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StanShunpike

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 15:51

"UNSER" Anteil am aktuellen Elend in der Welt ist ein wenig weit her geholt, zum einen haben "wir" da sicher nicht alleine einen Teil dazu beigetragen, sondern die komplette "1. Welt" und davon den Löwenanteil die USA.

Komisch ist aber dann, daß sich einige Länder, die durch militärische (und Unerstützung von zb IS und Al QUaida) EInsätze in den betreffenden Ländern enen großteil der Schuld haben, bei der Lösung des Problems vornehm zurück halten ( USA, GB, RUS, VAE, SA ). Deutschland ist auch mit 10% des Waffenweltumsatzes nicht der Big Player ( Hauptumsatz durch Panzer und U-Boote ( da wurden sicher keine an Al Quaida oder IS verkauft) ). USA und RUS haben zusammen über 50%.

Und ich bin mir sicher, daß niemand etwas gegen Multikulti hat. Jeder hat denke ich Multikulti-Freunde, geht gerne in die Pizzeria, zum Döner, Chinesen oder Inder. Ein Unterschied ist aber die UNKONTROLLIERTE Einreise von Hinz und Kunz, wo man nicht weiss wo sie her kommen, was sie vorhaben und wer sie sind.

Ein weiterer Punkt: Die armen Menschen die wirklich vor dem Krieg und Terror in Syrien flieht, der müsste doch glücklich sein, wenn er dem Leid entflohen ist und in einem sicheren Hafen angekommen ist. Egal nun ob Griechenland, Türkei, Italien, Bulgarien oder Spanien. Aber nein, sie nehmen noch mehr Leid auf sich, um nach Deutschland zu kommen ?!?

Und um nun auch noch ein bischen braunen Senf abzulassen: Solche Typen wie die 7 in Berlin, würde ich, wenn ich was zu sagen hätte, mit Fallschirm über Syrien aus ner Transall schubsen, die haben es nicht besser verdient... aber die armen Kinder sind ja Traumatisiert, hatten eine schlimme Kindheit und kommen vermutlich mit dem erhobenen Zeigefinger und 2 Wochen Hausarrest ohne Handy und Fernsehen davon.
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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 17:13

Stan, ich dneke nicht, dass man etwas dadurch verbessert, dass man Flüchtlinge nur dann einreisen lässt, wenn sie ihren Ausweis dabei haben. Im Endeffekt sind das Problem doch die Terroristen, nicht die normalen Menschen, die hier herkommen. Und Terroristen finden einen Weg, egal ob du ihren Ausweis kontrollierst oder nicht. Da steht nämlich nicht drin, welcher Organisation die angehören. Außerdem sagen Terroristen für gewöhnlich auch bei der Einreise nicht, dass sie einen Terroranschlag planen. Terror ist ein Problem, vor dem wir wohl oder übel nicht weglaufen können. Um ihn zu vernichten, müssen wir die Ursachen bekämpfen, und da hat helmi wirklich Recht - Wir beuten die Menschen, die so schon sehr wenig haben, noch mehr aus und schüren dadurch auch Hass gegenüber dem Westen. Solange sich unser (also der westliche) Umgang mit Konsum nicht ändert, wird sich auch das Terrorproblem nicht lösen lassen.
Warum sie den Weg nach Deutschland auf sich nehmen? Weil Deutschland das gelobte Land im Ausland ist! Ich habe viel Kontakt mit Leuten aus verschiedensten Ländern, die alle nach Deutschalnd wollen, weil es uns hier super gut geht, es ziemlich sicher ist, es viele Gesetze gibt, die z.B. Arbeitnehmer schützen, es ein Sozialsystem und ein Gesundheitssystem gibt. Wenn ich Flüchtling wäre, würde ich wahrscheinlich auch versuchen nach Deutschland zu kommen, weil es hier wesentlich besser zugeht als in anderen Ländern. Und was ich persönlich auch bedenken möchte: Sollen die "Grenzstaaten" Europas alle Flüchtlinge aufnehmen, nur damit der Deutsche keine Angst haben muss nen Euro weniger zu bekommen? Wir haben genau sone Verantwortung wie die anderen Ländern auch. Und ich finde es gut, dass wir sie wahrnehmen, auch wenn ich der Meinung bin, dass es im Bezug auf Asyl und Zuwanderung dringend Reformationen braucht. Ich bin beispielsweise der Meinung, dass Menschen, die hier schwere Straftaten begehen, kein Bleiberecht erhalten sollten.

