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Fine

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61

Freitag, 8. September 2017, 17:25

Nein, das ist sowas von eindeutig auktorial. Ehrlich ^^

Nee. Definitiv nicht. Jedenfalls nach dieser Erklärung nich (http://wortwuchs.net/auktorialer-erzaehler/). Dafür weiß der Erzähler u.A. viel zu wenig. JKR benutzt ja nach eigener Aussage auch teilweise Dumbledore und Hermine als Sprachrohr um etwas zu erklären, was ein allwissender Erzähler in der Form ja gar nicht bräuchte.

Das einzige was der Erzähler kann, ist manchmal ( ganz selten) in andere Perspektiven springen - 5 Kapitel in 7 Büchern. Das wäre dann höchstens die "Multiperspektive" (http://wortwuchs.net/personaler-erzaehler/), aber dafür ist es meiner Meinung nach einfach zu selten (Band 1- halbes Kapitel Vernon, Band 4 ein Kapitel Frank und Band 6 ein Kapitel Premierminister). Sonst bleibt der Erzähler immer komplett in Harrys Perspektive. bis auf die weiteren 3 Ausnahmen (anderes halbes Kapitel in Band 1, 1. Kapitel in Band 6 und 1. Kapitel in Band 7) wo es komlett "neutral" (http://wortwuchs.net/neutraler-erzaehler/) erzählt wird - was ja aber auch absolut nicht zu "allwissend" passt.

Edit. Googlet man "Harry Potter Erzählperspektive" ist in den Ergebmissen auch immer von personaler Erzählperspektive die Rede.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Fine« (12. September 2017, 14:38)


62

Samstag, 9. September 2017, 23:12

Die Perspektiven springen aber ständig zum allwissenden. So auch wie bei der Beschreibung von Harrys Miene - das ist ein klarer Bruch zum personellen Erzähler.

Die Multiperspektive höre ich hier zum ersten Mal. Im Unterricht haben wir nur über die 3 geredet und die Charakteristika. Und bei auktorial dann Harry Potter als Beispiel.
Es ist beispielsweise nicht Vernons Sicht. "ER sah die Eulen nicht, die den ganzen Tag flogen, andernfalls hätte er sich kaum konzentrieren können."
Ist sowas von allwissend. Oder auch, dass er am Telefon noch ein wenig lauter schrie.
Es gibt tausende Bsp

Lies dir hier mal den Punkt auktorial durch, genau so ist Harry Potter: http://www.vomschreibenleben.de/perspektiven/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TheMandalakind« (9. September 2017, 23:19)


63

Samstag, 9. September 2017, 23:12

Doppelt

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64

Samstag, 9. September 2017, 23:39

Lies dir hier mal den Punkt auktorial durch, genau so ist Harry Potter: http://www.vomschreibenleben.de/perspektiven/


Irgendwie taugt deine Seite nicht so ganz um dein Argument zu untermauern. Eher im Gegenteil --whistling-- Ich zitiere mal die von dir verlinkte Seite:

Zitat


Dritte Person (Personaler Erzähler)
Dies ist die am häufigsten verwendete Form des Erzählens in der heutigen Literatur (die großen Klassiker verwenden meistens eher den auktorialen Erzähler, siehe unten). Hierbei schauen wir als Leser einer Figur über die Schulter und auch manchmal in den Kopf, haben aber stets die Möglichkeit, das Blickfeld etwas zu erweitern. Die Harry-Potter-Bände sind in dieser Perspektive geschrieben (allerdings gibt es Perspektivwechsel zum besseren Verständnis der Backstory; außerdem beginnt die Serie auktorial).
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

65

Sonntag, 10. September 2017, 08:13

Habe ich auch gelesen :D
Aber anhand der Beispiele finde ich es trotzdem ^^
Na ja, egal.

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66

Sonntag, 10. September 2017, 10:42

Naja. Die Beispiele die du nennst, sind eben gerade die, wo der Erzähler NICHT Personal ist. Das solche Elemente in Harry Potter vorhanden sind bestreitet ja keiner. Ändert aber nichts daran, dass überwiegend der Personale Erzähler genutzt wird. Sogar sehr deutlich überwiegend.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

67

Sonntag, 10. September 2017, 22:28

Ich dachte, es gäbe nur ganz oder gar nicht. Ich wurde in einem Schriftsteller Forum fast gesteinigt für solche "Perspektivbrüche". Ich dachte, dass JK Rowling darum eben offiziell auktorial nutzt, aber viel Personal berichtet. Das wäre dann kein Bruch.

Der Blutige Baron

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68

Montag, 11. September 2017, 00:32

Dieses "Schriftsteller"-Forum ist dann wohl ziemlich für die Tonne. Kaum einer der großen bekannten Autoren hält einen Stil konsequent durch. Zumal es eben teilweise auch schlicht als Stilmittel genutzt wird unterschiedliche Kapitel in unterschiedlichen Stilen zu schreiben. Ein störender Perspektivbruch wäre es nur dann, wenn du in einem Satz oder Absatz wechselst.

