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Dienstag, 14. August 2018, 22:50

Beziehung Dumbledore und Snape

Guten Tag zusammen,
im Folgenden würde ich gerne einige Gedanken über die Beziehung zwischen Dumbledore und Snape darlegen. Mich würde interessieren ob ihr die Beziehung der Beiden eher als Freundschaft oder lediglich als vertrautes Arbeitsverhältnis auffasst.

Für mich betrachtet Snape Dumbledore auf jeden Fall als seinen Freund. Dumbledore ist die einzige Person (außer Lily natürlich) zu der Snape jemals ein tiefes Vertrauensverhältnis hergestellt hat. Er gewährt Snape eine zweite Chance und bürgt vor der Welt der Zauberer für ihn.
Ein besonders starkes Indiz dafür, dass Snape Dumbledore als seinen Freund betrachtet, ist für mich die Tatsache, dass er kurz vor dem Tod Dumbledors ihn doch noch zu überreden versucht von seinem Plan (Dumbledore will sich von Snape töten lassen) abzurücken, obwohl Snape da schon der unbrechbaren Schwur geleistet hat. Er wäre also lieber gestorben als Dumbledore zu töten. Als dieser jedoch darauf besteht, löst Snape sein versprechen ein.
Auch Dumbledore sieht in Snape meiner Meinung nach mehr als nur einen nützlichen Gehilfen. Keinem Anderen (noch nicht einmal Harry) vertraut er so sehr wie Snape. Er bittet Snape darum ihn zu töten und weiht ihn als einzigen in das Geheimnis um Harry ein. Zugleich dürfte er eine innere Verbundenheit zu ihm empfinden, da er sehr genau weiß, wie Snape sich fühlt als dieser sich für den Tod von Lily verantwortlich macht.
So, was denkt ihr, stimmt ihr mir im wesentlichen zu oder seid ihr anderer Meinung :?:
„Die Wahrheit ist etwas Schreckliches und Schönes zugleich und sollte daher mit großer Umsicht behandelt werden.“

Merlin1

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2

Dienstag, 14. August 2018, 23:13

Das sehe ich auch so.
Eine gute Zusammenfassung!

Ich denke, dass Snape in Dumbledore einen Vater-ersatz gefunden hat.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (14. August 2018, 23:36)


Vincent Delacroix

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3

Dienstag, 14. August 2018, 23:36

Im Grunde sehe ich es auch so - Dumbledore ist Snapes einzige Bezugsperson, die ihm nicht nach dem Leben trachtet oder ihn verabscheut. Allerdings wurde er von Dumbledore auch zu sehr als Marionette benutzt. Was wir zum Beispiel nie erfahren: Was hat Dumbledore Snape dafür gegeben, dass er als Schüler nicht preisgegeben hat, das Remus Lupin ein Werwolf ist? Man könnte sagen, dafür bekam Snape seine zweite Chance, sich als einer der "Guten" zu etabilieren - aber Dumbledore hat ja auch für den Schutz von Lily etwas von ihm gefordert. Und Lily konnte nicht gerettet werden, stattdessen hat Dumbledore für den Versuch, dieses zu tun, eine weitere Gegenleistung von Snape verlangt. Ich gehe also davon aus, dass Snape Dumbledore in gewisser Weise auch verabscheut, weil dieser ihm nie etwas aus Güte gegeben hat, sondern teilweise sehr schwierige Gefallen dafür eingefordert hat.
Hast Du verstanden? Nimm' die Nadel und den Faden!
Nähe sie zusammen, leg' dich zu ihr in die Maden.
Du musst die Nadel tiefer in sie rammen -
Komm, nimm den Faden und nähe sie zusammen!

(Samsas Traum - Der Wald der vergessenen Puppen)

If love is such a beautiful thing, why does it hurt and make you bleed?

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Der Blutige Baron

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4

Mittwoch, 15. August 2018, 11:29

Ein besonders starkes Indiz dafür, dass Snape Dumbledore als seinen Freund betrachtet, ist für mich die Tatsache, dass er kurz vor dem Tod Dumbledors ihn doch noch zu überreden versucht von seinem Plan (Dumbledore will sich von Snape töten lassen) abzurücken, obwohl Snape da schon der unbrechbaren Schwur geleistet hat

Ich kann mich jetzt natürlich täuschen, aber ich bin mir relativ sicher, dass erst der Plan von Dumbledore und dann der Unbrechbare Schwur kam...
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

5

Mittwoch, 15. August 2018, 21:54

Ich kann mich jetzt natürlich täuschen, aber ich bin mir relativ sicher, dass erst der Plan von Dumbledore und dann der Unbrechbare Schwur kam...

Ja so war es auch. Vielleicht habe ich mich unglücklich ausgedrückt.

- Zuerst kam der Plan von Dumbledore
- Snape willigte ein
- leistete anschließend den unbrechbaren Schwur vor Narzissa (Snape schwor, dass er Draco beschützen und Dumbledore notfalls selbst töten würde)

-Er versuchte Dumbledore einige Zeit nach dem unbrechbaren Schwur zu überzeugen, von seinem Plan abzurücken. (Wobei unklar ist ob er Dumbledore erzählt hat, dass er gegenüber Narzissa den unbrechbaren Schwur geleistet hat)
Wenn Dumbledore nicht auf seinen Plan bestanden hätte, hätte Snape ihn nicht getötet und hätte dadurch den Schwur gebrochen. Daran wäre Snape dann gestorben.
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Grashüpfer

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6

Mittwoch, 15. August 2018, 22:08

Snape muss also Dumbledore "notfalls" töten um Draco zu beschützen?
Hab ich das richtig verstanden?
Also muss er nicht Dumbledore an sich töten und stirbt, wenn er es nicht tut, sondern stirbt nur, wenn er Draco nicht beschützt?
So dass man einen Plan so hätte ändern können, dass Draco nicht in Gefahr gerät, Snape Dumbledore deswegen nicht töten muss und Snape dann auch nicht stirbt?
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Hähnchen

