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Donnerstag, 11. November 2010, 18:25

Scheidungskinder



Scheidungskinder

Was ist, wenn dein schlimmster Albtraum wie ein Aasgeier nach deinem Leben trachtet?
Was geschieht, wenn du nach Hause kommst und nichts ist so, wie eswar oder sein sollte?
bei Bill und fleur hängt der Haussegen schief und nun steht die Scheidung im Haus.
Was kann Louis mit seinen Geschwistern da nur machen?
Kampflos aufgeben kennt der junge Löwe nicht und seine Geschwister auch nicht.Aber wird sein Einsatz reichen?

Diese FF schreibe ich, weil es 22:59 ist, ich Schnupfen und Husten habe und nicht zur Schule gehen kann.
Ich habe mich seit langem gefragt, warum so viele Geschichten von einer schönen und heilen Welt erzählen und in dieser Welt leben meine Charaktäre nicht.



Die Charaktäre der Story
Bill Weasley:
ist 47 Jahre alt und Fluchbrecher bei Gringotts. Er und Fleur waren das perfekte Team und sie durchstanden wirklich alles, aber in diesem Sommer änderte sich alles.

Fleur Weasley:
ist nun 43 Jahre alt, aber liebt Bill immer noch wie am ersten Tag. Sie kann sich sehr gut verschließen und spricht ihre Probleme nicht gerne an.

Louis Weasley:
ist das Sandwichkind. Er ist 17 Jahre alt und somit ein Jahr älter als seine Schwester Dominique und zwei Jahre jünger als seine ältere Schwester Victiore. Er liebt seine Familie über alles und ist sehr glücklich mit seinen Eltern und Geschwistern. Er kann aber auch sehr temperamentvoll auftreten. Er muss nur noch ein Jahr lang zur Schule gehen.

Dominique Weasley:
Dominique Weasley ist 16 Jahre alt und die jüngste von Bill und Fleur. Ihre Eltern brachten ihr stets bei brav zu sein, aber stets ihre Meinung zu vertreten. Sie war immer das ruhigste Kind und überdachte lieber alles doppelt und dreifach. Sie geht ebenfalls nach Hogwarts und ist auch wie ihr Bruder in Gryffindor.

Tate Range:
ist 17 Jahre alt und Dominiques Freund. Über seine Familie wissen die Weasleys kaum etwas, aber Kai hängt gerne den ganzen Sommer über bei seiner Freundin ab und hilft ihr auch gerne. Er ist immer offen zur Familie.

Victoire Weasley
Victoire ist die älteste Tochter, 19 Jahre alt und schon längst zu Hause ausgezogen. Sie wohnt seit einiger Zeit bei ihrem Freund Sasha, mit welchem sie schon fünf Jahre zusammen ist.

Sasha Valentine
Sasha ist Vics Freund und er hat eine Lehre bei Gringotts begonnen. Er möchte seine Freundin glücklich machen und geht deswegen auch zu allen Familientreffen, falls Vic alles zuviel wird. Er ist nun 21 Jahre alt.

Verdacht
Louis merkte sofort, als nur seine Mutter ihn vom Bahnhof abholte, dass etwas passiert sein musste. Sie sah abgekämpft und sehr müde aus. Alles an ihr wirkte etwas leblos und er verstand nicht, was das sollte. Sonst hatten Bill und Fleur ihn immer zusammen abgeholt, aber nun, nun war nur Fleur da. "Wo ist deine Schwester?", wollte Fleur wissen und nahm Louis in den Arm. Ihre Umarmung war einfach wundervoll und nie wieder wollte Louis seine Mutter loslassen. "Sie kommt gleich", sagte der siebzehnjährige Junge etwas leise. Er sah seiner Mutter ihn die Augen und runzelte die Stirn. "Ist etwas mit Papa passiert, oder warum konnte er nicht mitkommen? Muss er arbeiten?", löcherte Louis sie gleich mit Fragen. Fleur lächelte ihn an und sah sich kurz um. "Sowas sollte man nicht wirklich hier besprechen oder?", wollte sie wissen und ließ ihn aus der Umarmung frei. Louis sah sie an und wurde leicht panisch. War seinem Vater etwas zugestoßen? Er war Fluchbrecher und es war ein verdammt gefährlicher Beruf, aber sein Vater war zudem auch erfahren und wusste, was er sich leisten konnte und was nicht. Niemals konnte er seine Familie im Stich lassen oder verlassen, oder?
"Mama", rief Dominique und winkte ihrer Mutter gutgelaunt zu. Sie führte an ihrer Hand ihren Freund, welcher auch die Koffer durch die Gegend schob. Tate war nun schon siebzehn Jahre alt, also ein Jahr älter als Dominique und gehörte schon fast zur Familie. In den Ferien blieb er auf jeden Fall gerne bei den Weasleys in Shell Cottage.
Louis bemerkte, dass seiner Mutter Tränen in die Augen schossen, als sie die verliebten Teenager sich zum Abschied küsste und ihm wurde klar, dass wirklich etwas Schlimmes geschehen sein musste.

"Louis", sagte Dominique und rüttelte an seinem Arm. "Hm?", kam die mümmelnde Antwort zurück und er sah sie an. Sie fuhren nun schon einige Stunden, da Shell Cottage etwas weit weg lag und Louis hatte zwischendurch einfach die Augen zugemacht. Dominique kroch ein Stück zu Louis und sah zu ihrer Mutter, welche sich nur auf die Straße konzentrierte. Sie schien weit weg zu sein und Louis bereute es irgendwie, dass er noch nicht selber fahren konnte, da seine Mutter nicht wirklich in der Verfassung war, mit dem Auto durch die Gegend zu fahren. "Weißt du, was Mama hat?", wisperte sie ihrem Bruder zu und starrte wieder kurz zu ihrer Mutter, welche sich kurz über die Augen wischte. "Ich habe schon einen Verdacht", murmelte Louis und sah, dass sie langsam nach Hause kamen. Er lehnte sich wieder zurück und berührte die Hand seiner Schwester. Mit ihr verstand er sich nicht unbedingt besser als mit Victoire, aber Dominique wusste, dass sie sich jederzeit auf ihren Bruder verlassen konnte.