Und selbst das ist alles relativ. Prinzipiell kann jeder Autor machen was er will, es gibt kein richtig oder falsch. Und dass sich bisweilen auch namhafte Verlaghäuser irren, welches Buch erfolgreich sein kann oder nicht, zeigen Beispiele wie Der Herr der Ring (Klett-Cotta erhielt die Rechte, weil keines der großen Häuser sie wollte und sanierte sich damit) oder auch Rowlings "The Cuckoo's Calling" (auch dieses unter Pseudonym veröffentlichte Buch wurde von großen Verlagshäusern abgelehnt, die deutschen Rechte wurden für einen vierstelligen Betrag verkauft).
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

69

Montag, 11. September 2017, 06:35

Würde ich so nicht sagen, ich habe schon Hilfe bekommen. Aber sonst hast du natürlich recht, was die Stilsache angeht. Nur im vierten Band ist es zum Beispiel mitten im Kapitel, als Harry so nervös vor einer Aufgabe ist.
Da kommt dann von außen, dass die Zeit was merkwürdiges ist. Je mehr man sie braucht, desto schneller geht sie vorbei. Sinngemäß.
Das ist kein Gedanke Harrys.

Majee

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70

Montag, 11. September 2017, 09:49

Würde ich so nicht sagen, ich habe schon Hilfe bekommen. Aber sonst hast du natürlich recht, was die Stilsache angeht. Nur im vierten Band ist es zum Beispiel mitten im Kapitel, als Harry so nervös vor einer Aufgabe ist.
Da kommt dann von außen, dass die Zeit was merkwürdiges ist. Je mehr man sie braucht, desto schneller geht sie vorbei. Sinngemäß.
Das ist kein Gedanke Harrys.
Ich nehme mal an, du meinst die folgende Stelle (S. 504):

Zitat


Genau wie damals, bevor er es mit dem Hornschwanz aufnehmen musste, glitt die Zeit davon, als ob jemand die Uhren verhext hätte und sie jetzt besonders schnell liefen. Noch eine Woche war es bis zum vierundzwanzigsten Februar (also immer noch Zeit) ... dann waren es fünf Tage (wurde nun allmählich Zeit, dass er was fand) ... noch drei Tage (bitte lass mich was finden ... bitte)
1. Warum sollte das nicht Harrys Eindruck/Erkenntnis sein? Es liegt doch auf der Hand, dass es nur ihm so vorkam als würde die Zeit plötzlich schneller vergehen.
2. Ist das auch ein Stilmittel um den zeitlichen Ablauf darzustellen. Der Autor muss dazu überleiten, dass das Ereignis nun kurz bevor steht und noch immer keine Lösung gefunden ist.

71

Montag, 11. September 2017, 10:22

Nein, aber danke für deine Mühe. Ich schlage es Zuhause mal nach (gerade sollte ich eigentlich arbeiten *g*)

Fine

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72

Montag, 11. September 2017, 15:12


Die Multiperspektive höre ich hier zum ersten Mal. Im Unterricht haben wir nur über die 3 geredet und die Charakteristika.


Ist ja auch nur ne Unterform des personellen Erzählers weshalb die Bezeichnung auch nur nebenbei in der Beschreibung zum PE erwähnt wird.
Das ist wenn es mehrere personelle Erzähler im Wechsel gibt.
Also wenn die Kapitel (oder auch Absätze) im Wechsel aus Harrys, Hermines und Rons Sicht sind und der Erzähler in dem Moment auch wirklich ausschließlich die Sicht der betreffenden Person kennt (oder als hätten die Figuren unterschiedliche Erzähler).


Es ist beispielsweise nicht Vernons Sicht. "ER sah die Eulen nicht, die den ganzen Tag flogen, andernfalls hätte er sich kaum konzentrieren können."
Ist sowas von allwissend. Oder auch,

Jain. Was tatsächlich ins auktoriale geht ist die Aussage dass Vernon die Euen nicht sah, da er sich andernfalls kaum hätte konzentrieren können. Wenn Vernon die Eulen nicht bemerkt darf der personelle Erzählerdas natürlich ch auch nicht.
Halte ich aber ehrlich gesagt für einen Flüchtigkeistsfehler. Es war ihr erstes Buch und dauch wenn dieser Satz wiklich etwas auktiorial ( oder zuvielwissend --smile-- ) ist bezieht er sich immernoch auf Vernon und dem was in seiner nahen Umgebung passiert
da eben dieses halbe Kapitel ansonsten komplett aus Vernons Sicht ist. Und mir wärs jetzt auch nicht aufgefallen, Hätte dann aber den Lektoren auffallen können/sollen.

Was du daran, dass er am Telefon noch ein wenig lauter schrie, als alleswissend betrachtest versteh ich glaube ich nicht wirklich.
Was soll Vernon nicht gewusst haben? Dass er lauter geworden ist?
Falls du es wirklichso meintest - Warum glaubst du dass er es nicht gewusst hat? Steht im Text jedenfalls nichts von.


So auch wie bei der Beschreibung von Harrys Miene - das ist ein klarer Bruch zum personellen Erzähler.


