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JaimeeWhite

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741

Montag, 7. März 2016, 18:35

Man wird ja nicht einfach obdachlos, dafür ist die Sozialhilfe doch zuständig. Es muss keiner auf der Strasse leben, dafür ist ohnehin schon gesorgt.

Die Frage stellt sich halt auch: wenn jeder ab 18 Jahren direkt 2500.- bekommt (und das ist in dem Alter ja schon sehr sehr viel, ich habe erst mit 21 Jahren, also nach meinem Studium, verdient und vorher nichts), sind die Jungen in dem Alter dann bereit, eine Ausbildung oder ein Studium oder was weiss ich zu machen, wenn sie so viel Geld bekommen? Finde es halt immer auch noch einen grossen Unterschied, ob man als Teenie sowas kriegt oder als erwachsene Person, die evtl. noch Kinder hat und diese durchfüttern muss.

Ausserdem: stellt euch eine alleinerziehende Mutter vor. Die kriegt nun 2500.-, muss damit aber die Miete bezahlen (wenn sie z.B. zwei Kinder hat, kann sie nicht in einer 1-Zimmer-Wohnung wohnen), plus alle anderen Kosten, die auf sie zu kommen. Das heisst, sie braucht nebst dem Grundbedarf noch mehr Geld (von der Sozialhilfe), die es aber in diesem Fall nicht mehr geben würde. Und das ist halt unmöglich - zumindest aus meiner Sicht. Man kann nicht einfach pauschal sagen "hier hast du den Grundbedarf, ob du damit klar kommst oder nicht, ob du noch Kinder hast oder was weiss ich, scheiss egal, ist dein Problem". Dann sind wir letztendlich nur noch Maschinen. Das ist ja wie vor Gericht, da ist man auch Täterorientiert und nicht Straforientiert. Unter anderem deswegen gab es so ein grosses Geschrei um die Ausschaffungs- resp. Durchsetzungsinitiative, wo Leute dann einfach ausgeschafft werden, ohne den einzelnen Fall zu betrachten. Und genau so ist es auch in der Sozialhilfe.
I belong in Gryffindor,
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Our daring, nerve and chivalry
Set us Gryffindors apart.

Tapferkeit und Mut,
Gehörn zu unsrem Gut,
Immer füreinander da,
Alle Tage, jedes Jahr!

Wir wissen es, wir sind nicht viel,
Dennoch sind wir nah am Ziel,
Und werden es erreichen, garantiert,
Da auch Stärke unser Wappen ziert!


by JaimeeWhite ^^

planternol

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742

Freitag, 31. August 2018, 11:01

Diskussion um EU-weite Abschaffung der Sommerzeit

Kommen wir nun zu einem Thema, das für mich recht emotional ist. Mich würde natürlich auch interessieren, was ihr dazu denkt.

Es hilft ungemein, sich klar zu machen, dass die Erde sich einfach munter weiterdreht und dass das letztlich nur eine Frage der Organisation der Menschen und halt der Gewohnheit ist. Warum nicht einfach überall auf der Welt die UTC (Universal Standard Time, neudeutsch für die Greenwich-Zeit) einführen, auf den Nullmerian hat man sich schließlich bereits 1884 geeignigt, übrigens zu Hochzeiten des Britischen Empire. Dann beginnt die Schule in New York halt um 13:00 Uhr und in Deutschland um 07:00. Als Anhänger der Globalisierung würde ich das favorisieren, wenn ja wenn es dabei gelingt, den Menschen die Flexibilität zu wahren, die eben individuelle Bedürfnisse erzeugen.

"Sommerzeit"... eine sinnvolle Sache, fand ich schon immer. Was bringt es, wenn im Sommer um 3:50 die Sonne aufgeht, man aber sowieso noch einige Stunden schlafen will. Dann doch lieber abends eine Stunde länger hell, zum Schwimmen, draußen sitzen oder was sonst den Sommer so angenehm macht.
2018 habe ich es allerdings schon leicht verdammt: vor 00:00 Uhr kommt man selten zum Schlafen, weil es einfach wochenlang noch lange abends derart heiß war.

Sommerzeit aber auch im Winter? Das lehne ich klar ab! Wenn der Sonnenaufgang im Dezember/Januar erst zwischen 09:00 und 10:00 wäre statt zwischen 08:00 und 09:00, würde das heißen, in tiefster Nacht aufzustehen (immer Tages-Arbeitszeiten voraus gesetzt natürlich!), und das ist etwas, was ich absolut nicht leiden kann. Würde ich gern früh aufstehn, wär ich Bäcker geworden!