Müde holte Louis die Koffer aus dem Kofferraum und sah zum Haus. Es hatte sich nichts geändert und so zauberte ihm der Anblick ein Lächeln auf das Gesicht. Vielleicht war es nur ein kleiner Streit zwischen beiden, die hatten sie oft, wenn es wieder langsam Vollmond wurde.
Er trug die Koffer zum Haus und sah seine Mutter wieder an, welche traurig ins Wohnzimmer sah. Er sah ebenfalls hinein und war überrascht. Es hatte sich irgendwas verändert, er merkte auch sofort was. Der Sessel seines Vaters war nicht mehr da. Früher war Louis wirklich sehr gerne daraufgeklettert und hatte seinen Vater dazu gedrängt ihm eine Geschichte zu erzählen.
"Bring die Koffer nach oben, Louis", bat ihn seine Mutter. "Dein Vater wird sischer gleich kommen" Sie ging ins Bad und schloss ihre Kinder aus. "Was ist denn hier los?", wollte Dominique leise wissen und steckte ihre Hände in die Taschen. Das tat sie immer, wenn sie etwas verpasst hatte. Louis biss sich auf die Lippe und nahm seinen Koffer hoch. Er trug ihn in sein Zimmer und ging dann in das Schlafzimmer seiner Eltern. Er stieß die Schranktüren auf und sackte in sich zusammen. Die Sachen seines Vaters waren nicht mehr da. Er... er lebte nicht mehr in Shell Cottage. "Lou, ist was passiert?", fragte Domi, welche ihm nach oben gefolgt war, erst ihre Tasche abgestellt hatte und dann zu ihrem Bruder gegangen war. Sie sah ebenfalls geschockt in den Schrank und sah Louis dann panisch an.
Das konnte wirklich nur zwei Sachen bedeuten: Bill Weasley war tödlich verunglückt oder Bill und Fleur hatten sich getrennt. Lou zog Domi auf seinen Schoß und strich ihr geistesabwesend über den Kopf.
Er horchte auch nicht auf, als seine Mutter nach ihm rief und meinte Bill sei nun in der Wohnstube und beide sollen doch schnell nach unten kommen.
Nach zehn Minuten steckte ein Blondschopf seinen Kopf durch die Tür und sah zu den beiden. "Es tut mir so leid", flüsterte Vic und Tränen rannen über ihr Gesicht.
Sie setzte sich ebenfalls zu Louis und Dominique und sagte eine Weile nichts, bis sie ihre Geschwister doch dazu überreden konnte ihr zu folgen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Bray« (11. November 2010, 18:28)


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Samstag, 13. November 2010, 22:27

Bestätigung

Louis sah vom Tisch auf und starrte in das Gesicht seines Vaters. Alt sah er aus, wirklich alt, graue Strähnen machten sich schon bemerkbar und leichte Falten durchzogen sein Gesicht. Die Narben waren nicht ansehlich, Louis wollte einfach nur noch weg. "Wie war die Schule?", versuchte Bill es auf die freundliche Tour. Louis merkte aber ganz genau, dass es seinem Vater sehr unangenehm war hier zu sitzen, nervös tippelte er mit seinen Fingern auf dem Oberschenkel und er saß am äußersten Rand des Sofas. Nicht einmal seine Jacke hatte er ablegen wollen. "Was willst du?", fragte Louis ihn erzürnt. "Lou!", wurde er gleich von Vic zurechtgestaucht, welche sich nervös die Haare aus dem Gesicht strich.
Dominique sah auf und sah ihrem Vater ins Gesicht. "Schule war wirklich okay, Dad. Ich habe die Prüfungen so gut wie möglich abgelegt und-" Louis sprang wütend auf. "Boah, ich kann es nicht fassen, fängst du nun wie Onkel Percy an? Erkundigst du dich um die Schule und dann gehst du wieder? Nun redet doch mal Klartext, was soll das hier? Wir müssen es sicher nicht alles runterspielen", sagte er wütend und ballte die Fäuste.
Sein Vater sah ihn plötzlich unendlich traurig an und sah dann zu Fleur, welche nickte. "Setz dich", bat sie ihren Sohn und zog ihn an der Hand hinunter.
"Willst du den Anfang machen?", fragte sie an Bill gewandt und er nickte. "Wir werden uns scheiden lassen, Kinder. Ich gefährde eure Mutter zu doll" Entgeistert sah Louis seinen Vater an. Wollte er ihn auf den Arm nehmen oder meinte er es tatsächlich ernst? "Das war nicht wirklich logisch", unterbrach Louis seinen Vater rotzfrech und Vic sah ihn böse an. "Nun hör ihm doch erstmal zu", bat sie ihren Bruder und sah ihren Vater an. Sie konnte nachvollziehen, was noch alles kommen würde, denn mit ihr hatte er über seine Angst schon einmal gesprochen.
"Ich weiß, dass es keinesfalls logisch ist, Louis, aber ich bin zu gefährlich für deine Mutter. Ich... ich habe...", er schluckte schwer und sah zu Fleur, welche kurz aufschluchzte und den Kopf schüttelte. "Was hast du getan?", fragte Vic nun leise und lehnte sich an ihren Freund. Louis hatte Sasha erst garnicht bemerkt, aber der kam eigentlich immer mit, wenn irgendwas anlag. "Ich habe sie schlimm verletzt, als es wieder Vollmond war und das kann ich nicht mehr verantworten. Ich will sie nicht irgendwann tot in meinen Armen sehen", erklärte er und Dominique schlug die Hand vor das Gesicht. "Aber früher hat es doch auch geklappt, Dad", hauchte sie und lehnte sich an ihre Mutter. "Du lässt ihn einfach gehen?", fragte sie ihre Mutter, denn es war klar, dass ihre Eltern sich nicht einfach trennen beziehungsweise scheiden lassen konnten. Denn sicher würden sie die Kinder auch aufteilen und Dominique konnte sich nicht von irgendeinem Elternteil trennen. Sie war das Nesthäkchen gewesen und auch sehr verwöhnt dadurch. "Es gibt keinen Ausweg", verdeutlichte ihre Mutter nochmal. "Ihr wollt doch nur keinen Ausweg suchen", rief Louis wütend, sprang abermals auf und lief aus dem Zimmer.
Er hinterließ eine Stille, welche unerträglich war. "Wir werden uns scheiden lassen und basta. Dominique, du wirst bei deiner Mutter bleiben und Louis kommt zu mir", sagte Bill und stand ebenfalls aus. "Das solltet ihr ihm noch sagen, in zwei Tagen hat er seine Sachen gepackt und sich von euch verabschiedet." Vic nickte und stand ebenfalls schnell auf. "Mach´s gut", flüsterte sie und umarmte ihren Vater schnell. Fleur stand auch auf und sah Bill traurig an. Sie wollte nicht, dass er wieder ging.
"Bill... isch..." Sie stockte und strich sich die Haare aus dem Gesicht. "Isch bringe disch noch schnell zur Tür", sagte sie mit fester Stimme und folgte ihm.

