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Vincent Delacroix

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121

Mittwoch, 11. Juli 2018, 04:50

Merkel muss dem irren Seehofer, wenn er schon ums verrecken nicht abtreten will, diesen "Lassen wir doch einfach Menschen im Mittelmeer ertrinken"-Wind aus den Segeln nehmen. Dann wären wir zumindest schon wieder einen Schritt weiter in Sachen "Eine Regierung, mit der ich beruhigt schlafen kann". Mit Besorgnis beobachte ich auch die steigenden Sonntagsumfragen-Werte für die AfD in diversen Bundesländern, und was die "besorgten Bürger" sich an eben jenen Orten so in aller Öffentlichkeit rausnehmen. Sowohl auf der Straße als auch in Social Media. Vor 3-4 Jahren habe ich über den "Rechtsruck", die AfD und die PEGIDA noch lachen können, weil ich davon überzeugt war, dass da nur warme Luft raufbeschworen wurde und das alles innerhalb eines Jahres wieder verschwindet. Aber die geistige Brandstiftung hat funktioniert, wie es scheint. Was da für Gestalten - beziehungsweise ihre Wahlhelfer und Unterstützer - guten Gewissens durch den Bundestag spazieren können, ist übelkeitserregend.
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Mittwoch, 11. Juli 2018, 11:14

Es gibt doch den Spruch "Angst essen Seele auf"; manchmal glaube ich "Angst essen Verstand auf" müsste es in gewissen Zusammenhängen heißen.

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Vincent Delacroix

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123

Donnerstag, 12. Juli 2018, 02:51

Es gibt doch den Spruch "Angst essen Seele auf"; manchmal glaube ich "Angst essen Verstand auf" müsste es in gewissen Zusammenhängen heißen.


Ganz genau. Auch die NSDAP hat damals mit den Ängsten der Leute gespielt - oder besser gesagt, Ängste heraufbeschworen. Was dann passiert ist, wissen wir wohl alle. Und es ist mittlerweile schon wieder verflucht nahe dran. Man könnte jetzt zwar sagen "Aber in unserem Zeitalter können die Leute sich informieren, sie müssten es besser wissen!", aber leider kenne ich solche Fälle - Leute, die rechten Bündnissen oder Parteien nachpappern, WOLLEN es nicht besser wissen. Die sitzen einfach stur auf ihrem Sofa und sind davon überzeugt, dass die blaubraune Suppe, die man ihnen einflößt, tatsächlich schmeckt.
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Der Blutige Baron

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Donnerstag, 12. Juli 2018, 03:46

Naja. Ganz ehrlich, natürlich sind die Leute, die der AfD nachplappern ein Problem, nur wird es solche Leute immer geben. Außerdem finde ich den NSDAP-Vergleich ziemlich unpassend, wenn man sich mal ansieht, wieviele Mitglieder und Prozentpunkte bei Wahlen die NSDAP damals und die AfD heute hat. Das sind - zum Glück! - gänzlich andere Dimensionen. Vor Allem bringt es auch gar nichts die Nazi-Keule auszupacken, denn damit wirst du beim AfD-Klientel ohnehin auf taube Ohren stoßen. Was gebraucht wird sind Leute, die sich dem braunen Mob argumentativ in den Weg stellen und natürlich auch Politiker, die ernsthaft an Lösungen dran sind und Politik für die Menschen und nicht für den eigenen Machterhalt machen. Denn daran mangelt es im Moment am meisten, wenn man sich mal diesen ganzen Mist rund um Horst Seehofer ansieht. Die CDU scheint ja wenigstens noch gewillt mit der CSU zu streiten, die SPD steht daneben und macht den Abnicker für alles was die Unionsparteien wollen. Und warum? Weil Match geiler ist als Prinzipien...
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Donnerstag, 12. Juli 2018, 07:00

die SPD steht daneben und macht den Abnicker für alles was die Unionsparteien wollen. Und warum? Weil Match geiler ist als Prinzipien...