Und wo ist das Problem mit den Beschreibungen? Weil Harry sein Gesicht/seine Miene nicht sehen kann (ohne Spiegel).
Man merkt doch auch so was für ein Gesicht man gerade macht. Genauso wie man auch einfach weiß wie man des Gesicht verziehen muss um ein bestimmtes Gesicht zu machen. Ob man z.b. lächelt oder angeekelt guckt. Ob man die Nase kraus macht oder den Mund auf.
Also Harry weiß was für ein Gesicht er macht bzw. welche Miene er aufetzt. Dann darf der Erzähler das auch erzählen.

Die Perspektiven springen aber ständig zum allwissenden.

Also ich will gar nicht behaupten, dass es nicht tatsächlich häufiger vorkommen könnte. Den Eulensatz hab ich ja bisher auch nie bemerkt.
Mir ist nur nicht klar, was deiner Auffassung nach noch alles dazu gehört - und warum. Das mit den Eulen, okay. Aber bei den anderen beiden weiß ich beim besten Willen nicht was deiner Meinung nach allwisend daran sein soll.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fine« (11. September 2017, 15:52)


73

Montag, 11. September 2017, 16:24

Ja, ich glaube nicht, dass er gemerkt hat, dass er noch ein wenig lauter schrie. Wenn ich mir als Pendlerin die lautstarken Ergüsse am Telefon meiner Mitreisenden anhöre, merken die das auch nicht.
Und zu Harrys Miene - genau, ich glaube, lächeln spürt man, aber die ganzen uneindeutigen, wie verwirrt, irritiert und so.

Oder im 6. Band: Was immer die Opposition behauptete - der Premierminister war kein dummer Mann.

Er wird sich nicht für dumm halten, aber die Tatsache wird behauptet und das geht nur im auktorialen.

Sluggy

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74

Montag, 11. September 2017, 19:31

Ich hab das nicht so verstanden, dass der Premierminister als dumm bezeichnet wurde - im Gegenteil.

Zitat

Was immer die Presse und die Opposition behaupten mochten, der Premierminister war kein dummer Mensch. Es war seiner Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass sie sich trotz Fudges Beteuerungen bei ihrem ersten Treffen inzwischen recht häufig sahen, und auch nicht, dass Fudge mit jedem Besuch nervöser wurde.
Ich denk, das ist schon die Perspektive des Premierministers.
:D 8) --knuddel--

Fine

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75

Montag, 11. September 2017, 21:33

Ja, ich glaube nicht, dass er gemerkt hat, dass er noch ein wenig lauter schrie. Wenn ich mir als Pendlerin die lautstarken Ergüsse am Telefon meiner Mitreisenden anhöre, merken die das auch nicht.

Das kommt ja vor. Ist aber nicht immer bei allen so.
Und bei Vernon hätte ich mir in der Situatuation auch problemlos vorstellen können, dass es mit Absicht war. Zur Entspannung oder so
Ich mein, erst macht er fünf verschiedene Leute zur Schnecke. Er führte mehrere wichtige Telefongespräche und schrie dabei noch ein wenig lauter. Bis zur Mittagspause
war er glänzender Laune...
Hat sich allerdings eh erledigt. Im englischen steht dass er ein bischen "mehr" schrie.


Und zu Harrys Miene - genau, ich glaube, lächeln spürt man, aber die ganzen uneindeutigen, wie verwirrt, irritiert und so.

Kannst es ja mal ausprobieren. Ich merke auf jeden Fall alle meine Gesichtsbewegungen (was auch immer du mit uneindeutig meinst).


Oder im 6. Band: Was immer die Opposition behauptete - der Premierminister war kein dummer Mann.

Er wird sich nicht für dumm halten, aber die Tatsache wird behauptet und das geht nur im auktorialen.


Klar ist das ist seine Sicht - Er weiß schließlich was die behaupten und kann sich auch seine Gedanken dazu machen.

Nachtrag. Hatte ich irgendwie übersehehen-

Lies dir hier mal den Punkt auktorial durch, genau so ist Harry Potter: http://www.vomschreibenleben.de/perspektiven/

Was daran liegt, dass der Beispieltext auch nicht wirklich auktorial ist.
Die ersten 3 Sätze sind jedenfalls komplett aus der personalen Sicht der Figur "Ally" (auch der Satz über diesen "Tom"). Nur beim 4. Satz ist es nicht unbedingt klar ob sie es es dann mitgekriegt hat wie die anderen Mädchen sich lustig gemacht haben oder ob sie so versunken war dass sie komplet gar nichts mehr mit mitbekomen hat.
Geht man davon aus dass sie es mitbekomen hat wäre der Text sogar komplett personal. Und dann wäre es logischerweise wirklich genau so wie Harry Potter.
Allerdings wie auch immer man den Satz bewerten mag wäre das Beispiel (sowie die Erklärung) generell nicht das beste.
Da wäre das hier auf jeden Fall besser
https://www.lehrerfreund.de/schule/1s/er…-beispiele/4608

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fine« (13. September 2017, 12:08)


Sluggy

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Montag, 11. September 2017, 22:12

Vom Threadthema seid ihr mittlerweile allerdings weit entfernt. --smile--
:D 8) --knuddel--

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