"Es war nicht so ausgegangen, wie wir gehofft hatten", stellte Bill fest und sah Fleur liebevoll an. Er nahm sie in den Arm und strich ihr durch die Haare. Es war schwer für ihn sich fernzuhalten. Vor den Kindern mussten sie sich beherrschen, aber es war schwer, da sie sich wirklich liebten. Fleur drückte ihr Becken gegen seines und sah ihn traurig an. "Isch will das nischt, Bill", flüsterte sie und drückte ihr Gesicht gegen seine Jacke. Es war wunderschön seinen Duft aufzunehmen. Sie sah zu ihm hoch und legte den Kopf leicht schräg, sie näherte sich ihm immer mehr. Bill packte sie eine Spur fester und drückte sie weg. "Das sollten wir lieber nicht machen", stellte er leise fest und sah sie traurig an. Natürlich wollte er sie in seiner Nähe wissen, sie und ihre Kinder, aber es war einfach zu gefährlich. "Wir sehen uns in zwei Tagen wieder", sagte er stattdessen und, küsste sie kurz auf das Haar und ging ein paar Schritte zurück. Er sah sie an, wandte sich dann aber ab und verließ das Gelände um zu apparieren.
Traurig setzte Fleur sich auf die Stufe, die ins Haus hineinführte und starrte noch eine ganze Weile auf die Stelle. Es war wirklich schade, dass Bill schon wieder gehen musste, aber er wollte wiederkommen, wenn es ein Heilmittel für seine Krankheit geben würde. Irgendwie war es schon komisch, dass er sie plötzlich härter anpackte, obwohl er das nicht wollte. Er verletzte sie, wenn er zärtlich war und deswegen hatte er keinen weiteren Ausweg mehr gesehen als sich zu scheiden und auszuziehen. Fleur dachte an die ersten blauen Flecke. Sie hatte Bill nie etwas davon gesagt, weil sie ihn zum Leben brauchte, aber als er sie dann in der Dusche überraschen wollte, hatte er die Flecken gesehen und sofort gewusst, was geschehen sein musste.

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Es stellte für mich eine kleine Herausforderung dar, ob ich euch zeigen sollte, wie es ungefähr ablief, aber ich habe ein wenig gesucht und dann das Bild hier gefunden.
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Samstag, 13. November 2010, 22:31

Blaue Flecken

Fleur schloss die Augen und erinnerte sich zurück.
Es war in der vorletzten Ferienwoche gewesen, als Bill die Flecken gesehen hatte. Fleur hatte bis dahin die Flecken erfolgreich durch lange Pullover verstecken können, da sie meinte ihr sei nur etwas kalt, da sie ihr Frankreich mal wieder vermisse.
An diesem verhängnisvollen Tag hatte Fleur noch etwas länger geschlafen und deswegen Bill verpasst. Sie konnte sich noch vage daran erinnern, dass Bill ihr noch ein sanftes Küsschen auf die Nasenspitze gegeben hatte und ihr einen wunderschönen Tag gewünscht hatte.
Müde schälte Fleur sich aus ihrem Bett und torkelte verpennt ins Bad. Sie ließ den Duschhahn laufen und ging hinunter in die Küche, wo sie sich erstmal warmen Tee eingoss. Natürlich wusste sie, dass sie Bill etwas davon erzählen sollte, von den blauen Flecken, von der Atemnot, welche erzeugt wurde, wenn sie ihn küsste, aber sie schob es immer noch auf. Immer Tag um Tag. Nein, sie konnte es nicht sagen!
Leise singend ging Fleur wieder die Treppe hoch und entkleidete sich, um unter die Dusche zu hüpfen. Sie besah ihren Körper kurz im Spiegel. Er sah echt schrecklich aus, als sei sie vergewaltigt worden. Seufzend tippte sie auf die blauen Flecken und auf die grünen und gelben, nur um den Finger wieder wegzuziehen. Aber leider konnte sie die blauen Flecken nicht wegtippen.Ergeben stieg sie unter die Dusche. Doch, sie würde es ihm sagen. Er würde sie deswegen nicht verlassen. Sie war so mit ihren Gedanken beschäftigt, sodass sie die Gestalt hinter sich nicht bemerkte.
Sie erschrak sehr und verlor da Gleichgewicht, als sie von hinten Arme packten und die sich um ihre Brust schlangen. Sie drehte sich panisch um und sah Bill ins Gesicht. Er sah so sexy aus, wenn er in seinem Hemd nass in der Dusche stand. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und wollte ihn küssen, doch Bill schob sie nur weg und starrte ihren Körper an. Er stellte den Wasserhahn ab und sah sie immer noch schockiert an. "Wer war das denn?", fragte er und starrte auf die blauen Flecke. Fleur sah betreten auf den Boden und warf sich ein Handtuch über. Sie sah Bill unsicher an und wusste nicht, was er dazu sagen würde. "Fleur!", drängte er sie und hielt ihren Arm fest. "Wer war das und was hat er dir noch angetan?" Sie entriss ihm ihre Hand, obwohl sie nur nach Geborgenheit rief, aber Bill zog auch schon die falschen Schlüsse.
"Es ist ein anderer?" Diese abgrundtiefe Enttäuschung in seiner Stimme war eine Qual für Fleur. Vertraute er ihr denn kein Stück mehr? "Bill, das ischt nischt warr!", versprach sie ihm und ging ein Stück auf ihn zu. "Seit isch den Ehering trage, habe isch nur mit dir geschlafe"; versprach sie ihm und sah ihn freundlich an. Sie hatte wirklich nichts zu verbergen und er sollte nicht noch das Thema breitschlagen.
Bill runzelte die Stirn, denn einerseits glaubte er seiner Frau, aber auf der anderen Sete erzählte sie ihm, dass nur er Zugang zu ihr hatte. "Nein", hauchte er und musste sich auf den Rand der Badewanne setzen, weil seine Beine nachgaben. "Ich habe dir das angetan?", fragte er nervös und aus ihrem Gesichtsausdruck konnte er entnehmen, dass es stimmte. Er war das Monster. Er verletzte seine Fleur!
"Es sind nur blaue Flecken, Bill",versicherte sie ihm und setzte sich auf seinen Schoß. Bill sah sie eine Weile an und nickte. Sie hatte Recht, aber trotzdem war es ziemlich falsch und gefährlich. "Denk doch mal an unser Kind", sagte er leise und stupste gegen ihren Bauch. Irgendwie hatten beide nicht mehr aufgepasst und Fleur war schwanger geworden. Jedoch nicht ohne Bills Zutun, wie sie so schön betonte. "Mach isch", versprach sie ihm und lehnte sich an ihm. "Wir werden heute nach der Arbeit zu Mungos gehen", versprach Bill ihr und stand mit ihr auf.