Der SPD sind ihre Prinzipien im Wandel der Zeiten verloren gegangen.
Sie hatte bis vor der Wahl immer noch im Kopf, die Partei der kleinen Arbeiter zu sein, "Wir kämpfen mit der Gewerkschaft für den Kohlekumpel"
Es gibt nur "den kleinen Arbeiter" kaum noch.
Die Welt ist viel komplizierter geworden als Kapital hier und ausgebeuteter Arbeiter dort.
Leider hat die SPD das total verschlafen. Jetzt steht sie da mit Prinzipien aus 1950 und findet das passende Klientel dazu nicht mehr.
Kein Wunder, dass sie nicken, sie hätten nichts Wesentliches zu sagen.
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Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:20

Die Welt ist viel komplizierter geworden als Kapital hier und ausgebeuteter Arbeiter dort.

Eben darin sehe ich auch das Problem. Die Komplexität der Welt und wie sie funktioniert, ist für einen einzelnen kaum noch zu verstehen. Daher liegt es in der Natur des Menschen Sachverhalte zu vereinfachen. Einfache Botschaften in einfacher Sprache sind leichter aufzunehmen als sich wirklich intensiv mit der Thematik auseinander zu setzen. Das erklärt, meiner Meinung nach, warum Politiker wie Trump und Erdogan durchaus erfolgreich sind. Anders gesagt, wenn man weiß, wer der "Feind" ist, hat der Tag Struktur.

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Freitag, 7. Dezember 2018, 19:58

Es gibt wieder interessante Neuigkeiten aus der Politik:

Seit heute ist Angela Merkel nicht mehr die CDU-Vorsitzende. Annegret Kramp-Karrenbauer übernimmt ab sofort diese Aufgabe.

Eure Meinung dazu? Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch unentschlossen bin. Möchte erstmal abwarten, wie sie sich in dem Amt macht. Manche Leute verurteilen die Wahl von Frau Kramp-Karrenbauer auf das Schärfste. Ich hab mich mal ein bisschen durchs Netz gelesen und finde fast nur Hate und Hassreden. Egal, wo man hinsieht. Nur die wenigsten würdigen die geleistete Arbeit von Frau Merkel. Werde unten Kommentare zum Thema aufführen.

Meinungen zur Wahl von Frau Karrenbauer:

- Herzlichen Glückwunsch. Aber mit der Kanzlerschaft in 2 Jahren wirds nix. Die CDU geht jetzt - vielleicht noch rascher - den Merkel Weg. Die Merzianer - also deren wähler - werden sich nun Richtung AfD und FDP aufmachen.
- Das gibt Merkel 2.0! Eine weitere Phase des politischen Stillstands.
- Also bleibt alles wie es ist. Besser hätte es für die AFD nicht laufen können. Liebe CDU, Chance vertan.........

Das waren lediglich drei Beispiele. Es gibt viele weitere und auch deutlich schärfere Töne. Das wollte ich euch aber nicht zumuten. Ist der ganze Hate gegen sie in Ordnung, oder nicht?
Manche wollen sich anscheinend gar nicht auf die neue Vorsitzende einlassen und kritisieren sie direkt. Ob das der richtige Weg ist, ich weiß nicht.

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Freitag, 7. Dezember 2018, 20:10

Genau diesen Ausdruck hab ich vorhin auch benutzt: Merkel 2.0
Ich finde AKK nicht gut, denn sie wird nicht viel ändern in der CDU.
Komischerweise mag ich viele Frauen in der Politik nicht besonders: Von-der-Leyen, Nahles, Ilse Aigner...kann ich nicht leiden.
AKK reiht sich da wunderbar ein.
Andererseits waren die anderen beiden nicht besser. Spahn ist Inkompetenz in Personalform und Merz ein Rückschritt ins Mittelalter. Ich hätte lieber jemand ganz anderen gesehen. Andererseits, was kann man erwarten? Merkel hat jahrelang jeden möglichen Nachfolger mit Wurzel ausgerupft
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129

Freitag, 7. Dezember 2018, 20:28

Ich fand die Aussagen, die KK vorher zur Homoehe losgelassen hat, ziemlich daneben. Das ist allerdings bei der politischen Ausrichtung der CDU auch nicht weiter verwunderlich^^ Ich denke, sie ist, so wie Merkel, eine kluge Frau, die weiß, was sie will. Zumindest hatte ich bisher den Eindruck. Für die Konservstiven ist sie sicherlich eine gute Wahl. Sie wird zwar wahrscheinlich nicht viel verändern, aber ich trau ihr zu, dass sie ihre Sache gut macht.

