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Remus.Lupin

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301

Dienstag, 12. Dezember 2017, 14:56

Ich lese momentan das Buch 'Der Herr der Ringe'.

Ist tatsächlich aber sehr langatmig geschrieben. Mir gefällt es sehr gut aber teilweise muss ich mich dazu zwingen weiterzulesen.
Für den 1. Teil hab ich ein halbes Jahr gebraucht, dann hab ich's gelassen. Das war einfach sowas von nicht meins.

Im Moment lese ich "Petronella Apfelmus 5", das ist so ne süße Kinderbuchreihe und super zum Entspannen --squint-- . Nebenher noch ein Buch in der Mittagspause namens "Der Blackthorn-Code".

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302

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 18:12

Ich hab nun doch endlich mit "Insomnia" von Jilliane Hoffman angefangen. Bin voll gespannt^^ Die Bücher von ihr liebe ich ja :] Auch wenn mir die Townsend-Reihe grundsätzlich etwas mehr liegt als die anderen drei^^ Aber ich freu mich trotzdem voll drauf^^
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Remus.Lupin

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303

Freitag, 15. Dezember 2017, 20:04

Ich hab nun doch endlich mit "Insomnia" von Jilliane Hoffman angefangen. Bin voll gespannt^^ Die Bücher von ihr liebe ich ja :] Auch wenn mir die Townsend-Reihe grundsätzlich etwas mehr liegt als die anderen drei^^ Aber ich freu mich trotzdem voll drauf^^
Bitte mal berichten, hab es als Hörbuch gehört --squint--

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Grashüpfer

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304

Mittwoch, 17. Januar 2018, 20:27

Ich lese grad Homo Faber und verstehe das Grundproblem des Buches nicht.
Ein junger Kerl schläft mit Frau A und zeugt ein Kind. Die Frau will ihn nicht heiraten, sagt sie will abtreiben und geht.
20 Jahre später trifft Kerl Frau B und hat eine Affäre bis sich rausstellt, sie ist seine Tochter.
Soweit so gut. Nun kommt große Katastrophenstimmung auf...OMG ich hab mit meinem Vater geschlafen.
Jetzt meine Schwierigkeit: er ist gar nicht ihr Vater, nur ihr Erzeuger, sie teilen sich ein paar gemeinsame Gene, also wo ist das Problem?
Ich weiß nicht, wie man sich an so einem Quatsch immer so aufhängen kann. Bei Tolkien auch so. Bruder trifft Schwester, die er vor 20 Jahren als kleines Kind verlassen hat, Liebe, Sex, Schwangerschaft. Man erfährt, dass sie Geschwister sind und sie begeht Selbstmord....ja, Mann...weswegen denn? Er ist ihr Bruder, who cares?
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305

Mittwoch, 17. Januar 2018, 20:46

@Grashüpfer
Naja Inzest bleibt Inzest, ob man mit den Leuten nun aufgewachsen is oder sie 20 Jahre nich gesehen hat. Das Grundproblem bleibt halt trotzdem bestehen. Das is sicherlich zum Teil auch eine gesellschaftlich verankerte Ansicht und manifestiert sich auch in unseren Gesetzen. Im StGB steht ja nun mal sehr eindeutig, dass man mit Freiheits- oder Geldstrafen belangt wird, wenn man mit Blutsverwandten ins Bett geht. Von daher... die Offenheit in allen Ehren, aber eine Straftat isses trotzdem^^
Mal ganz davon abgesehen find ich auch nich, dass es egal is, nur weil man sich nich kennt oder es nich wusste. Gleicher Genpool bleibt eben auch gleicher Genpool und wenn es auch keine Folgeschäden für einen selbst hat, ist ja immer noch das Risiko (dauerhafter) Folgeschäden für eventuelle folgende Generationen deutlich erhöht. Und das wird ja nich weniger, nur weil man nich wusste, was los is.