"Ich halte das nicht mehr aus", murmelte Bill und lief zum x-ten Mal den Gang entlang. Diese Ungewissheit war für ihn nicht gut. Ein Heiler huschte vorbei und lächelte ihn an. "Andere Väter haben es auch ausgehalten", versichterte er ihm und blieb kurz stehen. "Ich habe auch schon drei Bälger", gab Bill zu, aber er konnte doch schlcht erzählen, dass seine Frau in Gefahr war und das Baby auch. Der Heiler sah ihn lange an und Bills Verzweiflung machte ihn wuschig. "Kommen Sie in das Zimmer am Ende des Ganges, wenn Sie reden wollen", bot er an und ging weiter. Bill sah ihm noch eine Weile hinterher und hörte deswegen auch nicht Fleur, als diese wieder zu ihm kam und ihn anlächelte. "Es geht ihm gutt", versprach sie ihrem Bill und küsste ihn sanft. Als er diesen Kuss nicht erwiderte, runzelte sie die Stirn, aber sagte nichts.
Doch von diesem Moment an war nichts so, wie vorher.
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KalaLycan

Nifflerzüchterin

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4

Sonntag, 14. November 2010, 10:15

Schön (:
Deine Geschichte gefällt mir wirklich gut.
Dein Schreibstil ist wunderbar (:
Du bringst alle Gefühle sehr sehr glaubhaft rüber und lässt den Leser wirklicg die Verzweiflung der einzelnen Charaktäre spüren.
Mach Weiter so !^^

Glg Kala
Hörst du den Wolf?
Wie er schreit, wie er singt.
Zum vollen Mond,
der ihn in seine Tiergestalt zwingt.
Doch auch in anderen Phasen,
lässt der Mond ihn nicht kalt.
Er spürt ihn immer,
sogar in Menschengestalt


,___,
[O.O
/)__)
-"--"-

5

Sonntag, 14. November 2010, 11:46

Danke KalaLycan.
Das war auch meine Absicht, man sollte mal merken, dass es nicht ganz so einfach und leicht ist, wie man denkt.
Bill ist ja nun wirklich etwas gehandycapt und ich habe gemerkt, dass es darüber nur sehr wenig Geschichten gibt.
Nur meist welche, die die Anfangsphase beschreiben.
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6

Montag, 15. November 2010, 14:15

Du bist nicht schuld


Fleur stand müde auf und sah in den Himmel. Es war schon recht dunkel und Louis war noch nicht zurückgekehrt. Sie ging kurz in den Flur und holte ihre Jacke. Vic und Dominique waren wohl schon nach oben gegangen, beziehungsweise los gegangen. "Isch gehe zu Louis", rief sie nach oben, schnappte sich ihren Schlüssel. Sie ging ein Stück am Strand entlang, aber es war nicht nötig weit zu gehen, da sie Louis schon aus der Ferne sah. Ihr blondes Haar war einfach bei allen Kindern durchgekommen. Vorsichtig schlich sie sich von hinten an ihn heran und sah ihn ruhig an. Er starrte auf die Wellen und sagte nichts zu ihr. Er wollte nicht wissen, was sie alles sagen wollte, wem sie die Schuld in die Schuhe schieben wollte. "Louis", sagte sie leise und legte ihre Hand auf seine Schulter. Er ließ es zu und sah sie nur an. Er wollte nicht seine Familie verlieren und das sah man ihm an. "Es ist nischt deine Schuld" versicherte sie ihm und drückte ihn leicht an sich. Louis nickte und stieß sie wieder ein Stck weg. Die Umarmung war ihm überhaupt nicht angenehm und das sollte sie auch merken. "Und wer dann?", wollte er wissen. "Du? Oder Dad?Wer hat hier wen nicht geliebt?"
Fleurs Blick wurde hart. Sie durfte ihm nun nicht die Wahrheit sagen, obwohl diese alle betraf. "Ich muss sicher zu Dad", erzählte Louis weiter und sah sie traurig an. Was war denn nur geschehen? Seine ganze Familie war unfreiwillig auseinander gebrochen und das gefiel ihm nicht. Seufzend sah er sie an.
"Louis, ´ör mal. Isch weiß, dass es schwierig ist su verstehen, aber isch versischere dir, es ist gans anders als es ausschaut. Du musst uns vertrauen."
Louis sah ihr ins Gesicht, ein geschockter Gesichtsausdruck lag darin. "Willst du mich auf den Arm nehmen? Ich soll euch vertrauen? Ihr trennt euch mir nichts dir nichts und wir erfahren erst davon, als wir zu Hause sind." Er sah sie verletzt an und schaute dann weg. Er konnte ihr nicht ins Gesicht sehen, irgendwas war komisch darin. Sie sagte die Wahrheit, aber er wollte es nicht glauben.
"Lass mich", sagte er nur noch, als sie ihn sanft anfasste und riss sich grob weg. "Ich will...", fing er an, drehte sich um und rannte zum Haus.
Fleur sah ihm hinterher. Sie war verzweifelt und hatte einfach den Mut nicht mehr ihm noch hinterher zu laufen. "Oh Bill, das war eine serr schlechte Idee", murmelte sie verzweifelt Richtung Himmel.