Dass im Internet nicht viel Gutes über Merkel zu lesen ist, wundert mich nicht. Die meisten Menschen, die im Internet solche Dinge kommentieren, haben keine besonders differenzierten Meinungen. Merkel hat sicherlich auch einige schlechte Entscheidungen getroffen und ich bin insgesamt kein Fan der CDU, aber ich denke, dass Merkel ihre Sache gut gemacht hat. Und sie hat sicher auch häufig Entscheidungen unter Umständen und mit Hintergrundinfos treffen müssen, die wir gar nicht erahnen können. Als Mensch fand ich sie immer ziemlich cool, ich würd mich voll gern mal mit ihr unterhalten :D

@Grashüpfer Ja, gerade Spahn raubt mir in letzter Zeit auch den letzten Nerv. Furchtbarer Typ!

@Potterfan Hate ist nie in Ordnung. Wenn man nicht dazu in der Lage ist, seine Probleme zu lösen und stattdessen über andere Menschen herziehen muss, die in den meisten Fällen wesentlich mehr für die Gesellschsft geleistet haben als die Schreiber der Hasskommentare, dann sollte man einfsch ruhig sein. Oder auch: Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, sollte man besser den Mund halten.
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planternol

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Freitag, 7. Dezember 2018, 21:56

Ich habe den Nachmittag auch vorm Ticker gefiebert und gehofft, dass es AKK wird. Es hat zum Glück geklappt.
Sie hat meiner Meinung auch am ehesten das Zeug dazu, den Laden zusammenzuhalten und die Kompromisse zu verhandeln, die das Land voran bringen.
Finde auch super, dass es in der CDU diesmal wirklich eine inhaltliche Debatte gab und die drei Kandidaten ihre Ideen vorstellten... das hat der CDU viele Jahre gefehlt (Stichwort Kanzlerwahlverein).
Merkel ist mir ohnehin ein Vorbild, weil die einfach nicht aus der Ruhe zu bringen war und immer total sachlich Kompromisse gesucht hat. International genießt sie hohes Ansehen, das habe ich z.B. auf meinem USA-Trip sehr gemerkt.
Viele haben vermisst, dass sie nicht gut Visionen(Ideen vermitteln konnte. Ich dagegen mag diesen unaufgeregten Stil sehr, gerade in einer Zeit, wo andernorts gern mal marktschreierische radikale Hypothesen verbreitet werden.

Die Meinung von AKK zur Homo-Ehe kann uns relativ egal sein... das Ding ist jetzt ja durch und wird sicher auch nicht mehr zurück gedreht. Das größte Ärgernis ist aber aus meiner Sicht, dass die CDO so pedantisch am Strafrechtsparagraphen 219a festhält (Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche). Dadurch machen sich Mediziner strafbar, wenn sie allein auf ihrer Website neutrale Informationen zu dem Thema anbieten (bzw. darauf hinweisen dass sie das machen).
Die SPD will das abschaffen, aber nachdem Kauder seine Zusage hat zurücknehmen müssen, hat Nahles nun ihren Leuten abgerungen, das Thema erst im Herbst abzuräumen. Nun eine der nächsten Aufgaben für AKK. Also entweder: Kompromiss mit der Union, oder das Thema wirklich im Bundestag zur Abstimmung bringen (mit Stimmen von SPD, Grüne, FDP und Linke wäre es ein Leichtes, die Mehrheit im Bundestag für die komplette Abschaffung zu organisieren). Das könnte die Berliner Koalition dann aber direkt zerbrechen lassen.