Für mich als "Eule" ist die derzeitige Regelung mit der Zeitumstellung eindeutig die beste, weil es eine halbjährliche Anpassung zur bestmöglichen Ausnutzung der Lichtverhältnisse ist.
Deswegen gehörte ich auch zu der Minderheit, die bei der EU-Umfrage für die Beibehaltung gestimmt haben.

Aber es sprechen auch allgemeine Gründe (nicht nur egoistische) gegen die "Ewige Sommerzeit":
Die Sommerzeit wurde 1980 eingeführt, um Energie zu sparen. Abends im Sommer braucht man weniger Beleuchtung, morgens nützt einem Sonnenlicht nichts, so der Gedanke.
Ist aber natürlich längst nicht mehr aktuell: Beleuchtung hat nur einen marginalen Anteil am Energieverbrauch, vor allem im Zeitalter der LEDs (auch wieder eigenes Thema, ich finde die Verbreitung ja furchtbar, weil nur jeder meint, er könnte mit Beleuchtung herumasen, und die allgemeine Lichtverschmutzung ist schlimmer als sie jemals war).
Dagegen hat man nach 1980 festgestellt, dass die Heizkosten in Frühjahr und Herbst merklich steigen, weil die Leute morgens früh rausmüssen, also quasi zur kältesten Zeit des Tages.
Das Problem würde mit der "Ewigen Sommerzeit" maßgeblich verstärkt, denke ich.

Man schaue nur nach Russland: Die haben sich vor ein paar Jahren unter Medwedjev auch auf "Ewige Sommerzeit" verständigt, nur um die zwei Jahre später wieder zurückzunehmen, weil Putin es auch nicht leiden kann, in russischen Wintern so früh aufzustehen. Seitdem herrscht in Russland ewiger Winter. Kann mir gut vorstellen, dass viele Russen sich wieder Zeitumstellung wünschen würden.

Aber wie gesagt, maßgeblich für das individuelle Wohlbefinden ist nicht was die Uhr zeigt, sondern entscheidend ist, was das Umfeld bzw. der Arbeitgeber einem abverlangt. Wenn es in Deutschland mal zur ewigen Sommerzeit kommt, hätte ich vielleicht Chancen, auf Antrag meine "Kernzeit" von 09:00 auf 10:00 verlegen zu lassen. Nur doof, wenn man dann irgendwann Kinder hat, die um 08:00 Uhr in der Schule sein müssen...

Der Blutige Baron

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743

Freitag, 31. August 2018, 11:18

1. GMT und UTC sind nicht dasselbe!
2. Es gibt keine Winterzeit, sondern nur eine Normalzeit und eine Sommerzeit. Die Verwendung von "Winterzeit" erzeugt beim Großteil der Bevölkerung bereits Assoziationen, die das Meinungsbild natürlich verändern (Winter => kalt, nass => schlecht, Sommer => Baden, heiß => gut)
3. Die Zeitumstellung ist m.E. nicht mehr zu begründen. Die Einführungsgründe sind längst überholt, also weg damit! Welche Zeit behalten wir? Die Normalzeit! Warum? Weil sie am ehesten an die Sonnenzeit herankommt (12 Uhr = Höchststand der Sonne) und damit natürlicher ist. Die Menschheit hat sich über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende an der Sonne orientiert. Warum sollte man das nicht beibehalten, sonder zu Gunsten eine "künstlich" geschaffenen Abweichung ändern?
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Grashüpfer

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744

Freitag, 31. August 2018, 12:14

Ich bin der Meinung vom Baron, nur dass es mir relativ wurscht ist, ob sie Sommerzeit oder Normalzeit lassen, Hauptsache man lässt es die ganze Zeit ohne Umstellerei.
Man steht im Winter eh immer im Dunkeln auf, egal welche Zeitform, weil es um 6 Uhr morgens halt dunkel ist im Winter und um sieben Uhr morgens ist es meistens auch dunkel.
Die wenigsten Menschen wollen Abends im Sommer um zehn noch draußen aktiv sein. Dass man das Wirtschaftssystem und die biologische Uhr aller, wegen denen paar die es wollen, jedes Jahr belastet, seh ich nicht ein.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

planternol

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745

Freitag, 31. August 2018, 12:16

1. GMT und UTC sind nicht dasselbe!

Ich kenne mich mit Atomphysik nicht ganz so detailliert aus, aber für die praktische Astronomie machen die Sekundenbruchteile Unterschied ja wenig aus, für die Diskussion, um die es hier geht, schon mal gar nicht. Will heißen: Nicht das selbe, aber gleichwertig im Sinne dessen dass sich die Menschheit darauf verständigen könnte.