Am Abend verzog sich Louis auf sein Zimmer. Er wollte nicht mit seiner Mutter reden. "Alle lassen sie einen alleine", murmelte er wütend und packte seine Sachen. Wenn sie wollte, dass er ginge, dann würde er es tun, aber dahin, wo er wollte. Er sah zu ein Bild, welches auf seinem Schreibtisch stand. "Hey, großer, bald bin ich bei dir", versprach er leise und musste unwillkürlich lachen. Seine Eltern würden ihn nie finden. Dann würden sie sicher merken, was sie alles verbockt hatten durch ihre unfaire Entscheidung.
Leise wurde an der Tür geklopft. "Louis, darf ich reinkommen?" Dominique steckte den Kopf hinein, doch schnell schob er sie wieder nach draußen und schloss die Tür ab. "Lass mich in Ruhe Dominique! Lasst mich einfach in Ruhe! Ich habe keinen Bock mehr darauf nun einen auf heile Familie zu spielen, verzieh dich sofort!"
Er hörte sie die Treppe hinuntergehen und fühlte sich mies. Sie war seine kleine Schwester und er beschimpfte sie. Richtig war das aber garnicht. "Es tut mir leid", murmelte er und eine einzelne Träne rannte ihm über das schmale Gesicht.
Er fiel in einen unruhigen Schlaf, aus dem es kein Erwachen gab.

Fleur sah Dominique traurig an, welche ihren Kopf auf deren Schulter gelegt hatte. "Er meinet es sischer nicht so, Dominique. Er ist nur serr enttäuscht und will es nicht wahrhaben." Domin nickte und seufzte. "Warum nur, Mum? Warum nur?"

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Kommis please?
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Bray« (15. November 2010, 22:26)


KalaLycan

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7

Dienstag, 16. November 2010, 16:44

Schön Gemacht !
Gefällt mir wieder sehr gut.
Ich bin schon gespannt wie es weiter geht (:
lg Kala
Hörst du den Wolf?
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8

Montag, 29. November 2010, 11:30

Der Abschied fällt allen schwer und - ?!!!!!!!!!
Lou hatte sich einen Entschluss gefasst. Er würde nicht zu Bill ziehen! Sicher, das war seinem Vater gegenüber nicht ganz fair, aber war dieser zu ihm fair gewesen? Als alle im Bett lagen, schlich er sich nach unten ins Wohnzimmer. Er setzte sich an den Tisch und schrieb im Licht seines Zauberstabes einen Brief. Den durchlas er dreimal und musste am Ende fast heulen. Sein Gesicht war schmerzensverzerrt. Das konnte doch auch keine Lösung sein. Aber anders ging es wirklich nicht!
Er stieg in den Kamin und war sofort verschwunden.

Er entstieg in einem Wirtshaus aus dem Kamin. Kurz sah er sich um und schulterte seinen Seesack. Endlich wieder bei ihm! Kurz hielt Louis einen kleinen Zettel hoch. Jemand würde ihm sicher helfen können. Sollte ja nicht allzu schwer sein einen Ausländer zu finden. „Kann mir einer sagen, wie ich zu dieser Adresse komme?“, fragte er auf einem höflichen Englisch und wurde gleich komisch beäugt. Die Wirtin winkte ihn sofort zu sich und runzelte die Stirn. „Du bist aus seiner Heimat oder?“ Geflissentlich nickte Louis. „Ich bin sein Neffe.“ Sie drehte sich kurz und stellte ihm eine Tasse hin. Sie goss einen Tee ein mit ein wenig Rum. „Du musst die Hauptstraße lang und dann…“ Louis war ihr am Ende dankbar und schlürfte den heißen Tee in eines hinunter, ehe er aufbrach. Die Sommerluft war angenehm, auch hier. Hätte er nicht gedacht, aber sein Onkel hatte schon so vieles über dieses Land erzählt, sodass es kein Wunder war. Es gab wirklich sehr viel zu entdecken und dazu hatte Louis in den Ferien ausreichend Zeit. Er wollte sich nicht bei seiner Familie melden, sollten sie doch sehen, wo er blieb.

Louis blieb vor einem großen Gebäude stehen. Es sah aus, als würden dort mehrere Familien wohnen, aber in Wirklichkeit wohnten dort keine Familien, sondern einfach nur ein Mann. Sein Onkel: Charlie Weasley.
Nervös klingelte Louis an der Tür, obwohl er nichts zu befürchten hatte. Sein Onkel war bestimmt noch der alte, aber die Größe des Hauses überraschte ihn etwas. Noch mehr erschrak er, als ein Bediensteter, also so einer mit Uniform und allem, nach draußen trat und Louis fragend ansah. „Ist… ist mein Onkel hier? Charlie Weasley?“ James, so taufte er ihn in Gedanken, nickte und bedeutete Louis ihm zu folgen. „Master Charlie ist gerade in seinem Arbeitszimmer, Sie kommen ganz unpassend und-.“ „Louis!“, rief jemand durch die riesige Eingangshalle und grinste breit. Charlie hatte sich kein Stück verändert. Er war immer noch der lebensfrohe, lustige Mensch von den Familienfesten und immer noch trug er seine abgewetzte Arbeitskleidung, was James missbilligend aufnahm. Louis fiel seinem Onkel in die Arme und erwiderte das Lächeln, obwohl ihm gar nicht danach war. „Was ist denn hier los? Habe ich was verpasst?“, fragte er weiter und sah sich nochmal kurz um. Das war nicht Charlies Stil und passte irgendwie gar nicht zu Charlies Arbeit sich sowas zu leisten. Es war ein Traum von einem Haus, obwohl er das Haus von Bill auch sehr liebte. Er runzelte die Stirn und Charlie bekam sich nicht mehr ein. „Komm!“, sagte er und ging in ein weiteres Zimmer, welches nun etwas kleiner war, als das Durchgangszimmer, durch welches sie vor kurzem geschritten waren. In diesem Zimmer waren ein wunderschöner großer Schreibtisch und ein Kamin, auf welchem Bilder standen. Charlie ging zum Kamin und sah zu den Bildern. „Dieses Haus gehört meinen besten Freunden, Marcus und Sinead und ihrem Sohn Nigel!“ Er zeigte auf ein Bild, wo alle vier drauf waren. „Nigel ist mein Patenkind, verstehst du?“, fragte er und Louis nickte, da er seinem Onkel noch folgen konnte. „Letzte Woche brannte mein Haus ab, weil… ein Drachenweibchen austickte!“ Er schluckte schwer. „ich war mit Nigel zum Glück draußen unterwegs. Marcus will mir helfen es wieder aufzubauen, aber das wird etwas dauern und solange bleibe ich hier!“ Louis hatte ihm interessiert zugehört. Das war immer der Nachteil bei Charlie. Man wusste nie, was los war, ob er noch lebte oder nicht.
„Warum bist du hier?“, wollte Charlie interessiert wissen und setzte sich auf den Sessel hinter den Schreibtisch. Louis sah ihn eine Weile an, überlegte hin und her, ob er ihm vom Bill erzählen sollte und entschied sich doch dagegen. „Ich wollte dich nur mal besuchen“, sagte er gutgelaunt und setzte ein etwas falsches Lächeln auf.
„Du musst mit mir spielen“, sagte der kleine Nigel und zerret an Louis Strickjacke. Dieser sah den kleinen Jungen grinsend an und schnitt eine Grimasse. „Nigel, lass ihn doch erst mal aufessen“, sagte Marcus ruhig und rauchte seine Pfeife. Für ihn war es keine Frage gewesen, wo Louis schlafen sollte. Der sollte auch im großen Haus bleiben und gut war. „Aber dann speilst du mit mir, oder?“, fragte Nigel quengelnd. Er war gerade erst acht Jahre alt und wollte noch so viel entdecken. „natürlich“, versicherte Louis ihm und sah dabei zu, wie sich Nigel wieder an den Tisch setzte. „Wie geht es eigentlich Bill?“, wollte Charlie wissen und runzelte die Stirn. Louis verschluckte sich sofort an seiner Suppe und sanft musste Sinead ihm auf den Rücken hauen bis es wieder ging. „G-gut…“ „Und Fleur?“ „Allen geht es gut“, nuschelte er und stand auf. Er hatte keine Lust mehr auf dieses Gespräch. „Komm Nigel, wir spielen ein wenig“, sagte er und starrte seinen Onkel kurz an. Hoffentlich würde sich dieser mit der Antwort begnügen. Er musste einfach, denn aus Louis Mund würde kein Wort mehr dazu fallen.
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KalaLycan