Dabei ist ansonsten ja wirklich genug zu tun. Umbau der Rentensystems, Energiewende, Modernisierung unserer Infrastruktur (Schiene, Straße, Internet, Mobilfunk)... es werden viele kleine und große Lösunge gesucht.

Merz hat kürzlich vorgeschlagen, steuerliche Anreize zu setzen, wenn man mittels Käufen von Aktienprodukten eine private Altersvorsorge aufbaut. Im Prinzip eine sehr alte Idee, aber wirklich interessant wird sie in der richtigen Ausgestaltung. Funktionieren wird das wohl nur, wenn man kleine und mittlere Einkommen irgendwie entlastet.


@Hüpfi: Was müsste sich denn in der CDU deiner Meinung nach ändern, dass sie dir gefällt?

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Freitag, 7. Dezember 2018, 22:07

Glaub nicht, dass das möglich wäre.
Ich wähle keine Partei, die das Christliche im Namen hat. Für mich gehört Religion nicht in die Politik. Religion sollte reine Privatsache sein.
Ich finde aber, die CDU sollte konservativer werden, damit sie den ihr angestammten Platz im Parteienspektrum abdecken kann. Jetzt kann kein Mensch die CDU von der SPD unterscheiden. In der großen Koalition ist alles ein Mischmasch und das tut den Parteien nicht gut. Früher war die CDU konservativ und die SPD eine Arbeiterpartei. Jetzt ist die CDU so nach links gerutscht, dass sie die SPD verdrängt und da die Arbeiter eh immer weniger werden, stirbt die SPD aus. Die CDU muss dann neben ihrer Stammwählerschaft (also die, die sie nicht noch verloren hat) auch noch die SPD-Lücke füllen und wird konturlos beliebig.

Merkel war die ersten Jahre gut. Ihre ruhige Art hat die Aufregung in der Politik ein wenig beruhigt.
Aber mit der Zeit zeigten sich auch die Nachteile davon. Wenn man zu allem schweigt, verliert man nicht nur die Kanten, man verliert an Kontur und wird schwammig.
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planternol

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Freitag, 7. Dezember 2018, 22:42

Naja, mit besonders christlichen Thesen ist die CDU zuletzt ja auch nicht gerade aufgefallen...^^
Und abgesehen davon hast du glaube ich die christliche Religion nicht verstanden. Es ist nicht so gemeint, das nur als Privatsache zwischen dir und Gott abzutun, sondern es ist sehr wohl geboten, die christlichen Werte wie Nächstenliebe, Teilen und Vergebung offen in die Welt zu tragen und danach zu leben.

Zitat

Ich finde aber, die CDU sollte konservativer werden, damit sie den ihr angestammten Platz im Parteienspektrum abdecken kann.
Abgesehen davon, dass sich die CDU immer schon als Partei der Mitte definiert hat... das finde ich genau nicht. Parteien sollten Lösungen anbieten und mehrheitsfähig machen, die für das Land gut sind und möglichst unterschiedliche Interessen und Wertvorstellungen berücksichtigen. Ich finde auch gut, dass die CDU mit den Grünen kolieren kann und zumindest auf Landesebene dabei auch schon gute Ergebnisse erzielt wurden... das wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »planternol« (7. Dezember 2018, 22:47)


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Freitag, 7. Dezember 2018, 23:38

