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Remus.Lupin

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Montag, 21. Januar 2013, 19:47

Geld

Titel: Geld

Genre: Kurzgeschichte/Tragödie

Altersfreigabe: ab 10 Jahren

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Geld

Damals hatte er beim Roden des Regenwaldes mitgemacht, weil ihm sein Arbeitgeber eine große Menge an Geld versprochen hatte. Er hatte den Bagger bedient, die unschuldigen Bäume niedergerissen. Gesehen, wie die Wurzeln den lebensnotwendigen Boden verlassen hatten, wie Bäume, ja sogar ganze Waldstücke zerstört wurden. Doch er hatte es nicht beachtet. In seinem Kopf hatte sich der verlockende Papierschein festgesetzt.
Er hatte beim Zuschütten eines Baches geholfen, wo eine neue Straße entstehen sollte. Er hatte gesehen, wie der Fluss aufgestaut wurde und sein Wasser verloren hatte, die toten Fische auf dem Boden hatte er auch gesehen. Und doch hatte es ihn kalt gelassen, denn er hatte dafür viel Geld bekommen.
Immer hatte er alles nur für das Geld getan. Die Scheine aus Papier hatten ihn geleitet und sein Handeln beeinflusst.
Und jetzt stand er hier und schaute in die Ferne.
Er sah braune, tote Erde, so weit sein Auge reichte. Kein Grashalm ragte mehr aus ihr. Hinter ihm lag Müll – viel Müll. Plastik, Karton, Kunststoff aller Art, das alles lag hinter ihm auf dem toten Boden.
In seinen Händen lag das Geld.
Er hatte sich ein besseres Leben ermöglichen wollen: Ein Haus, viele Wertgegenstände, einen Pool im Garten. Alles mit dem Geld.
Das Mittel für seinen Traum lag in seinen Händen – nur zeigte es ihm jetzt die Wahrheit.
Diese Scheine waren sein Lohn für die Zerstörungen, die er angerichtet hatte. Was war das eigentlich, das Geld? Papierscheine, rechteckig, mit Zahlen und Bildern darauf. Und was hatte er dafür getan? Die Könige der Erde hatte er niedergewälzt, das Wasser des Lebens hatte er versiegen lassen.
Das alles für nichts. Gar nichts – außer den jetzt wertlosen Scheinen in seinen Händen.
Mit schmerzerfülltem Gesichtsausdruck ließ er das Geld fallen. Es bedeutete ihm nichts mehr. Er sank zu Boden und blieb liegen.
Sein Durst würde nie wieder gestillt werden, denn er hatte sein Lebenselixier ausgetrocknet. Seine Lungen würden nie wieder saubere, klare, frische Luft atmen, denn er hatte deren Produzenten zerstört.
Nachdem er sich selbst seinen Traum zerstört hatte, hatte er begriffen, dass man Geld weder atmen noch essen noch trinken konnte.

~ Ende ~

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