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Grashüpfer

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61

Donnerstag, 12. April 2018, 09:02

nur dass dir die "Politik" auch in der WM-Zeit keine Pause gönnt.
Sie springt dir förmlich ins Gesicht, wenn sich homosexuelle Sportler oder Mitglieder des Teams wie Physiotherapeuten nicht nach Russland trauen. Sie ließ einem auch während Olympia nicht los, als neben den hübschen Sportstätten Menschen im Dreck schlafen mussten, weil ihre Hütten abgerissen und sie auf die Straße gesetzt wurden, damit Platz für ebendiese hübsche Sportstätte ist.
Die Frage ist auch, wie entspannt kann man in einem Katharer Fussballstadion sitzen, von dem man weiß, dass es mit Zwangsarbeit unter erbärmlichsten Bedingungen gebaut wurde.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

62

Donnerstag, 12. April 2018, 09:23

Wenn ich etwas sagen darf.

Russland ist nicht besser und nicht schlechter als alle anderen WM-Austragungsländer davor.
Ich verstehe nicht, warum sich viele Leute eigentlich darüber aufregen, dass die WM in Russland stattfindet. Würde die WM beim IS stattfinden, wäre das etwas ganz anderes. Aber Russland ist keine Diktatur etc.

Natürlich gibt es das eine oder andere Problem in diesem Land. Aber jedes Land hat seine eigenen Sorgen, Nöten und Armut.
Deutschland ist auch nicht makellos.

Wenn ich mir die FIFA- WM und/oder die Geschichte der Olympischen Spiele so anschaue, dann sehe ich, dass es bereits in der Vergangenheit Ähnliches gab.

1936: die Olympischen Spiele fanden in Berlin, Deutsches Reich statt.
3 Jahre vor dem Krieg stand Hitler-Deutschland bereits wegen den Juden-Pogromen schlecht im Rampenlicht und der Führer wollte einem schwarzem Athleten (Jesse Owens?) nicht mal die Hand schütteln.
Sehr schlechter Eindruck war das auf die Welt.

Egal, wie Russland ist, Putin würde sicherlich einem schwarzem Spieler die Hand schütteln, wenn sich die Gelegenheit dafür ergibt.

1966: WM in England - und die meisten Kollonien waren noch nicht unabhängig bzw. wurden weiterhin von den Briten ausgebeutet.

1974: WM in der BRD - wie um Himmels willen kam die FIFA zu dem Entschluss, die WM in der BRD austragen zu lassen?
Ich kann auch sagen, dass sie NATO sich dort eventuell eingemischt hat, um die Ostblock-Staaten zu provozieren.

1994: WM in den USA - die USA waren ohnehin schon wegen der NBA und der Ära-Jordan damals weltberühmt.
Und ich hätte auch meine Probleme gehabt, hätte ich zu der Zeit gelebt, dass die WM dort stattfand.
Ein Land, dass solche Gräueltaten verübt hat..
(Atombomben auf Hiroshima/Nagasaki, Vietnam-Krieg, unnötige Bombadierung Dresdens etc), so ein Land als WM-Gastgeber auszusuchen? Ich weiß nicht.

Russland hat keine solchen Grauen gemacht wie die USA.

2006: WM in Deutschland - war auch nicht fair, nur weil Herr Beckenbauer so ein hohes Tier in der FIFA ist, der für uns die WM nach Deutschland brachte. War zwar eine nette Geste, aber Deutschland hatte schon 1974 eine WM zu Hause gehabt, wie Mexico.

Aber wie auch immer, vielleicht irre ich mich auch und bitte um Verzeihung.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Beedle der Barde« (13. April 2018, 13:40)


Grashüpfer

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63

Donnerstag, 12. April 2018, 09:36

Natürlich gab es schon fast überall schwarze Flecken in der Geschichte der Länder.
Russland hat keine Gräueltaten gemacht wie die USA?
"Von 1930 bis 1953 waren in den russischen Arbeitslagern mindestens 18 Millionen Menschen inhaftiert. Mehr als 2,7 Millionen starben"
Wenn das keine Gräueltaten sind, weiß ich auch nicht.
Hitler hat keinem Schwarzen die Hand geschüttelt, Putin würde keinem Homosexuellen die Hand schütteln.