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Montag, 29. November 2010, 15:41

Hey.
Schönes Kapitel.
Gefällt mir gut.
Aber achte bitte darauf das du dich nicht so oft mit Wörtern wie ER oder SIE wiederholst. Und zwischendurch sind ein paar Grammatikfehler die aber nicht weiter stören.
Sonst ist die Story echt lesenswert.

Weiter sou.^^

Liebe Grüße.
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Happyday

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Mittwoch, 29. Dezember 2010, 20:12

Hey, diese Story finde ich richtig gut! du hast einen schönen Schreibstil und man kann die Text flüssig lesen. Mir sind allerdings eine Kleinigkeit aufgefallen, das:



Er entstieg in einem Wirtshaus aus dem Kamin. Kurz sah er sich um und schulterte seinen Seesack. Endlich wieder bei ihm! Kurz hielt Louis einen kleinen Zettel hoch. Jemand würde ihm sicher helfen können. Sollte ja nicht allzu schwer sein einen Ausländer zu finden. „Kann mir einer sagen, wie ich zu dieser Adresse komme?“, fragte er auf einem höflichen Englisch und wurde gleich komisch beäugt. Die Wirtin winkte ihn sofort zu sich und runzelte die Stirn. „Du bist aus seiner Heimat oder?“ Geflissentlich nickte Louis.


Wieso sagt die Wirtin "Du bist aus SEINER heimat" ?
Ist Charlie da so bekannt, oder warum?

hab diese Stelle nicht ganz verstanden, aber sonst ist die ff echt Klasse. Ich hoffe du schreibst weiter!
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*~~"~"~~*


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Samstag, 1. Januar 2011, 22:44

Jaa, also sie kennen Charlie schon und wahrscheinlich hat er der Wirtin erzählt, dass er mit einer Louis, also Veela-Genen verwandt ist ;)
Deswegen weiß sie gleich zu wem er gehört und fragt nicht nach.
Ich schreibe weiter, stecke zurzeit nur etwas fest. Trotzdem danke :)
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grit

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Donnerstag, 6. Januar 2011, 17:01

Du hast dich an ein schwieriges Thema gewagt, denn die Situation ist so ausweglos, dass - egal, wie sich die einzelnen Figuren entscheiden, sie nur falsch handeln können. Bill ist durch den Werwolfbiss beeinträchtigt und somit "schuldlos schuldig" - und das ist, glaube ich, das einzige, was diese Story vom "echten Leben" unterscheidet. Die Gefühle der einzelnen Personen beschreibst du sehr glaubhaft, und die Ausweglosigkeit der Situation ist fast schon beklemmend. Ich werde auf jeden Fall weiter lesen, denn ich bin gespannt, wie du das Ende gestalten wirst.
Ob die Kinder doch noch die ganze Wahrheit erfahren?
Ich musste beim Lesen an einen Satz aus einem anderen Buch denken, wo es hieß,"...die Wahrheit kann sehr brutal sein,..., aber im Gegensatz zur Lüge hinterlässt sie eine saubere Wunde, die nicht eitert..."

Dein Stil gefällt mir, die wörtliche Rede bringt viel Dynamik hinein, und es liest sich gut.
Hier geht's zu meiner FF


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Viel Spaß beim Lesen.

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Montag, 10. Januar 2011, 14:19

Das kommt sehr real rüber, da ich den Schmerz nachvollziehen kann.
Nun schon, denn mein vater hat uns verlassen. Als ich die Geschichte begann, versuchte ich es zu verpacken und sehr glaubwürdig zu machen, aber nun fällt es mir sicher leichter.

Danke für das Kompliment.
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Dienstag, 11. Januar 2011, 17:58

Wo ist Louis?

Bill Weasley schreckte aus dem Schlaf hoch, als sein Telefon klingelte. Müde schob er den leeren Pizzakarton und die Immobilienzeitschriften zur Seite und entdeckte sein schnurloses Telefon.
„Warum bloß schnurlos?“, brummelte er los. „Hm“, mümmelte er in seine Anwesenheit ins Telefon. Er hasste es vom Telefon aufgeweckt zu werden. Schließlich hatte er einen Wecker, der seinen Job sehr gut erledigte.
„Was?“, wollte Bill wissen und war schlagartig wach. Fleur war dran und ziemlich panisch. Irgendwas musste passiert sein. „Beruhige dich, Fleur. Louis ist abgehauen?“, wollte er ungläubig wissen und schüttelte den Kopf. Das konnte nun echt nicht sein. Warum musste sein Sohn bloß so kindisch sein? „Ja, ich… ich komme gleich vorbei. Gut, Fleur. Gib mir… hey, gib mir eine halbe Stunde,“ bat er und legte auf.
„Louis Weasley, wenn ich dich in die Finger kriege, dann…“ Bill sprach seine Drohung jedoch nicht aus, aber brauchte eine Ewigkeit, bis er sich angezogen hatte, da er so wütend war und sich kaum konzentrieren konnte.