Ich reihe mich bei denjenigen ein, die die CDU dank Merkel in den letzten Jahren in einem besseren Licht sehen konnten. Auf gewisse Debatten bezüglich ihrer Führungsqualitäten muss ich an dieser Stelle nun glaube ich nicht noch eingehen, das unqualifizierte, überemotionale Geqäuke von AfD, Pegida und wie sie alle heißen hat vieles grotesk verzerrt und Deutschland in einen permanenten Zustand des Zweifelns und der Uneinigkeit versetzt. Leider kann ich weder Kramp-Karrenbauer noch Spahn noch Merz zu diesem Zeitpunkt irgendetwas an Sympathie entgegenbringen, aber ich denke, KK war dann doch die bessere Wahl, die es auch schaffen kann, Deutschland auf einem - für den vernünftigen Teil der Bevökerung - guten Kurs zu halten. Jetzt haben wir ja erstmal ein paar Jahre um uns in der Praxis davon überzeugen zu können, wie gut sie der Politik als potenzielle Merkel-Nachfolgerin tun würde. Aber natürlich muss man auch das Augenmerk auf die mitregierenden Parteien richten, und da ist momentan so gar nicht dabei, was ich unterstützen könnte. Die sich selbstzerfleischende SPD, die sich zu einem rechten Flügel öffnenden Linken, die neoliberale FDP und die scheinheiligen Grünen mit ihren ewigen absurden Forderungen... Da muss in den nächsten drei Jahren noch ein wenig an einem perfekten Gegenkandidat oder zumindest einer fähigen Co-Regierung geschliffen werden. Dass ich die AfD hier gar nicht erst aufzähle, sollte verständlich sein. Nun, im Großen und Ganzen könnte das alles in den nächsten zwei Jahren spannend zu verfolgen sein. Aber ich bin irgendwie guter Dinge, dass es gelingt, die Reibungen der letzten Jahre entschärfen zu können und wenn alle am gleichen Strang ziehen wieder eine gestärkte Politik in Deutschland entstehen kann, abseits von Rechtsruck und agressiven Social Media-Trollen.
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Samstag, 8. Dezember 2018, 07:32

Sehe das wohl auch so, dass AKK das kleinste Übel ist. Den Merz - insbesondere mit seinen Tätigkeiten in den letzten 10 Jahren - wäre mit Hinblick auf Kanzlerschaft nicht besonders toll gewesen. Bin mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Hier im Saarland sind sie alle recht "aufgeregt" - das ist bisweilen sehr "niedlich". --biggrin--

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135

Samstag, 8. Dezember 2018, 08:27


Und abgesehen davon hast du glaube ich die christliche Religion nicht verstanden. Es ist nicht so gemeint, das nur als Privatsache zwischen dir und Gott abzutun, sondern es ist sehr wohl geboten, die christlichen Werte wie Nächstenliebe, Teilen und Vergebung offen in die Welt zu tragen und danach zu leben.

Ich habe schon verstanden, dass die christliche Religion diesen Anspruch gerne hätte, was nicht heißt, das ich das gut finde.
Teilen in gerechtem Maße kann ich ohne Religion sehr gut, ebenso nach humanen Werten leben. Dafür gibt es beispielsweise den kantschen Imperativ, der das meiner Meinung nach sehr viel besser löst, als 10 Gebote auf Steintafeln.
Religion kann gern ein Angebot sein, mir ist sie aber zu missionarisch. Die Leute sollten selbst entscheiden, was sie glauben wollen und es nicht seit Jahrhunderten aufgedrängt bekommen.
Und Vergebung ist etwas ganz persönlliches, ich entscheide, ob ich jemandem vergeben kann oder nicht. Auch da brauch ich keinen, der mir jeden Tag vorbetet, dass ich jetzt als Christ gefälligst zu vergeben habe.
Und sogar für Nächstenliebe brauche ich keinen christlichen Glauben, sondern nur ein positives Menschenbild und Empathie
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Samstag, 8. Dezember 2018, 13:34


Die Meinung von AKK zur Homo-Ehe kann uns relativ egal sein... das Ding ist jetzt ja durch und wird sicher auch nicht mehr zurück gedreht. Das größte Ärgernis ist aber aus meiner Sicht, dass die CDO so pedantisch am Strafrechtsparagraphen 219a festhält (Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche). Dadurch machen sich Mediziner strafbar, wenn sie allein auf ihrer Website neutrale Informationen zu dem Thema anbieten (bzw. darauf hinweisen dass sie das machen).


