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Sonntag, 11. Februar 2018, 16:06

Wenn Voldemort den Felix Felicis genommen hätte...

Hallo,

was wäre passiert, wenn Voldemort den Felix Felicis - Trank an zwei Stellen eingenommen hätte?

1) Als er in Quirells Körper vor dem Spiegel Eresed stand
2) und an einer spontanen Stelle, wäre er dann in der Lage, einen Patronus zu erzeugen?
( obwohl Rowling in einem Interview gesagt hat, dass Voldemort nicht in der Lage wäre)


Vielen Dank

2

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:09

.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Professor Severus Snape« (3. Mai 2018, 11:23)


Der Blutige Baron

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3

Sonntag, 11. Februar 2018, 19:45

1) Ich glaube nicht, dass Voldemort das geholfen hätte, denn Felix Felicis ist zwar "flüssiges Glück" nur bringt Glück allein nichts. Er steht da vor dem Spiegel und will unbedingt den Stein und will ihn benutzen. Genau dieses "Benutzen wollen" steht ihm aber im Weg und an dem "Willen den Stein zu benutzen" ändert eben auch die Einnahme von Felix Felicis nichts. Glück hat eben auch seine Grenzen und ist prinzipiell nichts anderes als der Zustand, dass du auch Dinge, für die die Wahrscheinlichkeit sie zu erreichen sehr, sehr, sehr klein ist, schaffst. Ist die Wahrscheinlichkeit aber Null, dann hilft dir auch Glück nicht weiter. Und genau das ist m.M.n. hier der Fall.
Kurzum: Felix Felicis könnte dich bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:139.838.160 zum Lotto-Millionär machen, allerdings nur, wenn du überhaupt die Chance dazu hast, sprich einen Tippschein abgegeben hast. Im Fall von Voldemort war die Wahrscheinlichkeit den Stein zu holen bei Null, weil er ihn nutzen wollte.

2) Auch hier: Nein! Das liegt aber schlicht daran, dass Glück vielschichtig ist. Zum einen ist Glück ein Zustand, in dem einem "alles" gelingt. Das ist die Form von Glück, die im Englische "fortune" wäre. Diese "fortune" erzeugt Felix Felicis. Es erhöht die Chancen dass etwas gelingt (sofern sie nur minimal vorhanden sind) auf 1 (100%). Was man aber für den Patronus Zauber braucht ist eine andere Form des Glücks, man braucht dafür einen glücklichen Moment und "glücklich" ist nicht nur das Adjektiv zu "Glück", sondern auch zur "Glücklichkeit" (im Englischen "Happiness").
Kurz: Felix Felicis wirkt sich auf "Fortune" aus, nicht aber auf die "Happiness" des Anwenders. Da es aber allein letzteres ist, welches für einen Patronus von Nöten ist, kann auch ein Anwender von Felix Felicis keinen Patronus herausbeschwören, sofern er das zuvor nicht bereits konnte.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Grashüpfer

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4

Montag, 12. Februar 2018, 08:54

Außer das Felix Felicis erhöht die Chance, dass ihm ein Patronus gelingt von sehr unwahrscheinlich auf 100%.
Auch Voldemort muss in seinem Leben schon mal den ein oder anderen glücklichen Moment (Happyness) gehabt haben.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Der Blutige Baron

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5

Montag, 12. Februar 2018, 15:25

Außer das Felix Felicis erhöht die Chance, dass ihm ein Patronus gelingt von sehr unwahrscheinlich auf 100%.
Auch Voldemort muss in seinem Leben schon mal den ein oder anderen glücklichen Moment (Happyness) gehabt haben.

Soweit mir bekannt war die Äußerung von J.K. Rowling, dass Voldemort unfähig ist einen Patronus zu beschwören, weil er es a) für nutzlos hält und b) keinen glücklichen Moment erlebt hat. Demnach wäre die Chance einen Patronus zu beschwören für Voldemort bei exakt 0% und dann hilft eben auch ein "chancensteigender" Zaubertrank, was Felix Felicis ja ist (erhöht alles was größer als 0% ist auf 100%), nicht weiter.
Zumal ja auch nicht jeder winzige Moment der "Happiness" ausreichend ist, wie wir von Harrys Unterricht mit Lupin wissen.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Grashüpfer

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6

Montag, 12. Februar 2018, 15:35


Soweit mir bekannt war die Äußerung von J.K. Rowling, dass Voldemort unfähig ist einen Patronus zu beschwören, weil er... b) keinen glücklichen Moment erlebt hat.

Jetzt tut mir der arme Kerl irgendwie Leid --unsure--
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

7

Montag, 12. Februar 2018, 20:50

Soweit mir bekannt war die Äußerung von J.K. Rowling, dass Voldemort unfähig ist einen Patronus zu beschwören, weil er...b) keinen glücklichen Moment erlebt hat


Rowling widerspricht sich hier selbst.
Im 5. Band schreibt sie, dass Voldemort tatsächlich sehr glücklich war.
Harry selbst hat gespürt, welche Euphorie in Voldemort steckte.