Dass die Jungs, die versucht haben, nen Obdachlosen anzuzünden, nen ziemlichen Schuss haben und ne ordentliche Strafe verdienen, ist nicht zu bestreiten. Dennoch ist es bei jedem Menschen wichtig zu prüfen aus welchen Gründen er Dinge tut.Es ist nämlich nicht normal jemanden zu ermorden, also muss es ja irgendwann dazu gekommen sein, dass jemand sich dazu entschließt ;) Und das sollte uns auch interessieren. Denn nur, wenn man weiß, aus welchen Gründen Menschen morden oder Obdachlose anzünden, kann man in Zukunft verhindern, dass Menschen sowas machen. Und die Gründe für Mord liegen meistens wirklich in der Kindheit und in traumatischen Erlebnissen. Und bevor du mir jetzt erzählst, dass "ein Klaps auf den Hintern noch keinem geschadet hat" (ich will dir natürlich nichts unterstellen^^): es geht dabei um sexuellen Missbrauch über Jahre hinweg, körperliche Misshandlungen, psychische Misshandlungen, Menschen, die im Krieg sehen mussten, wie man nahen Familienangehörigen den Kopf weggeschossen oder sie auf andere Weise getötet und/oder missbraucht hat. Dass man nach solchen Erlebnissen nen Schuss hat und die eigene Realität nicht mehr mit der Wirklichkeit übereinstimmt, ist ja nun keine Überraschung.
Zum Glück beruht unsere Rechtssprechung auf Objektivität und nicht auf Gefühlen. Zum Glück gibt es ein Jugendstrafrecht. Zum Glück gibt es Schuldunfähigkeit. Ich warte gern, bis die Ermittlungen herausgefunden haben, was bei den Jungs schiefgelaufen ist, dass sie keinen Respekt vor dem Leben eines anderen Menschen haben. Und wenn sie am Ende ein Jahr im Obdachlosenheim arbeiten müssen, hilft ihnen das sicherlich auch mal einen anderen Blick auf die Situation zu bekommen und einzusehen, dass sie ziemlich großen Mist gebaut haben.
"Als Verrückter genoss man gewisse Privilegien.
Zum Beispiel zögerten andere Leute, einen an bestimmten Dingen zu hindern - weil sie fürchteten, dadurch alles noch schlimmer zu machen"



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StanShunpike

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63

Mittwoch, 28. Dezember 2016, 17:42

Hähnchen ich habe nicht gesagt, daß man die 1.Aufnahmeländer alleine lassen soll mit dem Problem. Aber eine total unkontrollierte Aufnahme ist auch nicht hilfreich. Es wäre durchaus sinnvoller, die Länder bei Ihrer Arbeit zu unterstützen ( finanziell und logistisch), zb die Flüchtlingslager in der Türkei.

Und sorry, bei so gestörten Gören hab ich 0,000 Mitleid. Ich weiss sowas gibt es auch mit deutschem Pass, aber die kann man ja leider nicht weg schicken. Wenn die jemand umbringen wollen, sollen sie in ihr Land zurück gehen und für die Befreiung kämpfen und dann beim WIederaufbau helfen.
Weil wer vor Gewalt, Terror und Krieg flieht, will das nicht haben und sicher auch nicht machen ( was du nicht willst das dir man tu, das füg auch keinem anderen zu ) , sag ich jetzt mal in meinem jugendlichen Leichtsinn.
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64

Mittwoch, 28. Dezember 2016, 17:49

Es wäre durchaus sinnvoller, die Länder bei Ihrer Arbeit zu unterstützen ( finanziell und logistisch), zb die Flüchtlingslager in der Türkei.


Und ich finde es tolll von der EU die Flüchtlinge in der Türkei zu lassen, weil da Demokratie zur Zeit besonders groß geschrieben wird :rolleyes:

Hähnchen

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65

Mittwoch, 28. Dezember 2016, 18:05

Naja, Stan, deine Reaktion zeigt mir, dass du offenbar recht wenig Ahnung von Psychologie hast (ich hab übrigens nie von Mitleid gesprochen). Und da du dich offenbar auch nicht besonders dafür interessierst, diskutiere ich besser nicht weiter mit dir^^
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StanShunpike

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66

Mittwoch, 28. Dezember 2016, 18:56

Ich hab auch keine Ahnung von Psychologie. Hab ich nie behauptet. Interessiert mich auch nicht, wenn ich lesen muss, daß ein erwachsener Mann mit 53 Jahren an Silvester, weil er genervt ist, mit einer scharfen Waffe in eine Menschenmenge schiesst und dabei eine 11 Jährige tötet.

Und dann mit 12,5 Jahren Knast davon kommt, weil er scheinbar zu dem Zeitpunkt schuldmindernd an einer wohl leichten Depression litt.


Edit: Vielleicht sollte man da auch unsere Justiz und unsere Gesetze hinterfragen, siehe zb auch Germanwings
Und ich finde es tolll von der EU die Flüchtlinge in der Türkei zu lassen, weil da Demokratie zur Zeit besonders groß geschrieben wird
von in der Türkei lassen hab ich auch nie gerdet. Sie werden ja auch nach und nach verteilt. Aber halt nicht massenweise, sondern in zu verarbeitenden "Mengen".
Meisterlicher Aufsteiger

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »StanShunpike« (28. Dezember 2016, 19:08)


helmi

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 23:04

Zitat

von »StanShunpike«
"UNSER" Anteil am aktuellen Elend in der Welt ist ein wenig weit her geholt, zum einen haben "wir" da sicher nicht alleine einen Teil dazu beigetragen, sondern die komplette "1. Welt" und davon den Löwenanteil die USA.