Ja, grundsätzlich hast du natürlich recht: Das Gesetz ist durch und sie wird das auch nicht mehr rückgängig machen können. Dennoch zeigt es ja ziemlich deutlich ihre Haltung, denn sie vergleicht die Homoehe mit Inzest und Polygamie. Ich halte im Allgemeinen nichts davon, wenn man andere Menschen aufgrund seiner persönlichen Überzeugung einschränkt. Soll heißen: Sie kann aus religiösen Gründen meinetwegen gern Homosexualität ablehnen, aber es gibt keinen neutralen Grund, warum eine freiwillige Beziegung zwischen zwei Erwachsenen Menschen, die sich lieben (und nicht miteiander eng verwandt sind), nicht in jedem Fall vom Staat gleich behandelt werden sollte.
Und sie macht ja genau das gleiche auch wieder beim Schwangerschaftsabbruch: Es mag aus christlicher Sicht sinnvoll sein, gegen Abtreibung zu sein. Die Frage, warum man deshalb andere Menschen, die mit dieser Überzeugung nichts am Hut haben, einschränken muss, stellt sich mir trotzdem. Da nehmen sich allerdings die Vertreter verschiedenster Weltanschauungen nicht besonders viel. Ich hoffe, dass diese unsägliche PAragraph in naher Zukunft noch entfernt wird.

Ich wähle keine Partei, die das Christliche im Namen hat. Für mich gehört Religion nicht in die Politik. Religion sollte reine Privatsache sein.

Ist natürlich dein Recht, sie deshalb nicht zu wählen. Da die CDU sich allerdings nicht besonders christlich verhält, erschließt sich mir die Argumentation nicht so richtig.

Ich habe schon verstanden, dass die christliche Religion diesen Anspruch gerne hätte, was nicht heißt, das ich das gut finde.
Teilen in gerechtem Maße kann ich ohne Religion sehr gut, ebenso nach humanen Werten leben. Dafür gibt es beispielsweise den kantschen Imperativ, der das meiner Meinung nach sehr viel besser löst, als 10 Gebote auf Steintafeln.
Religion kann gern ein Angebot sein, mir ist sie aber zu missionarisch. Die Leute sollten selbst entscheiden, was sie glauben wollen und es nicht seit Jahrhunderten aufgedrängt bekommen.
Und Vergebung ist etwas ganz persönlliches, ich entscheide, ob ich jemandem vergeben kann oder nicht. Auch da brauch ich keinen, der mir jeden Tag vorbetet, dass ich jetzt als Christ gefälligst zu vergeben habe.
Und sogar für Nächstenliebe brauche ich keinen christlichen Glauben, sondern nur ein positives Menschenbild und Empathie

Und trotzdem beruht unser gesamtes Wertesystem, das sich über die Jahrhunderte im Westen entwickelt hat, auf dem Christentum. Es ist schön, dass die Humanisten das alles mal allgemeingültig aufgeschrieben haben, aber die Ideen kamen nicht von ihnen. Ich denke nicht, dass es jemals eine Gesellschaft geben wird, die vollkommen ohne Religion auskommt, egal welche Religion das ist (zumal ja zumindest die Weltreligionen in weiten Teilen das gleiche sagen). Vielen Menschen gibt Religion Halt und sie kann trösten und einem manchmal helfen, wenn man Dinge nicht versteht. Es ist ein Bedürfnis der meisten Menschen, eine Erklärung für alles auf der Welt zu haben und das kann die Wissenschaft nicht leisten, auch wenn sie sich noch so bemüht. Inzwischen kann man zwar viel erklären, aber noch lange nicht alles. Wenn ich mich dunkel an meine Geochemie-Vorlesung erinnere, kann man die Entwicklung des Universums inzwischen bis zu dem Zeitpunkt, der 10^-14 Sekunden nach dem Urknall war, nachvollziehen. Aber es bleibt immernoch die Frage: Wie kam es dazu und wo kam eigentlich die Materie her? Und genau da kommt dann eben Religion ins Spiel, denn diese Frage kann bisher kein noch so intelligenter und gebildeter Forscher beantworten.
Trotzdem ist es natürlich wünschenswert, dass die Politik so neutral ist, dass sie alle Menschen unabhängig von ihrer Konfession gleich behandelt. Dementsprechend kann ich grundsätzlich verstehen, dass du dir religionsfreie Politik wünschst. Geht mir, glaub ich, grundlegend auch so, aber ich denke nicht, dass das 100%ig möglich ist.