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7

Mittwoch, 15. August 2018, 23:17

@Grashüpfer So hab ich das zumindest bisher verstanden. Snape leistet den unbrechbaren Schwur, dass er Dracos Aufgabe von Voldemort (Dumbledore töten) übernimmt, wenn Draco dazu nicht in der Lage sein sollte.
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Zum Beispiel zögerten andere Leute, einen an bestimmten Dingen zu hindern - weil sie fürchteten, dadurch alles noch schlimmer zu machen"



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Grashüpfer

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Donnerstag, 16. August 2018, 09:46

ah ok, danke :)
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Der Blutige Baron

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9

Donnerstag, 16. August 2018, 15:48

Der Unbrechbare Schwur ist schon lange ein Diskussionsthema in Foren, wie diesem hier. Letztlich läuft es immer darauf hinaus, wie der Schwur funktioniert, da eben der Schwur von Snape ziemlich unspezifisch ist.

Meiner Meinung nach ist der Schwur so unspezifisch, dass Snape erst dann die Konsequenz des Schwures spüren würde, wenn a) Dumbledore nicht von seiner oder Dracos Hand stirbt oder wenn b) Draco stirbt. Nur unter diesen beiden Szenarien hat er eindeutig den Schwur verletzt. Denn prinzipiell kann er solange Draco und Dumbledore am Leben sind IMMER noch den Schwur erfüllen.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

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Merlin1

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10

Donnerstag, 16. August 2018, 16:58

Mal eine doofe Frage:

Der Schwur beschützt einen doch vor jeder Art des Todes, nicht wahr?
Siehe Snape.

Er hat den Schwur geleistet.
Folglich hat er nur zwei Optionen, a) sein Versprechen erfüllen oder b) versagen, was ihn schließlich töten wird.

In der Zwischenzeit kann er aber von nichts und niemandem - ausser dem Schwur-, getötet werden, oder?

Soll heißen: solange Snape seine Mission noch nicht erfüllt hat, ist er quasi gegenüber allen anderen außenstehenden Gefahren "geschützt", nicht wahr? (Avatar, Ertrinken, Pistole, Krebs etc.. )

Der Schwur müsste ihn am Leben erhalten, bis er seine Mission erfüllt oder die Mission irgendwie schief geht.
Beim Letzteren würde er sowieso sterben.

Hoffentlich versteht ihr, was ich meine.

Grashüpfer

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11

Donnerstag, 16. August 2018, 17:05

Ja, ich verstehe, was du meinst
Ich verstehe aber nicht, wie du drauf kommst, dass er dann nicht sterben kann
Der Tod entbindet schon immer von jeglichem Schwur (siehe Ehe)
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Merlin1

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12

Donnerstag, 16. August 2018, 17:12

Eine Ehe kann man doch brechen, ohne dafür sterben zu müssen
(Scheidung, Verlassen etc)

Der Unbrechbare Schwur heißt doch nicht umsonst "unbrechbar".

Allgemeines Beispiel

- Person X schwört
- Person X bereut seinen Schwur und möchte sich von dem Schwur entbinden

- Er versucht, Suizid zu begehen
(eigener Avada/Ertrinken/ Gifttrank)

- durch den Schwur wird er vor seinem Suizid-Versuch geschützt, oder? Denn er hat nur die oben genannten 2 Optionen zur Auswahl
(Mission erledigen oder irgendwie scheitern)

Anders kann er nicht sterben.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (16. August 2018, 17:34)


Grashüpfer

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13

Donnerstag, 16. August 2018, 17:30

ja, weil du dich nicht gegen ihn verhalten kannst
Du könntest also zB keinen Ehebruch begehen ohne zu sterben
Aber er heißt ja nicht unsterblich-unbrechbarer Fluch
Man bricht den Schwur ja auch nicht durchs Sterben, er verliert sozusagen seine Grundlage
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Merlin1

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14

Donnerstag, 16. August 2018, 17:35

Hm, gut erklärt, danke.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (16. August 2018, 18:00)


Lilymaus3

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Donnerstag, 16. August 2018, 19:32

Ähm also wenn ich das richtig verstanden haben kann der Schwur nicht gebrochen werden, weil man als Folge stirbt. Aber stirbt man vorher ist der Schwur doch ohnehin gebrochen und man stirbt (erstrecht??) ,weil man die Mission ohnehin nicht mehr erfüllen kann. Also das wäre meine Logik.

16

Donnerstag, 16. August 2018, 23:05

Interessant wäre es noch darüber nachzudenken, ob das Wort "unbrechbar" in diesem Zusammenhang nicht lediglich eine Metapher ist welche auf die verheerende Konsequenz hinweist was geschieht wenn man den Schwur bricht.

Den Schwur kann ich brechen, in dem ich (unwillentlich) versage
ODER,
in dem ich willentlich entgegen meinem Schwur handele. Sprich, ich kann mich aktiv weigern das geschworene umzusetzen, auch wenn ich die Gelegenheit dazu hätte.
Es ist ja nicht so, dass ich von einer höheren Macht besessen wäre welche die Kontrolle über mich erlangt hat und mich wie einen Inferi steuert.
Snape hätte Dumbledore nicht töten MÜSSEN, er hätte sich auch fürs nichts-tun entscheiden können.

Dadurch hätte er den unbrechbaren Schwur also aktiv und vollkommen selbstständig gebrochen und wäre daran gestorben.
Den unbrechbaren Schwur kann man also schon brechen, man muss nur mit der Konsequenz "leben" können.
Oder? --huh--
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