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Freitag, 15. Dezember 2017, 09:14

Adventskalender 2017 - [8] Superkurzgeschichte

grit (Gryffindor) - Gespräch unter Männern (Zweiter Platz)

„Sag mal, Aragog, du erinnerst dich doch bestimmt noch, wie es war, als ich Mosag hierher gebracht habe. Du warst ja weit und breit das einzige Männchen für sie, aber es hätte ja auch sein können, dass sie nichts von dir wissen will. Weißt du noch, wie sie zuerst immer wieder in Richtung der alten Lichtung gelaufen ist? Wie hast du es angestellt, dass sie dann doch bleiben wollte?“
Hagrid hatte seine Mütze abgenommen, denn ihm war plötzlich heiß geworden. Er knetete das große Teil zwischen seinen Fingern und fuhr stockend fort:
„Weißt du, bei mir ist es nämlich so ähnlich. Sie ist weit und breit die einzige, die ich je getroffen habe. Aber sie ist so elegant und chic und auch wenn es außer mir wohl keinen anderen gibt ...“
Hagrids Stimme war immer leiser geworden und schließlich erstarben ihm die Worte im Mund. Er setzte erneut an: „Ich habe mir gedacht, wenn ich sie zum Weihnachtsball einlade, vielleicht können wir einander da näher kommen. Aber wenn sie so vor mir steht – so groß und so schön und in den eleganten Sachen mit all dem teuren Schmuck – echte Opale und andere Edelsteine sind das – dann bringe ich kein Wort heraus. Sie muss mich doch für einen dummen Trottel halten, wenn ich so stammelnd vor ihr stehe. Was kann ich da nur machen? Kannst du mir nicht einen Rat geben?“
Die Geräusche, die der alte Spinnenmann von sich gab, erschreckten Hagrid zuerst, doch bevor er fragen konnte, ob Aragog vielleicht krank sei, wurde ihm klar, dass er lachte. Ein schnarrendes, dumpfes Geräusch, begleitet vom Wippen des mächtigen Körpers, das den Boden vibrieren ließ.
Hagrid wollte sich schon ärgerlich auf den Rückweg machen. Ausgelacht von einer alten Spinne – nur gut, dass sich niemand hierher wagte und es keiner erfahren würde. Doch Aragog ließ sich nun, nachdem er sich wieder beruhigt hatte, doch noch zu einer Antwort herab. „Lass sie das bloß niemals hören – das mit der geringen Auswahl. Du musst ihr Interesse wecken mit etwas, das sie mag, etwas Faszinierendem, Ungewöhnlichen. Finde heraus, was sie mag und überrasche sie. Und du musst dir deiner selbst ganz sicher sein. So sicher, dass sie gar nicht Nein sagen kann.“
„Danke, Aragog, auch wenn das leichter gesagt ist als getan – ganz sicher sein.“
„Ach ja, und es könnte nicht schaden, wenn du etwas mit deinen Haaren machen würdest. Und du solltest dir vielleicht auch etwas anderes anziehen. Dieser Maulwurfsfell-Mantel ist nicht gerade was für Damenaugen. Und ich habe gehört, Frauen riechen gern etwas Angenehmes. Hilft dir das weiter?“
„Es hat mir schon geholfen, dass ich mit jemandem darüber reden konnte. Ich glaube, ich habe schon eine Idee, wie ich es machen werde.“
Mit beschwingten Schritten und einem eigenartigen Ziehen im Leib steuerte Hagrid auf seine Hütte zu. Wenn er die Augen schloss, sah er sich mit Olympe Maxime in der Großen Halle tanzen.



