemorts Stimme.
„Gib mir den Jungen!“
Da kommt Leben in mich. Ich sprenge die Hintertür mit einem gut gezielten „Bombada!“ auf und stürze mich ins Freie. Während des Laufens spüre ich an dem altbekannten leichten Vibrieren in der Luft, dass Voldemort einen Anti-Disapparier-und-Anti-Accio-Zauber auf unser Haus und unsere Umgebung legt. Also bleibt mir nur noch rennen. Die Besen sind natürlich ungeschickter Weise im oberen Stockwerk und der Weg zum Flohpulver-Kamin ist inzwischen versperrt, da durch den Kampf mit den Todessern das Wohnzimmer komplett in Schutt und Asche liegt.
Auf der Terrasse ist es stockdunkel und ich stolpere. Ich strecke die linke Hand vor und kann den Sturz abfangen, während ich Harry im rechten Arm halte. Trotzdem schürfe ich mir Knie, Ellbogen und Hand auf, doch das zählt jetzt am wenigsten. Ich will wieder aufstehen, doch ein Sirren hinter mir lässt mich erstarren.

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12

Mittwoch, 2. August 2006, 14:38

Cool ;)
Ich finde alles wieder sehr schön geschrieben.
Eine Frage: Die Gesichter, die Lily sieht, sind das alle, die LV getötet hat oder töten wird?
Der alte Mann: Frank Bryce; Die Frau: Bertha Jorkins; Der Junge: Cedric; Alle würden eigentlich passen, aber Hagrid und das Mädchen mit den grünen Haaren??

Tja, ich muss sagen mir fällt nichts Negatives auf ;) Keine Rechtschreibfehler und inhaltlich passt alles zusammen. Super!

lg

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13

Mittwoch, 2. August 2006, 19:14

Danke für dein Review! ;-)

Zitat

Original von Hagrid
Eine Frage: Die Gesichter, die Lily sieht, sind das alle, die LV getötet hat oder töten wird?
Der alte Mann: Frank Bryce; Die Frau: Bertha Jorkins; Der Junge: Cedric; Alle würden eigentlich passen, aber Hagrid und das Mädchen mit den grünen Haaren??
Naja... Es kommt ja noch ein Band 7, oder? ;-) Mädchen mit grünen Haaren...Dumdidum, wer kann das sein? :D

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Mittwoch, 2. August 2006, 23:55

Pallü! Einfach sehr geil! shade das das nur ne Kurzgeschichte ist. Aber ich find sehr gut geschrieben ...und schade das der jetzige Teil...grade in dem Moment aufhört^^ Wie nennt man das? Cliff dingsbums^^
Aber Schreibstil is top...obwhl ich Geschichten in der gegenwart gar nich so mag
I am inimitable, I am an original.

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Donnerstag, 3. August 2006, 07:51

Zitat

Naja... Es kommt ja noch ein Band 7, oder?

Stimmt auch wieder :D

Zitat

Mädchen mit grünen Haaren...Dumdidum, wer kann das sein?

Ich dachte zuerst an Tonks, ja wirds wohl auch sein, oder?^^

lg

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Donnerstag, 3. August 2006, 09:56

@Lara:
Cliffhanger meinst du, oder? ;-) Naja, das hier ist aber kein richtiger, schließlich weiß man wohl, was passiert... :) Jaa, ich mag Gegenwarts-Geschichten auch nicht so, aber in dem Fall muss es ja sein. Schließlich kann Lily kaum erzählen: "Joah Leute, ich bin jetzt tot und erzähl mal, wie ich gestorben bin..." Außerdem finde ich, dass es so viel spannender klingt. ;-)

@Hagrid:
Jaa, Tonks. :D Halt meine Theorie darüber, wer in Band 7 noch alles durch Voldemort stirbt: Hagrid und Tonks. :( :P

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17

Donnerstag, 3. August 2006, 13:06

Mist, ich sterbe *g* :P
Interessante Theorie^^ Aber Tonks darf net sterben *büte* Ich glaub ja sowieso, dass ein oder mehrere Weasleys sterben, aber das ist ein anderes Thema ^^

Hm, schade, nach dem nächsten Chap ist die FF zu Ende :(
Ich hoffe, du schreibst dann mal wieder was =)

lg

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Sonntag, 6. August 2006, 23:11

Schön dass du den Wortlaut von James und Voldemort so gelassen hast, wie Harry ihn hört, wenn die Dementoren näher kamen.
Tonks haben wir ja bis jetzt noch nicht mit grünen Haaren erlebt, aber wenn sie im ersten Kapitel vom siebten Band so auftritt, weiß ich ganz genau, was sie erwartet :D