Zitat

2. Es gibt keine Winterzeit, sondern nur eine Normalzeit und eine Sommerzeit. Die Verwendung von "Winterzeit" erzeugt beim Großteil der Bevölkerung bereits Assoziationen, die das Meinungsbild natürlich verändern (Winter => kalt, nass => schlecht, Sommer => Baden, heiß => gut)

Deswegen habe ich ja bewusst nichts von "Winterzeit" geschrieben. Aber "Normalzeit" ist genauso irreführend, weil das eine "natürliche"/"naturgetreue" Regelung assoziiert, und eine Abweichung davon "unnatürlich" wäre. Das stimmt aber nicht, Erklärung siehe Punkt 3.

Zitat

3. Die Zeitumstellung ist m.E. nicht mehr zu begründen. Die Einführungsgründe sind längst überholt, also weg damit! Welche Zeit behalten wir? Die Normalzeit! Warum? Weil sie am ehesten an die Sonnenzeit herankommt (12 Uhr = Höchststand der Sonne) und damit natürlicher ist. Die Menschheit hat sich über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende an der Sonne orientiert. Warum sollte man das nicht beibehalten, sonder zu Gunsten eine "künstlich" geschaffenen Abweichung ändern?

...Die künstliche Umstellung hat man bereits im 19. Jahrhundert vorgenommen, indem man Zeitzonen eingeführt hat. Grund war die Einführung der Eisenbahn, wo es absolut unpraktisch war, wenn jeder Abfahrtsplan nach lokaler Ortszeit funktionierte. Die MEZ ist eigentlich ein Görlitzer Diktat, weil wir uns nach dem durchschnittlichen(!!!) Sonnenhöchststand auf 15° Ost richten.
Letztlich ist das nur Gewohnheit. Spanien und Frankreich z.B. sind noch weiter vom 15° Ost entfernt und haben trotzdem MEZ bzw. MESZ. Abgesehen von der Tradition gibt es keinen Grund, warum der durchschnittliche Zenitstand der Sonne um 12:00 Uhr erreicht werden müsste.

ABER: DIe Spanier haben ihr Leben auch entsprechend ausgerichtet: Spätes Aufstehen, Siesta, Partys jeden Abend (also ich nehme jetzt mal meine studentischen Bekannten als Beispiel^^)

planternol

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746

Freitag, 31. August 2018, 12:59

Ich bin der Meinung vom Baron, nur dass es mir relativ wurscht ist, ob sie Sommerzeit oder Normalzeit lassen, Hauptsache man lässt es die ganze Zeit ohne Umstellerei.
Man steht im Winter eh immer im Dunkeln auf, egal welche Zeitform, weil es um 6 Uhr morgens halt dunkel ist im Winter und um sieben Uhr morgens ist es meistens auch dunkel.
Die wenigsten Menschen wollen Abends im Sommer um zehn noch draußen aktiv sein. Dass man das Wirtschaftssystem und die biologische Uhr aller, wegen denen paar die es wollen, jedes Jahr belastet, seh ich nicht ein.

Jah, die biologische Uhr. Worin besteht denn die Belastung? Vermutlich nicht darin, dass man Uhrzeiger verstellt, bei den wenigen Uhren, die das nicht automatisch tun.

Fändest du es wirklich weniger belastend, wenn du jeden Tag des Jahres zur gleichen Uhrzeit (laut Zonenzeit) aufstehst, obwohl Licht- und Temperaturverhältnisse logischerweise jahreszeitlich völlig unterschiedlich sind?
Ich jedenfalls fände es wesentlich angenehmer, sich den entsprechenden Verhältnissen bestmöglich anzupassen.
Ein Beispiel: Als ich vor drei Jahren Co-Bauleiter auf einer Baustelle in Luxemburg war, haben wir den Arbeitsbeginn von 06:00 Uhr kurzerhand auf 04:00 Uhr verlegt, als eine Periode starker Hitze begann (Hotelzimmer waren klimatisiert und abdunkelbar, aber auf der Baustelle wäre man ab Mittag der vollsten Hitze ausgesetzt). Fand jeder sinnvoll und war besser als dann ab 14:00 sich zu fühlen wie auf dem Grill.

Stell dir vor, wir hätten keine offizielle Sommerzeit mehr, aber dein Arbeitgeber würde auf Wunsch der Mehrheit der Belegschaft (und Rücksicht auf Sommerhitze) im Sommer den Arbeitsbeginn um eine Stunde vorverlegen. Gute Idee, oder? Nur blöd, wenn das Kind trotzdem nicht früher zur Schule muss oder dein Bus dich dann noch nicht zur Arbeit fährt.
Dann doch lieber ein halbes Jahr Sommerzeit für alle!


P.S.: Das ist hier übrigens der Klassiker, warum Doppelpostings manchmal sinnvoll sind: Antworten auf zwei Personen, die aber unterschiedliche Arguemente erfordern.

