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21

Freitag, 27. September 2019, 22:12

Pottermore, meine ich oder in einem Interview, eins von beidem.
Jedenfalls in keinem Buch.

Hähnchen

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22

Samstag, 28. September 2019, 09:06

Dumbledore war ja schwul.

Konnte er trotzdem Snapes Gefühle für Lily verstehen, als er mit Snape nach Voldemorts Sturz über Harry sprach?

Wie die anderen Nutzer bereits geschrieben haben, sind homosexuelle Menschen genauso wie heterosexuelle, nur dass sie sich in Menschen desselben Geschlechts wie sie verlieben. Deshalb hätte es eher mit Dumbledores Persönlichkeit zu tun, ob er Snapes Gefühle verstehen konnte. Und ich kann mir sogar vorstellen, dass Dumbledore aufgrund seiner Lebenserfahrung Snape ziemlich gut verstehen konnte. Denn sie haben eines gemeinsam: Sie fühlen sich für den Tod eines geliebten Menschen (in Dumbledores Fall seine Schwester) verantwortlich.

Dieses "hängt an Lily, nach all der Zeit" hat aber doch nichts mit der sexuellen Ausrichtung zu tun.
Ich kann das nämlich nicht verstehen, dass man nach 15 Jahren noch nicht über jemanden weg gekommen ist und ich bin heterosexuell.

Studierst du nicht soziale Arbeit? Lernt man da nicht, dass Menschen unterschiedlich auf Ereignisse reagieren und die "Norm" eben bei manchen Menschen aufgrund ihrer Lebensumstände nicht zutrifft?

Veilleicht hat Snape einen leichten psychischen Schaden

Steile These. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Snape einen psychischen Schaden davongetragen hat, nachdem er in so einer glücklichen Familie großgeworden ist, immer beliebt war und viele Freunde hatte und alles in seinem Leben wie geplant lief.
[...]er stellt eventuell Lily auf ein Podest als perfekte Idealfrau und trauert dann nicht seiner Liebe hinterher, sondern einem Ideal, das er nicht haben kann. Ein bisschen so, wie man von Ferne einen Hollywoodstar liebt. Solche Ideallieben eignen sich hervorragend als Projektionsfläche für Wünsche. Dass damit dann kein realer Mensch mithalten kann, ist logisch.

Naja, ich finde es schwierig, das mit einer Hollywoodliebe zu vergleichen, denn in diesem Fall kannte Snape Lily ja ziemlich gut. Das ist ja bei nem Hollywoodstar nicht so.
Natürlich projeziert er all seine Wünsche und Hoffnungen auf Lily, sie hat ihn ihn schließlich (unbewusst) aus seiner Einsamkeit herausgeholt, als er noch ein Kind war. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war sie die Erste in seinem Leben, die sich überhaupt für ihn interessiert hat und ihn wertgeschätzt hat. Sozusagen seiner Retterin aus der Aussichtslosigkeit. Das macht schon nochmal mehr mit einem Menschen als ne übliche Verliebheit.
Wenn dann noch dazu kommt, dass man diesen Menschen durch eigene Entscheidungen verliert, die man später bereut, und sich dann auch noch für seinen Tod verantwortlich fühlt, wird das mit der Trauerbewältigung und dem Abschließen schon etwas komplizierter. Zumal sich Snapes Situation ja nach ihrem Tod auch nicht wirklich entspannt hat. Er hatte ja als Doppelagent immer die Angst, entdeckt zu werden. Außerdem war er weiterhin allein, im Kollegium nicht besonders beliebt und wurde durch Harry dann in den folgenden Jahren auch noch täglich an Lily erinnert.
Also, mir würde es wahrscheinlich genauso wie Snape gehen. Ich kann ihn jedenfalls ziemlich gut verstehen, aber ich hab auch einen etwas schwereren psychischen Schaden und bin nicht homosexuell.


Die Frage ist doch, warum war er ein ganzes Leben lang nie mit irgendwem befreundet?
Dass man nicht lebenslange Freunde hat, versteh ich. Aber alle Menschen, die ich kenne, waren doch schon mal mit anderen Leuten befreundet.

