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1

Montag, 17. Oktober 2016, 16:31

Vater-Sohn-Beziehung

Was haltet ihr von der Beziehung zwischen Harry und Albus,
wie sie in "Harry Potter und das verwunschene Kind" dargestellt wird?
Wenn ihr euch selbst Gedanken über das Vater-Sohn-Verhältnis gemacht habt,
hättet ihr sie euch auch so vorgestellt?

2

Montag, 17. Oktober 2016, 16:45

Im Gegensatz zu Harrys erstem Sohn fand ich Albus interessant.
Es gibt auch in anderen Geschichten einen Sohn, der sich für seinen Vater schämt.

Siehe Naruto und seinen Sohn Boruto(Manga/Anime)
Boruto möchte nicht der Sohn eines Helden sein, weil sein Vater fast nie Zeit für ihn hat.

Aber zum Glück verstehen sich Vater und Sohn am Ende.

SARAH POTTER003

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3

Montag, 17. Oktober 2016, 17:02

Also bevor ich dass Buch gelesen habe, habe ich mir die Beziehung zu den beiden sehr anders vorgestellt. War dann ein kleines bisschen schockiert als ich es gelesen habe, finde die Beziehung am Anfang des Buches nicht toll, überhaupt Albus kann ich am Anfang des Buches gar nicht leiden, und Harry in den späteren Seiten auch nicht mehr, da ich manches von ihm nicht nachvollziehen kann warum er so handelt.

finde die Beziehung der beiden entwickelt sich dann aber doch noch in eine gute Richtung, beide gehen aufeinander zu und dass fand ich echt sehr schön zu lesen.
Hab mir während des Lesens so gedacht, Harry hatte selbst keinen Vater bzw. keine Familie er war bei den Dursley's die ihn nicht gut behandelt haben, woher sollte er es also wissen, wie sich ein richtig guter Vater verhält.
Klar versucht er ihn zu beschützen, geht dass aber teilweise nicht richtig an.

LG :)
"All's fair in love and war" said Ron brightly, "and this is a bit of both" <3

4

Dienstag, 18. Oktober 2016, 00:09

Finde es interessant, wo sich die Beziehung hinentwickelt. Betrachtet man das Ende von Band 7, wo Harry seinem Sohn noch Mut macht, dass der Hut seinen Wunsch berücksichtigen würde und wo sich das ganze in Cursed Child hinentwickelt ist das schon ziemlich krass, wie aus einem vermeintlich gllücklichen Ende (HP7) eine solche Story gestrickt wurd.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

planternol

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5

Dienstag, 18. Oktober 2016, 15:16

Ich selbst habe ja (noch) keine Kinder, stelle mir das aber durchaus beklemmend vor, wenn man seine eigenen Kinder einfach nicht erreicht und diese sich so abwenden wie Albus es tut. Auch dass man sich in der Familie schon mal Dinge an den Kopf wirft, die man so gar nicht meint, das kenne ich nur allzu gut. Bei Harry kommt hinzu, dass er aber tatsächlich selbst keine Eltern bewusst erlebt hat, die ihn geliebt haben. Also ich finde das durchaus schon realistisch gezeichnet.
Diese Vater-Sohn-Geschichte ist auch ziemlich zentral für das Buch, ohne sie würde das alles nicht funktionieren. Auch kann man das glaube ich ganz gut auf die Bühne bringen.

Ich fand ja die Idee von Harry, Albus diese Decke zu schenken, ganz schön dämlich. Wieso sollte er Albus damit eine Freude machen können?
Dass die Decke später für die Geschichte eine wichtige Funktion einnimmt, ist natürlich ne andere Sache, die mir übrigens gut gefallen hat. Den Aufhänger (besonderes Geschenk von Harry an Albus) finde ich aber wie gesagt nicht sonderlich gelungen.

Majee

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6

Dienstag, 18. Oktober 2016, 16:10

Mir hat im 7.Band die Stelle gut gefallen, als Harry mit dem kleinen Albus gesprochen hat. Dass man die Vater-Sohn-Beziehung dann im 8. Band so ins Gegenteil gebogen hat, wirkte für mich recht konstruiert um diese Beziehung als Aufhänger für die Geschichte verwenden zu können.