Morgenstern (Slytherin)- Der Schneekristall

Hagrid zog sich seine Mütze tief vor die Stirn. Das Schneegestöber raubte ihm fast die Sicht. Unter seinem Mantel hatte er an seinem Gürtel eine Armbrust befestigt. Selbstverständlich war er fasziniert von all den magischen Geschöpfen im Verbotenen Wald. Gleichzeitig hatte er aber großen Respekt vor ihnen.
Immer tiefer kämpfte er sich durch den dunklen Wald der magisch im Schnee glitzerte. Trotz aller seiner Gefahren war dieses unwegsame Gebiet voll von unbeschreiblichen Wundern.
Endlich hatte er sein Ziel erreicht. Er stand vor Aragogs Höhle. Er wusste dass sein treuer Freund ihn an der Vibration seiner Schritte erkannte und wunderte sich daher nicht dass dieser ihn bereits erwartete. Die große, dunkle Gestalt Aragogs hob sich vom schneeweißen Zauber deutlich ab.
„Aragog, mein Guter“, begann Hagrid das Gespräch, „Ich hab 'ne wichtige Frage an dich.“
Nach einer kurzen Pause fuhr er fort „Es geht um eine ganz besondere Freundin von mir. Will sie zu Weihnachten überraschen. Sie ist zu Besuch. Hast du 'ne Idee womit ich ihr 'ne Freude machen kann?“
„Vielleicht mit den Überresten meiner letzten Häutung?“, scherzte Aragog. Hagrid war überrascht, dass Spinnen zu Witzen fähig waren. Er schmunzelte. Ringsumher wurde das Tosen und Jaulen des Windes immer lauter.
„Wie ist sie denn so, deine Freundin?“, fragte Aragog.
„Sie ist groß...freundlich...elegant und hat Stil.“, antwortete Hagrid.
„Ich glaube da habe ich genau das richtige für dich. Unweit von meiner Höhle liegt ein handtellergroßer magischer Schneekristall. Sie fallen nur in Nächten wie diesen, in denen Tod und Neubeginn so dicht beieinander liegen. Die Natur legt sich jetzt schlafen um im Frühjahr neu zu erwachen“, erörtere Aragog.
Hagrid schlich um die Höhle um machte den eisblauen, schillernden Kristall selbst inmitten des vielen Schnees schnell ausfindig. Er war so vollkommen schön dass er einen Moment inne hielt. Dann nahm er ihn in die Hand und fühlte wie eine leichte angenehme Kühle von ihm ausging. Hagrid ging wieder zu Aragog um sich zu bedanken und zu verabschieden.
„Ich möchte dir noch etwas auf den Weg geben. Gebrauche diesen Kristall mit Bedacht. Noch auf dem Heimweg wirst du ihn benutzen müssen“, warnte ihn Aragog. Mit diesen Worten verabschiedete sich er und zog sich in seine Höhle zurück.
Hagrid bewunderte immer noch den Kristall den er von allen Seiten betrachtete. Nun machte er sich auf den Weg zurück. Fang wartete bestimmt schon auf ihn und ebenso natürlich Madame Maxime.
Der Sturm hatte nochmal an Kraft zugenommen und Hagrid kämpfte sich mit aller Macht voran.
Plötzlich hörte er einen Knacken und Knurren hinter sich. Blitzschnell drehte Hagrid sich um und erblickte einen Werwolf.
Er griff instinktiv nach seiner Armbrust, bekam sie so schnell aber nicht zu fassen. Seinen Schirm hatte er auch nicht dabei.
Der Werwolf fletschte mit den Zähnen und seine Augen glühten vor Zorn.
Doch genau in diesem Moment geschah etwas seltsames. Der Schneekristall begann zu schweben und leuchtete in einem grellen Licht.
Der Werwolf erschrak, kniff die Augen zu und heulte ein letztes Mal laut auf. Dann verschwand er so schnell wie er gekommen war.
Hagrid lächelte. Das war nun wirklich das perfekte Geschenk für Maxime. Zufrieden machte er sich auf den Weg zur Hütte.



planternol (Ravenclaw) - Flirt-Coaching bei Aragog (Superkurzgeschichte von planternol)