Wahrscheinlich, weil er nicht dazu in der Lage ist, Bindungen einzugehen. Die erste Bindungen, die er hatte, zu seiner Mutter, wurde offenbar bitter enttäuscht. Die nächste Bindung, die zu Lily, hat er erst über alles gestellt (denn sie war für ihn ja sein menschlicher Lebensmittelpunkt) und dann zerstört.
Ich bin natürlich keine Psychologin oder Sozialarbeiterin, trotzdem glaube ich mich erinnern zu können, dass Menschen, die in ihrer Kindheit keine Liebe und Wertschätzung erfahren und in einer kaputten Familie groß werden, Schwierigkeiten mit dem Selbstvertrauen und -bewusstsein haben und dementsprechend in menschlichen Beziehungen total untergehen und auch nur schwer dazu in der Lage sind, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Es sei denn, sie lernen er irgendwann. Snape musste das allerdings nicht lernen, denn er hatte ja Lily, die er praktisch zur Königin erhoben hat und neben der es niemand gleichwertigen gab. Also bleibt er allein und findet keine Freunde. Ich kenne übrigens auch Menschen, die keine Freunde haben.
"Als Verrückter genoss man gewisse Privilegien.
Zum Beispiel zögerten andere Leute, einen an bestimmten Dingen zu hindern - weil sie fürchteten, dadurch alles noch schlimmer zu machen"



So much universe, and so little time. Terry Pratchett (1948-2015)


I may vomit.

23

Samstag, 28. September 2019, 10:28

Ich kann mir kaum vorstellen, dass Snape einen psychischen Schaden davongetragen hat, nachdem er in so einer glücklichen Familie großgeworden ist, immer beliebt war und viele Freunde hatte und alles in seinem Leben wie geplant lief.


Snapes Eltern stritten sich andauernd, Tobias schlug meine ich Eileen und beliebt war Snape in der Schule nie wegen James und Sirius.

24

Samstag, 28. September 2019, 12:07

Ich kann mir kaum vorstellen, dass Snape einen psychischen Schaden davongetragen hat, nachdem er in so einer glücklichen Familie großgeworden ist, immer beliebt war und viele Freunde hatte und alles in seinem Leben wie geplant lief.
Snapes Eltern stritten sich andauernd, Tobias schlug meine ich Eileen und beliebt war Snape in der Schule nie wegen James und Sirius.
Psst, Merlin1, ich glaube, Hähnchen wollte da sarkastisch sein. :)

25

Samstag, 28. September 2019, 12:52

Ahh Entschuldigung, ist mir nicht aufgefallen --mellow--

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26

Samstag, 28. September 2019, 17:37

Ich kann mir kaum vorstellen, dass Snape einen psychischen Schaden davongetragen hat, nachdem er in so einer glücklichen Familie großgeworden ist, immer beliebt war und viele Freunde hatte und alles in seinem Leben wie geplant lief.


Snapes Eltern stritten sich andauernd, Tobias schlug meine ich Eileen und beliebt war Snape in der Schule nie wegen James und Sirius.

Ich wusste von James und Sirius, aber nichts über den familiären Hintergrund von Snape.
Ich kann mich nicht erinnern, dass es in den Büchern oder Filmen vorkam und darüberhinaus, muss ich zu meiner Schande gestehen, habe ich mich nie mit den Figuren beschäftigt.
Es war für mich also nur eine Vermutung.
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Vincent Delacroix

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Samstag, 28. September 2019, 18:20

In den Büchern wir während der Okklumentikstunden ein Erinnerungsfetzen von Snape erwähnt, in dem seine Eltern sich streiten. Seine abgetragene und zusammengewürfelte Kleidung als Kind lässt auf Armut schließen, Petunia weiß, dass die Snapes einen schlechten Ruf haben. Also schon Hinweise auf eine nicht allzu schöne Kindheit, aber was im Hause Snape sonst noch passiert oder nicht passiert ist, bleibt im Reich der Vermutungen.
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Samstag, 28. September 2019, 18:58