Das mit der Decke fand ich auch blöd. Was sollte Albus denn mit der Decke anfangen? Zu seiner Oma hatte er keinen Bezug und das Verhältnis zu seinem Vater war angespannt. Und nützlich war der Gegenstand auch nicht. Er hätte ihm m.M. die Karte des Rumtreibers geben sollen - die wäre ähnlich cool wie der Tarnumhang gewesen und, ebenfalls ähnlich wie der Tarnumhang, ein Beweis des Vertrauens an Albus, dass er verantwortungsvoll damit umgeht.

Ich fand es auch schön, dass Albus dann mit seinem Vater über die Decke kommuniziert hat, aber dass Decke und Zaubertrank das Ergebnis zweier Geschenke war, die ziemlich daneben waren, fand ich nicht so toll. Die Decke und einen Zaubertrank hätte man ja vlt. auch auf andere Weise in den Streit einfließen lassen können.

planternol

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7

Dienstag, 18. Oktober 2016, 16:26

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich für den Epilog in Band 7 nie besonders erwärmen konnte. Ich habe das irgendwie immer noch nicht für mich als Teil der Geschichte akzeptiert und nehme das höchstens als Wissen für EW-Fragen auf. --biggrin--
Erst fürs aktuelle Buch habe ich entschieden, mich jetzt mal mit Harry als Vater auseinander zu setzen.

Was die Decke betrifft, volle Zustimmung. Und zum Liebestrank, der Rons Geschenk war ... auch sehr unpassend. Wieso schenkt man jemandem Liebestrank, der offensichtlich gar keine erotische Zuneigung vermisst, sondern ganz etwas anderes? Wenn das einer von Rons Scherzen sein sollte, dann sicherlich einer der schlechtesten.

8

Dienstag, 18. Oktober 2016, 18:43

Naja. Gerade dass die Geschenke dumm sind passt doch! Wie Harry es sagt, er hat selber nie Eltern gehabt (bzw. kann sich nicht daran erinnern). Deshalb ist er auch so unfähig als Vater. Dass er es dann versucht, etwas, was für ihn von so hohem emotionalen Wert ist an seinen Sohn weiterzugeben ist dann eben ein ziemlich diletanitischer aber m.E. symphatischer Versuch an seinen Sohn ranzukommen...
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

9

Montag, 30. September 2019, 15:14

Ich finde tatsächlich, dass die Beziehung zwischen Harry und Albus der beste Aspekt der ganzen Geschichte ist, auch wenn ich ein bisschen was daran zu bemängeln habe.

Zunächst einmal die Tatsache, dass Albus nach Slytherin kommt und somit Spannung zwischen beiden entsteht - und zwar durch Albus und nicht durch Harry, war ein sehr spannender und unerwarteter Twist, um damit die Geschichte zu eröffnen. Die wenigsten Fans haben dies wohl erwartet, ich habe es bestimmt nicht kommen sehen und das fand ich gut. Erwartungen von uns, den Fans, nehmen "Albus ist bestimmt genau wie sein Vater und die Geschichte wird wie damals mit Harry sein, nur halt ein bisschen anders", die - ehrlich gesagt echt langweilig sind - und daraus etwas wirklich anderes zu machen, finde ich toll. Für mich, hätte die ganze Geschichte nur daraus bestehen können, dass Harry nicht mit seinem Sohn klar kommt, die Tatsache, dass ein weltbedrohlicher Konflikt noch als unnötiger Katalysator für das ganze benutzt wird, war für mich das große Manko an der Sache (und Voldemorts TOCHTER?! EHRLICH?!). Aber man wollte es wohl ein bisschen massentauglicher Machen...
Was ich sehr schade fand, war dass nicht zu stark darauf eingegangen wird, wie Albus zu seinen Geschwistern und vielleicht auch noch Cousins steht. James und Lily sind eigentlich vollkommen nicht vorhandene Charaktere. Albus muss nicht nur damit klarkommen, dass Harry sein Vater ist, sondern auch noch James, den er für eine bessere "Kopie" seines Vaters hält, als ein Vorbild ertragen, dass alles - seiner Meinung nach - besser macht. Und Lily, seine JÜNGERE Schwester, überholt ihn wohl auch noch in seiner Sicht, dass sie nach Gryffindor kommt.
Wie viel besser wäre die Stelle am Ende des Skriptes gewesen, als Harry Albus erklärt, dass James nicht so ist wie er, sondern dass Albus das Kind ist, das ihm an meisten ähnelt, wenn James vorher als ein größerer Faktor in Albus' Konflikt etabliert worden wäre?
Aber dafür war wohl keine Zeit, was wohl der Beschaffenheit des Mediums und diesen blöden vorher genannten Story-Strang mit Delphie anzurechnen ist.