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Merlin1

Waddiwasi-Profi

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1

Donnerstag, 24. Mai 2018, 11:11

Verfälschte Erinnerungen - unmögliche Erinnerungen?

Eine Frage zu Slughorns gefälschter Erinnerung


Wie konnte Slughorn die Erinnerung, in der er mit Riddle über Horkruxe sprach, bitte entstellen?
Slughorn musste Dumbledore praktisch doch die wahre Erinnerung geben.

Denn: etwas, das ich mir vorstelle, ist keine Erinnerung.


Folglich dürfte es diese "gefälschte Erinnerung" von Slughorn nicht geben...oder?

Immerhin ist es so eben nicht passiert, dass Slughorn Riddle angeschrien hat wie es die falsche Erinnerung zeigte.

PotterGirl394

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2

Donnerstag, 24. Mai 2018, 11:37

Ich hab da jetzt mal nachgeforscht wie die Stelle im Buch verläuft in der Dumbledore Harry die "gefälschte" Erinnerung von Slughorn zeigt. In der Stelle heißt es:

»Ich denke, weil er sich für das schämt, woran er sich erinnert«, sagte Dumbledore. »Er hat versucht, die Erinnerung zu überarbeiten, um sich selbst in einem besseren Licht darzustellen, er hat die Teile unleserlich gemacht, die ich nicht sehen soll. Wie du sicher bemerkt hast, ist es sehr plump gemacht, und das ist nur von Vorteil, denn man sieht, dass unter den Änderungen immer noch die wahre Erinnerung liegt.

In der Stelle ist es aber anscheinend völlig normal eine Erinnerung zu überarbeiten bzw. Dumbledore erweckt den Eindruck als wäre das für Slughorn eindeutig möglich. Anscheinend ist es wirklich so dass man eine bestimmte Erinnerung so ändern kann dass sie unkenntlich wird oder neue Dialoge oder Ähnliches hinzufügt.
„Happiness can be found, even in the darkest of times, if one only remembers to turn on the light.“ ~ Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore

Lilymaus3

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 15:06

Also das was ich jetzt schreibe ist sehr weit hergeholt, das weiß ich, und trotzdem ist es ein Gedanke den ich gerne teilen möchte. In der nichtmagischen Psychologie gibt es ja so eine Art Verdrängungsmechanismus der entweder eine Aphasie (man kann sich an ein Ereignis gar nicht mehr erinnern) oder eine manupierte Erinnerung (man erinnert sich an Ereignis anders als es tatsächlich war) nach sich zieht. So etwas könnte doch auch in der Magie der fall sein. Meine zweite Theorie ist, dass er beim herausziehen des Gedankenfadens doch sehr wohl in der Lage ist eine Beschwörung zu sprechen oder meinetwegen ungesagt auszufüren.

PotterGirl394

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4

Donnerstag, 24. Mai 2018, 15:37

Du meinst also es könnte sein dass Zauberer unbewusst Erinnerungen verändern weil sie z.B. unterbewusst die Erinnerung nicht mögen oder wollen es wäre anders gewesen? Das ist echt interessant aber ich denke hier trifft es nicht zu da es später ja klar wird dass Slughorn die Erinnerung absichtlich verändert hat.

Und ja ich denke man müsste vermutlich beim Herausziehen der Erinnerung eine Beschwörung oder einen komplizierten Zauberspruch sagen und sich wahrscheinlich sehr stark konzentrieren um die Erinnerung glaubwürdig zu ändern. Aber da Slughorns Erinnerung ja ziemlich dürftig geändert wurde und man sofort merkt dass das nicht die originale Erinnerung ist denke ich Slughorn musste sich auf die Schnelle etwas einfallen lassen um die Erinnerung unkenntlich zu machen. Er hat sich anscheinend nicht sehr viel Mühe gegeben vielleicht weil er nicht viel Zeit hatte oder unter Druck stand. So oder so denke ich es muss ein ziemlich komplizierter Zauber sein um seine eigenen Erinnerungen auch nur geringfügig zu verändern. Was natürlich immer anspruchsvoller werden dürfte je glaubwürdiger die neue Illusion einer Erinnerung sein soll.
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Grashüpfer

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5

Donnerstag, 24. Mai 2018, 20:06

in der nichtmagischen Psychologie ist es sogar so, dass eine Erinnerung ständig "überarbeitet" wird. Jedesmal, wenn du dich an etwas erinnerst, erinnerst du dich nicht ganz exakt an alles, was passiert ist und füllst die Lücken ganz unbewusst. Dann wird die "neue" Erinnerung ganz leicht geändert neu abgespeichert und so ändert sie sich ganz unbewusst mit den Jahren.
Wenn man etwas Unerfreuliches hat, dessen man sich schämt, dann hilft es einem sich vorzustellen, wie man stattdessen damit hätte umgehen können oder, wie man es beim nächsten Mal besser machen könnte. Auch das fließt unbewusst in die "neue" Abspeicherung der alten unerfreulichen Erinnerung und verfälscht sie somit.
Ich nehme an, dass im Denkarium kein unverfälschten, objektiven Sachen herumschwimmen, da jeder Gedanke und jede Erinnerung stets subjektiv eingefärbt sind.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Merlin1

Waddiwasi-Profi

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6

Donnerstag, 24. Mai 2018, 20:07

Diese Ansichten können aber ganze Ereignisse drastisch in Frage stellen.
Wer weiß, ob Snape in seiner letzten Erinnerung nicht auch etwas verändert hat?
Wobei ich hier doch eher davon ausgehe, dass er die ganze Wahrheit gezeigt hat.

Grashüpfer

Bezoar-Beschafferin

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7

Donnerstag, 24. Mai 2018, 20:11

Die Wahrheit aus seiner Sicht
Wahrheit ist ja auch nur eine Sache der Perspektive
und Erinnerungen werden nicht wie Filme abgespeichert und zeigen Jahre später die gefilmte Szene eins zu eins
Schon beim abspeichern fließt deine Perspektive mit ein.
Wenn sich zB ein Erwachsener an seinen Opa erinnert, der gestorben ist, als er 6 war, dann erinnert er sich an einen sehr großen Mann mit Bart. Das muss dann nicht heißen, dass der Opa ein sehr großer Mann war, nur, dass der Erinnernde als Kind seinen Opa als sehr groß wahrgenommen hat
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