Ich finde, nur weil die WM/Olympia früher in Ländern stattfand, die in Punkto Menschenrechte versagt haben,ist das keine Rechtfertigung für die Zukunft.
Und solche Großveranstaltungen sollten in Ländern stattfinden, die sie sich leisten können und wo deswegen nicht Menschen verhungern müssen oder obdachlos werden.

Und für mich wiegt ein möglicher Beckenbauereinfluss nicht schwerer als eine Millionenbestechung von seiten Russlands und Kathars
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64

Donnerstag, 12. April 2018, 10:05

Es war die Sowjetunion, welche Millionen von Unschuldigen in den Gulag-Lagern unter Führung des Tyrannen Stalin ermorden ließ, nicht das heutige Russland.

Die Sowjetunion ist nicht gleich Russland.
Russland war nur eine von 14 anderen Republiken, die alle zusammen die Sowjetunion bildeten.

Genauso wie das 3. Reich nicht die Bundesrepublik Deutschland war.
Ich sage auch nicht, dass das Wiedervereinigte Deutschland in den KZ's 6 Millionen Juden plus Zigeuner, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und politische Häftlinge brutal ermorden ließ.

Zum Vergleich:

- Das Deutsche Reich tötete insgesammt ca. 6 Millionen Juden aus dem 3. Reich plus noch aus anderen Ländern Europas und dutzende andere Menschen mit anderen religiösen Überzeugungen/ politischen Interessen in den KZ's. etc

- nach deiner Quelle tötete die Sowjetunion in den GuLag-Lagern mehr als 2,7 Millionen Häftlinge, von denen fast alle Bürger der Sowjetunion waren, und keine Menschen aus anderen Ländern
(das bezweifle ich natürlich nicht, diese Brutalität wurde tatsächlich verübt)

Da war das Deutsche Reich aber etwas brutaler; wie es aussieht.


Ob Putin einem Homosexuellen die Hand schütteln würde, weiß ich nicht.
Jedenfalls lässt er sie nicht in Gaskammern stecken, wie Hitler es tat.

Du hast schon recht, dass die Stadien von armen Menschen gebaut werden und dass es eine Ungerechtigkeit ist.
Da stimme ich dir vollkommen zu.

Millionenbestechungen gibt es überall, nicht nur in Russland oder Katar oder in Sachen Sport.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Beedle der Barde« (12. April 2018, 10:20)


Grashüpfer

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65

Donnerstag, 12. April 2018, 10:22

Die 2,7 Millionen Tote waren nur die aus den Arbeitslagern, wie viele damals sonst noch umgebracht wurden weiß ich nicht.
Diese beiden Zahlen zu vergleichen halte ich deswegen nicht für belastbar.

Inwiefern eine geänderte Regierung oder Staatsform eine Rolle spielt beim Gräueltatenvergleich der Vergangenheit, erschließt sich mir nicht
Du kannst nicht die Taten eines seit über 300 Jahren bestehenden Staates, mit denen eines Staates vergleichen, den es seit 30 Jahren gibt und dann sagen, die einen sind böse, weil viel mehr Gräuel.
Die USA hatten auch im vorletzten Jahrhundert trotz der gleichen Regierungsform eine ganz andere Umsetzung als jetzt, die man mit der heutigen Umsetzung in Russland nicht vergleichen kann.

Der Einsatz von Atombomben war ethisch fragwürdig (in meinen Augen falsch), aber man muss dazu sehen, dass sich die USA auch immer noch im Krieg befand.
Eine schwarz-weiß-Einteilung von USA versus Russland lehne ich eh ab, da beide für mich eher suboptimal mit Menschenrechten umgehen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Grashüpfer« (12. April 2018, 10:58)


66

Donnerstag, 12. April 2018, 13:30

Du hast recht, Ich teile deine Meinung vollkommen.