@Moony
Ich mochte Insomnia echt gerne. Hat sich gut weglesen lassen, auch wenn es doch relativ vorhersehbar war... Bzw... das is das falsche Wort, weil's so abwertend klingt bei einem Thriller. Er hat ja relativ deutlich auf sein Ziel hingearbeitet, aber das fand ich nich schlecht. Zumal es eben auch kein CJ Townsend Roman war... die ich auch total gern mag, die aber eben immer wieder auf Cupido rauslaufen...^^ Deswegen find ich's gut, dass sie da was komplett anderes gemacht hat und das auch ziemlich gut umgesetzt hat! Auch wenn ich fast befürchte, dass sie sich mit Bobby Dees womöglich noch eine Figur wie CJ geschaffen hat... Ich hoffe, dass sie das nich zu sehr ausreizt^^

Ich les momentan übrigens "Die Seiten der Welt" von Kai Meyer :)
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JaimeeWhite

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306

Mittwoch, 17. Januar 2018, 20:55

Fragst du das jetzt ernsthaft?^^

Der Grund, warum Inzucht verboten ist, liegt ja nicht an familiären Beziehungen. Wenn z.B. meine Eltern getrennt wären und meine Mutter nun einen Freund hat und ich dann mit ihm zusammen komme, obwohl er vorher eine Art Vater für mich war, ist das ja nicht verboten. Eigenartig, aber nicht verboten. Wenn jedoch zwei, die nahe verwandt sind, ein Kind zeugen, dann besteht ein erhöhtes Risiko für Erbkrankheiten und weiteren Schäden beim Kind (man siehe bloss GoT xD). Dabei kommt es eben auf die Gene an und nicht darauf, wie sehr man sich mit der Person verbunden fühlt.
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Remus.Lupin

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307

Mittwoch, 17. Januar 2018, 21:03

@Grashüpfer: Ich habe "Homo faber" auch gelesen. Aber ich muss den anderen zustimmen. Inzest ist eben gentechnisch nicht so prickelnd.

@Blümi: Ich fand "Insomnia" auch sehr gut! Klar war das Ende ein wenig vorhersehbar, aber die Story an sich hat mir gut gefallen.

Im Moment lese ich "Nox - Unten", ein interessanter Jugendroman mit einem brisanten, aber erschreckenden Thema. Mal gespannt, wie sich das Buch so entwickelt. Ich sehe da eine Menge Potential drin.

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Grashüpfer

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308

Mittwoch, 17. Januar 2018, 21:12

nun ja, dass Inzest verboten ist, ist ja nur eine gesellschaftliche Einstellung. Bis vor 30 Jahren war auch Homosexualität strafrechtlich verboten. Tatsächlich ist das Risiko für Erbkrankheiten außer bei hochbelasteten Familien auch nicht sehr viel größer als bei anderen. Und bei hochbelasteten Familien ist gentechnisch auch eine Verbindung zwischen Cousins nicht so prickelnd und die ist aber erlaubt.
Und wie bei Tolkien schwanger Selbstmord zu begehen, bevor man überhaupt weiß, dass da genetisch was falsch gelaufen ist, ist ja dann total sinnlos.
Inzest zu verbieten ist eben kein logisches Vorgehen, sondern nur eine gesellschaftliche Denksperre, wie früher Homosexualität.
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Hähnchen

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309

Donnerstag, 18. Januar 2018, 00:08

Ich will mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen, kenne allerdings auch bloß die Variante, die die anderen schon angesprochen haben, also, dass Inzest genetisch gesehen ziemlich schlecht ist.
@Grashüpfer Studierst du Bio oder sowas? Du scheinst dich ja ausführlicher mit dem Theam beschäftigt zu haben.

Ich les übrigens grad "Die Stadt der träumenden Bücher" von W. Moers (endlich mal^^).
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Zum Beispiel zögerten andere Leute, einen an bestimmten Dingen zu hindern - weil sie fürchteten, dadurch alles noch schlimmer zu machen"



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Grashüpfer

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310

Donnerstag, 18. Januar 2018, 08:43

ne, ich studiere nicht Bio
Aber wenn es rein um genetische Aspekte geht, dann wäre ja nur die Zeugung von Kindern verboten und nicht der Geschlechtsverkehr an sich. Weil mit Verhütung wäre das ja dann kein Problem mehr.
Und dann müsste das Verbot ja auf alle Familien ausgeweitet werden, in denen Erbkrankheiten schon aufgetreten sind. Eltern, die schon ein Kind mit Mucoviszidose geboren haben, dürften dann ja keine mehr bekommen, weil da das Risiko sehr viel größer ist, als bei Inzest. Oder Frauen ab 40 das Kinderkriegen verbieten, weil da die Gefahr von Trisomie 21 zB stark erhöht ist. Da würde man jetzt fast schon in nationalsozialistische Volksgesundheitsgedanken rutschen.
Ich habe mich mit Inzest mal ein bisschen beschäftigt, als zur Diskussion stand, das Verbot gesetzlich abzuschaffen. Das war vor ein paar Jahren. Da stand im Raum, dass Sex zwischen Erwachsenen, die damit ausdrücklich einverstanden sind, immer erlaubt sein sollte, egal welches Geschlecht sie haben, welches (erwachsene) Alter, welches Aussehen, welche Form des Sex und welches Verwandtschaftsverhältnis.
Und ich fand diese Offenheit eigentlich gut. Warum sollte die Gesellschaft über das Sexualleben von mündigen Erwachsenen entscheiden. Solche Einschränkungen werden doch seit Jahren kontinuierlich abgeschafft, Homosexualität erlaubt und andere Arten von Sex, die früher als entartet galten (wie Sado-Maso) werden zunehmend gesellschaftlich akzeptiert.
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311