Petunias Urteil ist da vielleicht nicht ganz so aussagekräftig. Gibt es überhaupt eine Familie mit Zauberern, die nicht allein deswegen schon einen schlecht Eindruck bei ihr machen?
Und ein Streit in der Erinnerung heißt ja noch nicht, dass sie in Snapes Kindheit dauernd gestritten haben. Schließlich wird in jeder Familie ab und an gestritten.
Ich habe aus diesen zwei Hinweisen jetzt noch nicht auf eine höllische Kindheit geschlossen, aber wie gesagt kenne ich die Interviews und andere Ausführungen dazu nicht.
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29

Samstag, 28. September 2019, 19:00

In Snapes Erinnerungen in Band 7 fragt Lily Snape, ob seine Eltern noch streiten.

"Wie steht es bei dir zu Hause?", fragte Lily.
Eine kleine Falte bildete sich zwischen seinen (Snapes) Augen.
"Gut", sagte er.
"Sie streiten nicht mehr?"
" O doch, sie streiten", sagte Snape. Er hob eine Faust voll Blätter auf und begann sie zu zerreißen, offenbar ganz in Gedanken verloren. "Aber es wird nicht mehr allzu lange dauern, dann bin ich weg".
"Mag dein Dad denn keine Zauberei?"
"Er mag nichts besonders gern", sagte Snape.


(Band 7, Seite 675)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (28. September 2019, 19:52)


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Samstag, 28. September 2019, 19:59

Ja schon, das ist alles kein Beweis dafür, dass Snape als Kind von seinen Eltern keine Zuneigung bekam - aber eben doch Umstände, die nicht spurlos an einem vorübergehen. Und durch seine Zeit in Hogwarts wird er sich noch zusätzlich von ihnen entfremdet haben. Sein einziger Anker in beiden "Welten" war Lily, aber die hat er ja mit 15 ein für alle mal vergrault. Das wird wohl der Auslöser für so viel Selbsthass gewesen sein, dass er niemanden mehr an sich ranlassen wollte - wenn er schon seine beste Kindheitsfreundin verschreckt bleibt wenig Mut, dass er eine Bindung zu anderen Menschen aufbauen kann.
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31

Samstag, 28. September 2019, 20:52

Ich fand seine "Beziehung" zu Narzissa immer interessant, sie schien so etwas wie eine beste Freundin für Snape gewesen zu sein - oder sie wäre es gewesen.

Ja, es gibt nur eine Szene die wir kennen, in der Snape mit Narzissa spricht - Spinners End-, aber dort kam es jedenfalls mir so vor, als ob es zwischen Narzissa und Snape ein engeres Band gab als es vermutet werden konnte.

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Samstag, 28. September 2019, 21:15

Ja, war eine recht interessante Stelle - sie taucht einfach so vor seiner Tür auf und es scheint ihm nicht viel auszumachen - das bedeutet für einen Severus Snape ja schon einiges. Schleimerei war es eher nicht, denn Bellatrix hat er weniger herzlich empfangen.
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Samstag, 28. September 2019, 21:23

Gibt es von Snape und Narzissa schon Shippings?

Wenn nicht, würde ich gerne Sevzissa oder Narverus eröffnen - ich könnte sie mir gut als Paar vorstellen.

Sevzissa/Narverus hat immerhin ein Fundament, nicht so wie Dramoine.

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Samstag, 28. September 2019, 22:05

Natürlich gibt es die, aber wie 95% aller Shippings ist auch dieses kaum ernst zu nehmen :D Auf der einen Seite Snape, der nicht viel für menschliche Nähe übrig hat, und dann eben Narzissa - man weiß ja nicht, wie Lucius als Ehemann ist, aber ein Kotzbrocken sollte ihr genügen, da braucht es nicht noch einen kinderhassenden Zyniker :D
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Samstag, 28. September 2019, 22:30

Ok ich nehme meinen Vorschlag zurück, du hast mich überzeugt --biggrin--

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Samstag, 28. September 2019, 22:34