"Hallo Hagrid! Du siehst müde und fahrig aus", raunte Aragog, als Hagrid den Weg in die Tiefen des Verbotenen Waldes zurückgelegt hatte. "Wo ist Fang? Kann ich oder können meine Schwestern und Brüder etwas für dich tun?"
"Oh ... ja" stammelte Hagrid. "Fang geht es gut. Es ist wegen ... Madame Maxime. In Hogwarts haben wir demnächst Weihnachtsball, und ich würde sie gern dahin ausführen ... weißt du ... sie ist wie ich."
"Komm zur Sache", sagte Aragog.
"Ich weiß nicht, was ich machen soll", erwiderte Hagrid, "und ich dachte du hast ja eine Frau und weißt bestimmt, was Frauen wollen. Kannst du mir helfen?"
Aragog schwang sich auf seinen haarigen Beinen in die Höhe und ließ die Greifer klicken.
"Also, pass gut auf, Hagrid. Es ist fast egal was du sagst, denn am wichtigsten ist deine Körpersprache. Du hast einen großen, zähen Körper und wildes Haar - dann zeige ihn auch und mach dich besonders schön, und bring dein Haar vorher in Form. Wenn ich Mosag beeindrucken will, dann sehe ich auch immer zu, an allen acht Beinen die Haare zum Glänzen zu bringen. Und ja, vor allem in unserem Alter ist das unerlässlich. Und ganz wichtig ist ... Lächeln! Damit sie das auch sieht, ist es wichtig, dass du von vorne auf sie zugehst und sie bei Tag oder bei ausreichend Feuerschein fragst. Bei uns Acromantulas ist das übrigens anders, wir lieben ja eher die Dunkelheit.
Nächster Punkt: bring ihr etwas zu Essen mit. Frauen lieben kleine Aufmerksamkeiten. Immer noch zu schade, dass uns letztes Jahr das zarte Fleisch deiner kleinen Freunde entwischt ist..."
Hagrid verzog das Gesicht.
"Bleib locker. Schon gut, ich habe es verstanden", gluckste Aragog.
"Aber was nur soll ich ihr dann sagen?"
"Sag ihr einfach was dir an ihr gefällt, das wird sie am meisten freuen. Und dann frag sie direkt, ob sie mit dir zu diesem Ball gehen will. Und wenn sie dann nicht direkt das Weite sucht, kannst du weitermachen. Berühr sie, das ist ganz wichtig! Zwick sie mit zwei Greifern, äh Fingern in den Nacken. Sie wird unbewusst deine Dominanz spüren und dir folgen, wohin du willst."
"Das klingt alles so einfach", grübelte Hagrid.
"Ist es ja auch, sagte Aragog. " Jedenfalls wenn man wie du einfach überall hingehen kann und sich nicht im Wald verstecken muss. Noch Fragen?"
"Ja", sagte Hagrid, "was mache ich wenn sie trotzdem nicht mit mir ausgehen will?"
"Nichts", sagte Aragog. "Aber du hast es dann wenigstens versucht. Schlag dir bei der Feier den Magen dann halt mit Weihnachtsgans und Rum voll und bring mir auch etwas mit."



Remus.Lupin (Ravenclaw) - Ein Geschenk für Madame Maxime (Erster Platz)

»Aragog, mein Freund, was kann ich einer Frau zu Weihnachten schenken?«, fragte Hagrid.
Die Riesenspinne hob einen Fuß an die Mundwerkzeuge und überlegte.
»Ist sie hübsch wie meine Frau, mit acht langen Beinen?«
»Sie hat nur zwei.«
»Hat sie acht wunderschöne, funkelnde Augen?«
»Sie hat nur zwei.«
»Ist sie überall behaart und dadurch schön warm nachts?«
»Ähm … das vermag ich im Moment nicht zu beantworten, ich habe sie noch nicht ohne –«
»Hagrid, mein Freund!«, rief Aragog hilflos aus. »Wenn deine Frau keine acht Beine, keine acht Augen oder nicht überall Haare hat, dann fürchte ich, habe ich keine Lösung für dein Problem.«
Hagrid seufzte. »Was schenkst du deiner Frau denn?«
Verträumt seufzte die Riesenspinne. »Sie bekommt dieses Jahr Spinnenseidensocken, von mir selbst gesponnen, damit ihre nicht so stark behaarten Fußenden nachts nicht frieren.« Der Halbriese überlegte, ob er seiner Angebeteten ebenfalls Socken stricken sollte. Dann konnte man förmlich die Glühbirne über seinem Kopf aufleuchten sehen, und er rief fröhlich: »Aragog, mein Freund, danke für deine Hilfe!«
Mit diesen Worten verschwand er aus dem Verbotenen Wald und berichtete in seiner Hütte Fang von seiner Idee.
»Madame Maxime bekommt Socken, die ich aus meinen Barthaaren stricke! Damit friert sie sicher nicht, denn der Bart hält mich auch immer schön warm!«


Sanny2008x3 (Slytherin) - Hagrid macht das schon (Dritter Platz)