Siehst Du, genau wegen solcher Sichtweisen schreibe ich von "wir" und "uns": Weil wir inzwischen/schon wieder/schon immer ein Volk von Leugnern und Ignoranten gegenüber unserer eigenen Verantwortung sind, die sich sofort seitlich in die Büsche schlagen, wenn mal irgendeiner die Schuldfrage stellt. Dann sind "wir" immer gleich peinlich berührt. Und warum? Weil wie Deutschen einfach die überlegene Moral haben. Weil wir immer die besten Absichten haben. Und weil wir vor allem keine eigenen Straftäter haben, die Massaker, Mord, Vergewaltigungen und Totschlag verüben. Das sind scheinbar auch nur noch die anderen.

Zitat

von »StanShunpike«
Und ich bin mir sicher, daß niemand etwas gegen Multikulti hat. Jeder hat denke ich Multikulti-Freunde, geht gerne in die Pizzeria, zum Döner, Chinesen oder Inder. Ein Unterschied ist aber die UNKONTROLLIERTE Einreise von Hinz und Kunz, wo man nicht weiss wo sie her kommen, was sie vorhaben und wer sie sind.

Als ob ich von den deutschen Typen, die hier im Land ihr Unwesen treiben, wüsste, wer sie sind, woher sie kommen und was sie vorhaben ;-) Meinst Du, vonn denen würde einer Ausweispapiere mit sich führen, wenn er wirklich was auf dem Kerbholz hat? Die laufen auch unkontrolliert durchs Land. Kräht kein Hahn nach. Wir konzentrieren uns ja derzeit auf Flüchtlinge. Dann ist man auch beschäftigt und braucht nicht mehr in diesen lästigen Spiegel zu gucken.
Ich kann jedem nur anempfehlen, dann und wann mal einen ehrlichen Blick in den eigenen Abgrund zu werfen. Man wird erstaunt sein, was sich da so angesammelt hat. Aber hey, da reden wir nicht drüber. Wie gesagt, weil wir die überlegene Moral haben ...

In Deiner Aufzählung von Ausländern, die "wir alle" cool finden, hast noch die preiswerten putzenden Polinnen vergessen oder Afrikanerinnen oder Ukrainerinnen, die billigen Pflegekräfte von
sonstwoher, die Omi auch für 6 Euro fünfzig die Stunde unter die Dusche schieben. Die sind natürlich cool. Die kommen auch nicht aus dem Krieg oder so. Kommt man viel besser mit klar. Labern einen nicht ständig zu mit diesem Betroffenheitsmist von wegen Bombardierung, Verfolgung und Todesangst.

Zitat

von »StanShunpike«
Ein weiterer Punkt: Die armen Menschen die wirklich vor dem Krieg und Terror in Syrien flieht, der müsste doch glücklich sein, wenn er dem Leid entflohen ist und in einem sicheren Hafen angekommen ist. Egal nun ob Griechenland, Türkei, Italien, Bulgarien oder Spanien. Aber nein, sie nehmen noch mehr Leid auf sich, um nach Deutschland zu kommen ?!?

Sicher tun sie das. Anscheinend weißt Du es nicht, aber das Leben in so nem Flüchtlingsheim ist die absolute Hölle. Gerade in der Türkei. Die Dinger stehen irgendwo in der Wüste und da bist Du mit Hunderttausenden auf engstem Raum kaserinert. Mit miesesten sanitäten und humanitären Bedingungen. Und da hockst Du dann mit Deiner Familie drei Jahre lang und siehst Deine Kinder darin aufwachsen. Fehlt Dir eigentlich jegliche Empathie, um dich in so einen Menschen hineinzuversetzen? Und sicher wollen die nach Deutschland. Weil wir die Reichsten in ganz Europa sind. Weil wir auch dann noch schwarze Zahlen schreiben, wenn alles um uns herum zusammenbricht. Weil unser Arbeitsmarkt selbst dann (oder vor allem dann) noch wächst, wenn alle anderen EU-Länder zweistellige Arbeitslosenquoten haben. Kurz: weil es hier noch eine echte Perspektivegeben könnte. Aber die gönnen wir ihnen nicht. Wir geben denen, keine Ahnung, 300 Euro im Monat oder sowas und dafür sollen sie hier still sitzen und die Fresse halten, bis ihr dämlicher Krieg vorbei ist.

Wow, Stan, ich merke gerade, wie toll das ist, einfach mal ungefiltert, offen und ehrlich zu sagen, was einem grad so einfällt. Hab ich mir von Dir abgeschaut, tut echt gut, man fühlt sich richtiggehend befreit ;-)

Zitat

von »StanShunpike«
Und um nun auch noch ein bischen braunen Senf abzulassen: Solche Typen wie die 7 in Berlin, würde ich, wenn ich was zu sagen hätte, mit Fallschirm über Syrien aus ner Transall schubsen, die haben es nicht besser
verdient... aber die armen Kinder sind ja Traumatisiert, hatten eine schlimme Kindheit und kommen vermutlich mit dem erhobenen Zeigefinger und 2 Wochen Hausarrest ohne Handy und Fernsehen davon.