Insgesamt sehr schön und spannend geschrieben. Ich hab beim Lesen ständig nach möglichen Fluchtmöglichkeiten für die arme Lily gesucht ;(

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Freitag, 11. August 2006, 02:16

@Tom:
Naja, vielleicht stand Tonks früher ja mal mehr auf grün als auf rosa oder lila... :D Wer weiß?^^ Japp, den genauen Wortlaut bei den Dementoren habe ich extra nochmal nachgeschlagen, um auch ja kein Zitat zu vergessen. Hoffe, ich habe keinen Fehler gemacht. ;-)

So, nachdem Teil 1 und Teil 2 ja wohl in etwa so verliefen, wie man es sich vorgestellt hatte, kommt jetzt der letzte und wohl auch gewagteste Teil. Jetzt wird gestorben und ich hoffe, euch gefällt die Umsetzung. ;-) Wenn nicht, immer her mit Kritik, macht mich fertig! :D Lob ist natürlich auch nicht verboten... ;-)

Wie schon zu Beginn der FF angekündigt:
Es wird ein klitzekleines bisschen kitschig. :P Aber das muss es schließlich auch, die Liebe spielt eine zentrale Rolle, oder nicht? ;-)

Gut, ich leg dann mal los, lasst euch einfach überraschen. ;-) :P

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20

Freitag, 11. August 2006, 02:19

Dort und hier



Ein Sirren, dieses Sirren.
Ich kenne es, ich habe es schon gehört. Bei Benjy, bei Dorcas und bei den Prewetts. Das Sirren, das sich in den letzten Jahren immer und immer wieder durch meine Träume flocht…

Ein Kreischen der selben hohen, grausamen Stimme wie zuvor.
Sie kreischt einen Fluch… den unverzeihlichsten aller Flüche…

Ein Freitagabend, dämmerig, am See. James und ich. Wie wir um die Wette schwammen, wie er mich im Wasser auf Händen trug, wie wir uns im See ganz nahe waren. Wie wir lachten und durchs knöchelhohe Gras liefen und der Sonne beim Untergehen zusahen. Wie wir später dann die Sterne beobachteten, den großen und den kleinen Wagen und den Polarstern, wie James mich wärmte… Der schönste Abend in meinem Leben. Anders schön als unsere Hochzeit oder die Geburt von Harry. So schön unbeschwert, so leicht und entspannt… Wie wir auf James' Tutshill-Tornados-Handtuch lagen, ich auf dem Rücken und er auf der Seite, neben mir. Wie er mir ein Blatt aus dem Haar zog und mir mit zärtlichen Händen das Gesicht, den Hals und die Haare streichelte. Wie ich die untergehende Sonne und den nicht mehr ganz vollen Mond sich in James' haselnussbraunen Augen spiegeln sah… Wie ich ihn plötzlich durchkitzelte, nur so aus Spaß, wie er quiekte und kicherte dabei und schließlich sagte: „Hey, Lily - Ich liebe dich!“
So lieb, so sü߅


Unser ganzes Haus ist grün erleuchtet. Ich kneife die Augen zusammen, doch das verhindert nicht, dass ich den Aufschlag von James’ fallendem Körper höre. Ich höre ihn lauter als den Knall zuvor, lauter als Voldemorts Stimme, lauter als sein Kreischen. Dumpf ist der Aufschlag, so dumpf, wie wenn ein leeres Fass aus totem Holz auf einen Erdboden fällt… So dumpf und tot…
Stille.

Und ich denke: Ich bin allein.
Nein, Lily, sagt eine Stimme in meinem Kopf…
Sie klingt nach James, und das tut unendlich weh… So weh, als ob jemand den Teil meines Herzens, der James gehört, versuchen würde, auszukratzen, bis kein bisschen James mehr darin ist… Es schmerzt so sehr, wie Eiswasser auf der Haut brennt, so wie es brannte, als James und ich in unserem letzten Hogwarts-Frühling, als es noch viel zu kalt dazu war, nachts im See badeten… Ich wende meinen Kopf und sehe James’ leblosen Körper am Boden und Voldemort, der über ihm steht.
Immer noch kein Laut.

James am Boden… James, der Rumtreiber; James, der Quidditchspieler; James, dem Harry wie aus dem Gesicht geschnitten ist… James, mein Ehemann; James, mein Ein und Alles, mein Halt in der Not, mein süßer kleiner Witzbold, mein zärtlicher Romantiker… Mein James… Da ist mir, als ob das Eiswasser mir durch Mund, Ohren und Nase dringt, durch sämtliche Poren der Haut… Alle meine Sinne sind wie betäubt… Stille, Todesstille.