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Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:36

Vorgestern hat Joachim Löw den vorläufigen Kader für die WM in Russland bekannt gegeben.
Er hatte schon einige Überraschungen im Gepäck. Mario Götze wird zum Beispiel nicht an der WM teilnehmen.

Dafür bekommt Marco Reus endlich eine Chance sich in einer WM zu behaupten.
Vor 4 Jahren konnte er wegen seiner Verletzung ja nicht am Turnier teilnehmen.
Ich hoffe, diesmal klappt alles und Reus bleibt fit.

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68

Donnerstag, 14. Juni 2018, 14:09

Es geht los heute!
Es geht tatsächlich los! --smile-- --smile-- --smile--

Man hat beim deutschen Eindruck irgendwie den EIndruck, dass maches noch nicht so recht stimmt. Auch beim Quartier ist jetzt noch lange nicht dieser Spirit vom Campo Baia.

Es wäre schon wichtig, Sonntag direkt gegen Mexiko zu gewinnen. Besser gleich vermeiden, dass es beim Schweden-Spiel (die haben immerhin Italien eliminiert!) gleich schon um alles oder nichts geht.
Dass jetzt Neuer nicht nur dabei ist, sondern auch die Nr. 1 im Tor sein soll, finde ich schon überraschend, hoffentlich geht das gut, und er macht im entscheidenden Moment nicht den Karius...

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Donnerstag, 14. Juni 2018, 19:19

Russland hat auch heute beim Eröffnungsspiel direkt haushoch gewonnen.
Das war ja irgendwie zu erwarten. Als Gastgeber muss man gut spielen.

Saudi-Arabien muss zumindest noch einiges tun, um jemals eine Weltmeisterschaft gewinnen zu können.

70

Donnerstag, 14. Juni 2018, 21:10

Das stimmt schon, aber immerhin sind die Araber bei der WM dabei - und nicht wie die Italiener und/oder die Holländer.

Immerhin waren die Squadra Azurra und die Elftal immer Top-Favoriten.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (14. Juni 2018, 22:48)


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Donnerstag, 14. Juni 2018, 23:03

Ich glaub auch, dass nichtmal Saudi-Arabien ernsthaft damit gerechnet hat, bei der WM irgendwas reißen zu können^^ Mich würde allerdings auch mal interessieren, inwiefern der Ramadan die Leistung auch beeinflusst. Bin immer wieder fasziniert davon, dass man bei der Planung solcher Events auf jeden Scheiß Rücksicht nehmen kann, aber darauf, dass ganze Teams fasten und ab morgen das zweitwichtigste Fest ihrer Religion feiern, nicht. Man stelle sich vor, die WM würde an Weihnachten stattfinden.
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Donnerstag, 14. Juni 2018, 23:19

Nun ja, es ist doch schon seit der 1. WM im Jahr 1930 so gewesen, dass die Weltmeisterschaft von Juni bis Juli dauert.
Tradition also.

Das muslimische Jahr geht nach dem Mond-Kalender - folglich verschiebt der Ramadan sich jedes Jahr um 1-2 Wochen zurück. Sprich, bei der WM 2050 kann es durch aus sein, dass der Ramadan bereits im Januar/im Winter stattfindet.

Für die arabischen Spieler sollte das allerdings auch kein Problem sein. Laut dem Koran wiederholen sie als Reisende nach Russland nach dem Turnier einfach den Fastenmonat wie es in Kapitel 2 Vers 183-187 steht:

Ihr, die ihr glaubtet, vorgeschrieben ist euch das Fasten...Wer krank oder auf Reisen war, für den gilt eine Anzahl späterer Tage (zur Nachholung). Und für diejenigen, die es vermögen, gilt die Speisung eines Bedürftigen als Auslöse...Und wer krank oder auf Reisen ist, dann gilt für ihn eine Anzahl späterer Tage (zur Nachholung). Gott möchte für euch die Erleichterung und möchte für euch nicht die Erschwernis.