Immer cool, wenn einer seinen braunen Senf selbst ankündigt. Wir hören ja neuerdings lieber nicht mehr genau hin, was einer sagt. Da kann einem der braune Senf auch schnell mal entgehen ;-) Also, zu Deinem Senf:
Fallschirm über Syrien ... aus der Transall schubsen ... arme, traumatisierte Kinder ... - ja, das hört sich alles schon spektakulär an, was so in Deinem Kopf vorgeht. Und Du hast sicher Recht: Die Leute, die aus ausgebombten Städten fliehen, die sind in Wahrheit bestimmt gar nicht traumatisiert. Nein, ihre Kindheit zeichnete sich aus durch den großen Mangel an Teddybären. Darum haben wir sie, als sie in diesen
Zügen bei uns ankamen, auch mit Teddybären begrüßt. Großartige Geste. Fast so großartig, wie sein Facebookprofil nach einem Attentat zu ändern. Wir schenken denen unsere süßen Teddybären, lindern damit ihre größte Not UND geben denen diese 300 oder irgendwas Euro und TROTZDEM machen die noch kriminelle Sachen? Wo gibts denn bitte sowas? Du hast recht, diese Umstände rechtfertigen unbedingt eine besonders harte Bestrafung! Eine Bestrafung, von der Du meinst, dass sie sie verdient haben. Achja, Du denkst, Du hättest das Recht zu verkünden, welche Strafe jemand verdient? Womit denn?

Zitat

von »StanShunpike«
Komisch ist aber dann, daß sich einige Länder, die durch militärische (und Unerstützung von zb IS und Al QUaida) EInsätze in den betreffenden Ländern enen großteil der Schuld haben, bei der Lösung des Problems
vornehm zurück halten ( USA, GB, RUS, VAE, SA ). Deutschland ist auch mit 10% des Waffenweltumsatzes nicht der Big Player ( Hauptumsatz durch Panzer und U-Boote ( da wurden sicher keine an Al Quaida oder IS verkauft) ). USA und RUS haben zusammen über 50%.

Ah, da isser wieder - der Schuldabwehr-Reflex: Wir tragen lediglich zehn Prozent der Schuld :D Na dann ist doch alles klar. Solange wir nicht die miesesten Scheißkerle von allen sind, sollen gefälligst die anderen am Pranger stehen. Sind ja bloß Panzer und U-Boote bei uns. Zieh die mal besser von Deinen zehn Prozent ab, dann haben wir vielleicht nur noch zu drei Prozent Schuld. Für mich als besorgten Bürger klingen zehn Prozent Schuld auch schon gefühlt sehr erdrückend, muss ja nicht sein. Außerdem lenkt das alles nur unnötig von den Flüchtlingen ab. Und denen verdanken wir schließlich unsere ganzen scheiß Probleme.
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StanShunpike

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 23:26

Du hast bei deinem tollen Post eines eindeutig vergessen vorab zu erwähnen: Klugscheisser und Besserwissermodus an.
Habs aber auch so verstanden. --thumbsup--
Mit jemand wie dir über die Welt zu diskutieren steht mit nicht zu, daß wäre anmaßend meinerseits. Deswegen verzichte ich demütigst.
Ich geh dann mal mehr über die Welt lernen --winke-winke--
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helmi

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69

Mittwoch, 28. Dezember 2016, 23:48

Hehe, lernen kann nie schaden, da kannst Du ganz sicher sein. Ich hoffe für Dich, dass Du gute Lehrer haben wirst. Und dass Du irgendwann den Mut finden wirst, einer komplexen Welt mit komplexen Lösungsansätzen zu begegnen. Das hier ist immer noch Deutschland. Wir sind neben all dem Negativen, das ich zurecht aufgezählt habe, bekannt für unsere Ideen. Vielleicht fällt Dir ja irgendwann etwas ein, das wirklich überzeugen kann - und nicht nur diese zehn bis zwanzig Prozent "besorgte Bürger". Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 07:43

ich glaube, ich verstehe das mit der Schuld nicht ganz
Ich habe Schuld am Elend der Welt und muss das wieder gut machen?
Sicherlich ist mein Fernseher billiger, weil es dem Großteil der Chinesen wirtschaftlich nicht so gut geht wie dem Großteil der Deutschen, das hat aber historische Gründe, Kommunismus, der Ausrottung der Gebildeten und der Mittelschicht vor Jahrzehnten, der Ausbeutung der Arbeiter durch das System in China.
Ich sehe nicht ganz, wo ich da eine Verantwortung trage.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 12:46

@Grashüpfer: Diese Art von Schuld lässt sich nicht mal eben wieder gutmachen, das ist ja das Perfide daran. Schließlich läuft die Ausbeutung der armen Länder ja bereits seit Generationen. Wie gesagt,
heute wissen wir, dass wir dieser Tatsache unseren Wohlstand verdanken.

Und Du hast ja völlig recht: Das konnten wir nur machen, weil uns die Staatschefs, Diktatoren und Oligarchen dieser Länder dabei unterstützt oder gar dazu eingeladen haben. Einzelne Entscheider reich zu machen ist
nämlich viel billiger, als für ein wenig Wohlstand in einem ganzen Land zu sorgen. Und warum sollten wir auch? Das tolle am Hunger ist ja eben, dass es ein stiller, ein stummer Tod ist. Da muss man sich weniger aufregen, als wenn Bomben hochgehen.