Grashüpfer

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747

Freitag, 31. August 2018, 13:21


Fändest du es wirklich weniger belastend, wenn du jeden Tag des Jahres zur gleichen Uhrzeit (laut Zonenzeit) aufstehst, obwohl Licht- und Temperaturverhältnisse logischerweise jahreszeitlich völlig unterschiedlich sind?

ja, ich fände es weniger belastend
Die Lichtverhältnisse verändern sich doch nicht schlagartig, sondern ganz langsam, so langsam, dass ich mich immer gut anpassen kann. Ich weiß, es wird jeden Tag 5 Min eher dunkel und 5 Min später hell, wenn Herbst wird. Das gewöhnt sich mein Körper daran, weil es jeden Tag ein bisschen stattfindet und ich immer um 6 Uhr aufstehe. Mein Körper weiß, dass ich um 6 Uhr aufstehn muss und wird immer schon ein paar Minuten vorm Wecker wach.
Die Zeitumstellung im Herbst geht aber nicht allmählich. Plötzlich ist es nicht mehr um17 Uhr dunkel sondern um 16 Uhr. Diese schlagartige Umgewöhnung schafft mein Körper eben nicht zu schnell. Ich wach dann auch icht mehr von selber auf, bzw dauert es einige Monate bis ich es wieder tue.
Man reißt die Kinder aus ihrem Schlafrhythmus, Leute bleiben einmal im Jahr völlig sinnlos eine Stunde in einem stehenden Zug sitzen, Kühe schreien eine Stunde früher, weil sie gemolken werden wollen, all das für ein bisschen mehr Freizeitlicht an einem Sommerabend?
Ich finde, das rechtfertigt den Aufwand nicht. Und ich kenne auch keinen AG der eine Stunde früher anfängt, weils heiß ist im Sommer. Das würde die Produktionsabläufe und Öffnungszeiten durcheinander bringen
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Der Blutige Baron

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Freitag, 31. August 2018, 14:02

@Planternol:

Zu 1.: Hier ist der Unterschied der "klassischen" GMT (also das was du in deinem Beitrag beschrieben hast) und der UTC sehr gut erklärt: https://www.timeanddate.de/zeitzonen/utc-gmt-unterschied

Zu 2.: Normalzeit ist nicht irreführend. Denn "normal" heißt keineswegs "natürlich" oder "naturgetreu" (wobei das die Normalzeit, die eben genauer die natürliche Sonnenzeit abbildet als die Winterzeit auch wäre) sondern eben nur der Norm entsprechend, jener Norm, auf die man sich einst verständigte.

Zu 3.: Jein. Was man im 19. Jahrhundert machte war keine "künstliche Umstellung" im eigentlichen Sinn, man wich lediglich von der exakten wahren Ortszeit (und Sonnenzeit) ab und verständigte sich auf breitere Gebiete in denen eine mittlere Sonnenzeit gilt (die Zeitzonen). Und auch hier sieht man es wieder, wie schon die seit Jahrtausenden war es die Sonnenzeit, die relevant war!

Klar, haben wir nun auch nur eine mittlere Sonnenzeit und die weicht von der tatsächlichen Sonnenzeit/wahren Ortszeit massiv teilweise ab. Aber eben bei der Normalzeit nicht so enorm, wie bei der Sommerzeit. Im Übrigen noch ein Wort zu Spanien, Belgien, den Niederlanden und Frankreich: Dass die in unserer Zeitzone liegen und nicht in der britischen Zeitzone hat einen einfachen Grund. In Spanien verfügte das Franco wegen seiner Nähe zu Deutschland/Italien und die Niederlande, Belgien und Frankreich haben "unsere" Zeitzone, weil "wir" sie ihnen aufgezwungen haben während der Besetzung dieser Länder.

Wenn wir uns schon auf eine Zeiteinteilung verständigen, dann sollte das m.E. eine sein, die sich an irgendetwas natürlichem orientiert und die nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Da sich auf der Erde quasi alles was mit Zeiteinteilung zu tun hat nach den Gestirnen im Allgemeinen und unserem Zentralgestirn "Sonne" im Speziellen richtet sollte dies auch bei der Zeit der Fall sein m.M.n.

Im Übrigen hätte ich auch nix dagegen wenn man sich auf die Sonnenzeit irgendeines Ortes als echte Koordinierte Weltzeit einigt. Also so wie du es vorgeschlagen hast, dass es überall auf der Welt zu jedem Zeitpunkt die gleiche Uhrzeit hat. Dürfte nur ziemlich schwer durchsetzbar sein, wenn schon so viele im Ausmaß kleinere Themen aber in der Wichtigkeit höher anzusiedelnde Themen nur schwerlich lösen lassen...
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

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