oder der Groß-Scheich von Arabien erlässt eine neue Fatwa (Rechtsspruch), der es den Fußballern erlaubt, das Fasten zu brechen, um ihrer Arbeit (Fußball spielen) nachzugehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (14. Juni 2018, 23:31)


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Donnerstag, 14. Juni 2018, 23:27

Gegenüber 2002 war das für die Saudis doch ein erfolgreiches erstes WM-Spiel. :)

Ansonsten sind sie natürlich immer noch schwächer einzustufen als Italiener und Holländer - aber Reginalproporz zählt bei der FIFA halt immer mehr als der Gedanke, dass möglichst die besten Mannschaften bei der WM dabei sein sollten. Und irgendwie ja auch zurecht, denn solche Exoten machen das besondere Etwas einer WM ja auch irgendwie aus. Gut für die Russen, der WM-Stimmung im Land wird das 5:0 sicher gut tun. Doch um die Vorrunde zu überstehen, da muss man erstmal auch an Ägypten (Uruguay) vorbei, das wird noch schwer genug.

Zitat

Mich würde allerdings auch mal interessieren, inwiefern der Ramadan die Leistung auch beeinflusst. Bin immer wieder fasziniert davon, dass man bei der Planung solcher Events auf jeden Scheiß Rücksicht nehmen kann, aber darauf, dass ganze Teams fasten und ab morgen das zweitwichtigste Fest ihrer Religion feiern, nicht. Man stelle sich vor, die WM würde an Weihnachten stattfinden.

Das ist eigentlich beides ziemlich leicht zu erklären. Natürlich würde eine Befolgung der Ramadan-Regeln (insbesondere das Tageslicht-Fasten) erheblich die sportliche Leistung schwächen, deswegen gehe ich mal davon aus, dass die WM-Spieler sie auch nicht umsetzen. So habe ich das jedenfalls im ARD Vorbericht verstanden.
Und die WM ist immer von Mitte Juni bis Mitte Juli, weil das in den Jahresplan der stärksten Fußballliegen in Europa so eingepasst ist. Lediglich 2002 fing sie zwei Wochen früher an, um der Regenzeit in Südkorea zuvor zu kommen. Die Diskussion um die Verlegung der 2022er WM in die Wintermonate ist auch den hohen Temperaturen in Katar geschuldet.
Ich wüsste jetzt nicht, welchen "Scheiß" du meinst, auf den sonst Rücksicht genommen wird.

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74

Freitag, 15. Juni 2018, 00:06

Gegenüber 2002 war das für die Saudis doch ein erfolgreiches erstes WM-Spiel.

Ich würde es ja ganz witzig finden, wenn Jogi Löw die Jungs von Saudi-Arabien mal für einige Zeit trainiert. Danach kann man schauen, ob da irgendwann ein Wandel zu erkennen ist. Jogi ist Profi. Der könnte aus dieser Mannschaft die Sensation des Jahres machen.

Entschuldigung, aber den Spaß wollte ich mir jetzt nicht nehmen lassen.
Nicht so ernst nehmen. --biggrin--

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Freitag, 15. Juni 2018, 00:08

Ja, eben. Mitte Juni bis Mitte Juli. Und es war nicht möglich, den Beginn auf nächste Woche zu verschieben? Das ist nicht mehe Mitte Juni?

@Merlin Das Reisen bezieht sich auf den Tag, an dem man im Flugzeug sitzt. Es ist nicht so, dass ich am ersten Ramadan für vier Wochen in den Urlaub fahren kann und in der Zeit nicht fasten muss. Wenn ich das mache, muss ich für jeden Tag, den ich nicht gefastet hab, 60 Tage nachholen. Und Saudi-Arabien kann sich auch nicht einfach mal eben ne Fatwa ausdenken, weil WM ist. Das ist alles gar nicht mal so einfach ;)

@plant Es sollte doch aber auch durchaus im Interesse der Fifa sein, die großen Turniere so zu legen, dass daraus niemandem geplanterweise ein Nachteil entstehen kann, oder nicht? Das ist doch der Grund, warum sich das nicht mit den wichtigen europäischen Ligen überschneidet, denk ich, oder?