China ist ein gutes Beispiel, wenngleich natürlich kein Dritte-Welt-Land. Wir werden ja nicht müde, von den Chinesen zum Beispiel die Einhaltung der Menschenrechte zu fordern. Gleichzeitig wissen wir ja, um bei Deinem
billigen Fernseher zu bleiben, dass er vor allem deshalb billig ist, weil der durchschnittliche Chinese für einen Hungerlohn in der Fabrik arbeitet. Ich selbst habe jahrelang mit chinesischen Unternehmen Handel
getrieben und weiß, wie es in diesen Fabriken so aussieht. Glaub mir, es ist kein Wunder, dass Mitarbeiter von Firmen wie Foxxcon, die Teile für die tollen iPhones herstellen, zu Hunderten Selbstmord begehen, indem
sie vom Firmendach springen. Das passiert nämlich, wenn Menschen keine Perspektive sehen. Die Gutmütigen unter den Perspektivlosen springen bevorzugt vom Dach. Von den aggressiven Perspektivlosen, woher sie auch
immer kommen mögen, binden sich einige Sprengstoff um den Bauch, andere steigen in einen Truck und fahren damit über unseren Weihnachtsmarkt.

Du fragst nach der Verantwortung. Nun, die fängt zum Beispiel damit an, von unserer Regierung die RICHTIGEN Dinge zu fordern. Und dazu zählt eben nicht, die Schließung der Grenzen zu verlangen - oder einen
wirklichkeitsfremden Schwachsinn wie Obergrenzen. Das ist nichts anderes, als die Gardine zuzuziehen, weil vor dem Fenster ein Penner steht, der rein will. Das Richtige wäre es, von unserer Regierung zu
verlangen, dass wir aufgeklärt werden - über die wahren Ursachen der Flüchtlingskrise. Angela Merkel hat das ja in Ansätzen versucht, war aber nicht deutlich genug. Sie müsste erklären, dass wir unseren
Wohlstand und unsere Freiheit seit Generationen auf dem Rücken derer aufgebaut haben, die sich nicht dagegen wehren konnten. Dabei sind wir so reich geworden, dass diejenigen, die dabei auf der Strecke geblieben
sind, nun in Scharen zu uns wollen. Diese Menschen bezeichnen wir in unserer schrägen Sichtweise gerne als Wirtschaftsflüchtlinge - es macht
die Sache mit der Ausgrenzung einfach leichter, wenn man ihr einen negativ behafteten Namen gibt. Diese Art gesellschaftlicher Aufklärung durch die Politik wäre ein erster wichtiger Schritt.

Der zweite Schritt wäre es, den Menschen zu erklären, dass es für dieses Dilemma leider keine schnelle Lösung gibt. Was wir über Generationen angerichtet haben, lässt sich nicht mal eben im Vorbeigehen rückgängig machen. Wir
reden hier von einem echten politischen und gesellschaftlichen Kurswechsel in Richtung verantwortungsvollem Umgang mit anderen Ländern und deren Menschen. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass auch nur einer
von denen sein Leben riskieren würde, indem er in einer Nussschale übers Meer fährt, wenn ihm zuhause nicht die Bomben aufs Dach regnen oder seine Familie vom Hungertod bedroht wäre. Wir müssen unsere Außen-,
Wirtschafts, Entwicklungs- und Kreditpolitik so umwandeln, dass sie in der Summe zu einer nachhaltigen Entwicklung in diesen Ländern beitragen.
In meinem Politikstudium habe ich aber zum Beispiel gelernt: All diese Politikfelder dienen ausschließlich den eigenen Interessen. Wir als Volk können und müssen dazu beitragen, dass sich dies ändert.

Schritt drei: Man muss den Menschen erklären, dass Wachstum endlich ist und dass Wachstum und Wohlstand auch für uns kein Geburtsrecht sind. Was ich hier vorschlage und fordere, sind Maßnahmen, die dazu führen können,
dass sich unser Wachstum verlangsamt, stagniert oder gar sinkt. Hier müssen wir uns langfristig entscheiden, was uns wichtiger ist: stetig wachsender Wohlstand mit Wellen von Flüchtlingen - oder eben, dass wir fairen Handel und faire Kreditpolitik betreiben, damit die Menschen in ihrer Heimat glücklich leben können. Fakt ist: mit unserem heutigen Ansatz nehmen wir uns seit ewigen Zeiten mehr vom Kuchen, als es uns eigentlich zusteht. Da wundert es mich nicht, wenn die Menschen irgendwann dem Kuchen hinterherrennen.

Schritt vier: Wir beginnen damit, die notwendigen Maßnahmen konsequent in die Tat umzusetzen. Was das für unsere Politik bedeutet, habe ich ja bereits kurz skizziert. Für uns als Einzelpersonen könnte es zum Beispiel bedeuten, dass man auf fair gehandelte Produkte setzt. Dass man sich vor dem Kauf einer Hose für 6 Euro 50 vom Primark damit auseinandersetzt, wie es sein kann, dass eine Hose so billig ist - und sich nach Alternativen umschaut. Unternehmen zu stärken, die einen anderen Weg gehen, kann ein wichtiges Signal sein. Denn wie wir wissen, bestimmt immer die Nachfrage das Angebot. Zugegeben, diese Beispiele sind sehr kleine Dinge, die vielleicht unbedeutend erscheinen. Aber sie zielen in die richtige Richtung, eben nicht ungeprüft zu konsumieren - sondern immer und immer wieder zu hinterfragen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.