Donnerstag, 18. Januar 2018, 10:35

Dann muss man das aber schon etwas in den Kontext setzen. Das Buch kam 1957 raus, da waren die Leute noch viel weniger offen für Homosexualität als heute. Diese Offenheit gegenüber diversen Sexualformen, Beziehungen etc. ist erst langsam am aufkommen. Der Christopher Street Day kam z.B. erst 1969, also 12 Jahre nach Homo Faber. Deswegen ist es etwas schwierig, dies so zu vergleichen. Die Schweiz ist ein christlich geprägtes Land, somit gehe ich davon aus, dass damals Inzest auch noch mit Unzucht bezeichnet wurde. Ausserdem gehört Sex in die Ehe und dies war nun mal bei Verwandten verboten. Auch die Verhütung beruhte ja eher auf Enthaltsamkeit^^ Die Pille z.B. kam auch erst 1960 auf den Markt, also erneut später als Homo Faber. Bis mitte 20. Jahrhundert war auch der Verkauf von Kondomen grösstenteils verboten. Ist also nicht alles so einfach wie heutzutage ;-)

Ich verstehe, dass das Selbstbestimmungsrecht hier stärker gelten sollte..aber die Vorstellung, dass z.B. zwei Geschwister heiraten und eine Familie gründen, finde ich einfach abartig^^ Aber kann gut sein, dass dies aufgrund entsprechender Sozialisierung entstanden ist.
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Der Blutige Baron

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 13:47

@Grashüpfer: Wenn du in einer Beziehung zweier Blutsverwandter und in deren Zeugung eines Kindes kein Problem siehst, frage ich mich, warum du einen Unterschied machst, zwischen gemeinsam aufgewachsen und nicht. Das einzige Problem, das eine solche Beziehung birgt ist ja das genetischer Schäden eines Nachkommen. Das hängt ja aber nicht davon ab, ob genetische Geschwister als Geschwister aufwuchsen oder nicht. Wieso also diese Unterscheidung deinerseits?
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

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Morgenstern

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 18:24

Puh da habt ihr ein wirklich schweres Thema angeschnitten. Es stimmt schon, dass man ein großes Risiko für das ungeborene Kind aufnimmt, wenn enge Verwandte Geschlechtsverkehr haben. Andererseits müsste man es auch dann bei allen Anderen verbieten bei denen die Wahrscheinlichkeit für genetisch vererbbare Krankheiten stark erhöht ist. Damit würde man dann aber in die Menschenrechte eingreifen. Sex zwischen Geschwistern ist nun mal ein sehr großes "Tabuthema". Ich muss allerdings zugeben dass ich mich mit Genetik nicht wirklich auskenne und daher nicht einschätzen kann wie groß das Risiko jeweils ist. Ich finde dass man aber zumindest Liebe in psychischer Form nicht verbieten kann. Das passiert nunmal einfach. Das ist wirklich schwere Kost.
Natürlich passiert es in deinem Kopf, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht wirklich ist?" - Albus Dumbledore


Aber glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf nur nicht vergessen ein Licht leuchten zu lassen." - Albus Dumbledor


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grit

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 21:04

Homo Faber muss man einfach in dem historischen Kontext seiner Entstehungszeit und der damaligen Rezeption sehen.
Heute gehen wir ja insgesamt mit allem, was mit Sexualität und diesen Dingen zusammenhängt, ganz anders um.
Es geht ja vor allem um den Schock, der hier dadurch ausgelöst wird, dass die Figur unwissentlich etwas gesellschaftlich Geächtetes getan hat.Und dann um die Frage, wie man selbst damit umgeht - und damit, wie man selbst sich mit den Augen der anderen sieht. Es ist schon verständlich, dass jemand mit diesen Gedanken und diesem beschädigten Selbstbild nicht mehr leben möchte.
Es wäre damals wohl kaum jemandem in den Sinn gekommen, zu sagen oder zu denken: Was hat er denn, ist doch alles halb so wild.