Sehr viele Kilometer entfernt apparierten gerade Victoire Weasley und ihr Freund Sasha. Ihre Mutter hatte sie gerufen, da Louis sich anscheinend aus dem Staub gemacht hatte „Victoire!“, rief Fleur ihr Tochter zu sich und rannte zu ihr. Wie war die Freude groß. „Mama“, Vic schloss ihre Mutter in den Arm und lächelte sie an. „Kommt Papa auch?“, wollte Sasha gewitzt wissen und erhielt sofort einen bösen Blick von seiner Freundin.
„Ja, isch ´abe mit ihm telefoniert. Kommt doch rein!“

Bill stand am Fenster und sah hinaus. „Wann habt ihr Louis zum letzten Mal gesehen?“, wollte er wissen und überlegte dabei schon, wo sein Sohn stecken könnte. Dass bei dem Kleinen immer die Sicherungen durchbrennen mussten, nervte ihn schon ziemlich.
Dominique schluchzte kurz auf. Sue hatte sich ein Kissen auf den Bauch gelegt, wie sie es immer tat, wenn sie sehr traurig war. Sie war außerdem noch nervös, da ihr Vater da war, wollte es sich aber nicht anmerken lassen. „Gestern Abend. Da hat er mich auf seinem Zimmer geschmissen, weil ich mit ihm reden wollte!“ Tränen rannen ihr stumm über das Gesicht, doch sie wollte nicht, dass dieser es sah und deswegen vergrub sie ihr Gesicht im Kissen.
Fleur trat leise an Bill heran. „Weißt du wo er sein könnte?“ Ihr Noch-Ehemann zuckte mit den Schultern. „Er könnte überall sein. Hat er hier einen Ort, an dem er sich gerne zurückzog?“ Bill wusste nicht von so einem Ort, aber vielleicht hätte er sich mehr mit seinen Kindern beschäftigen müssen.
„Was ist, wenn er zu irgendeinem aus der Familie gefloht ist?“, schlug Vic vor und kuschelte sich an ihren Sasha. „Er ist doch verdammt gerne im Fuchsbau!“, sprach sie ihren Gedanken aus. „Ich gehe dorthin“, sagte Bill und drehte sich zu seiner Familie um.
„Isch komme mit“, stellte Fleur fest und sah Bill entschlossen an.

„Warum sollte Louis hier sein?“, fragte Molly verwirrt und sah zu ihrem Sohn. Er machte sich wohl schreckliche Sorgen so wie er aussah. „Was ist bei euch denn passiert?“, war ihre zweite Frage.
„Fleur und ich lassen uns schei-„ „Was wollt ihr?“, fragte Molly kopfschüttelend und war aufgebracht. „Hör mal-„ „William Weasley! Setz dich und nun hörst du mir mal zu!“, befahl Molly ihm und sagte dies mit Nachdruck, sodass Bill ihr lieber nicht widersprach.
„George ist ein Alberkopf, kann aber trotzdem eine Beziehung führen. Bei ihm und Angelina kracht es ziemlich oft, aber dann vertragen sie sich wieder brav.
Ron hat bis zu sieben Jahre gebraucht, bis er Hermine den Antrag macht. Die beiden haben sogar schon Kinder!
Percy arbeitet jeden Tag sehr lang, sieht seine Kinder kaum und hat es echt schwer. Sie sind das erste Jahr nach Hogwarts.
Audrey kommt täglich zu mir und sie und Percy machen nun eine Paartherapie. Und du setzte dich hier hin“ fing sie an und stupste ihm hart gegen die Brust, „ und willst mir sagen, dass irh euch scheiden lasst. Das könnt ihr euch aber abschminken, wenn du mir nicht einen sehr guten Grund nennen kannst.“
Bill sah geschockt zu seiner Mutter und dann zu Fleur. „Molly, isch bitte disch. Das kannst du nischt verlangen, wir können dir keinen Grund nennen!“ Sie legte ihre Hand in Bills und sah ihn liebevoll an. Der Grund durfte niemals ausgesprochen werden.
Weißt du, wo wir Louis finden können?“ Geschockt sah Molly beide an. „Grundlos? Ihr liebt euch doch!“ „Ich bin zu gefährlich für Fleur, Mum“, sagte Bill und schob Fleurs Ärmel nach oben.
Molly sah auf die blauen Flecke. „Kannst du dich nicht beherrschen, Bill?“, fragte sie und sah ihn nur geschockt an.
„Bill, wo willst du hin?“, fragte Fleur, als Bill aufstand und sich seine Jacke anzog. „Auf diese Szene kann ich verzichten. Ich gehe Louis suchen!“ Er gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange.
„Bleibt hier, Bill“, bat ihn Molly, doch Bill hatte nur einen kühlen Blick für sie übrig. „In deinen Augen bin ich doch schon längst das Monster!“, zischte er sie an und trat hinaus in den Regen. Hinter der Grenze apparierte er und ließ die beiden Frauen zurück.

„Bill?“, fragte Charlie geschockt und schrie es beinahe heraus, damit Louis sich verstecken konnte. „Was machst du hier?“, fragte der zweitälteste Weasley und ließ seinen Bruder hinein. „Louis ist weggelaufen, ich weiß nicht wo er ist und wo ich suchen soll, ich brauche jemanden zum reden. Ich lasse mich von Fleur scheiden. Das fällt mir sicherlich nicht leicht und deswegen muss ich bitte mit dir reden, weil ich sonst durchdrehe!“ Zum Ende hin schrie Bill seinen Bruder beinahe an, ehe er auf die Knie fiel.
Er musste heraus, ansonsten würde er noch daran zerbrechen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bray« (11. Januar 2011, 18:02)


KalaLycan

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15

Dienstag, 11. Januar 2011, 21:38

Schööön.
Eins sehr tolles Kapitel. Gefällt mir richtig gut.