In Gedanken versunken, bemerkte er gar nicht, wie eine Herde Zentauren über die Lichtung galoppiert kamen. In letzter Minute blieb Firenze ärgerlich vor Hagrid stehen.
„He Hagrid, deine acht beinigen Freunde, laufen durch den gesamten Wald und jagen die Jungtiere. Wenn das nicht sofort aufhört, werden wir andere Seiten aufziehen, das kannst du uns glauben“.
„Ich war sowie so auf den Weg dorthin, keine Panik, ich Regel das schon“. Verärgert über das Gespräch mit Firenze stapfte er immer weiter durch den Schnee, bis er endlich vor Aragog´s Höhle stand. Aber so ganz ohne Fang, zögerte er noch.
Schlussendlich fiel ihm aber dann doch noch die Dringlichkeit Ein, weswegen er eigentlich hier war.
Als er durch die Höhle lief, fiel ihm auf, dass Aragog´s Kinder gar nicht hier waren. Die ganze Höhle wirkte wie ausgestorben. Noch ein kleines Stückchen weiter und er könnte endlich das Mann zu Mann Gespräch führen, oder so ähnlich.
„Hagrid mein Freund, ich habe mich schon gefragt, wann du wohl bei mir herein schneist“. Aragog wirkte schon beinahe belustigt stellte Hagrid fest. Doch er sagte erst mal nichts und wartete in welche Richtung dieses Gespräch führte.
„Ich dachte mir schon, dass die Zentauren Petzen würden, aber nun gut sprich, was werfen sie uns vor“? Hagrid überlegte kurz ob er lügen sollte, schließlich wollte er noch einen persönlichen gefallen von ihm. Er entschied sich aber dann doch für die Wahrheit.
„Nun ja, deine Kinder sollen angeblich den Wald unsicher machen und die Jungtiere vertreiben. Aber ich bin mir da nicht sicher…also...ich mein….nun ja…“
„Ha Ha Ha, Hagrid alter Freund, das muss dir nicht unangenehm sein. Sie sind noch sehr jung und wollen nur spielen. Sie kennen die Regeln noch nicht. Aber keine Sorge, meine Frau wird das sicherlich später regeln“. Erleichtert ließ sich Hagrid auf den Boden plumpsen, während Aragog weiter sprach.
„Weißt du, unser Hochzeitstag rückt immer näher und sie weiß, dass ich ihr immer großzügige Geschenke mache. Daher wird sie mir den Gefallen machen, sich um diese Angelegenheit zu kümmern.
Ich denke, ich werde ihr ein Wellness Urlaub schenken, zum Ausspannen“. Plötzlich wurden Hagrids Augen immer größer. Das war die Lösung. Einen Wellnessurlaub für zwei Personen, er wollte ja schließlich mit. Er bräuchte auch dringend Urlaub stellte er zufrieden fest.
„Mosag wird sich bestimmt freuen. Ich glaube ich werde Madame Maxime auch einen Wellnessurlaub schenken. Natürlich nicht zum Hochzeitstag…ich mein, wir sind ja nicht verheiratet, zu Weihnachten, ja genau“.
„Sie wird sich sicherlich darüber freuen Hagrid. Alle Frauen stehen auf sowas“. Beide schmunzelten vergnügt in sich hinein.
Nach dieser aufschlussreichen Unterhaltung, verabschiedete er sich von Aragog und versprach bald wieder vorbei zu schauen.
Zufrieden trat er den nach Hause weg an. Unterwegs traf er auf Firenze, dem er die guten Nachrichten verkündete.
Alle schienen zufrieden zu sein. Vielleicht lag es aber auch an dem Schnee der gerade vom Himmel geschneit kam.
Zuhause angekommen, entfachte Hagrid mit seinem Regenschirm, da er ja alleine war, das Feuer im Kamin und rief Fang zu sich.
„Fang alter Freund, was hälst du von Urlaub?“? Wuff Wuff