Och naja, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt - man müsste den beiden nur auf kreative Art und Weise Seiten ihrer Persönlichkeit andichten, die in den Büchern nicht vorhanden sind. Aber es ist ziemlich schwierig sich vorzustellen, was Narzissa in Snape sehen könnte, wo sie doch den hochperfektionierten Lucius hat :D Mal angenommen, Lucius ist ihr gegenüber auch so ein kalter Fisch, ein versnobter Langweiler... Snape wäre halt keine bessere Wahl. Langweilig wäre er nicht unbedingt, aber griesgrämig .
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37

Sonntag, 29. September 2019, 12:21

Petunias Urteil ist da vielleicht nicht ganz so aussagekräftig. Gibt es überhaupt eine Familie mit Zauberern, die nicht allein deswegen schon einen schlecht Eindruck bei ihr machen?
Nun, in der Erinnerungsszene, die Vincent Delacroix da schildert, wusste Petunia doch noch gar nicht, dass Snape wirklich ein Zauberer ist. Oder dass es Zauberei wirklich gibt. Außerdem kann man bei den Snapes doch nicht von einer Zaubererfamilie reden. Snapes Vater war doch ein Muggel.
Und ein Streit in der Erinnerung heißt ja noch nicht, dass sie in Snapes Kindheit dauernd gestritten haben. Schließlich wird in jeder Familie ab und an gestritten.
Ja, schon wahr. Aber das ist auktoriale Intention: Rowling kann uns nicht jede einzelne Szene zeigen, in der sich Snapes Eltern gestritten haben, denn das würde zu lange dauern. Sie zeigt uns eine einzige Szene. Aber sie wählt klar eine Szene in der sich seine Eltern streiten (eigentlich ist streiten da das falsche Wort, wenn ich so darüber nachdenke. Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, wurde das weniger als ein normaler Streit und eher als Snapes Vater der Snapes Mutter fertig macht beschrieben) und das macht sie, um beim Leser sofort den Eindruck zu erwecken, dass Snape aus einem zerrütteten Elternhaus stammt.

Ja, es gibt nur eine Szene die wir kennen, in der Snape mit Narzissa spricht - Spinners End-, aber dort kam es jedenfalls mir so vor, als ob es zwischen Narzissa und Snape ein engeres Band gab als es vermutet werden konnte.

Ich fand diese Szene auch sehr interessant, aber ich habe da niemals reingelesen, dass Snape und Narzissa ein engeres Band miteinander hätten. Es stimmt schon, dass er sie höflicher behandelt als Bellatrix, aber das habe ich so interpretiert, dass Bellatrix einfach so radikal in ihrer Haltung zu Voldemort ist, dass sie jeden antagonisiert, der Voldemort vielleicht so nahe steht, wie sie und Snape war - obwohl Voldemort ihn wohl immer ein bisschen mistraute - einer der wichtigsten Diener von Voldemort. Bellatrix war neidisch darauf und mistraute Snape, weil er nie für seine Taten im ersten Krieg büßen musste, wie sie selbst. Und Snape spielt ganz einfach da hinein, indem er sie auch nicht besonders nett behandelt. Er ist doch oft so, dass er seine Abneigung durch Distanz und passiv-aggressives Verhalten zeigt. Also meiner Meinung nach, behandelt er Narzissa nicht nett, er ist nur neutral ihr gegenüber. Und sein Verhalten gegenüber Bellatrix lässt es einfach nur ein bisschen besser aussehen.
Und warum Snape die beiden nicht einfach abweist... Nunja, Narzissa ist keine offizielle Todesserin, steckt aber in den Machenschaften der Todesser drin. Wenn sie sich an Snape wendet um Rat oder Hilfe zu suchen, könnte Snape sie als eine schwache Stelle ausnutzen, was ja in seinem Interesse als Doppelagent wäre.

Wenn nicht, würde ich gerne Sevzissa oder Narverus eröffnen - ich könnte sie mir gut als Paar vorstellen.

An dem Namen würde ich noch arbeiten, aber ich finde die Idee lustig. Aber hauptsächlich, wenn Snape dann Dracos Stiefvater wäre und die beiden sich wirklich hassen lernen, nachdem er so lange Zeit sein Lieblingsschüler war und sich so lange Zeit bei ihm eingeschleimt hat. :)