"Irres Gelächter klang ihm in den Ohren...er war so glücklich wie schon sehr lange nicht mehr...fröhlich, entrückt, siegestrunken...etwas wahrhaft Wunderbares war geschehen...
""Harry? HARRY!""
Jemand hatte ihm eine Ohrfeige verpasst. Durch das wahnsinnige Lachen drang ein Schmerzensschrei. Das Glück sickerte aus ihm heraus, doch das Gelächter hielt an...
....
Ron war über ihn gebeugt und er sah sehr besorgt aus.
""Was ist passiert?"", fragte er.
""Ich...weiß nicht..."", stieß Harry hervor und setzte sich wieder auf. ""Er ist richtig glücklich...richtig glücklich...""
...
...und er (Harry) fragte sich mit großer Beklommenheit, was es gewesenw ar, das Lord Voldemort so glücklich gemacht hatte, wie er seit vierzehn Jahren nicht mehr gewesen war.
(Harry Potter Band 5, Kapitel Okklumentik, Seite 637, Carlsen Verlaug aus dem Englischen von Klaus Fritz)

Daraus schließe ich zwei Punkte
1) Voldemort war schon oft glücklich, nur nicht seit den letzten 14 Jahren.
2) Rowling widerspricht sich hier.
Das passiert selbst den besten Autoren - auch Tolkien war davon nicht verschohnt.

Kurz: Da diese Stelle kanon ist, kann Lord Voldemort für mich einen Patronus beschwören, weil er die Kriterien dafür durchaus erfüllt.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Beedle der Barde« (12. Februar 2018, 21:02)


8

Montag, 12. Februar 2018, 21:36

.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Professor Severus Snape« (3. Mai 2018, 11:25)


Fine

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9

Mittwoch, 28. Februar 2018, 20:03

Soweit mir bekannt war die Äußerung von J.K. Rowling, dass Voldemort unfähig ist einen Patronus zu beschwören, weil er...b) keinen glücklichen Moment erlebt hat


Hmm. Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich mal ne entsprechende Äußerung gab, oder ob das nicht nur Spekulationen von Fans waren, aufgrund der Äußerung, dass Snape der einzige Todesser ist, der einen Patronus erzeugen kann, weil Todesser keinen brauchen würden.

Zitat

Samantha: Was snape the only death eater who could produce a full patronus
J.K. Rowling: Yes, because a Patronus is used against things that the Death Eaters generally generate, or fight alongside. They would not need Patronuses.
http://www.accio-quote.org/articles/2007…sbury-chat.html

Eine speziell zu Voldemort hab ich nie gefunden. Nur halt Spekulationen darüber, ob Todesser und Voldemort es denn nich zumindest thoretisch können müssten und da wurde vermutet, dass Voldemortglückliche Gedanken nicht glücklich genug für einen Patronus reichen würden bzw. nicht auf die Art glücklich waren wie man sie für einen gestaltlichen Patronus brauchen würde. Weil Lupin in Band 3 ja auch meinte, dass viele erwachsene Zauberer keinen gestaltlichen Patronus schaffen würden.

Auf Pottermore gibts mittlerweile allerdings auch noch ne etwas ausführlichere Erklärung zu Dunklen Zauberern.

Zitat

The Patronus Charm is one of the most ancient of charms and appears in many accounts of early magic. In spite of a long association with those fighting for lofty or noble causes (those able to produce corporeal Patronuses were often elected to high office within the Wizengamot and Ministry of Magic), the Patronus is not unknown among Dark wizards. While there is a widespread and justified belief that a wizard who is not pure of heart cannot produce a successful Patronus (the most famous example of the spell backfiring is that of the Dark wizard Raczidian, who was devoured by maggots), a rare few witches and wizards of questionable morals have succeeded in producing the Charm (Dolores Umbridge, for example, is able to conjure a cat Patronus to protect herself from Dementors). It may be that a true and confident belief in the rightness of one’s actions can supply the necessary happiness. However, most such men and women, who become desensitised to the effects of the Dark creatures with whom they may ally themselves, regard the Patronus as an unnecessary spell to have in their arsenal. https://www.pottermore.com/writing-by-jk…/patronus-charm

Hab einfacherhalber auch noch die Übersetzung vom alten Pottemore auf der Platte

Zitat

Der Patronus-Zauber ist einer der ältesten Zauber überhaupt und wird in vielen Berichten über die Magie der Frühzeit erwähnt. Obwohl der Patronus schon seit je mit all jenen in Verbindung gebracht wird, die sich für eine große oder noble Sache einsetzen - diejenigen, die das Vermögen besitzen, einen gestalthaften Patronus zu erschaffen, werden oft für höhere Positionen innerhalb des Zaubergamot oder des Zaubereiministeriums ausgewählt - so ist er doch den Dunklen Zauberern nicht unbekannt. Zwar wird allgemein angenommen, und das vollkommen berechtigterweise, dass ein Zauberer, der nicht reinen Herzens ist, keinen erfolgreichen Patronus erschaffen kann - das berühmteste Beispiel für einen misslungenen Patronus ist die Geschichte des dunklen Zauberers Raczidian, der von Maden aufgefressen wurde - aber trotzdem ist es einigen wenigen Hexen und Zauberern von fraglicher Moral gelungen, den Zauber zu vollbringen (Dolores Umbridge zum Beispiel kann sich mit einem Katzen-Patronus vor Dementoren schützen). Es mag durchaus stimmen, dass ein wahrer und zuversichtlicher Glaube an die Richtigkeit der eigenen Handlungen das nötige Glücksgefühl erzeugen kann. Allerdings werden die meisten dieser Männer und Frauen unempfindlich gegenüber den Auswirkungen der Dunklen Wesen, mit denen sie sich verbünden, und sind der Meinung, dass der Patronus-Zauber für ihr Repertoire unnötig ist.


Also würd ich sagen, Voldemort könnte es nicht, weil ihm ja vollkommen bewusst ist dass seine Ziele und Taten nicht "richtig" bzw. "gut" sind.

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