James’ Stimme spricht wieder zu mir… Nein, Lily, du bist nicht allein… Du hast Harry, Lily. Und in Harry ist ein Teil von mir und ein Teil von dir… Ich bin noch bei dir. Kämpfe jetzt. Du kannst es schaffen.
Dann ist alles still, so plötzlich und entgültig, dass ich mir sicher bin, mir James Stimme nur eingebildet zu haben.

Als ich realisiere, dass Voldemort sich mit drohenden, langsamen Schritten auf mich zu bewegt, springe ich auf und renne um mein Leben. Ich stolpere noch einige Male, doch ich komme nicht zu Fall. Von der Terrasse gelange ich in den Garten, ich spüre das feuchte Gras unter meinen nackten Füßen.
Hogwarts, im Frühling, im Aprilgewitter, als schon alles um uns herum blüht und grünt… James und ich im Regen… Seine schwarzen Haare kleben klatschnass an seinem Kopf und er lacht, während er versucht, mich zu fangen, ich ihm aber entwische… Als er mich dann doch kriegt und mich zu Boden schmeißt und sich triumphierend auf mich drauf setzt… Und mich küsst.

Ich höre wieder das Schleifen von Voldemorts Umhang hinter mir, es wird immer deutlicher, egal wie schnell ich auch laufe. Als ich an einen Hügel komme, wird das Laufen anstrengender… Ich rutsche aus und falle hin. Stehe sofort wieder auf. Ich spüre Voldemorts Atem hinter mir… Auf meinen Armen und im Nacken bildet sich eine Gänsehaut… Umso enger halte ich Harry an mich gepresst… Wieder falle ich. Diesmal bleibe ich ein paar Sekunden liegen. Der Mond, der Vollmond, der über unserem Haus steht, wirft Voldemorts Schatten auf den Hügel und über mich.

Es hat keinen Sinn.

Ich setze Harry auf den Boden hinter mir, der wegen des Hügels höher liegt als der auf dem ich stehe, rapple mich wieder auf und drehe mich um. Sofort schleudere ich Voldemort einige Flüche entgegen, doch er wehrt sie alle ab. Immer wieder schreie ich „Stupor!“, doch es nützt nichts.
„Geh zur SEITE, du dummes Mädchen!“, kreischt Voldemort. „Geh weg jetzt…“

Ich rücke noch enger an Harry heran und greife hinter meinem Rücken nach seiner weichen, kleinen Babyhand. „NEIN!“, rufe ich laut. „Nicht Harry, nicht Harry!! Bitte… ich tu alles…“
Ich will nicht um Gnade betteln, nicht um mein Leben flehen. Nur… um Harrys.
„Nicht Harry!“, rufe ich ein ums andere Mal. „Bitte nicht Harry! Nimm mich, töte mich an seiner Stelle!!“ …

Voldemort lacht laut und gehässig auf und ich sehe seine Zunge in seinem Mund flattern wie eine Schlange.
„Nicht Harry! Bitte… verschone ihn… verschone ihn…“
Ich flehe immer weiter, fühle mich so schmutzig dabei und weiß doch im selben Moment, dass es keinen Zweck hat.
Ich drücke Harrys Hand so fest, dass es ihm sicher schon weh tun muss…

…Und als Harry dann ganz, ganz leise „Mama…“ sagt, zum allerersten Mal in seinem Leben, da durchzuckt mich ein Strom von Liebe und Glück. Liebe zu James und Harry, Liebe zum Leben, das Glück der Überlegenheit gegenüber dem lieblosen Voldemort, der Glauben an die Stärke der Liebe - und die Gewissheit, dass dies hier nicht das Ende ist.

Das Sirren…
Ein grüner Lichtblitz…


Ich falle.



Wir in Hogsmeade. Herbst, Regen, kalt. Ekelwetter, würde Mum sagen. Doch was ist schon das Wetter? James’ Hand in meiner, er in Hemd und Jeans, ich in knielangem Rock und Shirt. Kein Detail ist vergessen. Er bleibt stehen, auf der Straße, zieht mich zu sich. Sein Lächeln, neckisch und doch verträumt, frech und doch liebevoll… Seine braunen Augen hinter seinen Brillengläsern. Nicht so schmutzig-braun wie der Herbst. Nein, ein warmes Braun… Sein Mund, der das Lächeln verliert, seine Augen, die sich schließen… Mein Herz, das klopft wie wild. Seine warmen, fast verschwitzten Hände, die die meinen festhalten und mich näher zu ihm ziehen. Sein Mund auf meinem Mund… Die Herbstkälte verflogen, der Regen versiegt. Die Magie des ersten Kusses…