Also, versteht mich nicht falsch: Mir gehts um ne generelle Gleichberechtigung. Und so, wie Katar die WM nicht auf Weihnachten gelegt hat, obwohl die europäischen Ligen da ja auch Spielpause haben, finde ich eben auch, dass man andere wichtige religiöse Feste so gut wie möglich berücksichtigen sollte, eben aus Gleichberechtigungsgründen. Beim Eid ul-Fitr ist mir das jetzt aufgefallen, von Hinduismus hab ich persönlich keine Ahnung, deshalb ist mir das da vielleicht nicht aufgefallen, ist aber für mich dasselbe Prinzip.
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Freitag, 15. Juni 2018, 07:00

Die haben die WM nicht aus religiöser Rücksicht nicht auf Weihnachten gelegt, sondern nur aus Umsatzgründen. Die Werbeeinnahmen sinken, wenn die Leute das Spiel nicht schauen, weil sie grad bei Oma neben dem Christbaum sitzen. Viele fahren dann doch nicht zu den Spielen vor Ort, weil man sonst Tante Christa enterbt wird. Sie haben Angst vor der Überschneidung der Interessen.
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Freitag, 15. Juni 2018, 13:27

Ja nun, wenn wir schon nach dieser Logik gehen, dann sollten die FIFA, die UEFA, die NBA und C.o auch Rücksicht auf die jüdischen Profis nehmen und wichtige Spiele, die samstags stattfinden, auf andere Tage verschieben.

Juden fasten doch jeden Samstag-Sabbat - und soweit ich weiß, finden samstags immer Wettkämpfe/Mannschaftsspiele etc statt. Jedenfalls bei mir in der Stadt.

Nur, das macht keiner. Oder es gibt zu wenige jüdische Profis? Keine Ahnung.
Oder der Antisemitismus herscht noch immer - auch im Sport-, neben dem Rassismus.

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Freitag, 15. Juni 2018, 13:35

Ich glaube kaum, dass man Profi-Fußballer werden kann, wenn man sich jeden Samstag weigert zu spielen.
Es mag jüdische Profispieler geben, die aber dann so wenig gläubig sind, dass es ihnen wurscht ist, an welchem Tag sie spielen.
Sehr viele christliche Gläubige sind auch nur auf dem Papier gläubig und halten sich nicht an irgendwelche Vorschriften.
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Freitag, 15. Juni 2018, 16:49

@Merlin Deshalb sprach ich von großen Festen. Es ist mir schon klar, dass man nicht auf alles Rücksicht nehmen kann, denn ansonsten könnte man am Wochenende gar nicht spielen, weil die Muslime freitags zum Gebet müssen, die Juden samstags ihren heiligen Tag haben und die Christen am Sonntag in die Kirche müssen und nicht arbeiten dürfen. Dennoch ist es ja durchaus möglich, sich bei der Planung verschiedene Feste so gut wie möglich zu berücksichtigen.

@Grashüpfer Es mag durchaus sein, dass es da primär um die Werbeeinnahmen geht. Trotzdem bin ich mir sicher, dass viele westliche Länder auf die Barrikaden gehen würden, wenn die WM zu Weihnachten oder Ostern ausgetragen werden sollte und das wissen die Planer auch.

Naja, ich merke, ihr seid da ziemlich anderer Meinung als ich, ist ja auch vollkommen in Ordnung. Vielleicht bin ich in der Hinsicht auch etwas zu sensibel, weil es auf mich einfach ungerecht wirkt.
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80

Freitag, 15. Juni 2018, 22:04

Portugal und Spanien haben unentschieden gespielt, heute 3:3.
Ronaldo hat in dem Spiel die meisten Tore erzielt. Ein echtes Naturtalent.