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Amen ;D
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Samstag, 8. Dezember 2018, 14:16

I
Ist natürlich dein Recht, sie deshalb nicht zu wählen. Da die CDU sich allerdings nicht besonders christlich verhält, erschließt sich mir die Argumentation nicht so richtig.

Und trotzdem beruht unser gesamtes Wertesystem, das sich über die Jahrhunderte im Westen entwickelt hat, auf dem Christentum. Es ist schön, dass die Humanisten das alles mal allgemeingültig aufgeschrieben haben, aber die Ideen kamen nicht von ihnen. Ich denke nicht, dass es jemals eine Gesellschaft geben wird, die vollkommen ohne Religion auskommt, egal welche Religion das ist (zumal ja zumindest die Weltreligionen in weiten Teilen das gleiche sagen). Vielen Menschen gibt Religion Halt und sie kann trösten und einem manchmal helfen, wenn man Dinge nicht versteht. Es ist ein Bedürfnis der meisten Menschen, eine Erklärung für alles auf der Welt zu haben und das kann die Wissenschaft nicht leisten, auch wenn sie sich noch so bemüht. Inzwischen kann man zwar viel erklären, aber noch lange nicht alles. Wenn ich mich dunkel an meine Geochemie-Vorlesung erinnere, kann man die Entwicklung des Universums inzwischen bis zu dem Zeitpunkt, der 10^-14 Sekunden nach dem Urknall war, nachvollziehen. Aber es bleibt immernoch die Frage: Wie kam es dazu und wo kam eigentlich die Materie her? Und genau da kommt dann eben Religion ins Spiel, denn diese Frage kann bisher kein noch so intelligenter und gebildeter Forscher beantworten.
Trotzdem ist es natürlich wünschenswert, dass die Politik so neutral ist, dass sie alle Menschen unabhängig von ihrer Konfession gleich behandelt. Dementsprechend kann ich grundsätzlich verstehen, dass du dir religionsfreie Politik wünschst. Geht mir, glaub ich, grundlegend auch so, aber ich denke nicht, dass das 100%ig möglich ist.

Sie verhält sich nicht unbedingt christlich, aber sie schreibt es sich auf die Fahnen und propagiert es. Im Übrigen komme ich aus Bayern und könnte gar keine CDU wählen, nur CSU und die verhalten sich durchaus plakativ christlich, indem sie Kreuzerlasse aufstellen.

Unser Wertesystem mag christlich geprägt sein, aber es gibt ein Haufen Länder und Völker, die nicht christlich geprägt sind und auch ein vernünftiges Wertesystem haben. Ich empfinde das Wertesystem bei uns überhaupt erst erträglich, weil wir uns in vielem von den christlichen Werten wie Verdammung von Homosexualität, Unterdrückung von Frauen, Verdammung der Sexualität usw. gelöst haben.
Wenn sich jemand unsicher fühlt und gern an etwas glauben möchte, darf er das gerne tun. Dabei ist mir das egal, ob es Jesus, der Osterhase oder das neue Druidentum ist, solange er mich damit in Ruhe lässt. Leider gibt es diesen Missionierungsauftrag immer noch. Vielleicht habt ihr von dem Missionar gehört, der von den indonesischen Ureinwohnern erschossen wurde, weil er in gesperrtes Gebiet eindrang um ihnen Gott zu verkünden.
Ich möchte nicht nur, dass alle aufgrund ihrer Konfession gleichbehandelt werden, das geht mir nicht ansatzweise weit genug.
Ich will, dass Konfessionen weder in Einstellungen von Arbeitnehmern noch in der Schule eine Rolle spielen.
Noch werden kirchliche Arbeitnehmer in Altenheimen, KiTas und Krankenhäusern zwar vom Staat bezahlt, müssen sich aber nach mittelalterlichen Moralvorstellungen der Kirchen verhalten. Das finde ich falsch.
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Samstag, 8. Dezember 2018, 17:28

Unser Wertesystem mag christlich geprägt sein, aber es gibt ein Haufen Länder und Völker, die nicht christlich geprägt sind und auch ein vernünftiges Wertesystem haben. Ich empfinde das Wertesystem bei uns überhaupt erst erträglich, weil wir uns in vielem von den christlichen Werten wie Verdammung von Homosexualität, Unterdrückung von Frauen, Verdammung der Sexualität usw. gelöst haben.