Da sind wir bei Schritt fünf: Niemals, aber auch wirklich niemals auf Leute hören, die behaupten, eine ganz einfache Lösung zu haben. Niemals Leuten vertrauen, die andere aus der Transall schubsen möchten. Wer
einfache Lösungen verspricht, fischt immer und ausschließlich Stimmen bei den Hoffnungs- und Bildungslosen. Und bei den faulen Sonnenbadern, die einem bei der kleinsten Diskussion Besserwisserei und Klugscheißerei
vorwerfen und die Diskussion abbrechen. Es könnte ja sein, dass man mal seinen Denkapparat anschmeißen muss. Wie anstrengend. Es könnte ja sein, dass man unangenehme Wahrheiten über sich erfährt, für die man
sich dann rechtfertigen muss. Rechtfertigung - das haben wir doch gar nicht nötig. Wir sind doch die Guten.

Lieber Grashüpfer (oder liebe Grashüpferin, keine Ahnung), das alles, was ich hier geschrieben habe, ist lediglich ein Fliegenschiss, gemessen an der tatsächlichen Komplexität dieses gewaltig großen Themas. Es ist so groß, dass man am
liebsten die Decke über den Kopf ziehen will, um nicht daran zu denken. Ich bin aber trotzdem voller Zuversicht. Gerade in unserem Land haben wir ganze Heerscharen, extrem gut ausgebildeter und ideenreicher
Mernschen sämtlicher Fachrichtungen. Wenn wir als Volk den klaren Auftrag aussprechen, in die richtige Richtung zu denken, dann wird die herrschende Klasse gar nicht anders können, als unser Schiff auf einen
entsprechenden Kurs zu bringen - und vielleicht am Ende sogar noch davon zu profitieren. Es gibt genügend Beispiele dafür, wo gesellschaftlicher Druck große Wirkung gezeigt hat. Unsere Aufgabe und Verantwortung liegt
folglich darin, unseren Forderungen Gehör zu verschaffen. Wie man das machen kann, dafür hat Berti eine Reihe guter Beispiele gegeben - glaub mir, es gibt noch mehr davon ;-) Ich persönlich bevorzuge es, den Mund
aufzumachen, wenn ich Mitmenschen höre, die mit billigen Vorurteilen, rechten Parolen und Stammtischgebrabbel um sich werfen. Nicht nur die leben in einem freien Land - ich tue das auch ...
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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 13:33

ich fühle mich weder dem "Wir" zugehörig, die sich Wut- oder Angstbürger nennen, noch dem "Wir", das in der Nazizeit Schuld auf sich geladen hat, da war ich nicht geboren. Ebensowenig als meine Vorfahren vor hundertfünfzig Jahren die Kolonien ausgebeutet haben, auch einem solchen "Wir" der Ausbeuter fühle ich mich nicht zugehörig.
Ich kaufe tatsächlich fairtrade und seit ich gesehen habe, dass die teuren Hosen unter denselben beschissenen Bedingungen produziert werden, wie die billigen Hosen, kann ich nicht recht glauben, dass der Preis den Unterschied macht. Man bezahlt damit nicht die Arbeiter in Indien besser, man bezahlt nur die Marke, die draufsteht.
Der Lebensstandard wird sich weltweit anpassen und ich glaube, von ganz alleine.
Früher war Tschechien ein Billiglohnland und die Firmen haben ihre Produktionsstandorte über die Grenze verlegt um billiger produzieren zu können. Jetzt lohnt sich das nicht mehr, weil Tschechien sich hochgelevelt hat. Auch bei etlichen anderen früheren Billigproduktionsländern ist das schon passiert.
Die Leute werden gebildeter dort und wollen mehr Lohn.
Das geht in manchen Ländern schneller und in anderen Ländern langsamer.
Ich denke, dass es eine gute Sache ist, dabei zu helfen, aber dass man sich als Land wie Deutschland nicht überall einmischen kann. Das sind souveräne Länder mit eigenen Bevölkerungen, die muss man ernst nehmen wie Erwachsenen und sie nicht wie Kinder behandeln, mit einem "ich weiß es besser".
Ich fühle keine Schuld und mich auch nicht verantwortlich.
Und ich habe nicht den Idealismus, die ganze Welt verändern zu wollen.
Ich verändere lieber kleine Dinge in meiner Umgebung, es gibt genug Menschen, denen es in Deutschland scheiße geht, ob deren Eltern oder Großeltern oder sie selber dabei aus anderen Ländern gekommen sind, spielt für mich keine Rolle. Ich will ihnen allen gleichermaßen helfen.
Ich anerkenne deinen Idealismus, für mich ist er aber eine Nummer zu groß ;)
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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 13:59

Niemand sagt, dass Du in der Nazizeit Schuld auf Dich geladen hast. Du fragtest zuvor aber nach der Verantwortung. Und die besteht nunmal darin, dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholt. Geschichte erzeugt Verantwortung. Ganz einfache Sache. Übrigens: Die Folgen der Kolonialherrschaften sind weltweit bis heute sichtbar.