Ich kann Louis und auch deinen Schmerz wirklich sehr gut nachvollziehen. Mein Erzeuger hat mich und meine Mutter auch Anfang 2010 verlassen und ich habe immer noch ziemliche Probleme damit fertig zu werden. Ich habe auch nach der ganzen Geschichte angefangen zu schreiben und es tut wirklich richtig gut sich den ganzen, auf deutsch gesagt, Scheiß von der Seele zu schreiben.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft
ganz liebe Grüße
Kala
Hörst du den Wolf?
Wie er schreit, wie er singt.
Zum vollen Mond,
der ihn in seine Tiergestalt zwingt.
Doch auch in anderen Phasen,
lässt der Mond ihn nicht kalt.
Er spürt ihn immer,
sogar in Menschengestalt


,___,
[O.O
/)__)
-"--"-

16

Mittwoch, 15. Juni 2016, 09:38

Geschichte wird bald fortgeführt :)
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17

Donnerstag, 17. November 2016, 15:06

Tell me the truth, Bro…




„Und nun sagst du mir bitte, was passiert ist.“

Auffordernd drückte Charlie seinem Bruder die Tasse Tee in die Hand und setzte sich ihm gegenüber. Er hatte aus Louis auch nicht viel herausbekommen und
hoffte, dass Bill ihm nun die ganze Wahrheit sagen würde. Ihm war bewusst, dass Bill den Kindern sicher nicht alles erzählt hatte.

„Es ging um das Würmchen, Charlie. Versteh doch. Sie verliert das Würmchen sonst, wenn ich in ihrer Nähe bleibe. Ich bin eine Gefahr für Fleur. Ich… es
war Vollmond… ich habe sie verletzt. Ich habe mich einfach nicht im Griff. Ich musste sie verlassen. Ich muss mich wieder im Griff kriegen“, murmelte Bill und
schüttelte nachdenklich den Kopf.

„Seit wann genau ist es wieder so schlimm geworden? Es ging doch eine Zeit lang sehr gut. Das läuft so noch nicht lange, habe ich recht? Das verunsichert dich
deswegen so, oder?“, fragte er leise und vorsichtig nach. Charlie wusste, dass dies ein sensibles Thema war. Seit Bill gebissen worden war, hatte er sich charakterlich
sehr verändert. Es war beinahe vorhersehbar gewesen, dass die beiden sich über kurz oder lang trennen würden. Selbst Fleur hatte Charlie gesagt, dass Bill sich verändert hatte. Und damit konnte sie einfach nicht umgehen.

„Klar, es war … neu für uns. Ich habe es im Juni schon gemerkt, dass etwas anders ist. Ich war allgemein gereizter und bin Fleur deswegen aus dem Bett gegangen und… naja als wir das letzte Mal… ich wusste, dass sie schwanger ist… ich hab sie beim…“ Er räusperte sich und lief rot an. Charlie musste grinsen und konnte sich vorstellen, dass es um den Beischlaf ging. „Verstehe… du konntest dich also nicht kontrollieren und hast sie angegriffen, ja?“ Seufzend erhob sich Charlie und holte sich und Bill das Butterbier. Das war wirklich schwierig, aber eigentlich nicht unlösbar.

„Du bist nun also zurzeit im Fuchsbau untergekommen oder wie? Da wird sich etwas finden. Du solltest den Fall im St. Mungos vorstellen. Mach dir deswegen
nicht so einen Stress. Aber warum ist-“

„Warum ist was? … Ist Louis hier?“, fragte Bill hektisch und sprang vom Stuhl auf, wobei dieser durch den Schwung gleich umfiel. „Wo ist er denn? Warum hast
du denn nicht gesagt, dass er hier ist?“, fragte er angespannt und starrte seinen Bruder recht wütend an. „Er hat Ferien und hat gesagt er will ein paar Tage hier sind. Nun beruhige dich bitte mal. Ich habe nicht geahnt, dass ihr nichts davon wisst. Also klar, ich habe ihn gefragt und er ist mir ausgewichen, aber er ist 17. Er kommt schon klar, mach dir keine Sorgen, okay? Er ist oben. Aber bevor du zu ihm gehst, möchte ich die Wahrheit wissen. Es ist mehr als
dass du ausgezogen bist, habe ich recht? Deswegen ist er weggelaufen, habe ich recht?“

„Ich habe die Scheidung eingereicht. Ich werde mich von Fleur scheiden lassen. Ich liebe sie und kann ihr das einfach nicht antun, verstehst du?“ Ihm war bewusst, dass die geplante Scheidung vielleicht etwas übertrieben war, aber Fleur hatte einen Mann verdient, welcher sie nicht unkontrolliert im Schlaf töten konnte. Sie hatte etwas Besseres als Bill Weasley verdient.

„Du bist dir hoffentlich bewusst, dass du ein totaler Idiot bist und dass Fleur sich niemals einen anderen Mann suchen wird. Eine räumliche Trennung hätte bei euch doch gereicht, bis du etwas gegen diese Gewalt machen kannst. Vielleicht brauchst du nur eine abgeminderte Form des Wolfbanntranks. Hast du daran mal gedacht? Die Scheidung wird eure ganze Familie auseinander bringen. Lass dir doch erstmal helfen und rede nicht gleich von einer Scheidung.“ Auch wenn Charlie selber eher eine Beziehung zu seinen Drachen führte und nicht zu Frauen, so ahnte er schon, dass Bill einfach viel zu schnell reagiert hatte. Er hätte wenigstens mit der Familie darüber reden können. „Die Kinder kennen nicht den wahren Grund?“, vermutete der zweiälteste Weasley und seufzte. „Soll ich dir mal was sagen? Du wirst dich nun mit deinem Sohn in den Pub setzen und ihm die Wahrheit sagen. Er hat mit mir über nichts geredet und ich denke er braucht dich einfach. Klärt das, okay? Er kann die nächste Zeit natürlich noch hier bleiben, da er ja nun mit der Schule fertig ist. Er kann mir mit den Drachen helfen.“ Da Louis die letzten Sommerferien teilweise auch bei Charlie verbracht hatte, hatte er sich bereits mit den Drachen beschäftigt und den Wunsch geäußert mal wieder bei Charlie ein paar Wochen zu bleiben. Und da er nun eh mit der Schule durch war, konnte er sich damit ja auch Zeit lassen.

„Er wird aber nicht mit mir im Pub sitzen wollen, Charlie.“
„Lass das mal meine Sorge sein, großer Bruder. Ich verspreche dir, dass du dein Gespräch mit Louis haben wirst. Vertraue mir ruhig“, meinte Charlie ruhig und
grinste schelmisch. Ein Charlie Weasley hatte seine Wege und würde sein Ziel schon erreichen. Dessen war er sich gewiss.
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