Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Harry Potter Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Merlin1

Waddiwasi-Profi

  • »Merlin1« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 512

Haus: keine Angabe

Beruf: Student

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 20. Juni 2018, 11:04

Ist Harry Potter fromm/gläubig geworden?

Potter hat in den 7 Bänden viele Erfahrungen gesammelt, was das Leben, den Tod oder die Seele betrifft.

Er hat geliebte Menschen sterben sehen, wollte vom Fast Kopflosen Nick wissen, was nach dem Tod passiert, er selbst war einmal in einer Zwischenwelt und ist dem Tod oft davongekommen.

Potter hatte Kontakt zu den Toten, er hörte aus dem mysteriösen Schleier deren Geflüster.

Er hat gesehen, in welchem elenden Zustand Voldemorts Seelenstück (?) in Kings Cross gewesen ist und wie erhaben Dumbledore ihm in der Zwischenwelt erschienen ist, makellos, weiß und rein.

Diese Erfahrungen- so denke ich-, hätten sogar bei dem größten Atheisten/Atheisten/ Agnosriker/Kommunisten/ Bekenntnislosen etc. etwas bewegt. Oder jemand verliert dadurch seinen Glauben an etwas Göttliches.

Wie war es mit Potter?

Hat er in den 19 Jahren vor dem Epilog einen Glauben für sich gefunden?
Oder ist er zu traumatisiert geworden und möchte von Religionen nichts wissen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (20. Juni 2018, 11:26)


Grashüpfer

Bezoar-Beschafferin

  • »Grashüpfer« ist weiblich

Beiträge: 863

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 20. Juni 2018, 12:19

Ich finde, eine Seele und ein Dasein als Geist oder ein Weiterwandern der Seele nach dem Tod hinter den Schleier hat nichts mit einer Existenz Gottes oder gar mit einer Existenz des christlichen Gottes zu tun.
All das funktioniert auch ohne Gott, vielleicht kommt er deswegen auch in der Zaubererwelt nicht vor.
Man kann aus dem Seele/Tod-Komplex in HP aber genauso gut eine Wiedergeburtstheorie ableiten.
Das Einzige, was es wirklich bewirkt ist, dass man seine Angst vorm Tod verliert.
Falls in Cursed Child nichts dazu drin steht, dass er zum Glauben gefunden hat, dann würde ich auch nicht davon ausgehen.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Merlin1

Waddiwasi-Profi

  • »Merlin1« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 512

Haus: keine Angabe

Beruf: Student

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 20. Juni 2018, 12:37

Unbewusst hat Potter gebetet.

Beim ersten Mal, als er Voldemorts Wiedergeburt gesehen hat.
Als Wurmschwanz seinen Herrn in den Kessel warf, hat Potter im Monolog gesagt: "Lass es ertrinken, lass es sterben"

Beim zweiten Mal flehte er zum Himmel, als er Voldemort im 7. Band in der Grossen Halle besiegte.

Ich weiß, dass das alles intuitiv/ein Reflex von Potter gewesen sein könnte. Aber vielleicht steckte auch mehr dahinter?

Grashüpfer

Bezoar-Beschafferin

  • »Grashüpfer« ist weiblich

Beiträge: 863

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 20. Juni 2018, 12:57



Ich weiß, dass das alles intuitiv/ein Reflex von Potter gewesen sein könnte. Aber vielleicht steckte auch mehr dahinter?

Ich gehe von einem Reflex aus. Weil ich das in so Situationen auch immer mach und kein bisschen gläubig bin.
Man denkt, wenn man so etwas denkt, auch nicht an Gott (zumindest ist es bei mir so)
Manchmal hab ich das Gefühl, dass man in solchen Situationen vielleicht ein bisschen in die Kindheit zurück fällt, wo normalerweise Mama kommt, sich um die Katastrophen kümmert und dann alles wieder gut wird.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Hähnchen

Vertrauensschülerin

  • »Hähnchen« ist weiblich

Beiträge: 7 132

Haus: Slytherin

Wohnort: Bochum

Beruf: Erstiquälerin

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 20. Juni 2018, 14:32

Es gibt ja durchaus christliche Aspekte in den Romanen, z.B. dass Weihnachtdn gefeiert wird und Harry, als er das Grab seiner Eltern besucht, daran denkt, dass sie jetzt in der Kirche wären, weil Heiligabend ist. Wenn es so gar nichts Christliches gäbe, wäre es in dieser Situation ja auch denkbar gewesen, dass er statt der Christmette eine Familie sieht, die unter dem Weihnachtsbaum sitzt. Aber ich denke, dass Rowling dort schon bewusst die Kirche gewählt hat, sie ist ja selbst auch Christin. Dennoch hat sie die Bücher wahrscheinlich bewusst religiös relativ neutral gehalten, damit es für möglichst viele Menschen ansprechend ist.

Ich kann mir schon auch vorstellen, dass Harry nach all seinen Erfahrungen zumindest in eine agnostische Richtung tendiert, eben weil er erlebt hat, dass die machtvollsten Zauberer besiegbar sind und eben auch viel mit dem Tod und anderen für einen Jugendlichen sehr schwierigen Themen zu tun hatte.
"Als Verrückter genoss man gewisse Privilegien.
Zum Beispiel zögerten andere Leute, einen an bestimmten Dingen zu hindern - weil sie fürchteten, dadurch alles noch schlimmer zu machen"



So much universe, and so little time. Terry Pratchett (1948-2015)


I may vomit.

Morgenstern

Nifflerzüchterin

  • »Morgenstern« ist weiblich

Beiträge: 155

Haus: Slytherin

Wohnort: Astronomieturm

Beruf: Chemielaborantin

  • Nachricht senden

6

Sonntag, 24. Juni 2018, 21:12

Interessante Frage.

Ich bin bewusst konfessionslos trotzdem habe ich meinen Glauben an zum Beispiel eine Seele und dass nicht alles einem Zufall zugeschrieben werden kann. Ich glaube nach dem physischen Tod geht es irgendwie weiter. Und ans Karma glaube ich auch. Habe schon manchen Menschen die Pest an de Hals gewünscht und meine Freundin beruhigt mich dann immer und sagt jeder bekommt es irgendwann zurück.

So, genug von mir. An manchen Stellen kommen schon Ideen hervor und Interessen wie sie in Weltreligionen vorkommen. Voldemort und seine Todesser waren für mich immer der Inbegriff einer Sekte. Damit kenne ich mich leider besser aus als mir lieb ist (deswegen bin ich auch bewusst konfessionslos). Und ich finde da gibt es viele Parallelen wenn ich darüber nachdenke was ich über dieses Thema kennenlernen "durfte".
Natürlich passiert es in deinem Kopf, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht wirklich ist?" - Albus Dumbledore


Aber glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf nur nicht vergessen ein Licht leuchten zu lassen." - Albus Dumbledor


"Wenn wir träumen, betreten wir eine Welt, die ganz und gar uns gehört. Vielleicht durchschwimmt er gerade den tiefsten Ozean oder gleitet über die höchste Wolke." - Albus Dumbledore