Bei den Klamotten geht es nicht um billig oder teuer, sondern um die Umstände der Produktion. Es gibt einen wachsenden Markt fair produzierter Klamotten. Und wer auch immer es sich leisten kann, könnte darauf zurückgreifen.

Wer schreibt, dass man Menschen in anderen Ländern besserwisserisch oder "wie Kinder" behandeln sollte? Ich nicht ;-) Andere Menschen kann man eh nicht ändern. Man kann höchstens sich selbst ändern und hoffen, dass es positiv auf andere abfärbt. Darauf setze ich.

Du sagst, dass Du Deine Hilfe auf die Menschen richten möchtest, die hier in Deiner unmittelbaren Umgebung leben. Du sagst auch, dass Du nicht den idealismus hast, die ganze Welt zu verändern. Ich sage: Indem Du Dich dort einsetzt, wo Du bist, veränderst Du die Welt bereits im Rahmen Deiner Möglichkeiten. Das finde ich richtig, richtig gut!

Du musst meinen Idealismus doch gar nicht teilen. Und glaub mir, das Gewicht der Welt ist mir bestimmt ebenso zu groß wie Dir. Darum geht es aber auch nicht. Es geht darum, seinen bescheidenen Beitrag zu leisten. Sei es in so einer kleinen Diskussion wie hier, sei es dadurch, dass man irgendeine Organisation unterstützt, deren Ziele einem zusagen, indem man mal demonstrieren geht, wenn einem was nicht passt, oder, oder, oder ... - in einem (noch) freien Land wie dem unseren sind die Möglichkeiten zum Anpacken nahezu unbegrenzt.
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Freitag, 27. Oktober 2017, 20:27

Wusste gar nicht, dass seit fast genau 10 Monaten nix (Politisches) in der Welt passiert ist... - Noch nicht mal auf Jamaika?!^^
Wenn man nicht gegen den Verstand verstößt, kann man zu überhaupt nichts kommen. (Albert Einstein)
Mal nommer les choses, c’est ajouter au malheur du monde. (Albert Camus)
Oonko pahoillani? - Ma gueule!

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Freitag, 27. Oktober 2017, 21:54

Auf Jamaika dümpelt es auf der Stelle
Viel ärgerlicher noch finde ich die Situation in Spanien, keine Spur von Deeskalation. Haben die denn da keine Mediatoren in den Regierungen? Nur dickköpfige, dumpfbackige Kraftmeier?
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Dienstag, 2. Januar 2018, 18:29

Die Situation in Spanien ist anscheinend aus den Schlagzeilen verschwunden, wer weiß wie lange.
Eine Regierungsbildung in Deutschland ist übrigens immer noch nicht zu Stande gekommen.

Was mich auch noch beschäftigt ist die Sache mit Nordkorea. Dieser Kim Jong-un ist manchmal nicht ganz Herr seiner Sinne.
Das Jahr 2017 war für das Land schon spannend. Ich bin gespannt, wohin das 2018 führt.

Morgenstern

Nifflerzüchterin

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77

Dienstag, 2. Januar 2018, 19:35

Ich bin erstmal froh dass das Flüchtlingsthema nicht mehr ganz so extrem in den Nachrichten gehypt wird. Es sei denn es passiert wieder irgendwas und das Fehltreten einer Person wird verallgemeinert. Meine Vorfahren sind Juden und kommen aus Israel. Das weiß ich weil zur Zeit des NS alles offengelegt musste (von meiner Mutter habe ich es erfahren). Die Verwandschaft lag aber über so viele Generationen zurück dass es nicht ganz so „kritisch“ war. Einfach nur krank, als wenn man deswegen schlechter wäre. Mein Bruder wurde schon öfter verprügelt weil er südländisch aussieht. --thumbdown-- Ich wurde auch schon mal gefragt ob ich aus einem anderem Land stamme. Erschreckend immer noch das Wahlergebnis der Afd --confused-- --cursing-- . Das liegt für mich daran dass die Nachrichten alles so gehypt haben und nicht daran dass der Einzelne schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht hätte.
Natürlich passiert es in deinem Kopf, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht wirklich ist?" - Albus Dumbledore


Aber glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf nur nicht vergessen ein Licht leuchten zu lassen." - Albus Dumbledor


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Majee

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78

Mittwoch, 3. Januar 2018, 13:34

Meine Vorfahren sind Juden und kommen aus Israel. Das weiß ich weil zur Zeit des NS alles offengelegt musste (von meiner Mutter habe ich es erfahren). Die Verwandschaft lag aber über so viele Generationen zurück dass es nicht ganz so „kritisch“ war. Einfach nur krank, als wenn man deswegen schlechter wäre.