Rezeptionsgeschichtlich ist so etwas immer sehr interessant.
Man nehme nur Goethes Werther. Heute kann sich kaum ein Jugendlicher vorstellen, dass sich damals nach der Lektüre reihenweise junge Leute umgebracht haben.

Da wir ja hier im Harry-Potter-Forum sind, noch ein Gedanke zur Thematik: Manch einer kann sich selbst nicht verzeihen, so wie es Severus Snape nicht konnte. Auch er wollte sich umbringen, was Dumbledore verhindert hat. Snape war voller Selbsthass und das zeigte sich eben auch in seinem Verhalten gegenüber anderen.
Hier geht's zu meiner FF
Charitys Geheimnisse

Viel Spaß beim Lesen!

Grashüpfer

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 21:04

@Grashüpfer: Wenn du in einer Beziehung zweier Blutsverwandter und in deren Zeugung eines Kindes kein Problem siehst, frage ich mich, warum du einen Unterschied machst, zwischen gemeinsam aufgewachsen und nicht. Das einzige Problem, das eine solche Beziehung birgt ist ja das genetischer Schäden eines Nachkommen. Das hängt ja aber nicht davon ab, ob genetische Geschwister als Geschwister aufwuchsen oder nicht. Wieso also diese Unterscheidung deinerseits?

Ich glaube, dass ein gemeinsames Aufwachsen einer sexuellen Anziehung entgegenwirkt. Ob die Geschwister dann blutsverwandt sind oder nicht, ist mir in dem Fall egal. Man sieht den anderen halt als Geschwister und nicht als potentiellen Partner.
Bei Geschwistern, die sich vorher noch nie gesehen haben, ist der Beziehungsanfang genauso wie bei anderen Leuten, die sich das erste Mal sehen.
Grundsätzlich ist mir wurscht, wer mit wem schläft, solange alle es freiwillig tun
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Atropos

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Freitag, 19. Januar 2018, 19:26

Grundsätzlich ist mir wurscht, wer mit wem schläft, solange alle es freiwillig tun
Freiwillig vlt, aber sie haben Verantwortung für einen unbeteiligten 3. (also ein potentielles Kind). Das kommt ja schon fast einer wissentlichen Körperverletzung gleich dank der erhöhten Gefahr von Erbkrankheiten


Ich lese "Die Flüsse von London" - endlich mal :D
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Morgenstern

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Freitag, 19. Januar 2018, 20:53

Ich habe mich aus ähnlichen Grund gegen eigene Kinder entschieden. Ich habe eine chronische, vererbbare Erkrankung wegen der ich einen Schwerbehindertenausweis habe. Bei meiner Mutter, meinem Onkel und meinem Opa ist/war es ähnlich. Ich kann zwar damit gut leben, möchte auch ganz gewiss kein Mitleid, weiß aber dass ich Niemand anderem das zumuten möchte. Um Zahlen zu nennen: wenn mein Partner die gleiche Erkrankung hätte wie ich würde das Kind zu 50% diese Erkrankung bekommen. Dieses Risiko gehe ich nicht ein. Habe lange darüber nachgedacht überhaupt das zu schreiben, aber ich gehe an sich offen damit um. Im Kino u so zeige ich den Ausweis ja auch vor und auf meiner Arbeit wissen die wichtigsten Personen auch Bescheid. Das ist immer so eine Sache wenn man theoretisch darüber schreibt wie es für Personen ist die das Risiko eingehen trotzdem ein Kind zu zeugen. Mich hat das Thema auch ein wenig beschäftigt und manchmal macht es mich auch nachdenklich wenn Arbeitskollegen/Kolleginnen von ihren Kindern erzählen. Aber es ist auch schön sich mal welche „auszuleihen“ ;-). Und alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich hoffe das war jetzt okay das zu schreiben....aber wie erwähnt ich gehe offen damit um, werde euch ganz bestimmt keine Diagnose, Symptome oder ähnliches schreiben, das geht zu weit. Aber da es mich selbst betroffen und auch beschäftigt hat habe ich meinen Mut mal zusammen genommen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Morgenstern« (19. Januar 2018, 21:02)


Remus44

Flubberwurm

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Freitag, 19. Januar 2018, 22:07