Woelkchen (Gryffindor) - Das Weihnachtsgeschenk

Still und ruhig lag der verbotene Wald vor ihm, die Bäume und Sträucher bedeckt von einer dicken Schicht Schnee. So wie der Wald dort vor ihm lag, wirkte er fast unschuldig, ja fast einladend und Sicherheit gebietend. Er strahlte eine ganz eigene Magie aus, der man sich nur schwerlich entziehen konnte.
Hagrid jedoch besann sich, wusste er doch der Gefahren, die hier nur darauf warteten in einem unaufmerksamen Moment anzugreifen und die zu dieser Jahreszeit mehr denn je im Schutz der Stille wie eine Katze vor der dem Mauseloch lauerten.
Vorsichtig und bedacht machte er einen Schritt vor den anderen und hinterließ riesige Fußabdrücke im Schnee so wie nur ein Riese sie hinterlassen konnte. Vorsichtig schob er seinen schweren Körper durch den Schnee, immer tiefer in den Wald hinein. Trotz der bereits fortgeschrittenen Mittagszeit und den wenigen Sonnenstrahlen die die Ländereien von Hogwarts und den See berührten, wurde es, je tiefer er in den Wald eindrang, immer dunkler.
Plötzlich hörte er es knacken und krächzen. Unter einer tiefschwarzen Wurzel entdeckte er ganz unvermittelt zwei große gelbe Augen, die ihn verdächtig anblitzen. „Aragog, ich bin’s. Hagrid.“, sagte Hagrid deshalb schnell um sich erkenntlich zu machen. „Hagrid! Was treibt dich zu so einer Zeit hier in unser Unterholz?“, fragte Aragog sofort. „Ach, weißt du…ich weiß gar nicht…wie…wie ich es sagen soll“, stotterte Hagrid unverfänglich. „Ich brauchte einfach mal jemanden zum Reden und einen guten Rat von einem guten Freund.“
„Und da meinst du, dass ich der Richtige bin?“, fragte Aragog verwundert.
„Klar, wer’n sonst?“, grummelte Hagrid.
Aragogs gelbe Augen drangen tiefer in ihn ein. Hagrid fühlte sich irgendwie unangenehm berührt. Trotzdem sprach er weiter. „Weißt du, naja…wir haben doch bald Weihnachten…und…“.
„Achja, dieser menschliche Brauch. Ich habe davon gehört. Unnützes Zeug, wenn du mich fragst.“, unterbrach ihn Aragog.
Hagrid gefiel diese Anspielung gar nicht, aber jetzt, wo er einmal hier war, würde er sein Anliegen vorbringen, egal was Aragog davon hielt. Vielleicht hatte er ja dennoch eine gute Idee und so setzte er erneut an. „Also…Weihnachten…und naja, ich dachte mir…ich…also ich dachte mir, dass ich Madame Maxime aus Beauxbatons gerne eine Freude machen würde. Aber ich kenne mich doch gar nicht aus mit Frauen. Naja, und da du und Morag…also jedenfalls dachte ich, du hättest vielleicht einen Tipp für mich?“ Jetzt war es raus und Hagrid fühlte sich gar nicht so schlecht wie er gedacht hatte. Aragog musste doch einfach viel mehr Erfahrung haben als er. Und er war gespannt, was Aragog antworten würde.
„Achherje, alter Freund. Das ist dein Problem? Na dann lass mich mal überlegen…“ und Aragog tippte mit einem seiner vielen haarigen übergroßen Beinen auf den Boden. Hagrid kam es vor als verging eine Ewigkeit wie sie da so schweigend standen und langsam wurde er ungeduldig. Die Dunkelheit umfing ihn sacht und aus irgendeinem Grund, den er nicht kannte und der ihn so noch nie ereilt hatte, fühlte er sich gerade im Moment in dieser Stille und anfänglichen Kälte gänzlich unwohl. „Was’n nu?“, grummelte er deshalb mehr als gehetzt wirkend.
Als ob Aragog plötzlich wie aus einer Winterstarre erwachte, erschreckte er und schaute ihn verdutzt an. Wohlwollend sagte er dann aber: „Also mein Freund, in menschlichen Beziehungen kenne ich mich natürlich auch nicht sonderlich gut aus. Aber Morag freut es immer, wenn ich ihr eine kleine Mahlzeit mitbringe. Vielleicht findet deine Madame Maxime auch Gefallen daran?! Und es kommt ja auch nicht auf die Größe an, sondern auf den Willen.“
„Mhh mhh…ja da magst‘ wohl Recht haben.“, sagte Hagrid versonnen, sein unwohles Gefühl vergessend und war schon wieder in seinen Überlegungen vertieft, als er sich einfach umdrehte, noch ein eiliges „Tschöö“ und „Danke, mein Freund!“ über seinen Rücken rief und eilends zum Schloss davon stapfte.
Während er zum Schloss ging, achtete er nicht sonderlich darauf, wo er langlief und was er alles umstieß. Er bemerkte nicht einmal Firenze, der ihn freundlich grüßte.
Hagrid war in Gedanken schon dabei einen wunderschön überaus leckeren Kuchen zu backen und in Hogsmeade noch eine Flasche besten Elfenwein zu besorgen. Er würde alles schön herrichten und Madame Maxime zu sich einladen. Das würde bestimmt ein schöner Abend werden, dachte er bei sich und hoffte auf ein schönes Weihnachtsfest.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »planternol« (15. Dezember 2017, 09:49)