Ist bei mir auch so. Mein Urgroßvater hatte sogar eine kurze Zeit lang Berufsverbot bis er den Ariernachweis erbracht hatte. Die jüdischen Namen hat man allerdings glaube ich aus dem Stammbaum entfernt bzw. abgeändert.
Die Judenfeindlichkeit von damals ist allerdings mit der heutigen Ausländerfeindlichkeit nicht 1:1 vergleichbar. Damals haben ja viele Juden im Finanzsektor etc. gearbeitet und haben zu einem großen Teil die Funktion übernommen, die heute Banken einnehmen. Da dürfte dann auch das negative Image einer Berufsgruppe auf den Volksstamm abgefärbt haben.

planternol

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79

Mittwoch, 3. Januar 2018, 15:57

Ja, Jaimaika ist gescheiert. Ich finde das sehr ärgerlich. Die FDP war die einzige Partei, die etwa eine klare Stratgie zum Ausbau der Netzinfrastruktur hatte, hier besteht in Deutschland dringender Investionsbedarf... aber letztlich wollten sie doch nicht mehr regieren, zerrieben zwischen dem dauernden Gezanke zwischen Grünen und CSU. Armes Deutschland. Jetzt drohene weitere vier Jahre Groko, mit so unsäglichen Dingen wie dem vorgestern in Kraft getretenen "Netzwerkdurchsetzungsgesetz", einem aus meiner Sicht willkürlichem Zensurzwang der sozialen Netzwerke. --angry--
Währenddessen kommen Gewalttäter, die Polizisten angreifen wie letztes Jahr im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg, oftmals einfach so davon. Und wenn man sich anguckt, wie erschreckend dilettantisch die Behörden im Fall des Weihnachtsmarktattentäters Amri gehandelt - oder besser gesagt nicht gehandelt - haben, kann einem echt schlecht werden. Da stimmen derzeit einfach überhaupt die Prioritäten unserer Justizapparates nicht.

Ich bin erstmal froh dass das Flüchtlingsthema nicht mehr ganz so extrem in den Nachrichten gehypt wird. Es sei denn es passiert wieder irgendwas und das Fehltreten einer Person wird verallgemeinert. [...] Erschreckend immer noch das Wahlergebnis der Afd --confused-- --cursing-- . Das liegt für mich daran dass die Nachrichten alles so gehypt haben und nicht daran dass der Einzelne schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht hätte.

Ich nehme den Mittelteil mal raus, weil das ein anderes Thema ist, dass mit dem "Flüchtlingsthema in den Medien" erstmal nichts zu tun hat.
Also ich finde ehrlich gesagt, dass das Thema immer noch gut in den Nachrichten vertreten ist, und das aus gutem Grund. Momentan geht es ja gerade um eine kriminologische Studie aus Niedersachsen, nämlich einer Untersuchung, inwieweit sich der massive Flüchtlingszustrom 2015/2016 auf die Kriminalstatistik ausgewirkt hat.
Und sowas finde ich extrem sinnvoll. Denn wie du schon sagst, gibt es negative Erfahrungswerte von Einzelnen, und mediale Aufmerksamkeit (oder Nicht-Aufmerksamkeit) wird nicht immer der eigentlichen Schwere eines Problemes gerecht. An Zahlen dagegen glaube ich, und das sollte dann für die politische Willensbildung auch wichtigste Grundlage sein.

Folgendes ist bei der Studie herausgekommen:
- Während die Gewaltverbrechen bis 2014 kontinuierlich abgenommen haben, sind sie von 2014 bis 2016 um 10,4% angestiegen.
- Dieser Anstieg ist zu 92% Flüchtlingen zuzurechnen.
- Während von Mord und Körperverletzung vor allem andere Flüchtlinge betroffen sind, wurden bei Raub und Vergewaltigung vorwiegend Deutsche zum Opfer. Allerdings liegt das vermutlich an der Bereitschaft, eine Vergewaltigung auch anzuzeigen. Ausländische Frauen tun das möglicherweise seltener.
- Von den Aslybewerbern werden vor allem diejenigen straffällig, die keine Chance auf Anerkennung ihres Aslystatus haben, also vorwiegend die Nordafrikaner. Kriegsflüchtlinge dagegen sind in der Statistik unauffällig.

Aus meiner Sicht (das belegen auch Zahlen des BAMF) ist es ein großes Problem, dass es nicht oder nur sehr langsam gelingt, abgelehnte Asylbwerber zeitnah abzuschieben. Zumal da sehr oft noch ein langwieriges Verfahren kommt, wenn sie gegen ihre Abschiebung klagen. Besser wäre, sie würden gleich an der EU-Außengrenze geprüft und abgewiesen und gar nicht erst ins Land gelassen. Es muss doch irgendwie möglich sein, die Echtheit von Ausweispapieren irgendwie zu überprüfen, oder alternativ anhang der Smartphones die Identität zu ermitteln.

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80

Mittwoch, 3. Januar 2018, 19:37

Währenddessen kommen Gewalttäter, die Polizisten angreifen wie letztes Jahr im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg, oftmals einfach so davon.
Nun ja, das stimmt nur teilweise. Angeblich soll es in diesem Jahr über 100 Prozesse gegen Personen geben, wegen den Randalen in Hamburg. Wie hart die Strafen jeweils sein werden, muss man abwarten und es wurden bis heute sogar schon 25 Männer verurteilt. Tendenz steigend. Ein Niederländer wurde im August jedenfalls zu fast 3 Jahren Haft verurteilt. Ich hoffe die Strafen bleiben in diesem Rahmen. Verdient sind sie auf alle Fälle.

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