Dumpf… Ein Sog zieht an mir und ich werde aus meinem Körper gelassen. Ganz sanft, aber doch bestimmt. Und dort sitzt Harry, er sitzt neben meinem toten Körper und starrt Voldemort mit großen Augen an. Ich bin noch nicht ganz aus meinem Leib heraus… Etwas zerrt an meiner Seele und hält mich fest. Irgendetwas, ein bestimmter Teil von mir will nicht davon schweben… So sehr ich es doch begehre, endlich frei zu sein… Wieder bei James zu sein… Die Liebe, sie bleibt an Harry haften. Ich spüre, wie meine Seele sich in die Länge zieht, wie ein zu lange gekauter Kaugummi… Mit einem Ruck reiße ich mich los. Doch ein Teil der Liebe bleibt in Harry, sie breitet sich in seinem ganzen Körper, in seiner ganzen Seele aus… Doch was heißt schon „ein Teil der Liebe“? Was ist denn ein Bruchteil des Unendlichen? … Immer noch unendlich…

Da spricht Voldemort zum dritten Mal an diesem Abend den Todesfluch aus. Es ist absurd, doch ich weiß schon vorher, dass er dieses Mal keinen Erfolg haben wird, denn das hatte er bisher immer. Keiner, den er töten wollte, konnte ihm entkommen. Auch jetzt prallt der Fluch gegen meinen Sohn. Ich vermisse ihn jetzt schon, da ich mich immer weiter von ihm entferne. Doch ein Stück von mir ist in ihm, tief verankert für - wie es mir scheint - alle Zeit.

Der grüne Blitz vibriert, als er auf Harrys Stirn auftrifft. Er hält eine Weile dort inne und Harrys Kopf und Voldemorts Zauberstab sind miteinander verbunden. In diesem Augenblick spüre ich James bei mir, seine Seele streicht sanft über die meine und ich fühle mich so geborgen…

„Es ist ein Junge!“, höre ich den Heiler sagen. Ganz aus der Ferne kommt diese Stimme. Mein eben noch dicker Bauch ist in sich zusammengesunken und versperrt mir nun nicht mehr die Sicht. Eine Heilerin wischt mit einem Tuch an einem kleinen Menschen herum… Nur mühselig wird mir gewahr, dass dies mein Sohn ist. Da hat James das Baby schon vorsichtig in die Hände genommen und mir auf den Bauch gelegt… Er küsst mich auf die verschwitzte Stirn, er streicht mir über die Haare und sieht einfach unendlich glücklich aus. Langsam streiche ich unserem Sohn über den Kopf. „Harry“, murmele ich. „Harry James“.
James’ Lächeln wird noch strahlender, er sieht aus, als würde er am liebsten einen Tanz aufführen. Jetzt sind es also zwei Männer im Haus. Ach, wie ich sie beide liebe…


Da bricht alles, was ich in Liebe in mir habe, aus mir heraus und stürzt gen Boden. Man kann es nicht sehen, man kann es nicht hören, fühlen oder riechen… Doch in diesem Moment spüre ich, dass Voldemort weiß, dass er keine Chance mehr hat, denn ich spüre seine Angst. Seine Angst vor dem Unbekannten, vor dieser schönen und doch so grausamen Macht, die er nicht kennt. Der Lichtblitz bricht auseinander und blitzschnell formieren die Bruchstücke sich zu einem türkisfarbenen, polyedrischen Gebilde, das auf den dunklen Lord zuschießt. Als es auf Voldemorts Brust auftritt, meine Seele sich ganz vom Schauplatz entfernt und Harry auf den Rücken fällt und laut zu schreien beginnt, erzittert der Boden. Unser Haus und einige in der Umgebung brechen ein, Bäume fallen um, Trümmer fallen auf die Wiese um Harry herum…

Ich werde stärker zu James gezogen, merke, dass auch er weiß, was geschehen ist, spüre, dass er stolz auf mich ist und fühle seine Liebe… Mein Geist umfängt den seinen und gemeinsam gehen wir den Weg in die andere Welt an…
Das letzte, was ich von der Welt der Lebenden wahrnehme, ist, dass die Kälte sich auflöst, die Dunkelheit weicht, dass Voldemorts Seele seinem Körper flieht… Ich warte darauf, dass seine Seele mit uns hinübergeht, doch ich warte vergebens. Es ist nicht das Ende. Nicht Voldemorts, doch auch nicht Harrys. Erst der Anfang. Meine Uhr ist abgelaufen, James' Uhr ist abgelaufen, doch wir leben weiter in Harry… Dessen Geschichte erst beginnt.

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Pallas Athene« (20. Mai 2007, 21:56)