Dem stimme ich zu; dennoch ist unser Wertesystem historisch geprägt vom Christentum. Gerade in Gegenden, wo der "Glaube" verbreitet ist, zieht man sich darauf zurück. Mit Glaube meine ich tatsächlich mehr den wöchentlichen Kirchengang etc. und weniger die Auseinandersetzung mit den Schriften. Die Auslegung und Meinungen variieren ja schon zwischen den Gemeinden. So kann es in einer Gemeinde eine lesbische Pfarrerin geben, die von der Gemeinde akzeptiert wird und eine andere Gemeinde hat einen homophoben Pfarrer, der regelmäßig Brandbriefe gegen Homosexualität in die Zeitung setzt.

Entsprechend unterschiedlich sind auch die Ansichten der Mitglieder der CDU; da gibt es sicher Hardliner und liberale Christen.

Ich meine mich zu erinnern, dass Merkel früher die Homoehe abgelehnt hat; das hat sich aber mit der Zeit geändert. Vielleicht wird auch bei AKK ein Wandel einsetzen. Ich bin zumindest gespannt, wie sie sich schlägt.

"Wenn ich schon mal "Yippie" denke..."


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planternol

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Samstag, 8. Dezember 2018, 17:36

Merkel persönlich lehnt immer noch die Homo-Ehe ab, weil die Institution "Ehe" für sie einfach für diese besondere Bindung zwischen Mann und Frau reserviert ist.
Aus meiner Sicht ist diese Einstellung übrigens überhaupt kein Problem, wenn gleichzeitig gewährleistet ist, dass homosexuelle eingetragene Partnerschaften der Ehe rechtlich gleichgestellt ist. Insbesondere beim Steuer- und Erbrecht.

Evanesco

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Samstag, 22. Dezember 2018, 23:04

Ich empfinde das Wertesystem bei uns überhaupt erst erträglich, weil wir uns in vielem von den christlichen Werten wie Verdammung von Homosexualität, Unterdrückung von Frauen, Verdammung der Sexualität usw. gelöst haben.
Das sind keine christlichen Werte, maximal kirchliche.
Soweit ich weiß, sind die Dinge "Anti-Homosexualität" und "Frauenunterdrückung" nur Themen, die nicht von Jesus, sondern von anderen Hanseln verbreitet wurden. Von einem der Jünger heißt es sogar irgendwie "der Jünger, den Jesus liebte" - was natürlich viel bedeuten kann, aber es wird derart (wiederholt) bei nur einer Person genannt... Ich deute das ja ganz dreist so, dass Jesus durchaus auch schwul sein konnte (oh nein Blasphemie!!). Das mit der Frauenunterdrückung ist ähnlich... Jesus ließ sich von einer so genannten Sünderin die Füße waschen und hat keinerlei Unterschied bei seinen Gefolgsleuten gemacht, was deren Geschlecht anging. Petrus allerdings laberte davon, dass die Frau dem Manne untertan sei... tja und von dem Typen leitet sich der Papst ab.
Wegen der Sexualität - da meine ich mal mitbekommen zu haben, dass in der Kabbala (jüdisches Buch der Mystik mit weitere Lehren) wohl drin steht, dass und wie ein Mann seine Frau auf Sex vorbereiten soll. Verklemmte oder verdammte Sexualität ist anders ;-) Tjoa und was hat das mit dem Christentum zu tun? Das frühe Christentum war schlichtweg eine jüdische Sekte...

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