Ich hab jetzt vor drei Tagen mit "Skythe Hüter des Todes" angefangen und musste heute mit Schrecken feststellen, dass ich schon durch bin...Das Buch ist erst letzten September erschienen und es geht um eine Welt in gar nicht mal all zu entfernter Zukunft, in der nahezu alles perfekt ist und vom Thunderhead, einer Maschine mit Bewusstsein "beherrscht" wird. Da diese Welt eben nahezu perfekt ist, sind dementsprechend auch die Menschen unsterblich. Das daraus folgende Problem ist eine stetig ansteigende Bevölkerung, weshalb es die Skythe gibt, deren einzige Aufgabe es ist, nach einer vorgegebenen Quote Menschen "nachzulesen", heißt sie zu töten. In dem Buch geht es jetzt um Citra und Rowan, zwei Jugendliche, die auserwählt wurden, eine Lehre bei einem der Skythes anzufangen um schließlich selber zu einem zu werden. Im Verlauf des Buchs spitzt sich die Lage zudem noch zu, jedoch möchte ich den Aspekt lieber nicht verraten, da er sonst zu viel vorweg nimmt.
Ich finde dieses Buch einfach deshalb schon spannend, weil es eine mögliche Version einer perfekten Welt anspricht sowie sich ausführlich mit der Moral des Tötens beschäftigt und einen so zum Nachdenken bringt. Ich kann dieses Buch also nur wärmstens empfehlen, ich selber konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Jetzt muss ich mir erstmal überlegen was ich als nächstes in Angriff nehme... --biggrin--
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JaimeeWhite

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Freitag, 19. Januar 2018, 23:54

@Morgenstern, ich möchte mich für deine Offenheit bedanken. Ist nicht einfach, über sowas zu reden, vor allem wenn man die Leute noch nicht so gut kennt. Ich gehe seit 12 Jahren jeden Sommer in ein 2-wöchiges Sommerlager für Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer Muskelkrankheit im Elektrorollstuhl sind. Es sind grösstenteils Jungs, da die eine Krankheit nur bei Jungs ausbricht und Frauen die Trägerinnen des Gendefektes sind. In diesem Bereich ist es auch ein grosses Thema, ob man nun trotzdem weitere Kinder zeugen soll oder nicht. Meiner Meinung nach sind solche Personen häufig viel überlegter und reifer, weil sie sich viel früher über Dinge Gedanken machen, die für andere nicht so relevant sind. Sie gehen oft bewusster durchs Leben - oder in ihrem Fall rollen sie xD in diesem Sinne denke ich, dass du durch deine Krankheit auch stark fürs Leben geworden bist und dankbar bist für Sachen, die für andere selbstverständlich sind - sowas finde ich sehr wertvoll!

@Remus, ich bin immer noch an The Circle, iwie les ich da nie weiter^^ ich bin schlimm beim Lesen, entweder es packt mich von Anfang an oder ich muss mich durchkämpfen, bis es endlich mal spannend wird xD
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Der Blutige Baron

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Sonntag, 21. Januar 2018, 02:48

Grundsätzlich ist mir wurscht, wer mit wem schläft, solange alle es freiwillig tun

Okay. War deiner ersten Aussage nicht so zu entnehmen. Danke für die Klarstellung.

Freiwillig vlt, aber sie haben Verantwortung für einen unbeteiligten 3. (also ein potentielles Kind). Das kommt ja schon fast einer wissentlichen Körperverletzung gleich dank der erhöhten Gefahr von Erbkrankheiten

Ähm, das sehe ich anders. Nur weil zwei Geschwister miteinander Geschlechtsverkehr haben, haben sie keine Verantwortung für ein potentielles Kind, immerhin gibt es Kondome, Pille etc. oder sogar Pille danach/Abtreibung. Also rein rechtlich (Körperverletzungsvergleich) sehe ich hier keine Probleme, wie man das moralische sehen will, soll jeder mit seinem Gewissen entscheiden.

Zum eigtl. Thema:
Ich habe anlässlich des "#WinnieThePoohDay" eben dieses Buch mal wieder hervorgekramt. Zwar ein Kinderbuch, aber ein sehr gutes. Ansonsten lese ich zur Zeit aufgrund Uni hauptsächlich Lehrbücher. An Unterhaltungsliteratur hab ich hier noch den 1. Band von Game of Thrones rumliegen, den ich aber noch immer nicht begonnen habe und ansonsten muss ich noch das E-Book "Crazy Is My Superpower: How I Triumphed by Breaking Bones, Breaking Hearts, and Breaking the Rules" fertig lesen.
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